Medizin (Subject) / Männliche und weibliche Geschlechtsorgane (Lesson)

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  • Woraus bestehen die weiblichen primären Geschlechtsorgane? Vulva, Vagina, Tuba uterina, Uterus und die Ovarien
  • Was zählt zu den männlichen primären Geschlechtsorganen Penis, das Scrotum mit Hoden und Nebenhoden,Prostata, Samenleiter
  • Woraus bestehen die äußeren Geschlechtsorgane beim Mann? Penis/Hodensack (Skrotum)
  • Woraus bestehen die inneren Geschlechtsorgane beim Mann? paarigen Hoden, die Nebenhoden, die Samenleiter die Bläschendrüse, die Prostata und die Cowper Drüse. (akzessorischen Geschlechtsdrüsen zählen die Samenleiterampulle, Samenblasendrüse, die Prostata und die Cowper Drüse)
  • Wie ist der Penis aufgebaut? Peniswurzel (Radix penis) Penisschaft (Corpus penis) Eichel von Vorhaut(Praeputium penis) umgeben  (Glans penis) Unterseite des Penis findet man die Penisnaht, sie verläuft bis zum Skrotum Drei Schwellkörper: zwei Penisschwellkörper (Corpus caveronsa penis) an der Oberseite Harnröhrenschwellkörper (Corpus spongiosum penis) an der Unterseite, welcher sich als Corpus spongiosum glandis in der Eichel fortsetzt. Im Harnröhrenschwellkörper findet sich die Harnröhre. Erektion des Penis wird durch den Parasympathikus ausgelöst und der Samenerguss durch den Sympathikus
  • Was umschließt der Hodensack und was beschreibt der Descencus testis? Hodensack (Scrotum) umschließt die Hoden, Nebenhoden und die abführenden Samenstränge. Er ist ein durch das Septum scroti ein in zwei Hälften geteilter.  Entstehung des Hoden (Testis) in der Bauchhöhle und den anschließenden Hodenabstieg durch den Leistenkanal zu erklären-->Descencus testis (Hodenabstieg) mit Geburt abgeschlossen-->tiefere Temperatur ideal für Spermien
  • Wo findet die Spermienproduktion statt? Spermienproduktion in Hodenkanälchen
  • Was ist die Aufgabe der Sterolizellen? bilden Blut-Hoden-Schranke schützt Spermatozyten Transport von Testosteron zu den Spermatozyten Regulation der Spermatogenese
  • Wo befindet sich der Hoden und wodurch steht er mit dem Hoden in Verbindung bzw. was ist seine Aufgabe? Paarige Nebenhoden (Epididymis) aus dem Nebenhodengang (Ductus epididymidis), liegt auf dem Hoden. Er steht über die Ductuli efferentes mit dem jeweiligen Hoden in Verbindung und dient der Reifung und Lagerung der im Hoden produzierten Spermien. Er geht in den Samenleiter (Ductus deferens) über.
  • Woraus geht der Samenleiter hervor? Samenleiter (Ductus deferens) Samenleiter zieht vom Nebenhoden über den Leistenkanal und dann an der Harnblase entlang, schließlich mündet er in der Harnröhre. Er dient dem Transport der Spermien bei der Ejakulation.
  • Was ist die Funktion der Prostata, Bläschendrüsen, Samenleiter und Cowperschen-Drüse? Prostata, paarige Bläschendrüse, Samenleiter: bilden Bestandteile des Spermas (Nährstoffe, alkalisches Sekret etc) Cowpersche-Drüse: produziert das Präejakulat ("Lusttropfen"), welches vor einer Ejakulation die Harnröhre reinigt
  • Wo liegt die Prostata und was bildet sie? Die Prostata ist etwa kastaniengroß und liegt unter der Harnblase. Sie bildet ein saures Sekret, welches Enzyme und Hormone (Prostaglandine) beinhaltet. Diese Hormone stimulieren die Muskulatur in Gebärmutter und Scheide.
  • Woraus bestehen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane? äußeren weiblichen Geschlechtsorganen (Vulva): große und kleine Labien (Schamlippen), Scheidenvorhof mit Vorhofdrüsen (Bartholin Drüse) und Vorhofschwellkörpern, Klitoris
  • Woraus bestehen die inneren weiblichen Geschlechtsorgane inneren weiblichen Geschlechtsorganen: Vagina (Scheide), Uterus (Gebärmutter), Tuba uterina (Eileiter, paarig angelegt), Ovarien (Eierstöcke, paarig angelegt)
  • Wo liegen die Bartholin-Drüsen und was ist deren Funktion? Bartholin-Drüse (Glandula vestibularis major) Die Bartholin-Drüse ist eine paarige Drüse im Scheidenvorhof der Frau. Mündung an der Innenseite der kleinen Schamlippen und sie gibt bei sexueller Erregung ein muköses Sekret ab, welches der Befeuchtung des Scheidenvorhofes dient. 
  • Woraus besteht die Klitoris Klitoris aus zwei Schwellkörperschenkeln (Corpus cavernosum clitori) die sich zu einem Schaft vereinen. Äußerlich sichtbar ist dabei der Schaft und die Eichel der Klitoris, die von einer Vorhaut geschützt werden.
  • Welche Strukturen verbindet die Vagina und von welchen Häuten ist diese bedeckt Vagina verbindet den Scheidenvorhof mit dem äußeren Muttermund. Die Scheidenwand besteht aus glatter Muskulatur und ist von der Vaginalschleimhaut bedeckt. Die Vaginalschleimhaut trägt ein mehrschichtiges, unverhorntes Plattenepithel. Die Schleimhaut ist glykogenreich und drüsenlos. Das Schleimsekret besteht aus den folgenden Bestandteilen: Zervixschleim (aus Zervixdrüse im Muttermund, Transsudat (aus Scheidenwand), abgestorbene Zellen des Vaginalepithels, Milchsäure Scheidenmilieu sauren pH-Wert von 4 - 4,5àMilchsäurebakterien (Döderlein Bakterien) aufrechterhalten und schützt vor Infektionen. Während sexueller Erregung wird das Vaginalmilieu durch den Austritt von schleimiger Flüssigkeit (Lubrikation) verändert. Durch Produktion und Sekretion von Schleim in den Zervixdrüsen wird der pH-Wert des Vaginalmilieus neutral.
  • Von welchen Strukturen wird die Gebärmutter begrenzt? Harnblase (ventral), Darm (dorsal), Ovarien (lateral), Beckengefäße (lateral), Beckenboden (kaudal)
  • Wie erfolgt die Blutversorgung der Gebärmutter? Gebärmutter ist über einen bindegewebigen Halteapparat (Parametrium) befestigt. Die Blutversorgung des oberen Teils der Gebärmutter erfolgt über die Bauchschlagader (Aorta abdominalis) sowie die daraus entspringende Arteria ovarica. Der untere Teil der Gebärmutter wird von der Arteria uterina, die aus der inneren Beckenschlagader (Arteria illiaca interna) entspringt, versorgt.
  • In welche drei Schichten wird die Uteruswand gegliedert Perimetrium (glatter Überzug aus Serosa-Gewebe Myometrium (Schicht aus glatter Muskulatur) Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) Innerhalb der Gebärmutterwand liegt die Gebärmutterhöhle (Cavum uteri)
  • Beschreibe den Eileiter? paarig angelegt Eileiter Das Ende des Eileiters ist ein Trichter mit Fransen. An der Oberfläche befindet sich eine Schleimhautschicht. Für die kontraktilen Bewegungen, und somit den Transport der Eizelle, ist eine Schicht aus glatter Muskulatur verantwortlich. Die Funktion der Eileiter ist der Transport der Eizelle in die Gebärmutter. Dieser Transportvorgang dauert ca. 3 – 5 Tage. Die Eizelle, die von den Eierstöcken in den Eileiter ausgeworfen wurde, ist 6 – 12 Stunden befruchtungsfähig.
  • Wofür sind die Eierstöcke zuständig? Eierstöcke sind der Produktionsort der Eizellen und der wichtigsten Geschlechtshormone. Das Ovar befindet sich in einer weißen Kapsel aus Bindegewebe und ist von einem einschichtigen Epithel überzogen. Das Gewebe der Ovarien besteht aus einer äußeren Rinde und dem innen liegenden Mark.
  • Welche Zellen bildet das Testosteron? Theka Zellen
  • Welche Zellen bilden das Östradiol Granulosa Zellen
  • Welches Sekret verleiht den Samenzellen ihre Beweglichkeit? Das sekret der Bläschendrüse
  • Wie lange dauert die Reifung einer Eizelle? 28Tage
  • Wo findet die Verschmelzung der Keimzellen der Frau mit denen des Mannes statt? Eileiter (Tuba uterina)
  • Wie viele Eizellen gibt es ca. bei der Geburt? 1 bis 2 Milionen
  • Wie viele Eizellen reifen pro Monat? in beiden Eierstöcken 10-20 nur eine wächst zum Graaf-Folikel
  • Was wird als erster Zyklustag definiert und was geschieht dabei? Erster Zyklustag: ersten Tag der Regelblutung Während der Regelblutung oder Menstruation wird das Endometrium  (die Uterusschleimhaut) abgebaut und ausgeschieden.
  • Wie lange dauert durchschnittlich die Menstruation? 5-7 Tage
  • Welche drei Phasen unterscheidet man bei dem Menstruationszyklus? Menstruationsphase: Abbau des Endometriums Proliferationsphase: Endometrium regeneriert und verdickt Sekretionsphase(dauert 2 Wochen): verdickt sich das Endometrium weiter, wird stärker durchblutet und entwickelt Drüsen, die ein glykogenreiches Sekret absondern-->Keim kann sich jetzt im Uterus einnisten
  • Wann findet die Ovulation ungefähr statt? 14 Tag
  • Welche Phasen unterscheidet man im Ovarialzyklus? Follikelphase: In Ovarien unterschiedliche Stadien von Follikeln nicht alle kommen zum Eisprung. Von klein nach groß unterscheidet man Primordialfollikel--> Primärfollikel-->Sekundärfollikel-->Tertiärfollikel-->Dominante Follikel (Graaf Follikel) reifen vollständig aus, die anderen gehen im Rahmen der Follikelatresie unter Ovulationszyklus: Der reifende Follikel wird immer größer und bildet einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum. In diesem Stadium spricht man vom Graafschen Follikel. Die Follikelphase endet mit der Ovulationsphase. Hier reißen der Follikel und die benachbarte Wand des Ovars wodurch die Eizelle freigesetzt wird. Lutealphase: Das im Ovar zurückbleibende Follikelgewebe wird nach der Ovulation zum Gelbkörper oder Corpus luteum, einem Gewebe, das während der Lutealphase des Zyklus weibliche Sexualhormone freisetzt.
  • Erkläre den hormonellen Zyklus während der Follikelphase? Hypothalamus GRH -->Hypophyse FSH und LH  (Primordialfollikel haben FSH Rezeptoren--> keine LH Rezeptoren) FSH regt die Follikel zum Wachstum an. Die Follikelhülle beginnt Östrogene (Östradiol) zu sezernieren. Im Laufe der Follikelphase nimmt die Menge an freigesetztem Östradiol langsam zu. Diese langsame Zunahme hemmt die Freisetzung von FSH und LH aus der Hypophyse. steiler Anstieg des Östradiolspiegels geht mit dem Wachstum des Follikels einher – das zuvor hemmend wirkende Östradiol wirkt in dieser hohen Konzentration gegenteilig – und führt zu einer verstärkten Abgabe von GnRH aus dem Hypothalamus und damit zur vermehrten Abgabe der Gonadotropine FSH und LH. LH steigt nun drastischer an als FSH Mittlerweile haben die Follikel auch LH Rezeptoren ausgebildet und reagieren nun auch auf dieses Hormon. Der LH Spike induziert die Follikelreifung. Die Ovulation erfolgt einen Tag nach dem LH Gipfel.
  • Erkläre den Hormonzyklus der Lutealphase? Nach Ovulation stimuliert LH die Transformation des übrigen Follikelgewebes in eine Hormondrüse – den Gelbkörper Gelbkörper-Phase: sezerniert der Gelbkörper Östradiol + Progesteron Die Kombination aus Östradiol und Progesteron hemmt die Produktion von LH und FSH, -->negative Rückkopplung keine Befruchtung stattfindet degeneriert nach einiger Zeit der Gelbkörper durch einen Rückgang des LH-->Ende der lutealen Phase auch Östradiol und Progesteron stark zurück. Das hat wiederum zur Folge, dass die Hemmung von FSH und LH durch die Ovarialhormone aufgehoben wird. Die Hypophyse beginnt wieder mit der Sekretion von FSH und stimuliert so das Wachstum der nächsten Follikel und der  Zyklus beginnt erneut.
  • Wie groß ist eine Oozyte? Oozyte hat einen Durchmesser von 0,11-0,14 mm.
  • Woraus besteht die Zona pellucida? Zona pellucida besteht aus einer Glykoprotein-Matrix, welche für die spätere Befruchtung eine wesentliche Rolle spielt.
  • Wie wird der Raum zwischen Zona pellucida und Oolemm genannt und welche wichtigen Strukturen befinden sich hier? Perivitellin-Raum Außenseite der Oolemm die so genannten Polkörper finden.
  • Wie wird die Innere Zellsubstanz der Eizelle genannt und was befindet sich darin? Ooplasma enthält Zellkern, Zellorganellen sowie fett- und albuminhaltige Vesikel (dienen der Ernährung der Eizelle in den ersten Embryonalstadien und werden in der Gesamtheit als Deutoplasma bezeichnet)
  • Beschreibe die Entwicklung der Eizelle! Beginn der Entwicklung der Eizellen: vor der Geburt (pränatal) während der Embryonalentwicklung im 2. Schwangerschaftsmonat durch Differenzierung von pluripotenten Urkeimzellen in der Gonadenleiste zu unipotenten Vorläuferzellen der Oozyte, genannt Oogonien. 13. Schwangerschaftswoche beginnen die Oogonien mit dem Eintritt in die Meiose I. Mit Abschluss des Diplotäns der Prophase I wird die Eizelle arretiert. Ab diesem Zeitpunkt heißen die Zellen primäre Oozyten und sind noch diploid-->Arretierung nennt man Diktyotän. Außerdem erhält die primäre Oozyte eine Hülle aus flachem einschichtigen Epithel und es entsteht der Primordialfollikel. Die Entstehung dieser Follikel ist bis zur Geburt abgeschlossen.
  • Wann vollendet die Oozyte die Meiose 1 Kurz vor der Ovulation vollendet die Oozyte die Meiose I.
  • Was ist besonders an den Polkörperchen? enhalten haploiden Chrmosomensatz aber kein Cytoplasma (inäqual)
  • Wann findet die Meiose 2 statt? Während der Ovulation läuft die Meiose II ab, es kommt jedoch wieder zu einem Arrest, diesmal in der Metaphase. Die Meiose II wird nur nach Eindringen eines Spermatozooen abgeschlossen, bei der wiederum ein Polkörperchen abgestoßen wird
  • Nach wievielen Stunden stirbt die Oozyte ohne Befruchtung ab? Ohne Befruchtung stirbt die sekundäre Oozyte nach weniger als 24 h ab. 
  • Wie lange dauern die Phasen des Ovarialzyklus? Follikelphase: variabel Ovulationsphase: konstant Lutealphase: konstant 12-16 Tage
  • Was befindet sich im Mittelstück des Spermiums? Im Mittelstück finden wir eine Vielzahl an Mitochondrien, welche die Energie für die Geißelbewegung in Form von ATP liefern.
  • Was befindet sich im Schwanzteil des Spermiums? Der Schwanzteil (Geißel oder Flagellum) ist durch ein Fibrillensystem aus Mikrotubuli beweglich und dient der Fortbewegung in der Scheide. 
  • Wie lange dauert die Entwicklung von Spermatogonie zur Spermatozoe, wie lange können die Spermatozoen danach überleben? Die Enwicklung von der Spermatogonie zur Spermatozoe dauert insgesamt ca 10 Wochen, danach haben die Spermatozoen in etwa eine Lebensdauer von einem Monat.
  • Wie gelangen Spermien zur Eizelle und wie lange brauchen sie? Wie lange sind Spermien befruchtungsfähig? Mithilfe ihres Schwanzes können sich Spermien mit einer Geschwindigkeit von 3-4 mm in der Minute bewegen. Sie müssen die Gebärmutterhöhle durchqueren und entlang der Eileiter wandern, um zur Eizelle zu gelangen. Für diesen Weg brauchen sie 1-3 Stunden, anschließend sind sie noch maximal 72 Stunden befruchtungsfähig