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Arbeits- und Organisationspsychologie (Subject) / VL 1_2: Handlungsregulation (Lesson)

Arbeit und Arbeitsbedingungen

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  • Verhaltensorienierte Ansätze: Grundannahmen -Jedes Verhalten ist Reaktion auf Umwelt (Stimulus->Reaktion) -Verhalten damit determiniert durch die Umwelt   -Prozesse im Inneren des Menschen (Einstellungen, Motive, Emotionen... ) sind vermittelnde Einflussfaktoren (S-O-R Modell) 
  • Kognitionspsychologische Ansätze: Grundannahmen Ein Informationsverarbeitungssystem besteht aus (Newell und Simon, 1972) -Mensch = informationsverarbeitendes System  -Beinhaltet Annahmen über interne (kognitive) Strukturen und Prozesse zur Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen sowie deren Einfluss auf Verhalten und Handeln  -Ein Informationsverarbeitungssystem besteht aus (Newell und Simon, 1972):  Sensorisches System (Rezeptorsystem) Antwortgenerator (Effektorsystem) Gedächtnis Zentraler Prozessor 
  • Handlungstheoretische Ansätze: Grundannahmen -Handlung = Mittel zur Zielerreichung (aktiv)    -->Welche Gründe/Motive stehen hinter der Handlung?    -->In welchem Zusammenhang stehen Handlungen zur Situation? - Rückkopplungsmechanismen sind nötig um gezielte und koordinierte Handlungen vorzunehmen
  • Handlungstheoretische Ansätze Handlungsregulationstheorie (Hacker, 2005; Oesterreich & Volpert, 1987) Arbeitsverhalten wird durch Ziele geleitet und gesteuert Hierarchisch-sequenzielle Organisation Prozessorientierte Perspektive (Frese&Zapf,1994): 1. Zielbildung oder Ausrichtung des Handelns im Sinne einer Vornahme und Vorwegnahme2. Orientierung über die Aufgabe, die Ausführungsmöglichkeiten und Handlungsbedingungen3. Entwerfen eines Vorgehensplans4. Entscheidung für einen spezifischen Plan aus einer Reihe von möglichen Vorgehensweisen5. Ausführung des Handlungsplans und Überwachung bzw. Kontrolle des Ausführungsprogramms6. Verarbeitung des Feedbacks zur Handlungsausführung bis zur Zielerreichung
  • Makrostruktur der Tätigkeit (Leontjew, 1977)   Tätigkeiten sind die am höchsten angesiedelte Analysekategorie  Tätigkeiten werden durch Motive ausgelöst und durch Handlunge, Operationen und Bewegungen realisiert  Handlungen sind die einem bewusstem Ziel untergeordnete Prozesse, die in Operationen umgesetzt werden  Operationen sind unselbstständige Teilhandlungen und hängen von den gegebenen Bedingungen ab  Bewegungen sind die sichtbaren und kleinsten Teile der Tätigkeit
  • Praktische Anwendung der Handlungsregulationstheorie   Techniken der Zielsetzung und Feedbacks (z.B. Pritchard, Kleinbeck & Schmidt, 1993)-->Zentraler Aspekt ist die Re-Definition der Aufgabe   Gestaltung von Arbeitstätigkeiten--> Programme zur Simulation der Gestaltung der Arbeitstätigkeit (sequentiell/ hierarchisch) mit Evaluation verschiedener Versionen anhand der Folgen (u.a. Müdigkeit, Monotonie, Stress)   Umgang mit Innovationsdruck--> Handlungsregulationstheorie gibt Hinweise zur Bewältigung und hilft damit ungeeignete Strategien aufzudecken sowie neue Strategien zu entwickeln   Gestaltung mentaler Arbeit-->Zentral ist die Interaktion mentaler und psychomotorischer Arbeit
  • Ebenen der Handlungsregulation Regulationsebene                        Aktionsprogramme Intellektuelle Regulationsebene: Bewusstseinspflichtige Heuristiken, Strategien und Pläne Perzeptiv-begriffliche Regulationsebene: Bewusstseinsfähige Handlungsschemata Sensomotorische Regulationsebene: Nicht bewusstseinsfähige Stereotypen/Routinen, Bewegungsentwürfe --> Interaktion der Aktionsprogramme
  • Informationsverarbeitungsmodell nach Rasmussen (1986) siehe Folie 9
  • Definition Tätigkeit Auf einer höheren Ebene als die Handlung anzusiedeln und bezieht sich auf ein übergeordnetes Ziel oder Motiv, welches dem Individuum nicht unbedingt bewusst sein muss. Eine Tätigkeit umfasst dabei sowohl geistig-mentale, d. h. innere, als auch praktische, gegenstandsbezogene, also äußere Prozesse, welche den erwähnten Motiven oder Oberzielen zugeordnet sind. Das Motiv des Tätigwerdens ist auf ideelle oder materielle Gegenstande gerichtet, durch deren Veränderung individuelle und gesellschaftliche Bedürfnisse erfüllt werden.
  • Definition Handlung Ein Verhalten, das auf ein konkretes, bewusst angestrebtes Ziel ausgerichtet ist. Handlungen werden durch Prozesse der Zielbildung, Orientierung, Planung, Ausführung und Kontrolle gesteuert.
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  • Verhaltensorientierte Ansätze: Grundlegende Erklärungskonzepte für die Veränderung des Arbeitsverhaltens Klassische Konditionierung Ein unkonditionierter Stimulus, welcher automatisch bzw. reflexartig eine unkonditionierte Reaktion hervorruft, wird mit einem weiteren Reiz bzw. Stimulus assoziiert, d. h. mehrfach in enger Verknüpfung miteinander präsentiert. Von einer Konditionierung wird dann gesprochen, wenn der weitere, dann konditionierte Reiz die gleiche, dann konditionierte Reaktion hervorrufen kann wie der unkonditionierte Reiz. Operante Konditionierung Die Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens wird bei positiven Konsequenzen erhöht (Verstärkung) und bei negativen verringert (Bestrafung). Modelllernen Prozesse der Beobachtung und des Nachahmens von Verhaltensweisen anderer Menschen
  • TOTE-Modell TOTE (Test-Operate-Test-Exit-Modell)  Menschliches (Arbeits-) Verhalten soll unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation erklärt werden s. Folie 11