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Tiefenpsychologie (Subject) / Tiefenpsychologie (Lesson)
Tiefenpsychologie
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- Abwehrmechanismus: Verdrängung Verlagerung von Inhalt und Affekt ins Unbewusste, insbesondere in der Auseinandersetzung mit verpönten Trieben. Unbeabsichtigter Ausschluß von Gedanken, Gefühle und Impulsen aus dem Bewusstsein. Beispiel: Ein junger Mann, der kurz vor der Heirat steht, befreundet sich mit einem andern Burschen, der in ihm homoerotische Impulse auslöst. In der Regel wird ein solcher Impuls schon im Ansatz wieder zurückgewiesen, kommt also dem betroffenen Menschen gar nicht zum Bewusstsein. reife Abwehr
- Abwehrmechanismus: Spaltung Frühkindlicher Abwehrmechanismus eines zur Verdrändung noch unfähigen Ich. Aufteilung in Extreme. Z.B. mein alter Therapeut war ein unfähiges Monster, Sie sind ein gottesgleiches Genie. unreife Abwehr
- Abwehrmechanismus Verleugnung Im Unterschied zur Verdrängung wird nicht ein konfliktreicher innerer Wunsch abgewehrt, sondern ein äußerer Realitätsausschnitt verleugnet, also in seiner Bedeutung nicht anerkannt. Im Gegensatz zur Verdrängung geht es eher um die äußere Realität. Nicht dauerhaft unbewusst. Z.B. Was? Heute ist schon unsere letzte Stunde? Das kann nicht sein.
- Abwehrmechanismus Verschiebung Bedrohliche Impulse werden von einem ursprünglich gemeintem Objekt auf ein anderes verlagert. So werden z. B. Aggressionen, die die Strenge des Vaters entstanden sind, vom Kind an kleineren Geschwistern abgelassen. Eigentlich möchte das Kind dem Vater einen Tritt gegen das Schienbein verpassen, doch den erhält dann der kleine Bruder. Opfer könnte auch ein Haustier sein. reife Abwehr
- Abwehrmechanismus Wendung gegen das Selbst Aggressionen werden nicht gegen ein äußeres Objekt gerichtet, sondern gegen die eigene Person. Z.B. Es ist nicht schlimm, dass Sie meinen Terminen vergessen haben. Bestimmt hätte ich sowieso wieder nichts Gescheites zu sagen gewusst. Ich bin wirklich kein guter Patient.
- Abwehrmechanismus Reaktionsbildung Statt des ursprünglichen, nicht akzeptablen Impulses, Affektes oder Gedankens wird gerade das entgegengesetzte Verhalten, Fühlen oder Denken gezeigt. Beispiel: Kind sollte abgetrieben werden. Abtreibung hat Mutter nicht übers Herz gebracht: jetzt besonders vorsichtig mit Kind.
- Abwehrmechanismus: Rationalisierung Das Verhalten wird nicht auf die innere Psyche, sondern auf moralisch akzeptable und logisch nachvollziehbare Vernunftgründe zurückgeführt. Z.B. seit der Trennung von meinem Partner kann ich schlecht schlafen. Das liegt vermutlich am Wetterumschwung.
- Abwehrmechanismus Intellektualisierung Meine Emotionen einer anderen Person gegenüber, wird durch abstrakte Ideen zum Verschwinden gebracht. Z.B. die Trennung von meinem Partner belastet mich nicht wirklich. Beziehungen sind heikel und die Liebe ist der LIebe Preis.
- Abwehrmechanismus Isolierung bzw. Affektisolierung Ich nehme etwas wahr, aber es fehlen die Emotionen. Z.B. ein Patient berichtet im Ton eines Tagesschau-Sprechers über den Verlust eines wichtigen Menschens.
- Abwehrmechanismus Projektion Form der Externalisierung, ein unbewusster Impuls oder Affekt wird nach außen verlagert und einer anderen Person zugeschrieben. Z.B. Ich bin gerade nicht aggressiv, Schatz. Du bist aggressiv. Der eigentliche Täter macht sich also zum Opfer und glaubt sogar daran.
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- Abwehrmechanismus Identifizierung, Introjektion, Inkorporation, Identifizierung mit dem Aggressor unbewusste Persönlichkeitseigenschaften, Verhaltensweisen und Ansichten einer anderen Person werden übernommen und zu Selbstanteilen gemacht. Z.B. später möchte ich einmal genauso sein wie Papa oder ein Kind dass geschlagen wurde schlägt selber später seine Kinder Identifikation = reifIntrojektion = unreif
- Abwehrmechanismus Projektive Identifizierung Z.B. Wut wird projiziert und der andere fühlt sich wütend. Eine Person macht, dass das Gegenüber sich so fühlt, wie Person sich unbewusst fühlt.
- Abwehrmechanismus Somatisierung Konflikte erscheinen in sprachloser Form als körperliche Beschwerden Das vegetative Nervensystem oder das Organsystem ist betroffen.
- Abwehrmechanismus Regression Rückkehr zu einem kindlichen Reden, Fühlen, Handeln
- Abwehrmechanismus Sublimierung Ablenkung eines Triebes auf ein nicht sexuelles Objekt, von sexualisierter Triebenergie in desexualisierter Kultur Z.B. künstlerische und intellektuelle Tätigkeiten
- Abwehrmechanismus Ungeschehenmachen z.B. Zwänge um Sünden wegzumachen
- Abwehrmechanismus Altruismus selbstlos
- Konversion Ein Patient bringt unerlaubte Impulse, Wünsche oder Affekte, die aus dem Bewusstsein verbannt werden müssen, indirekt mittels einer Fehlfunktionen der Willkürmotorik, des Sensoriums und der Bewusstseinsfunktionen zum Ausdruck. Dies manifestiert sich als:- Krampfanfall- Lähmung oder unwillkürliche Bewegungen der Gliedmaßen- als Geh- oder Sprechstörungen- als Erblindung- Taubheit- Sensibilitätsstörung oder - Beeinträchtigung des Geschmacks- und Geruchssinns
- Abwehrmechanismus: agieren unbewusste Handlung, deren Zweck es ist unbewusste psychische Konflikte über die Handlung zu lösen Beispiel: Anzügliches Verhalten - damit ziehe ich ungewünschte sexuelle Beziehungen an - eigentlich jedoch nur Wunsch nach mütterlicher Fürsorge
- Unterschied reife/unreife Abwehrmechanismen - Reifere Abwehrmechanismen kommen vorwiegend bei Konfliktpathologien (die Unfähigkeit, unbewusste Konflikte adäquat lösen zu können) vor- unreifere Abwehrmechanismen vor allem bei ich-strukturellen Störungen (Persönlichkeitsstörungen etc.), Realitätswahrnehmung massiv verzerrt
- unreife vs. reifere Abwehrmechanismen Eine dreiklassige Klassifizierung nach Strukturniveau ist: geringes oder niederes Strukturniveau:projektive IdentifikationVerleugnungSpaltungProjektion(Aggressive Abwehrmechanismen wie z. B. Autoaggression) mäßiges oder mittleres Strukturniveau:Entwertung oder IdealisierungReaktionsbildungRegressionVerschiebungVerneinungUngeschehenmachenIntrojektionKonversion gutes, hohes oder reifes Strukturniveau:IntellektualisierungVerdrängungRationalisierungSublimierung
- Gefühlsblindheit, Gefühlskälte; Unfähigkeit, die eigenen Gefühle adäquat wahrzunehmen und mit Worten zu beschreiben Alexithymie
- Typische Abwehrmechanismen bei Zwangsstörung: - Reaktionsbildung- Ungeschehenmachen- Affektisolierung