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Medizin (Subject) / Herz-Kreislauf-System, Blut, Lympe (Lesson)

Herz-Kreislauf-System, Blut, Lympe

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  • Beschreibe das Reizleitungssystem im Herzen Reizleitungssystem des Herzens (Sinus-Knoten (r. Vorhof)-> AV- Knoten-> His-Bündel-> Tawara-Schenkel-> Purkinje-Fasern)
  • Beschreibe die Funktion des AV-Knotens Vom AV-Knoten wird die vom Sinusknoten ausgehende Erregung auf die Herzmuskelzellen in den Herzkammern übertragen.
  • Beschreibe die 4 Schritte des Systole und Diastole Systole (vgl. Puls/Dauer konstant): Anspannungsphase/AustreibungsphaseDiastole (Dauer variiert): Entspannungsphase/Kammerfüllungsphase
  • Wie entsteht das elektrische Potential im Sinusknoten und die daraufhin flgende Kontraktion der Herzmuskelfasern? Das elektrische Potential im Sinusknoten entsteht durch einen Einstrom von Kationen über sogenannte "Funny-Channels". Durch die Veränderung des Membranpotentials kommt es zur Öffnung von spannungsabhängigen Kalzium-Kanälen, wodurch Kalzium in die Herzmuskelzellen einströmen kann. Dadurch kommt es zur Depolarisation und Kontraktion der Zellen.
  • Wie wird bei körperlicher Belastung die Aktivität des Herzens vegetativ gesteigert bzw. bei Ruhe gesenkt? Bei körperlicher Belastung wird die Herzleistung über die Einwirkung sympathischer Nervenfasern gesteigert. Über die sympathischen Nervenfasern wird der Neurotransmitter (Botenstoff) Noradrenalin freigesetzt. Noradrenalin bindet an Beta-1-Rezeptoren an den Herzmuskelzellen, wodurch es über die Auslösung einer Reihe von Signalen zur Steigerung der Herzleistung kommt.Der Gegenspieler des Sympathikus am Herzen ist der Parasympathikus, welcher über den Nervus vagus (10. Hirnnerv) wirktàNeurotransmitter Acetylcholin
  • Was sind Sinusoiden? In einigen Organen (Leber, Milz) sind die Kapillaren erweitert, dann spricht man von Sinusoiden.
  • Was sind Kollaterale? Benachbarte Blutgefäße: mit gleichem Zielgebiet -> Kollaterale
  • Was sind Anastomosen? Anastomosen: Verbindungen zwischen diesen benachbarten Blutgefäßen
  • Was sind Endarterien? Endarterien: Arterien, die keine Anastomosen aufweisen.
  • Was sind funktionelle Endarterien? funktionellen Endarterien: Die Anastomosen können aber auch zu schwach sein, um eine vollständige Kompensation eines Ausfalls zu ermöglichen.
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  • Was ist eine Ischämie? Minderdurchblutung: Ischämie
  • Gesamte Blutmenge beim Erwachsenen? Die gesamte Blutmenge beim Erwachsenen beträgt 5-6 Liter
  • Gesamte Lyphflüssigkeitsmenge? Lymphflüssigkeit mit ca. 10 Liter täglich 2-3L produziert
  • Gesamte intrazellulären Flüssigkeitsmenge? intrazellulären Flüssigkeit mit ungefähr 30 Liter
  • Prozentuller Anteil von Wasser und Proteinen im Blutplasma? Blutplasma besteht zu 90% aus Wasser und zu 10% aus darin gelöste Stoffe
  • Wie viele Erythrozyten gibt es pro mikroL? Erythrozyten 4-5 Millionen Zellen pro µl
  • Erkläre den Verlauf der Differenzierung aus der Hämatopoetischen Stammzelle  Hämatopoetische Stammzelle Myeloische Vorläuferzelle:  Erythropoese Thrombopoese Myeloblast--> Granulopoese (Neutrophile, Eosinophile, Basophile Granulozyten), Monozytopoese (Monozyten, Makrophagen), NK-Zellen Lymphoide Vorläuferzelle: Lymphoblast--> T-, B-Lymphozyten
  • Wie wird das Eisen von phagozytierten Erythrozyten gespeichert? Enthaltene Eisen wird von Makrophagen in Form von Hämosiderin zwischengelagert/wiederverwendet
  • Wie heißt das von der Niere gebildete Hormon, welches wichtig für die Erythropoese ist? Erythropoetin ist wichtig für die Reifung der Erythrzyten
  • Wie heißt der Mangel an Erythrozyten und was sind die Ursachen? Anämie: Mangel an Erythrozyten/Hämoglobinà Eisen- und Vitaminmangel
  • Erläutere die unterschiedlichen Arten der T-Lymphozyten und deren Funktion? T-Helferzellen: CD4-positive Zellen in die Subklassen TH1 & TH2 untergliedert (sind Gewebelymphozyten regulieren die humorale und zellvermittelte Immunreaktion über verschiedene Zytokingruppen regulatorische Eiweiße) Zytotoxische T-Zelle: CD8-positiv (vgl. NK-Zellen) T-Gedächnisszellen T-Regulatorische Zellen (vgl. AIDS)
  • Verlauf der B-Lymphozyten-Entstehung und Wirkung? naiven B-Lymphozyten reifen im Knochenmark heran und bilden nach weiterer Entwicklung membrangebundene Immunglobuline (IgM & IgD), sogenannte B-Zell-Rezeptoren aus Erst wenn spezielle Antigene an diese Rezeptoren binden beginnt der Prozess der Aktivierung durch Interaktion mit T-Helferzellen und Zytokinproduktion Daraufhin wandern die aktivierten B-Lymphozyten zu den lymphatischen Keimzentren in den Lymphknoten oder der Milz und beginnen sich durch Teilung zu vermehren. Dabei kommt es zur spezifischen Vermehrung des Antikörpers für das schädigende Antigen
  • Sind Plasmazellen teilungsfähig? Plasmazellen sind nicht mehr teilungsfähig und produzieren Antikörper
  • Beschreibe die Entstehung der Monozyten, deren Aufenthaltsort und die Differenzierung? Die Monozyten sind die größten Zellen im zirkulierenden Blut und verlassen nach 2-3 Tagen den Blutstrom in das umliegende Gewebe. Dort differenzieren sie sich in Makrophagen und sind vor allem für die Phagozytose verantwortlich.
  • Beschreibe die Entstehung und Funktion der Thrombozyten? Thrombozyten Zytoplasma-Abschnürungen von Megakaryozyten im Knochenmark. Sie zirkulieren in inaktiver Form im Blut bis es durch Oberflächenkontakt zur Aktivierung kommt, indem sie Stoffe freisetzen die zur Blutstillung beitragen. Durch Adhäsion und Aggregation von Thrombozyten und anschließender Fibrinbildung kommt es zur Verschließung verletzter Blutgefäße.
  • Was sind wichtige Inhaltsstoffe der Granula von Thrombozyten? Wichtige Inhaltsstoffe ihrer Granula sind zum Beispiel der für die Gerinnungskaskade wichtige von-Willebrand-Faktor und Fibronektin.
  • Was bedeutet Hämostase? Hämostase (Blutgerinnung): Bildung eines stabilen Blutgerinnsels am Ort der Verletzung
  • Wodurch wird die Vasokonstriktion verursacht Die Vasokonstriktion wird durch lokale Faktoren wie Histamin oder Serotonin, die aus dem verletzten Gewebe freigesetzt werden, verursacht.
  • Erkläre den Verlauf der primären Hämostase (weißer Thrombus) Primäre Hämostase (Weißer Thrombus) Aktivierung von Thrombozyten (Blutplättchen), die einen Pfropf (weißer Thrombus) bilden, und die Wunde verschließen-->Thrombozytenadhäsion Nach der Adhäsion kommt es zur Aktivierung der Thrombozyten, wodurch sie Botenstoffe wie Thromboxan A2 und ADP freisetzen. Dadurch werden weitere Thrombozyten angelockt. Die aktivierten Thrombozyten verändern ihre Form und bilden kleine Füßchen (Pseudopodien) aus, die sich miteinander vernetzen-->Thrombozytenaggregation-->Thrombus (Thrombozytenpfropf) bezeichnet wird. Thrombozytenadhäsion-->Thrombozytenaggregation-->Thrombus
  • Erkläre den Verlauf der sekundären Hämostase? Sekundäre Hämostase (Roter Thrombus)Kontakt der Thrombozyten mit negativ geladenen Oberflächen, Kollagenfasern (Stukturprotein im Gewebe), wird das intrinsische Gerinnungssytem aktiviert. Dabei wird der Hagemann-Faktor aktiviert, der eine weitere Folge von Reaktionen in Gang setzt.Kommen die Thrombozyten in Kontakt mit dem Protein Gewebethromboplastin, kommt es zur Aktivierung des extrinsischen Gerinnungssystems.intrinsische, als auch das extrinsische System führen durch eine Reihe von Reaktionen zur Aktivierung des Faktor X (Stuart-Prower Faktors), der Prothrombin in seine aktive Form Thrombin umwandelt. Thrombin aktiviert wiederum das Protein Fibrin durch proteolytische Spaltung von Fibrinogen. Das Fibrin vernetzt die aneinandergelagerten Thrombozyten und es kommt zur Entstehung eines roten Thrombus.
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  • Erkläre den Verlauf der Wundheilung? Wundheilung: beschädigte Zellen ab und neu gebildete Bindegewebszellen wachsen in den Thrombus ein. Der Thrombus wird durch die Fibrinolyse wieder aufgelöst. Dabei wird das zuvor gebildete Fibrin durch Plasmin wieder abgebaut.
  • Wodurch wird die Blutgerinnung gehemmt? Und welche Rolle spielt das Heparin dabei? Die Blutgerinnung wird im menschlichen Körper durch Antithrombin III gehemmt. Durch die Gabe des Arzneimittelwirkstoffes Heparin kann die Wirkung von Antihrombin III um den Faktor 1000 erhöht werden. Heparin ist somit eine gute Therapiemöglichkeit für Patienten mit Thrombose.
  • Wie nennt man die verminderte Blutgerinnung?  Patienten mit hämorrhagischer Diathese-->verminderte Blutgerinnung
  • Wie entsteht die Lymphe? Lymphe Pro Tag werden durch den Blutdruck (hydrostatischer Druck) etwa zwölf Liter Plasma aus dem Kapillargebiet in den Extravasalraum gepresst. Der Großteil des Plasmas wird von den Gefäßen wieder aufgrund des kolloidosmotischen Drucks (Makromoleküle im Blut) aufgenommen (resorbiert). 2-3 Liter jedoch werden täglich als Lymphe in ein eigenes Gefäßsystem aufgenommen und schließlich ins Blutgefäßsystem zurücktransportiert.
  • Wie gelangt die Lymphe zu den Lymphknoten? Durch die afferenten Lymphgefäße
  • Aufbau der Lymphknoten? (Wo sind T-Zellen/B-Zellen/Plasmazellen) Diese sind von einer bindegewebigen Kapsel umgeben und lassen sich in Kortex (Rinde) und Medulla (Mark) unterteilen. Im Kortex befinden sich T-Zell-Areale und rundliche B-Zell-Follikel und in der Medulla findet man viele Plasmazellen. In den Lymphknoten werden antigenspezifische Immunantworten durch die Zellen des Immunsystems in Gang gesetzt.
  • Wo sammelt sich die großen Lymphgefäße nach dem sie über die efferenten Lymphgefäße bei mehreren Lymphknotenstationen gewesen sind? in den beiden Venenwinkel. Der Ductus lymphaticus dexter mündet in den rechten Venenwinkel und der Ductus thoracicus in den linken Venenwinkel. Ihre Mündungen sind durch Klappen gesichert, so dass kein Blut in die Lymphbahn gelangen kann.
  • Wie heißen die beiden Venenwinkel in die die Lymphe mündet? Der Ductus lymphaticus dexter mündet in den rechten Venenwinkel und der Ductus thoracicus in den linken Venenwinkel. Ihre Mündungen sind durch Klappen gesichert, so dass kein Blut in die Lymphbahn gelangen kann. Obere Hohlvene
  • Was sind Chylomikronen in Bezug auf Lymphe? Chylomikronen (dient der Aufnahme von Fetten) aus dem Magen-Darm-Trakt
  • Was sind Stammzellen? Als Stammzellen bezeichnet man Zellen, die keine oder nur geringe Differenzierung aufweisen und damit noch nicht auf ihre Funktion im späteren Organismus festgelegt (Determination) sind. Aus Stammzellen können durch mitotische Teilung weitere Stammzellen oder durch Differenzierung spezialisierte Zellen hervorgehen.
  • Was sind Totipotente Zellen, nenne Bsp. omnipotente (totipotente) Stammzellen: Blastomere bis zur ersten Furchung/ (endodermal (Wandzellen des Verdauungstraktes), mesodermal (Muskeln, Knochen, Blutzellen) und ektodermal (Hautzellen und Nervengewebe)
  • Erkläre pluripotente, multipotente, unipotente Stammzellen und nenne Bsp?   pluripotente Stammzellen: Blastozystemultipotente Stammzellen: Adulte Stammzelle nicht mehr die Fähigkeit, sich in beliebige Gewebe zu differenzieren, sondern gegebenenfalls nur noch in verschiedene Zellarten eines Gewebes vgl. Myoblastunipotent: Normale teilungsfähige Körperzellen, können nur Zellen des gleichen Zelltyps bilden
  • Wie ist die Strömungsgeschwindigkeit in den Kapillaren? Die Strömungsgeschwindigkeit in Gefäßen sinkt mit dem Widerstand. Der Widerstand ist in Gefäßen mit geringem Radius, wie den Kapillaren, besonders hoch. Daher herrscht in den Kapillaren eine niedrige Strömungsgeschwindigkeit Widerstand= spezifischer Widersatnd mal l (länge) durch A (Querschnittsfläche)
  • Wieviel Prozent des Körpergewichts macht die gesamte Blutmenge aus? 8%
  • Bestimme den Hämokrit? 45% zellulärer Anteil 55% Plasma (90% Wasser/ Rest Albumine etc.)
  • Wieviel beträgt der pH-Wert des Blutes? 7,2-7,4
  • Funktion der Albumine? Halten den koloidosmotischen Druck aufrecht, ohne dem könnte Blutplasma nicht in den Gefäßen bleiben
  • Lebensdauer der Erythrozyten und Abbauort? 120 Tage (Milz/Leber/Knochenmark)
  • Anzahl der Leukozyten pro Mikroliter? 4000-8000
  • Wo werden die Leukozyten abgebaut? Überwiegend in der Milz (z.T. auch im Knochenmark und der Leber) Im Rahmen der Blutmauserung pahgozitieren Milzmakrophagen die Leukozyten sowie Thrmobozyten und Erythrozyten und bauen diese dann durch Lysosome ab