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Sozialpsychologie (Subject) / Forschungsmethoden in der Sozialpsychologie (Lesson)
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- Aufbau empirischer Studien Definition: Ziele der Studie werden identifiziert und präzise definiert Planung und Design: Festlegen der Art der Untersuchung, der Variablen, Prozeduren, Kontrollmechanismen und Auswahlverfahren für Versuchsteilnehmer Implementierung und Vorbereitung: Vorbereiten aller benötigten Materialien und Treffen organisatorischer Maßnahmen Durchführung der Studie--->Datenerhebung: Protokollierung aller außergewöhnlichen Vorfälle, Sicherung der Daten Analyse der gewonnenen Daten: Organisation der Daten, Durchführung der statistischen Verfahren, Untersuchung von Außreißern, Auswertung und Ergebnisdarstellung der Daten Intepretation der Daten und Diskussion mit Rückbezug zur Theorie sowie Veröffentlichung der Studie
- Wie entstehen Hypothesen? Durch kuriose Beobachtungen----> z.B Mondtäuschung Durch wissenschaftliche Kontroversen und Theorien---->z.B Mehrspeichertheorie des Gedächnisses Durch praktische Fragestellungen----> Sollte man verteilt oder massiert lernen? -----> Die Grundidee einer empirischen Prüfung ist, dass aus der Hypothese eine empirische Vorhersage formuliert wird, und diese mit der Wirklichkeit vergleicht. -----> Aussagen werden an der Wirklichkeit mit bestimmten Mehtoden möglichst objektiv überprüft: Empirische Überprüfung
- Hypothese und Theorie ---> Ziekl wissenschaftliche Psychologie: Erforschung von Gesetzesmäßigkeiten Hypothese=Vermutung oft vorläufige Antwort auf Warum-Frage oft vermutete Kausalitätsbeziehung ----> Theorien bestehen aus verschiedenen Hypothesen zu einem Gegenstand, die sich gegenseitig ergänzen oder unterschiedliche Zustände des Gegenstandes beschreiben können. ----->Theorie als ein System von Hypothesen Theorien und Hypothesen erhalten Aussagen über die Wirklichkeit sollen universell gültig sein lassen sich widerlegen
- Anforderungen an einer empirischen Hypothese theorierelevant sein in der Hypothese geannnten Objekte müssen beobachtbare Phänomene der Realität zugeordnet werden können---->Operationalisierbarkeit sich öffentlich überprüfen und empirisch wiederholbar untersuchen lassen vor ihrer Überprüfung aufgestellt werden kritisierbar sein möglichst hohen empirischen Gehalt haben einfach sein Kritisierbarkeit bedeutet: Eine Hypothese muss durch bestimmte Ereignisse falsifizierbar sein----> es müssen Ereignisse möglich sein, bei denen die Hypothese nicht zutreffend ist. Hypothesen dürfen nicht : tautologisch sein: Es gilt A oder das Gegenteil von A metaphysisch sein: Gott existiert, Weltall ist endlich, Seele lebt nach dem Tod weiter, mensch aufgrund Gedanken dafür verantwortlich ob er krank wird...
- Falsifizieren in der Psychologie Hypothesen sind nie beweisbar/bestätigbar, man kann höchstens zeigen das sie falsch/nicht zutreffend sind----> Beispiel Beweisen dass alle Schwäne weiß sind, Frustation führt zu Aggression, Verarbeitungstiefe fördert das Behalten, je größer eine Gruppe, destto größer ist der Motivationsverlust bei Leistungsaufgaben
- Hypothesenarten Universelle Hypothese Alle Menschen besitzen ein Kurzzeitgedächtnis. Gibt es einen Fall, der dies nicht besitzt, ist diese Hypothese widerlegt. (Universelle Hypothesen sind nur falsifizierbar) Existentielle Hypothese Es gibt Menschen mit einem fotografischen Gedächtnis Entscheidend ist, dass es mindestens einen Fall gibt. (Existenzielle Hypothesen sind verifizierbar; sind aber in der Psychologie extrem selten bzw. entspricht nicht dem Forschungsverständnis der Psychologie) Statistische Hypothese Frustration führt (wahrscheinlich) zu Aggression. Vorhersage über ein Verhalten, dass unter bestimmten Bedingungen geprüft wird. (Statistische Hypothesen sind nur falsifizierbar unter Angabe eines Bewährungsgrads, d.h. mit Angabe einer Prüf-Wahrscheinlichkeit; Signifikanzniveau)
- Hypothesen und Variablen --->Hypothesen enthalten oft eine Aussage über den Zusammenhang zweier Variablen Syntax von psychologischen Hypothesen: Je-desto Hypothesen: je größer die Einstellungsähnlichkeit, desto größer die Sympathie. Je tiefer eine Information verarbeitet wird, desto besser wird sie auch behalten 2. "Wirkung von auf" -Hypothesen: Einstellungsähnlichkeit erhöht die Sympathie Verarbeitungstiefe fördert das Behalten
- Erstellen einer statistischen Hypothese Wir erstellen zwei Hypothesen 1. Hypothese H0 oder Nullhypothese: die Hypothese die wir statistisch als nicht gültig/zutreffend ablehnen wollen. 2. Hypothese H1 oder Alternativhypothese: beinhaltet in den meisten Fällen(nicht immer!) unsere als wahr vermutete Annahmen, die wir überprüfen müssen! ---->Experimentell gewonnene Daten werden stasistisch ausgewertet.Das Ziel ist die Nullhypothese zu verwerfen!-----> Prinzip des Falsifizierens !Meisten Hypothesen so formuliert, das nur die Richtung der Kausalbeziehung und nicht die exakte Stärke bestimmen.!
- nicht-experimentelle Methode / Korrelative Methode Versuchsleiter beobachtet nur und greift nicht ein. Korrelation: Die Korrelation beschreibt den linearen Zusammenhang zwischen zwei intervall-oder verhältnisskalierten Variablen. Sie wird durch den Korrelationskoeffizient r beschrieben, der zwischen –1 und + 1 variieren kann. Wert r=0 es liegt keine Korrealtion vor Wert von 0 bis 3 oder -3 wird als niedrige positive/negative Korrelation bezeichnet. Werte von über 3 oder -3 bis 5 oder -5 werden als mittlere positive/negative Korrelation bezeichnet. Werte von über 5 oder -5 bis 7 oder -7 werden als hohe positive/negative Korrelation bezeichnet Werte von r=1 bezeichnet eine perfekte positive/negative Korrelation --->Die Mittelwerte der Variablen x und y bestimmen den Schwerpunkt der Punktwolke ---> Die Art des Zusammenhangs ist von der Verteilung der einzelnen Punkte um den Schwerpunkt abhängig
- Experimentelle Methode Versuchleiter "manipuliert " er variiert mind. eine Variable (Unabhängige Variable) und beobachtet die Veränderung/Auswirkung bei der abhängigen Variable.----> Beispiel Alkoholmenge wird variiert (UV) und Reaktionszeit wird gemessen (AV)
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- Einfluss und Störvariablen in einem Experiment --> Bei Experiment müssen Einfluss und Störvariablen kontrolliert werden, damit die Manipulation eindeutig auf die veränderte Variable zurückgeführt werden kann. Personenbezogen: Alter, Bildung, Schichtzugehörigkeit, Motivation, Gedächnis, Intellegenz usw. Situationsbezogen: Versuchsleiter(VL), Testzeitpunkt, Räumlichkeit, Lichtstärke, Worthäufigkeit, Darbietungsdauer usw. ----> Zwei Vorgehensweisen um Störvariablen zu kontrollieren: Parallelisierung (Matching) Randomisierung
- Parallelisierung Sortieren/Paare bilden Mittelwert bilden Konstant halten der Störvariable Potentielle Störvariablen müssen bekannt und messbar sein Anwendung bei relativ kleiner Stichprobe
- Randomisierung(Lotterieverfahren) Freie Wahl aus der Gesamtstichprobe Störvariablen müssen nicht bekannt sein Anwendung bei relativ großen Stichproben
- Der Versuchsleiter-Erwartungseffekt(Rosenthaleffekt) Einfluss des Versuchsleiters auf das Testergebnis Unbeabsichtigt Störvariable Kontrolle des Versuchsleiter-Erwartungseffekts: Standardisierung der Versuchsbedingungen: Schriftliche Instruktion, möglichst mit PC arbeiten, gleicher Versuchsleiter für alle Experimente Blindversuch: Versuchsperson kennt die Hypothese und die experimentellen Bedingungen nicht(minimiert Erwartungseffekte) Doppelblindversuch: Versuchsleiter und Versuchsperson kennen die experimentellen Bedingungen nicht (minimiert Erwartungs und Versuchsleitereffekte)
- Generalisierbarkeit von experimentellen Befunden Interne Validität: wenn erhaltender Effekt bei der AV auf die UV zurückgeführt werden kann. Externe Validität: Untersuchungsergebnisse sind auf andere Personen, Organisationen, Situationen generalisierbar-----> Vorraussetzung interne Validität
- Planung und Vorgehen bei einem guten Experiment: Gesamtstichprobe: Randomisierung Parallelisierung 2. Aquivalente Gruppen: Experimentalgruppe------> UV-Stufe1------->AV Kontrollgruppe-------------> UV-Stufe2-------->AV !Gleiche Bedingungen bis auf die UV-Manipulation, AV wird am Ende verglichen!
- Echtes Experiment vs Quasi Experiment Echtes Experiment: Manipulation von UV Kontrolle von Störfaktoren Quasi Experiment: Manipualtion von UV Störfaktoren lassen sich nicht kontrollieren Teilnehmer bzw Gruppen können nicht nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden Unterliegen nicht der Manipulation des Versuchsleiters