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Oberstufe Vorbereitung (Subject) / Geschichte 8. Klasse (Ge3) (Lesson)

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  • Aufklärung Denkrichtung, im 17. und 18. Jh., die die Vernunft (ratio) über den Glauben stellte und zum entscheidenden Maßstab des Denkens und Handelns machte. Die Aufklärer forderten Freiheit und Gleichberechtigung. 
  • Menschenrechte Unantastbare Rechte, die jedem einzelnen von Natur aus zustehen, unabhängig von seiner Herkunft und Stellung in der Gesellschaft (z. B. Gleichheit aller vor dem Gesetz, Recht auf Unversehrtheit, Meinung- und Glaubensfreiheit). 
  • Gewaltenteilung Trennung der Staatsgewalt in Legislative (Gesetzgebung => Parlament), Exekutive (ausführende Gewalt => Regierung) und Judikative (Rechtsprechung => Gerichte), um Machtkonzentration und Willkür zu verhindern.
  • Volkssouveränität Grundsatz, nach dem alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht, das seinen Willen über gewählte Vertreter (repräsentative Demokratie) zur Geltung bringt. 
  • Bürgertum Eine durch Besitz und Bildung gekennzeichnete Schicht (z. B. Händler, Handwerker, Ärzte), die sich von Adel, Klerus, Bauern und Arbeitern abhebt. Ende des 18. Jh. forderte das Bürgertum die Gleichberechtigung mit den privilegierten 1. und 2. Ständen der Gesellschaft. 
  • Nation Eine große Gruppe von Menschen, die in einem Gebiet zusammenleben und sich aufgrund einer gemeinsamen Sprache, Kultur und Geschichte als eine Gemeinschaft fühlen. 
  • Nationalismus  Politische Strömungen, die von der neu entstandenen Idee der Nation abgeleitet war. Allen in einem bestimmten Gebiet lebenden Menschen sollte ihre Gemeinsamkeit bewusst gemacht und ein gemeinsamer Nationalstaat gegründet werden. Im Laufe des 19. Jh. entwickelte sich zunehmend ein übersteigertes Nationalgefühl, dass die eigene Nation auf- und andere Nationen abwertete, was zu viel Kriegen führte. 
  • Napoleon  Napoleon krönte sich 1804 selbst zum Kaiser der Franzosen. Damit wurde Frankreich wieder zu einer Monarchie. Seine Karriere beruhte auf militärischen Erfolge und innenpolitischen Leistungen, wie dem neuen Gesetzbuch (Code civil), das die Errungenschaften der Revolution und ihm die unbedingte Gefolgschaft der Franzosen sicherte. Nach militärischen Niederlagen wurde er 1814 abgesetzt und verbannt. 
  • Montgelas  Montgelas war von den Ideen der Aufklärung geprägt und reformierte den bayerischen Staat nach französischem Vorbild. Unter den bayerischen König Max I. Josef war er leitender Minister. Montgelas gilt wegen seiner Reformen als „Vater des modernen Bayerns“. 
  • Wiener Kongress Nach der Niederlage Napoleons versuchten Vertreter der europäischen Monarchien Europa nach den Prinzipien der Restauration, Legitimität und Solidarität neu zu ordnen. (18) 
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  • Deutscher Bund Nach Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wurde auf dem Wiener Kongress ein lockerer Staatenbund aus 39 souveränen Fürstentümern und Städten gegründet. Dem Bund fehlte eine einheitliche Regierung ebenso wie eine Verfassung. Das einzige zentrale Organ weil die Bundesversammlung in Frankfurt. 
  • Liberalismus  Eine in der Aufklärung wurzelnde politische Bewegung, die Grundrechte (Freiheit und Gleichheit) für alle Bürger und eine Verfassung forderte und sich damit gegen die staatliche Bevormundung der Bürger, sowie gegen die Privilegien des Adels wendete. 
  • Hambacher Fest Politische Massenkundgebung der bürgerlich-liberalen Opposition mit der Forderung eines freiheitlichen deutschen Nationalstaats. (1832) 
  • Paulskirchenversammlung Nach revolutionären Unruhen März 1848 („Märzrevolution“) beugten sich die deutschen Monarchen zunächst den liberalen Forderungen. In Frankfurt gerade das erste gewählte gesamtdeutsche Parlament, die Paulskirchenversammlung, zusammen und verabschiedete eine Verfassung. Das Parlament scheiterte, da sich die Fürsten weigerten, die Beschlüsse der Abgeordneten zu akzeptieren. Das Parlament wurde aufgelöst und der Deutsche Bund in seiner alten Form restauriert. 
  • Industrielle Revolution Die Industrialisierung begann 1760 in England mit wichtigen Erfindungen (Dampfmaschine), die die Massenproduktion in großen Fabriken erlaubten. Die Industrielle Revolution hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen. 
  • Soziale Frage Bezeichnung für wachsende Missstände, die durch die Industrielle Revolution entstanden: Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten, Frauen- und Kinderarbeit, Wohnungsnot, fehlende soziale Absicherung Unternehmer, Kirche, Staat und Arbeiter suchten nach unterschiedlichen Lösungen, um der Verelendung der Arbeiter entgegenzuwirken. 
  • Sozialismus/Kommunismus Sozialismus ist die auf den Theorien von Karl Marx und Friedrich Engels basierende politische Alternative zum bürgerlichen Liberalismus: Kapital und Produktionsmittel (Maschinen und Fabriken) sollen sich in Gemeineigentum und nicht mehr in Privategentum befinden. Die Gewinne soll nicht mehr den Unternehmen, sondern der Gesellschaft zustehen. Die Geschichte wird es eine Abfolge von Klassenkämpfen interpretiert, die erst im Kommunismus, einer idealen klassenlosen Gesellschaft, nicht mehr existieren. Der Sozialismus ist das Übergangsstadium vom Kapitalismus zum Kommunismus. 
  • Arbeiterbewegung Die zunehmenden sozialen Probleme schufen innerhalb der Arbeiterschaft ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Zur Durchsetzung ihrer Interessen organisierten sich die Arbeiter in Parteien (SPD), Genossenschaften und Gewerkschaften. 
  • Deutsches Kaiserreich Das deutsche Kaiserreich wurde 1871 nach dem Sieg im deutsch-französischen Krieg als konstitutionell-monarchischer Bundesstaat gegründet. An der Spitze stand der König von Preußen als deutscher Kaiser. 
  • Bismarck (1815 – 1898) Otto von Bismarck entstammte dem konservativ, monarchisch-geprägtem Landadel. 1862 wurde Bismarck preußischer Ministerpräsident. Nach der Gründung des Kaiserreichs wurde er Reichskanzler und Vorsitzender des Bundesrates. Bismarck stellte die außenpolitischen Weichen zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs, dessen Politik er bis zu seiner Entlassung als Reichskanzler 1890 entscheidend prägte. 
  • Reichstag Bezeichnung für das Parlament des Kaiserreichs. Die Abgeordneten wurde nach dem allgemeinen und geheimen Männerwahlrecht gewählt. Der Reichstag war an der Gesetzgebung beteiligt, er war jedoch im Kaiserreich ohne Einfluss auf die Reichsregierung und nahm gegenüber Kaiser, Reichskanzler und Bundestag eher eine untergeordnete Stellung ein. 
  • Parteien (lat. pars = Teil, Gruppe) Eine Partei ist ein Zusammenschluss von Menschen mit gemeinsamen politischen Zielen, die Einfluss auf die Gestaltung des Staats nehmen wollen. Im 19. Jh. waren die Parteien lockere Vereinigungen angesehener Persönlichkeiten, aus denen sich die modernen Parteien entwickelten. In Deutschland gibt es seit der Revolution von 1848 politische Parteien, die sich in vier Gruppen einteilen lesen: Konservative, Liberale, Zentrum (Partei des politischen Katholizismus), Sozialisten. 
  • Kulturkampf Die von Bismarck geführte Auseinandersetzung zwischen Staat und der katholischen Kirche um die Bestimmung des Verhältnisses von Staat und Kirche. (1873-1878) 
  • Sozialistengesetze Gesetz Bismarcks zu Bekämpfung der Sozialdemokratie: u. a. Auflösung von Vereinen, Versammlungsverbot. Nach Bismarcks Entlassung (1890) wurden die Sozialistengesetze wieder aufgehoben. 
  • Sozialgesetzgebung Die Sozialgesetzgebung war das Gegenstück zu Bismarck Sozialistengesetz. (Zuckerbrot & Peitsche) Die Gesetze zur Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung sollten die Arbeiterschaft Notfallsituation finanziell absichern, damit die Arbeiter an den Staat binden und von der Sozialdemokratie fernhalten. Die Sozialgesetzgebung markiert den Beginn moderner staatlicher Sozialpolitik. 
  • Imperialismus Machtstreben, religiöses oder kulturelle Sendungsbewusstsein sowie wirtschaftliche und innenpolitische Gründe veranlassten  die Industriestaaten, vor allem im Zeitraum von 1880-1918, Kolonialreiche in Afrika und Asien zu errichten. Im Wettlauf um die Kolonien kam es zu zahlreichen Konflikten und Kriegen. 
  • Vertrag von Versailles Friedensvertrag zwischen dem Deutschen Reich und den Alliierten nach Ende des 1. Weltkriegs. Deutschland wurde die alleinige Kriegsschuld zugeschrieben, es musste Gebiete abtreten, hole Reparationszahlungen leisten und seine Rüstung begrenzen. Die Bestimmungen des Vertrags wurden in Deutschland als ungerecht empfunden, seine Revision (Abänderung) war das Ziel aller Regierungen der Weimarer Republik.