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Methodische Grundlagen (Subject) / Methodische Grundlagen (Lesson)

Methodische Grundlagen

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  • Normalverteilung Wird durch Parameter Mittelwert und Standardabweichung festgelegt.
  • Für eine Normalverteilung gilt: 68-95-99 68,27% aller Messwerte haben eine Abweichung von höchstens 1 σ (Standardabweichung) vom Mittelwert also noch unauffällig!!!95,45% aller Messwerte haben eine Abweichung von höchstens 2 σ (Standardabweichung) vom Mittelwert99,73% aller Messwerte haben eine Abweichung von höchstens 3 σ (Standardabweichung) vom Mittelwert
  • Z-Wert Mittelwert und Standardabweichung M: 0 S: 1
  • IQ Mittelwert und Standardabweichung M: 100 S: 15
  • T-Wert Mittelwert und Standardabweichung M: 50 S: 10
  • Stanine Mittelwert und Standardabweichung M: 5 S: 2
  • Standardwerte Mittelwert und Standardabweichung M: 100 S: 10
  • Wertpunkte Mittelwert und Standardabweichung M: 10 S: 3
  • Prozentrang Mittelwert und Standardabweichung M: 50 S: 34
  • Prävalenz Häufigkeit mit der Diagnose in Population vorkommt
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  • Konstruktvalidität Bsp. Test ist konstruktvalide, wenn er einen angenommenen Zusammenhang empirisch belegt und vorhersagt
  • Kriteriumsvalidität vom Verhalten der Testperson innerhalb der Testsituation kannerfolgreich auf ein Kriteriumn (Verhalten außerhalb der Testsituation) geschlossen werden Assesmentcenter und Passung auf den Job
  • Punktprävalenz Prävalenz (Erkrankungsrate) zu bestimmten Zeitpunkt
  • wahre Prävalenz erhoben in repräsentativen Bevölkerungsstudien
  • administrative Prävalenz - Prävalenz derjenigen Personen in bestimmten Behandlungseinrichtungen (z.B. psychotherapeutischen Praxen) - oder auch im Krebsregister in dem eine bestimmte Erkrankung in einer umschriebenen Region erfasst wird
  • Inzidenz Anteil der Neuerkrankten im Verhältnis zur Anzahl der Untersuchten
  • Relatives Risiko Welcher Wert? Wert zwischen 0 und unendlichIst ein Maß dafür, wie sehr sich das Risiko einer Erkrankung in 2 Gruppen unterscheidet. Die eine Gruppe ist dem Risikofaktor ausgesetzt, die andere Gruppe nicht aber beide erkranken.  Ein Wert von 1 bedeutet: das Risiko in beiden Gruppen ist gleich. Es besteht dementsprechend kein Anhaltspunkt für einen Zusammenhang zwischen der untersuchten Erkrankung und dem Risikofaktor. Wenn der Wert größer 1 ist: Hinweis auf einen möglichen positiven Zusammenhang zwischen einem Risikofaktor wie beispielsweise Rauchen und einer Erkrankung. Liegt das relative Risiko unter 1, hat die Exposition eine schützende (protektive) Wirkung, wie es beispielsweise bei Impfungen der Fall ist.
  • Odds Ratio Werte? Wie viel größer ist die Chance in der Gruppe mit Risikofaktor zu erkranken, verglichen mit der Chance in der Gruppe ohne Risikofaktor nicht zu erkranken? Odds können Werte zwischen 0 und unendlich annehmen. >1 = Chance der ersten Gruppe ist größer<1 = Chance der ersten Gruppe ist kleiner1 = Risiko ist gleich erhöht
  • Attributable Risiko Der Anteil von Erkrankungen der einem bestimmten Risikofaktor zugeschrieben werden kann
  • Treatment Integrity oder Adherence Gibt an, ob die Behandlung so umgesetzt wurde, wie es im Behandlungsplan (z.B. Therapiemanual) vorgeschrieben ist.
  • Effektstärke Statistisches Maß, das die Größe eines Effektes angibt. Einheitlicher Maßstab, durch den verschiedene Untersuchungen vergleichbar gemacht werden können. Das gebräuchlichste Maß ist Cohens d.  Je homogener die Behandlungsgruppe bezgl. des Effektmaßes ist, desto höher fällt die Effektstärke aus.
  • 4 allgemeine Wirkfaktoren welche in den verschiedenen Therapieschulen auf unterschiedliche Weise realisiert werden, nach Grawe: - Problemaktualisierung (therapeutisch veränderbare Probleme müssen im hier und jetzt erlebbar gemacht werden)- Ressourcenaktivierng (vorhandene Ressourcen des Patienten werden in der Therapie genutzt)- Problembewältigung (z.B. Begleitung Expo)- Motivationale Klärung
  • Entscheidung über die bei einem Patienten anzuwendende Therapieform (Verfahren, Methoden, Setting) Differentielle Indikation 
  • Hierdurch werden auch Therapieabbrüche und Drop-outs bei den Studienauswertungen berücksichtigt intent-to-treat-Analyse
  • Randomisierte kontrollierte Therapiestudien Experiment
  • Fall-Kontroll-Studie - nicht-experimentel- retrospektive Studie, die zwei Gruppen hat - die Gruppe der Fälle (erkrankte Personen) und die Gruppe der Kontrollen (gesunde Personen)- Bei beiden Gruppen wird nun ermittelt, ob in der Vergangenheit eine Exposition gegenüber potenziellen Risikofaktoren vorlag. - Ein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen bedeutet eine Korrelation zwischen Risikofaktor und Erkrankung.
  • Überzeugtheit des Therapeuten bzgl. des verwandten Verfahrens Grad des Glaubens an die Wirksamkeit Allegiance
  • Selbstkontrolle im Sinne heldenhaften Verhaltens kurzfristig Negatives ertragen für langfristig Positives
  • Direkte und indirekte Veränderungsmessung indirekt: mehrfache Messung des interessierenden Merkmals- Differenz zwischen Zeitpunkten ermöglichen Information über Richtung und Ausmaß einer Veränderung direkt: einfache Messung, rückwirkende Einschätzung erlebter Veränderungen
  • empirisch begründete Zusammenfassung wirksamer einzelner Techniken Beispiel: Einsatz von Exposition bei Phobikern und von Familienaufstellung bei Paarproblemen etc. technischer Eklektizismus
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  • Behandlungsleitlinien - Grundsätze: - Basieren auf Ergebnissen kontrollierter klinischer Studien- die Behandlungsempfehlungen weisen unterschiedliche Evidenzgrade auf- Zur Behandlung eines bestimmten Problembereiches werden angemessene Handlungsanleitungen formuliert, die durch das vorhandene und systematisch gesammelte "objektive" Fachwissen begründet sind
  • Moderatorenvariable = "Veränderungsvariable" Eine Moderatorvariable verändert den Einfluss einer unabhängigen Variablen auf die abhängige Variable. Bsp.: Straßenlärm oder Geschlecht (= Moderatorvariable) verändert den Einfluss des Schlafmittels auf die Schlafdauer.
  • IPT interpersonelle Therapie - Die IPT geht auf ursprünglich tiefenpsychologisch orientierte Arbeiten (z.B. Sulivan) zurück. - Sie betont aber die Arbeit im „Hier und Jetzt“- ist eher „atheoretisch“- Fokusbildung - kurze Therapie von 12-20 SitzungenEs werden vier mögliche Problembereiche unterschieden:1. Trauer (nach dem Tod einer wichtigen Bezugsperson)2. Rollenkonflikt (Streit mit einer anderen bedeutenden Person)3. Rollenwechsel (Veränderung im Leben)4. Interpersonelle Defizite1. Fokusbildung2. Bearbeitung der Bindungs- und Beziehungsmuster und Kommunikationsstrategien
  • Transaktionales Stressmodell Lazarus 1. Primäre Bewertung- nicht stressend- stresserzeugend (Herausforderung, Bedrohung, Schädigung)2. Sekundäre Bewertung- Einschätzung der Bewältigbarkeit der Situation mit persönlichen Ressourcen- Problemorientiertes Coping- Emotionsorientiertes Coping3. Neubewertung
  • Evidenzgrade nach Cochrane Collobaration Evidenzgrad Ia und Ib: ist belegt durch schlüssige Literatur von guter Qualität, die mindestens ein Review basierend auf randomisierten kontrollierten Studien enthält. Evidenzgrad IIa, IIb und III: ist belegt durch gut durchgeführte, nicht randomisierte klinische Studien. Evidenzgrad IV: ist belegt durch Berichte und Meinungen von Experten oder klinische Erfahrung anerkannter Autoritäten. Direkt anwendbare klinische Studien guter Qualität fehlen. 
  • Pathogenese Beschreibung der Entstehung und Entwicklung einer Störung sowie der beteiligten Faktoren
  • Wissenschaftler, die an ihre (Psychotherapie-)methode glauben, erhalten infolge ihrer Modelltreue und ihrer Überzeugtheit in einer Studie das Ergebnis, das in ihr Konzept passt. Allegiance-Effekt
  • Klumpenstichprobe parallelisierte Stichprobe Quotenstichprobe randomisierte Stichprobe Klumpenstichprobe- Klumpen (Teil Gesamtpopulation) ausgewählt, innerhalb des Klumpens (also z.B. einer Schule) kommen alle in Stichprobeparallelisierte Stichprobe- Zusammenstellung möglichst vergleichbarer UntersuchungsgruppenQuotenstichprobe- Stichprobenanteile sollen möglichst Gesamtpopulation gleichenrandomisierte Stichprobe- zufällige Auswahl aus Gesamtpopulation
  • Ökologische Studie Kohortenstudie Ökologische Studie = Man arbeitet hier mit Regional- oder Bevölkerungsgruppen. Beispiel: Vergleich von Stadt- und Landbevölkerung.  Kohortenstudie = Regelmäßige Untersuchung einer Personengruppe
  • Therapieeinwilligung des Patienten nach Aufklärung über die Vorgehensweisen sowie Vor- und Nachteile Informed consent
  • 1. Balintgruppe 2. Intervision 3. Interaktionelle-Fallarbeitsgruppe 4. Qualitätszirkel 1. Arbeitsgruppen von etwa acht bis zwölf Ärzten, die sich unter der Leitung eines erfahrenen Psychotherapeuten regelmäßig treffen, um über „Problempatienten“ aus ihrer Praxis zu sprechen.2. Unter Intervision versteht man eine kollegiale Beratung, die auf Gleichrangigkeit, Freiwilligkeit und Eigenverantwortlichkeit beruht, Gruppengruppenmitglieder beraten sich gegenseitig.3. In der Regel durch einen Supervisor an­geleite­te Selbs­t­er­fahrungs­gruppe für Psychotherapeuten mit ver­haltenstherapeutischer Grun­d­ori­entierung. 4. Es handelt sich um kleinere, oft interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppen, die regelmäßig zusammenkommen, um in ihrem Bereich auftretende Qualitätsprobleme zu erörtern und Lösungen zu erarbeiten
  • Das Psychotherapeuten kein Geld von Patienten als Geschenk annehmen dürfen steht wo: Berufsordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  • Aufwand-Wirkungs-Modell von Howard Beschreibt den Zusammenhang zwischen Therapiedosis und der therapeutischen Wirkung negativ beschleunigten Kurve (starker Anstieg zu Beginn, der abflacht) in Relation zur Anzahl der Sitzungen Es zeigten sich für einen Großteil der Pat. bereits in frühen Behandlungsphasen große Veränderungen, jedoch war mit zunehmender Therapiedauer eine Steigerung der Verbesserungsrate mit einem immer größeren Zuwachs des therap. Aufwandes verbunden
  • Konsiliarverfahren: - medizinische Kontraindikation- notwendige kinderpsychiatrische Abklärung- psychischer und somatischer Befund- relevante stationäre oder ambulante Behandlung
  • Ambulante Therapieübernahme, obwohl stationäre Therapie indiziert ist Übernahmeschulden
  • zur subjektiven Erfassung der Intensität von Beschwerden wie z.B. Schmerzen einfache Linie, bei der lediglich die Endpunkte verbal "verankert" sind vs. Skala auf der die Werte von 0 (kein Schmerz) bis 10 (stärkste vorstellbare Schmerzen) abgebildet werden können visuelle Analogskala vs. numerische Ratingskala
  • Inhalt psychopathologischer Befund: - Affekt- Antrieb- Konzentration
  • 4-Felder-Tafel Sensitivität: Wahrscheinlichkeit, dass Kranker auch tatsächlich als krank diagnostiziert wird Spezifität: der Anteil der richtig als gesund Diagnostizierten in der Gruppe der tatsächlich gesunden Personen (richtig negative)
  • externe Qualitätssicherung Maßnahmen der Qualitätssicherung, die einrichtungsübergreifend durchgeführt werden wie z.B. Gutachterverfahren
  • Methode der Multiplen Baseline dient der Überprüfung der Wirksamkeit einer Intervention Diese wird z.B. auf verschiedene Kinder unterschiedlich lange angewendet