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Psychopharmakologie (Subject) / Psychologie (Lesson)

Pharmakologie

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  • Psychotherapie und Pharmakologie ist kontraindiziert bei: - gleichzeitiger Anwendung von Exposition und der Einnahme von Benzodiazepinen
  • Pharmakokinetik, beschreibt die Abläufe bei: - der Medikamentenaufnahme (zeitlicher Ablauf und Ort der Resorption)- der Verteilung (Gehirn, Fettgewebe etc.)- der Ausscheidung (Leber, Galle, Darm, Niere, Blase) Man kann sich also merken: Was macht der Körper mit dem Medikament
  • Off-Label Individuelle Verordnung außerhalb des Zulassungsbereiches.
  • Pharmakodynamik - Beschreibt die unmittelbare Wirkung von Substanzen am Wirkort- Beziehung zwischen Konzentration und WirkungZentrale Frage: Was macht das Medikament mit dem Körper?
  • Therapeutische Breite Abstand zwischen therapeutischer Dosis und einer Dosis die zu einer toxischen Wirkung führt.Arzneimittel ist umso sicherer, je größer die therapeutische Breite ist
  • Antidepressiva Indikation und wann setzt der antidepressive Effekt ein? - Depressive Störung- Angststörung- Zwangsstörung- chronische Schmerzerkrankung- Essstörung (SSRIs)- Schlafstörung- Somatoforme Störung- PTSD- Prämenstruelles Syndrom- Chronic fatigue syndrome Der antidepressive Effekt setzt mit einer Verzögerung von 1-3 Wochen ein.
  • Substanzgruppen der Antidepressiva: 1. Trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptilin, Imipramin) UAW = anticholinerge Effekte = Mundtrockenheit, Tachykardie, Obstipation2. Tetrazyklische Antidepressiva (z.B. Mirtazapin, Mianserin)    UAW: Sedierend und Gewichtszunahme3. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) (z.B. Fluoxetin, Citalopram, Sertralin)   UAW: Unruhe, Übelkeit, Diarrhoe, verminderter Appetit, Schlafstörung, sex.                             Funktionsstörung4. Selektiven Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) (z.B. Strattera, zur Behandlung    von ADHS zugelassen)   UAW: Übelkeit, Diarrhöe, Schlafstörung, sex. Funktionsstörung, Miktionsstörung, Schwitzen,       Kälte5. Selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) (z.B. Venlafaxin,          Duloxetin)  UAW: Übelkeit, Diarrhöe, Schlafstörung, Erregung, sexuelle Funktionsstörung6. Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) (z.B. Tranylcypromin)  UAW: Alte Generation, Blutdurckerhöhung und kardiovaskuläre Probleme bis Tyraminkrise, neue Generation keine anticholinergen UAW7. Johanniskraut (schwach antidepressiv, nicht sedierend)  UAW: kann anti-Baby-Pille entkräften und andere Medis verstärken, keine Kombinationsbehandlung
  • Antidepressiva und Suizidalität Antriebssteigernde Wirkung kann vor der stimmungsaufhellenden Wirkung einsetzen. Daher bei suizidalen Patienten Empfehlung einer Monotherapie (Medikament enthält nur eine Wirksubstanz) mit sedierendem Antidepressivum bzw. Benzodiazepin.  Nach 1-3 Wochen ist der Eintritt der antidepressiven Wirkung zu erwarten.
  • Anwendungsdauer von Antidepressiva: Akuttherapie: 6-8 WochenErhaltungstherapie: bis zu 12 MonateRezidivprophylaxe: bis zu 3 Jahre
  • Substanzen zur Phasenprophylaxe affektiver Störungen und Behandlung manischer Depression: Phasenprophylaktika sind Substanzen, welche bei affektiven Störungen das  Auftreten weiterer manischer oder depressiver Phasen verhindern bzw. abschwächen.  - Lithium (Stimmungsstabilisierer) - Basismedikation über die gesamte Erkrankungsdauer- Begleitende (adjuvante) Medikamente z.B. Neuroleptika, Antidepressiva oder BenzodiazepineDa das Lebenszeitrisiko mit 95% sehr hoch ist, verabreichen manche Ärzte schon nach einer Manie Phasenprophylaxe.
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  • Welche Phasenprophylaktika bei der Behandlung affektiver Störungen und manischer Depressionen unterscheidet man: Phasenprophylaktika = Substanzen welche bei affektiven Störungen das Auftreten weiterer manischer oder depressiver Phasen verhindern bzw. abschwächen sollen - Stimmungsstabilisierer (z.B. Lithium) - Basismedikation über die gesamte Erkrankungsdauer- Ergänzende/Unterstützende Medikamente (z.B. Neuroleptika, Antidepressiva, Benzodiazepine) sollen bei akuten Krankheitsschüben gegeben werdenLebenszeitrisiko der Erkrankung liegt bei 95% deswegen geben manche Behadlung schon nach erster manischer Phase ein Phasenprophylaktikum
  • Wofür verabreicht man Lithium: - Zur Behandlung von Manien (Mittel der ersten Wahl) - Zur Phasenprophylaxe affektiver Störungend.h. bei: bipolaren Störungen, schizoaffektiven Störungen, unipolaren (depressiven) Störungen, Manien, therapieresistenten Depressionen - Cluster Kopfschmerzen (macht nicht körperlich abhängig)
  • Was muss man bei der Anwendung von Lithium beachten: Sehr geringe therapeutische Breite! Damit das Lithium wirken kann, muss ein bestimmter Blutplasmaspiegel erreicht werden, jedoch bei nur geringer therapeutischer Überschreitung drohen toxische WirkungenDeswegen ganz wichtig:- regelmäßige Kontrolluntersuchungen des Blutplasma- Körpergewichtskontrolle- Halsumfang wegen Hypothyreose- Kreatininwert (Niere) da Lithium über Niere ausscheidet (Pat. muss viel trinken)UAW: Tremor, Gewichszunahme, vermehrtes Wasserlassen, mehr Durst, Hypothyreose, müde, kognitive Störung, gastrointestinale Beschwerden Hohes teratogenes Risiko, daher sollten Frauen verhüten und nicht stillen
  • Mittel der zweiten Wahl (neben Lithium) zur Phasenprophylaxe von Bipolaren Störungen  Antikonvulsiva (z.B. Valproinsäure) ist auch zugelassen
  • Welche Indikationen gibt es für Neuroleptika (auch Antipsychotika genannt)? - Schizophrene Störung- Schizoaffektive Störung- Bipolare Störung (bei Manie)- Depression mit psychotischer Symptomatik- Tics Begleittherapie bei: - Persönlichkeitsstörungen- Zwangs- und Angststörungen- Demenzen- Organisch bedingten Psychosen- Nicht psychotischer Depression- Schmerzsyndromen- Tics
  • Wirkmechanismen bei Neuroleptika (auch Antipsychotika genannt)? - Überangebot von Dopamin wird durch Blockade der Dopaminrezeptoren ausgeglichen- Wirkung wird durch Alkohol verstärkt und durch Nikotin vermindert
  • Welche Substanzgruppen gibt es für Neuroleptika (auch Antipsychotika genannt)? - Typische Neuroleptika (meist ältere Substanzen) z.B. Haloperidol wirken stark antipsychotisch auf Wahn und Halluzinationen   Blockade der D2-Rezeptoren im limbischen Symstem aber auch im Striatum - Atypische Neuroleptika (eher neuere Subastanzen) z.B. Olanzapin weniger stark antipsychotisch, beeinflussen auch die NegativsymptomatikBlockade von D4-Rezeptoren im limbischen System (nicht Striatum)
  • Einteilung von Neuroleptika nach neuroleptischer Potenz - Hochpotente Neuroleptika (meist ältere) z.B. HaloperidolStark antipsychotisch, wenig sedierendUAW: extrapyramidal (Bewegungsstörungen), motorisch - Mittelpotente Neuroleptika z.B. Chlorpromazin, QuetiapinMäßig antipsychotisch, mäßig sedierendUAW: mäßig viele motorische, mäßig viele vegetative - Niedrigpotenten Neuroleptika z.B. PipamperonWenig antipsychotisch, deutlich sedierendUAW: wenig motorisch, eher vegetativ
  • Behandlung der Extrapyramidal-motorischen Wirkung (Frühdyskenisien, Parkinson-Syndrom): Anticholinerge Medikation z.B. Akineton, Dosisreduktion, Umstellung auf atypische Neuroleptika
  • Behandlung bei Spätdyskinesien Niedrigstmögliche Dosis, Akineton (Antikolinergika) ist hier wirkungslos oder verschlechternd, eventuell Clozapin (Neuroleptika)
  • Nebenwirkungen bei Neuroleptika: Vegetativ: Niedriger Blutdruck, Blasenentleerungsstörung, Störung der Speichel- und Schweißsekretion Hormonell: Anstieg der Prolaktinsekretion (bei Frauen Zyklusstörung, Milchfluss, bei Männern Gynäkomastie, Erektions- und Libidostörungen) Metabolisch: Gewichtszunahme und Risiko metabolisches Syndrom (bis zu 50% der Patienten = BMI höher 30)
  • - V.a. bei männlichen Patienten mit Lithiummedikation (aber auch bei anderen Antipsychotika möglich) zu Behandlungsbeginn - Letalität 20% Es kommt zu:  - Erhöhtem Muskeltonus (Rigor) - Bewusstseinsstörungen bis zum Koma - Hohem Fieber - Herzrasen, Schwitzen - Blutwerte können entgleisen Malignes neuroleptisches Syndrom
  • Benzodiazepine sind: Beruhigungsmittel, die angstlösend und sedierend wirken (Tranquilizer bzw. Anxiolyta oder Sedativa)
  • Was sind Hypnotika und welche Entzugserscheinungen können sie auslösen? - schlaffördernde Substanzen - Angst, Wahn, Unruhe, Kopfschmerzen, Übelkeit, Tremor
  • Substanzgruppen der Hypnotika BenzodiazepineNon-Benzodiazepine-HypnotikaSedierende Antidepressiva
  • Psychostimulanzien (Amphetamine) werden eingesetzt bei: - ADHS- Narkolepsie
  • Wirkweise Psychostimulanzien bei Erwachsenen: - Allgemeine sympathische Aktivierung- Euphorie- gesteigerter Antrieb und Leistung- verminderter Appetit- Wachheit- vermindertes Schlafbedürfnis
  • Wirkweise Psychostimulanzien bei Kindern: - Aufmerksamkeitssteigerung- Reduktion der Impulsivität- Reduktion der HyperaktivitätUAW: Durchschlafstörungen, Appetitminderung, Ängstlichkeit, Depressivität, Steigerung von Blutdruck und Herzfrequenz, Tic-Störungen, vorübergehende Wachstumsverzögerung
  • Wie nennt man die Toleranzentwicklung gegenüber bestimmten Arzneimitteln? Tachyphylaxie
  • Welche Substanzklassen gibt man zur Behandlung von Demenzen? Antidementiva und Nootropika
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  • Welche Substanzen gibt man zur Behandlung extrapyramidaler Symptome (Morbus Parkinson oder Parkinsonoid)? Anticholinergika (jedoch nicht bei Spätdyskenisien, darunter verschlechtern sich diese)
  • Welche Medikamente gibt man zur Entzugs- und Substitutionsbehandlung bei Alkohol und Opiaten? Alkohol:Zur Entgiftung (Clomethiazol, Benzodiazipine, Neuroleptika)Zum Entzug (Clonidin)Zum Craving (Acamprosat)Beim Trinken von Alkohol unangenehme Reaktion verursacht Disulfiram Opiate:Beim Entzug:  (Clonidin)Zum Craving (Naltrexon)Substitutionsmittel (Methadon, Buprenoprhin)
  • Phasen der Entwicklung der Alkoholabhängigkeit nach Jellinek: 1. Voralkoholische Phase2. Prodromalphase3. Kritische Phase4. Chronische Phase (in dieser Phase sind Betroffene am ehesten behandlungsbereit)
  • Jellineks Typologie der Alkoholikertypen - Alpha-Typ (Erleichterungstrinker)- Beta-Typ (Gelegenheitstrinker)- Gamma-Typ (Rauschtrinker, süchtiges Trinken Alkoholiker)- Delta-Typ (Spiegeltrinker, Alkoholiker)- Epsilon-Typ (Quartalstrinker, episodisches Trinken)
  • Wernicke-Enzephalopathie Symptomtrias: 1. Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS) mit mentalen Veränderungen wie Gedächtnisverlust, Psychose, Konfusion und Konfabulationen, Desorientierung2. Gang- und Standunsicherheit (Ataxie)3. Augenbewegungsstörungen und Augenmuskellähmungen (u.a. Nystagmus)
  • Alkoholbedingte Korsakow-Psychose (Korsakow-Syndrom) - Amnesien (retrograde und anterograde Amnesie) - Des Weiteren verknüpfen die Patienten oft unbewusst ihre Erinnerungslücken an jetzige Ereignisse mit alten Erinnerungen. Seltener wird konfabuliert, also Erinnerungslücken mit reinen Phantasieinhalten ausgefüllt.- Kein Zurechtfinden in örtlicher und zeitlicher Beeinträchtigung - beinbetonte Polyneuropathie (Störungen der Motorik und der Sensibilität)- Schädigung des autonomen Nervensystems. Es zeigen sich Symptome wie Blässe der Haut oder verstärkte Kälteempfindungen
  • Fetales Alkoholsyndrom (FAS) Es gibt unterschiedliche Schweregrade. Im Vollbild:- intrauteriner Minderwuchs (also innerhalb der Gebärmutter)- Mikrozephalie (geringer Kopfumfang)- faziale Auffälligkeiten (Syndromgesicht)- neurologisch-kognitive und Verhaltensauffälligkeiten- Hyperaktivität- Muskelhypotonie
  • Indikation für Lithium? - Akutbehandlung der Manie- Prophylaxe manisch-depressiver und unipolar verlaufender affektiver Psychosen- Bei therapieresistenten Depressionen und als Rezidivprophylaxe bei chronischer Suizidalität- Cluster-Kopfschmerzen
  • Erinnerungslücken werden mit reinen Phantasieinhalten ausgefüllt Konfabulation
  • Mit welchem Begriff wird die antipsychotische Wirksamkeit von Neuroleptika am besten bezeichnet? Neuroleptische Potenz
  • Charakteristische Symptome für Sedativa- oder Hypnotikaentzug: - Insomnie- Kopfschmerzen- Tachykardie- Halluzinationen- Krampfanfälle- Tremor
  • Synonym Entwicklungsdyslexie Lese- Rechtschreibstörung
  • Tiefgreifende Entwicklungsstörung - Medikation: Risperidon (atypisches Neuroleptikum - hochpotent)
  • Panikstörung Medikation erste Wahl: SSRI
  • Hochpotente, Mittelpotente und niedrigpotente Neuroleptika Hochpotent: Haloperidol und Olanzapin (atypisch und daher weniger extra-pyramidale Nebenwirkungen) Mittelpotent: Chlorpromazin und Quetiapin (atypisch und daher weniger extra-pyramidale Nebenwirkungen) Niedrigpotent: Pipamperon und Sulpirid
  • Medikation Tic Risperidon (atypisch)
  • GABA-Rezeptor GABA-Rezeptoren sind Rezeptoren an Nervenzellen, an denen der Neurotransmitter (Botenstoff im Nervensystem) GABA (γ-Aminobuttersäure) binden und eine hemmende Wirkung auf die Nervenzellen entfalten kann. Die Wirkung wird durch Benzos verstärkt und wirkt somit sedierend.Gegenspieler ist Glutamat, Adrenalin und Noradrenalin. Die sind alle erregend.