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Wildtierökologie (Subject) / Wildtiere im Siedlungsraum (Lesson)
- Welche Typen der Anpassung an urbane Lebensräume kennen Sie? Nennen Sie jeweils ein Beispiel. - Urban dependent: Wildtierarten, die im Bezug auf Futter und Nistmöglichkeitenvom Menschen abhängig sind (Hausmaus, Spatz) - Urban exploiters: Wildtiere, die in der Lage sind, anthropogene Ressourcen imSiedlungsraum zu nutzen, aber nicht abhängig davon sind (Waschbär, Rotfuchs, Steinmarder, Eichhörnchen) - Urban tolerant: Wildtierarten, die anthropogene Ressourcen und in Teilen urbaneLandschaften nutzen können, aber nicht den Siedlungsraum generell ausnutzenund hier keine höheren Populationsdichten erreichen (Schwarzbär, Reh). - Urban avoiders: Wildtiere, die enge ökologische Nischen besetzen oder andereEigenschaften besitzen, die mit urbanen Landschaften nicht kompatibel sind (Wolf, Puma).
- Wie lässt sich die Bevölkerung in die Datenerhebung zu Wildtieren im Siedlungsraum einbinden? Wo liegen Vor- und Nachteile? - Online-Fragebogen - Bevölkerungsbefragung - Bekanntmachung von Sichtungen auf Internetplattformen wie z.B. stadtwildtiere.ch - Vorteile: kostengünstig, großes Untersuchungsgebiet -> viele mögliche Daten - Nachteile: Sicherheit über einzelne Sichtungen fraglich —> Kontrolle kann zeit und kostenintensiv sein
- Hat die Anzahl der Wildtiere im Siedlungsraum zugenommen? - kann nicht klar gesagt werden, da es dazu zu wenig Daten gibt - Teilnehmer der Onlinebefragung vermitteln dieses Bild; mögliche Gründe dafür: - es sind mehr Wildtiere geworden - die Bevölkerung nimmt Wildtiere anders wahr - Wildtiere haben ihre Verhaltensmuster geändert und sind sichtbarer für den Menschen
- Welche Faktoren charakterisieren den Lebensraum Stadt für Wildtiere? - Wärmer als das Umland- Viele stetige Nahrungsquellen- Gute Versteckmöglichkeiten- Starke Fragmentierung- Viele unterschiedliche Lebensraumtypen- Geringere Umweltschwankungen- Mensch als gestaltende Kraft- Ökologische Prozesse anthropogen gesteuert
- Welche Gesetzesgrundlagen sind für das WTM im Siedlungsraum in Baden-Württemberg relevant? Für jagdbare Arten: - JWMG /LandesjagdgesetzeFür ALLE Arten: - Polizeirecht (bei Gefährdung der Öffentlichkeit)- Tierschutzrecht- BNatSchG (für geschützte Arten)
- Worin liegen in Baden-Württemberg die Defizite im WTM im Siedlungsraum? Mit welchen Instrumenten könnten diese behoben werden? Probleme: - kaum Informationen zu Wildtieren im Siedlungsraum (z.B. auf der Gemeinde-Homepage) - keine klaren Zuständigkeiten (Hilfesuchende melden sich bei verschiedenen Behörden) - "Feuerlöscherprinzip" -> Einzelpersonen (z.B. der Stadtförster) schaffen zwar Abhilfe, aber einen Managementplan gibt es nicht - Selbsthilfe bei unzureichender Unterstützung (Verstöße gegen den Tierschutz) Lösungsansätze: - Entwicklung von Wildtiermanagement-Konzepten (z.B. Stadt Freiburg und LK Waldshut) - Regelung von Abläufen und Zuständigkeiten - Kommunikationskonzept (Information der Bürger, Beratungsstelle) - Falldokumentation - Beteiligung verschiedener Akteure (Naturschutz, Veterinärämter, etc.)
- Was macht Wildtiermanagement im Siedlungsraum notwendig? - zunehmende Verstädterung und Fragmentierung der Lebensräume - enge Nachbarschaft von Mensch und Tier - Städte können ungeahnt hohe Artenvielfalt entwickeln - Förderung von Grünanlagen bedeutet Lebensraum für Tiere - Kontakt zwischen Mensch und Wildtier birgt großes Konfliktpotential - Unwissenheit der Menschen gegenüber Wildtieren
- Nennen Sie Verhaltensänderungen von Wildtieren in der Stadt. - Reduzierte Fluchtdistanz gegenüber Menschen- Veränderte Sozialstrukturen- Anpassungen an Lärm- Änderung der Aktivitätsrhythmen
- Was verstehen Sie unter Wildtiermanagement? Wildtiermanagement beinhaltet Tätigkeitbereiche und Maßnahmen, die die Interaktionen zwischen Menschen und Wildtieren zu beeinflussen und zu steuern versuchen. Ein Ziel hierbei ist, Konflikte zwischen Mensch und Tier zu erkennen und nach Möglichkeit zu beseitigen. Zum Wildtiermanagement gehören insbesondere: - die Wildtierforschung - das Monitoring von Wildtieren - die Erstellung von Managementplänen - die Information und Beratung - die Jagd
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