Volkswirtschaftslehre (Subject) / IHK Wirtschaftsfachwirt VWL (Lesson)
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Karteikarten für das IHK-Script vom Wirtschaftsfachwirt 2011
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- Bedingungen eines vollkommenen Marktes Nutzenmaximierung der Nachfrager; Gewinnmaximierung der Anbieter Homogene Güter keine persönlichen, zeitlichen, räumlichen Präferenzen vollkommene Markttransparenz unendlich schnelle Reaktion der Marktteilnehmer
- Marktformen 3 Wesentliche + Unterscheidungen Polypol: viele A, viele N (zweiseitiges)Oligopol: wenig A, wenig N (zweiseitiges) Monopol: ein A oder ein N Angebotsoligopol: wenig A, viele N Nachfrageoligopol: viele A, wenig N Angebotsmonopol: ein A, viele N Nachfragemonopol: viele A, ein N beschränktes Angebotsmonopol: ein A, wenig N beschränktes Nachfragemonopol: wenig A, ein N Merke: Angebot... IMMER viele N, Nachfrage... IMMER viele A
- Vollkommene Konkurrenz (vollkommener Markt) Prohibitiv-Preis: die nachgefragte Menge ist 0. Niemand möchte zahlen Sättigungsmenge: die nachgefragte Menge ist 0. Niemand möchte kaufen. Konsumentenrente: ist die Menge, zu der die Nachfrager gerade noch nachgefragt hätten Produzentente: ist die Menge, zu der die Anbieter gerade noch angeboten hätten Gleichgewichtspreis: Angebot und Nachfrage treffen im Gleichgewicht aufeinander
- Stabilitätspolitik / Prozesspolitik: Magisches Viereck / Vieleck Preisniveaustabilität angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum außenwirtschaftliches Gleichgewicht hoher Beschäftigungsstand Erhaltung der Umwelt gerechte Einkommensverteilung
- Zielkonflikte und Zielharmonien: 1. Konflikte 2. Harmonien 3. Neutralität 1. Konflikte Wirtschaftswachstum & Preisniveaustabilität: Bei Aufschwung werden mehr Mitarbeiter benötigt; mehr Geld wird ausgegeben, also werden die Preise erhöht. Wirtschaftswachstum & Ökologie: Wird nur auf Quantität geachtet, gefährdet dies die Umwelt Einkommensverteilung & Wirtschaftswachstum: Zu hohe Einkommensunterschiede vermindert die Leistungsanreize und führt zum Rückgang des Wirtschaftswachstums. 2. Harmonien Wirtschaftswachstum & Vollbeschäftigung: Wenn das Wirtschaftswachstum steigt, nimmt die Arbeitslosenquote ab. Wirtschaftswachstum & Ökologie: Wenn das Wirtschaftswachstum steigt, wird mehr auf die Umwelt Rücksicht genommen 3. Neutralität Außenwirtschaftliches Gleichgewicht & Ökologie: Haben keine Auswirkungen aufeinander
- Arten von Arbeitslosigkeit Saisonal bedingt: z.B. in der Touristikbranche, Baugewerbe, Gastronomie (Biergarten) Friktionell: Übergang bei Wohnortwechsel bis zur neuen Arbeitsstelle (Sucharbeitslosigkeit) max 3. Monate Konjunkturell: Währen eines Konjunkturtiefes. Nur von kurzer Dauer Strukturell: Andauernde Strukturkrise
- Strukturelle Arbeitslosigkeit Mermalstrukturell: Verschiedene Qualifikationsanforderungen Technologisch: Menschen werden durch Maschinen ersetzt Institutionell: Zu hohes Hartz4. Folge: Kein Anreiz arbeiten zu gehen Sektoral: Produktionen werden ins Ausland verlegt (z.B. Nokia) Regional: Strukturschwache Regionen wie z.B. Ost-Deutschland
- Ursachen für die strukturelle Arbeitslosigkeit Wegfall von Arbeitsplätzen wegen Strukturkrisen, technologischer Fortschritt oder Produktionsverlagerungen ins Ausland Nichtbesetzbarkeit von Arbeitsplätzen wegen fehlenden Qualifikationen Zunahme der Zahl der Erwerbspersonen durch Zuwanderung
- Definition Preisniveaustabilität Preisanstieg wird auf sehr geringes Maß begrenzt. Das Geld behält aber seinen Wert. Maßstab: Inflationsrate Wird vom statistischen Bundesamt in Wiesbaden ermittelt
- BIP & BNE reale, nominale BIP & BNE Unterschiede Bruttoinlandsprodukt: Gebietsbezogen. Inländer und Nicht-Inländer im Inland Bruttonationaleinkommen: Inländerkonzept. Inländer, egal ob im Inland oder Ausland Nominales BIP/BNE: Wird mit laufenden Preisen berechnet Reales BIP/BNE: Festgelegtes Bezugsjahr wird zu Grunde gelegt.
- Stationen einer Verteilungsrechnung Arbeitnehmerentgelt + Unternehmenseinkommen = Volkseinkommen + Produktions- & Importabgaben − Subventionen = Nettonationaleinkommen + Abschreibungen = Bruttonationaleinkommen ± Saldo Primäreinkommen weltweit = Bruttoinlandsprodukt
- Bedeutung des Wirtschaftswachstums Erhöht den materiellen Wohlstand einer Gesellschaft Staat erhält mehr Steuereinnahmen Erleichtert den Strukturwandel Entschärft dei Verteilungsauseinandersetzungen
- Instrumente der Geldpolitik Gewährleistung der Preisniveaustabilität = Maastricher Vertrag Offenmarktpolitik = befristet ständige Fazilitäten = kurzfristig Mindestreservepolitik = Puffer
- Ständige Fazilitäten Spitzenrefinanzierungsfazilität: kurzfristige Deckung über Nacht Übernachtkredit, Laufzeit 1 Tag gegen Sicherheit & vorgegebenen Zinssatz Grundlage: Am Ende des Tages Kontoüberziehung Einlagefazilität: kurzfristige Anlage über Nacht Übernachtanlage, Laufzeit 1 Tag vorgegebener Zinssatz Grundlage: Am Ende des Tages Habensaldo
- Was ist Finanzpolitik? Sicherung der Finanzierung der staatlichen Ausgaben Positive Beeinflussung der wirtschaftlichen Entwicklung
- 2 Varianten der Wachstumspolitik Quantitativ: rein mengenmäßige Erhöhung des BIP Qualitatifv: Verbesserung der Umwelt z.B. Entwicklung umweltschonender Produktionsverfahren
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- 2 Varianten von Arbeitsmarktpolitik Passive: mindert die negativen Folgen von einer bestehenden oder kurz bevorstehenden Arbeitslosigkeit durch ALG I, II. bei vorübergehendem Arbeitsausfall Gewährleistung der Arbeitsplätze. Aktive: alle Maßnahmen für Erwerbspersonen, damit sie im Arbeitsprozess bleiben können.
- Angebotspolitik (Ziele, Ansatzpunkte, Maßnahmen) Angebotsorientierung mit Geldmengensteuerung Ziele: Mittel- bis langfristige Beseitigung gleichgewichtsstörender Auslösefaktoren Ansatzpunkte: Verbesserung der Produktionsfaktoren; Geldmengensteuerung Maßnahmen: Erhöhung Unternehmensrentabilität; Verringerung Staatskonsum; Investitionsförderung; Deregulierung; Abbau Subventionen
- Nachfragepolitik (Ziele, Ansatzpunkte, Maßnahmen) Keynesianische Nachfragesteuerung Ziele: kurzfristige Beseitung von Gleichgewichtsstörungen Ansatzpunkte: Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage der Konsumsteigerung Maßnahmen: Stärkung Massenkaufkraft durch Lohnerhöhung; Erhöhung Staatskonsum; stärkere Regulierung
- Europäischer Binnenmarkt (Freiheiten und Voraussetzungen) Freier Personenverkehr: Abbau Grenzkontrollen gem. Asyl- & Einwanderungspolitik Freier Warenverkehr: Abbau Grenzkontrollen Harmonisierung MwSt. & Verbrauchssteuern Freier Dienstleistungsverkehr: Niederlassungsfreiheit Sicherheitsbestimmungen im Verkehrsbereich Freier Kapitalverkehr: Öffnung der Finanzmärkte Aufhebung von Beschränkungen im Kapitalverkehr
- Europäische Wirtschafts- & Währungsunion (Kriterien) Inflationsrate nicht mehr als 1,5 % als in den preisstabilsten EU-Staaten Nettoneuverschuldung nicht mehr als 3% des BIP Gesamtschuldenstand nicht mehr als 60 % des BIP langfristige Kredite höchstens 2 % über dem Zinssatz der preisstabilsten EU-Staaten.
- Preisbildung: Definitionen für Nachfragedefitzit Käufermarkt Angebotsdefizit Verkäufermarkt Nachfragedefizit: Bei hohem Preis und großen Gütermengen, aber nur geringe Nachfrage gibt es einen Angebotsüberschuss. Käufermarkt: Beim Angebotsüberschuss hat der Käufer die bessere Verhandlungsposition und somit die größere Marktmacht. Angebotsdefizit: Bei sinkenden Preisen und gesamtwirtschaftlicher Nachfrage, kann die nachgefragte Menge die Angebotsmenge überschreiten. Dies ist ein Nachfrageüberschuss. Verkäufermarkt: Die Marktmacht beim Nachfrageüberschuss liegt auf der Verkäuferseite.
- Bestimmungsfaktoren der Güternachfrage auf einem Markt: Komplementäre Güter Substitutionsgüter Komplementäre Güter sind zwangsläufig bedingt durch den Gebrauch eines anderen Gutes. z.B. Auto und Autoreifen Substitutionsgüter sind Ersatzgüter, die bei Preisveränderungen aufeinander Einfluss haben. z.B. steigt der Preis von Butter, steigt auch die Nachfrage nach Margarine
- Höchstpreise Mindestpreise Höchstpreise dienen zum Schutz der Nachfrager. (Liegt unterhalb des Gleichgewichtspreises) Mindestpreise dienen zum Schutz der Anbieter (staatlich verordnet; liegt über dem Gleichgewichtspreis).
- Funktionen der Wettbewerbspolitik Freiheitsfunktion: Wettbewerb gibt mehr Handlungsalternativen. Nachfrager haben mehr Angebote, Anbieter können Angebote kreativer gestalten Kontrollfunktion: Wettbewerb kontrolliert das Marktverhalten. Nachfrager und Anbieter kontrollieren sich gegenseitig druch Messung der Leistung seiner Konkurrenz. Steuerungsfunktion: Wettbewerb beschleunigt Koordination zwischen Angebot und Nachfrage. Produktionsfaktoren werden dort eingesetzt, wo sie am dringendsten benötigt werden. Anreizfunktion: Wettbewerb gibt Anreize für Innovationen. Bemühungen um Verbesserung der Produkte, immer auf dem neuesten technischen Stand etc. Anpassungsfunktion: Wettbewerb zwingt Anbieter, sich an veränderte Marktdaten anzupassen. Auslesefunktion: Wettbewerb sorgt für Auslese der Marktteilnehmer (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit). Verteilungsfunktion: Wettbewerb sorgt dafür, dass die Entlohnung gerecht der Leistungen verteilt wird.
- Lohnquote Gewinnquote Lohnquote: Bruttoeinkommen aus selbstständiger Arbeit ___________________________________ x 100 Volkseinkommen Gewinnquote: Einkommen aus Unternehmertätigkeit & Vermögen________________________________________ x 100 Volkseinkommen
- Vollbeschäftigung Definition und Bedingungen Berechnung Bei einer Arbeitslosenquote unter 2 % spricht man von Vollbeschäftigung. Bedigungen: Alle arbeitswilligen und arbeitsfähigen Personen im gewünschten zeitlichen Umfang entsprechend ihrer persönlichen Voraussetungen können eine Tätigkeit ausüben. Zahl der registrierten Arbeitslosen ___________________________ x 100 Zahl der Erwerbspersonen
