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Konstruktivismus (Subject) / Systemtheorie (Lesson)
Konstruktivismus und Systemtheorie
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- • Was bedeutet Monismus/Dualismus? Monismus: Ist die Sichtweise, dass der Geist/Seele eins mit dem Körper ist. Dualismus: Ist die Sichtweise, dass der Geist/Seele und Körper zwei eigenständige Elemente sind. gehen von Trennung
- • Sind Eigenschaften wie Intelligenz angeboren oder erworben? Nach heutiger Annahme geht man davon aus, dass sowohl genetische Anlagen für Intelligenz sowie Prägungen durch die Umwelt solche Eigenschaften definieren.
- • Was hat einen stärkeren Einfluss auf die Entwicklung eines Menschen seine Gene oder die Umwelt? Beides verläuft in einem wechselseitigen Prozess bei der Entwicklung des Menschen.im einzelnen kurz beschreiben
- • Was bedeutet Größenkonstanz? Als Größenkonstanz bezeichnet man die Beobachtung, dass Objekte des Sehens trotz unterschiedlicher Entfernung in annähernd konstanter Größe wahrgenommen werden. Um die gesehenen Größen besser einzuschätzen. Mechanismus vom Gehirn gleicht das Bild auf der Retina des Auges aus.
- • Aus welchen Prozessen besteht die Wahrnehmung? 1.Empfinden 2.Organisieren 3.Indentifiziern und Einorden
- • Nimmt der Mensch seine ganze Umwelt wahr? Wir können also nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus der uns umgebenden Umwelt in erlebte Sinneseindrücke übersetzen, das Meiste unserer Umwelt bleibt für uns im Verborgenen, wir können es nicht in Empfindungen übersetzen. Beispielsweise Infrarotstrahlung, Radioaktivität oder Magnetwellen.
- • Unterliegen Wahrnehmungsprozesse kulturellen Einflüssen? Kulturelle Prägungen können der menschlichen Wahrnehmung der Umwelt eine andere Gewichtung geben. Beispielsweise das Fährtenlesen von Tieren in manchen Völkern oder der Aderlass im Mittelalter, wodurch die Ärzte grünstichiges Blut erkennen konnten.
- • Was bedeutet Plastizität des Gehirns? Die strukturelle Veränderung des Gehirns, durch Verdichtung bestimmter Areale der Hirnsubstanz in Abhängigkeit der Nutzung dieser.
- • Was ist das Cocktailparty-Phänomen? Die Fähigkeit der selektiven Wahrnehmung, auf einer Cocktailparty sich auf ein Gespräch zu konzentrieren, die Nebengeräusche (Nebengespräche oder Musik) auszublenden und wenn jemand im Raum unseren Namen nennt, dann bewusst unsere Aufmerksamkeit gezielt auf das Gespräch zu richten.
- • Dringen alle für uns wahrnehmbaren Reize stets in unser Bewusstsein? Wichtige emotionale Informationen haben Zugang zu unseren emotionsverarbeitenden Zentren, ohne dass wir uns dessen bewusst sind und beeinflussen weitere kognitive Prozesse. Am Beispiel des schnellen Einblendens von Bildern mit Gesicht gut oder böse gucken.
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- • Wie formen sich Einzelinformationen aus der Umwelt zu einem geschlossenen Bild? In regelmäßigen Abständen (wir reden von Millisekunden) werden die aktuellen Informationen aus unserer Umwelt analysiert und mit Hilfe von abgespeicherten Informationen zu einem für uns plausiblen Ganzen zusammengesetzt. Was plausibel ist, hängt entscheidend von den individuellen Erfahrungen ab.z.B. im Schlaf zu träumen, setzt das Gehirn wahrgenommenes teilweise defuses in einen Zusammenhang
- • Was ist eine „sich selbst erfüllende Prophezeiung“? Informationen werden von uns ignoriert, umgedeutet oder erfunden, um unsere festgelegten Annahmen über eine Person oder Situation zu bestätigen.
- • Was bedeutet Konstruktivismus? Der Mensch hat keinen unmittelbaren Zugriff auf die objektive Realität. Der Mensch kann die Umwelt nur durch seine subjektiven Möglichkeiten (konstruierte Sinneseindrücke) wahrnehmen, um sich daraus, vor dem Hintergrund seiner Vorerfahrungen eine eigene konstruierte Wirklichkeit zu erschaffen.
- • Was bedeutet die Aussage: „der Schlüssel zur Erkenntnis der Welt wird innerhalb der Person und nicht in der Umwelt gesehen“? Die Aussage gibt an, dass jeder die Welt nur durch seine subjektive Sicht (bestehend aus seinen Wahrnehmungsmöglichkeiten und seinen Erfahrungen) verarbeitet und aufbaut. Also sollte man die Sichtweisen der Welt der einzelnen betrachten, um die Welt besser verstehen zu können.
- • Wieso ist das Gehirn nicht in der Lage die „Realität“ abzubilden? Weil wir an Sich erstmal nicht wissen was Realität überhaupt ist, wie sie aussieht und in dem Sinne auch nicht wie sie abgebildet werden kann. Wir können die Umwelt nur durch und mit unseren Sinnen wahrnehmen, bzw. wissen dabei nicht einmal, ob jeder sie gleich wahrnimmt, weil unsere Beschreibung an sich nicht genau definiert werden kann. Bsp. Der Versuch einem Blinden oder einer anderen Person eine Farbe zu beschreiben, wie man sie wahrnimmt. Wir haben heute die Möglichkeit mit der Technik und Maschinen andere Spektren der Umwelt zu erfassen (z.B. Radioaktivität mit dem Geigerzähler), aber selbst diese Techniken und Maschinen haben einen vom Menschen gesetzten Rahmen.
- • Was spricht für eine Abhängigkeit der Psyche vom Nervensystem? - Nervensystem tot (Hirntot) -> keine psychischen Funktionen und Kräfte sind erkennbar - Zufuhr von chemischen Substanzen -> Veränderung der Psyche - Hormonelle Veränderungen -> Einfluss auf psychische Kräfte - Elektrostimulation oder Verletzung bestimmter Gehirnzentren -> Beeinflussung von psychischen Funktionen - Split-Brain: Spaltung des Hirnbalkens bei Epileptikern - mehr dendritische Verzweigungen-> höhere Intelligenz - Physische Entwicklung -> Pubertät
- • Wieso wird von einigen Wissenschaftlern ein freier Wille bezweifelt? Welche Auswirkungen hätte dies auf das Strafrecht? Am Beispiels des Libet-Expirements wurde das Bereitschaftspotentials beim EEG gemessen, dass vor einer bewussten Entscheidung etwas zu tun ein paar millisek. vorher bereits ein Reiz im Hirn wahrgenommen wurde, dass etwas gemacht wird. Für das Strafrecht würde es heißen, dass man für Straftaten, die man im Affekt begeht nicht verantwortlich gemacht werden dürfte, weil man sie nicht aus eigenem Willen heraus begeht.
- • Welche fünf Persönlichkeitsfaktoren werden in der Persönlichkeitspsychologie als empirisch gesichert unterschieden (NEO – Big Five)? Dimension Extraversion: Aktivität und zwischenmenschliches Verhalten Dimension Verträglichkeit: interpersonelles Verhalten Dimension Gewissenhaftigkeit: Dimension Neurotizismus: individuellen Unterschiede in der emotionalen Stabilität Dimension Offenheit für neue Erfahrung: Interesse an neuen Erfahrungen, Eindrücken und Erlebnissen
- • Was beschreibt die Epigenetik? - beschreibt, dass die Umwelt unseren Körper und Geist dauerhaft verändern kann - beschreibt, dass je eher die Umwelteinflüsse eintreten, umso nachhaltiger sind die Effekte auf die jeweiligen Eigenschaften -, dass die Umwelteinflüsse die Programmierung unseres Genoms verändern können und wir somit die Ausprägung unserer Psyche und Physis selbst beeinflussen -, dass epigenetische Veränderungen vererbt werden können
- • Was ist der Unterschied zwischen Motivation und Volition? Die Motivation ist lediglich das innere Streben nach Zielen oder den Zielobjekten. Die Volition ist das willentliche und bewusste Umsetzen von Zielen und Motiven in Ergebnisse.
- • Was bedeutet Belohnungsaufschub? Ein Belohnungsaufschub bezeichnet in der Lernpsychologie die Fähigkeit, auf eine zeitnahe aber verfügbare Belohnung zugunsten einer zeitlich entfernteren größeren Belohnung zu verzichten. In Experimenten zum Belohnungsaufschub werden meist Kinder vor die Wahl gestellt, entweder ein kleineres Geschenk sofort oder ein Größeres später zu bekommen.
- • Kann man Emotionen regulieren? Unsere Gefühle entstehen durch unsere eigenen Bewertungen von Situationen. Diese Bewertungen sind sehr individuell und entstehen durch unsere früheren Erfahrungen und Erlebnissen. Daraus resultieren wiederum Überzeugungen über uns selbst. Wenn wir uns bewusst machen, wie unsere Bewertungen von Situationen zustande kommen, können wir unsere Emotionen besser steuern. In den betreffenden Situationen sollten wir uns also fragen: „Stimmen die Überzeugungen mit der Realität überein?“ Man setzt sich z.B., basierend auf Vorerfahrungen, guten Situationen aus (z.B. Sport machen, Film schauen etc.), um sich Stress und verschiedenen angesammelten Gefühlen zu entlasten. Dadurch besteht ebenso die Möglichkeit bei anderen Personen ebenfalls Emotionen zu steuern (z.B. die Werbung wo ein Lämmchen eingespielt wird um Freude oder Verzückung zu erzeugen, oder das Gegenteil am Beispiel der Horrorfilm, die einen verängstigen)
- • Was beschreibt der fundamentale Attributionsfehler? Er bezeichnet die Neigung, den Einfluss dispositionaler Faktoren, wie Persönlichkeitseigenschaften, Einstellungen und Meinungen, auf das Verhalten anderer systematisch zu überschätzen und äußere Faktoren (situative Einflüsse) zu unterschätzen.
- • Was bedeutet erlernte Hilflosigkeit? Erlernte Hilflosigkeit beschreibt die Erwartung eines Individuums, bestimmte Situationen oder Sachverhalte nicht kontrollieren und beeinflussen zu können. Es wird davon ausgegangen, dass Individuen ihr Verhaltensrepertoire einengen und als unangenehm erlebte Zustände nicht mehr abstellen, obwohl sie es (von außen betrachtet) könnten. Diese Selbstbeschränkung bzw. Passivität ist auf frühere Erfahrungen der Hilf- und Machtlosigkeit zurückzuführen.
- • Was bedeutet strukturelle Koppelung? Strukturelle Kopplung beschreibt, wie zwei lebende Organismen aufeinander treffen und sich wechselseitig beeinflussen. Langfristig wird so eine gemeinsame Passung erreicht. Man kann als Beispiel dafür Paare anführen, oder Kollegen, die sich mit den Jahren einander anpassen. Ein System kann mit Elementen seiner Umwelt (also auch einem anderen System) für Zeitpunkte von Ereignissen strukturell gekoppelt sein. Es ist dasselbe Ereignis - nur hat es (bei System-System-Kopplung) unterschiedliche Folgen. Ein Lichtblitz kann in der Pupille des lebenden Systems eine biologische Operation hervorrufen, im psychischen System hingegen vielleicht den Gedanken an ein drohendes Gewitter. Beispiel Wirtschaft -Recht -Staat
- • Was bedeutet operative Geschlossenheit? dass ein System eigene Operationen im Rückgriff und Vorgriff auf andere eigene Operationen erzeugt und nur auf diese Weise bestimmen kann, was zum System gehört und was zur Umwelt. Ein lebendes System ist operational geschlossen, weil seine Außenwelt im System selbst nicht gegeben ist. Damit ist gemeint, dass das System keine eigenen Urbilder uns somit auch keine Abbilder schaffen kann. Ein Organismus lebt in Einklang mit seinem Milieu und wählt diejenigen Strukturveränderungen aus, die ein weiteres Operieren ermöglichen, oder er löst sich auf. Der Mensch kann auf seine Umwelt ausschließlich mittels interner Verhaltensweisen reagieren.
- Was bedeutet viabel? Viabel bedeutet, dass ein System einen für sich gangbaren Weg findet, eine Situation zu meistern. Damit ist einzig gemeint, dass dieser Weg zum Ziel hat, dass das System überlebt.
- Was bedeutet Pertubation? Pertubationen sind Interaktionen des Organismus mit seiner Außenwelt.Eine Perturbation ist nicht ein äußeres Ereignis, sondern eine wahrgenommene Störung, die aber auch positive Auswirkungen haben kann.
- Was bedeutet Selbstreferenz? Selbstreferenz bedeutet, dass jeder Zustand des Systems an der Hervorbringung des nächsten Zustands grundlegend beteiligt ist. Selbstreferenzielle Systeme sind daher operational geschlossen, wobei sie gleichzeitig bzgl. ihres Energie- und Materietransfers offen sind. Selbstreferenz bedeutet, dass ein System an der Hervorbringung eines bestimmten Zustandes selbst beteiligt ist.
- Was bedeutet Autopoiesis? Lebende Systeme sind autopoietische Systeme, die sich selbst organisieren, selbst herstellen, sich selbst erhalten und selbstreferentiell sind.
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- Welche systematischen Wahrnehmungsfehler gibt es? Pygmalion-Effekt (Sich-selbst-erfüllende Prophezeiung), Halo-Effekt (kognitive Verzerrung, die darin besteht, von bekannten Eigenschaften einer Person auf unbekannte Eigenschaften zu schließen), Primacy-recency-Effekt (früher oder später dargestellte Informationen bleiben besser im Gedächtnis erhalten), Ähnlichkeitseffekt (wenn z.B. eigene Charaktereigenschaften auch anderen zugeschrieben werden)
- Was bedeutet die Fuzzy-Logik bezogen auf Sprache? in Bezug auf Sprache sind damit Sprachverzerrungen gemeint oder Mehrdeutigkeiten. Beispiele: "Wie haben Sie die Bank gefunden?" - Bequem, mit dem Navy…Sprechen in Konstrukten: Schlau wie ein Fuchs, Flink wie ein Wiesel
- Woraus besteht nach Luhmann ein soziales System? Ein soziales System besteht nach Luhmann nur aus Kommunikation. Es kommt in Form von Gesellschaft, Organisationen und Interaktionen vor.
- Was ist für ein soziales System nach Luhmann alles Umwelt? - Umwelt existiert nur in Bezug auf ein System - Systeme sind abhängig von ihrer Umwelt - Systeme existieren, indem sie operieren und dadurch eine Differenz zur Umwelt erzeugen - Die Umwelt ist jeweils größer und ungeregelter als das System. In der Umwelt mögen wieder andere Systeme enthalten sein, aber aus der Sicht eines Systems ist seine Umwelt immer ziemlich chaotisch und komplex. - Die Umwelt ist die Außenseite eines Systems. Beide Systeme sind umweltoffen und beeinflussen sich gegenseitig bzw. das eine kann ohne das andere nicht leben.
- Sind Gedanken etc. Teil eines sozialen Systems? Nein, Gedanken sind Operationen in Form von Wahrnehmungs- und Bewusstseinsprozessen und sind damit Teil des psychischen Systems.
- Wieso sind soziale Systeme auf psychische Systeme (Personen) angewiesen? Beide sind auf einander angewiesen um zu existieren. Weil es nur mit einem psychischen System als Kommunikationsquelle eine Kommunikation stattfinden kann, dies ist wiederrum aber nur über ein soziales System möglich. Ohne psychische Systeme findet keine Kommunikation statt.
- Was ist für die Wirklichkeitskonstruktion unabdingbar?Und warum ist dies so? Unterscheidungen und Abgrenzungen sind unabdingbar. Um neue Kategorien und Schemas zu entwickeln. Durch eine Unterscheidung kann es isoliert und als eigenständig wahrgenommen werden.
- Was ist für die Wirklichkeitskonstruktion unabdingbar? Unterscheidungen und Abgrenzungen sind für die Wirklichkeitskonstruktion unabdingbar. Durch eine Unterscheindung wird etwas isoliert und von der Umwelt abgegrenzt und kann nur dadurch als eigenständig wahrgenommen werden.
- Wovon hängt das Konstruieren der individuellen Welt ab? „Aufgrund meiner individuellen Auseinandersetzung mit der Umwelt.“Von unseren Erfahrungen, jenseits sind keine Möglichkeiten über die Umwelt.„Objektivität ist die Selbsttäuschung des Subjekts, Beobachtung sei ohne ihn möglich“… Es hängt ab von Vorwissen, Interessen, Interpretationsrahmen und von den emotionalen und kognitiven Fähigkeiten ab. Das alles strukturiert und verarbeitet das Wahrgenommene und konstruiert die eigene individuelle Welt.
- Wovon hängt es ab, ob wir etwas als wirklich ansehen? Die Interaktion mit anderen ist entscheidend dafür. Dadurch wird unsere Wahrnehmung korrigiert oder bestätigt. Je mehr Menschen unsere Annahmen bestätigen und teilen, desto mehr sind wir dazu geneigt, sie als wirklich anzusehen.
- Was meint Wirklichkeit 1. Ordnung bzw. 2. Ordnung? Wirklichkeiten 1. Ordnung sind z.B. physikalische und chemische Gesetzmäßigkeiten. In der 2. Ordnung werden diesen Gesetzmäßigkeiten Bedeutungen und Werte zugeschrieben.
- Was sind Schemata und warum sind sie wichtig? Einzelne "wahrgenommene" Eindrücke werden im Prozess der Wirklichkeitskonstruktion als Schemata zusammengefasst. Sie ermöglichen, Einzelheiten zu sortieren und in größere Einheiten zu strukturieren und dadurch zumindest teilweise kommunikabel zu machen. Zu den Schemata gehören auch soziale Kategorien, in denen Menschen sich selbst und andere einsortieren.
- Was bedeutet Beobachtung 2. Ordnung? Reflexion der eigenen Sichtweisen und Einstellungen, im Bezug auf eine eigene Beobachtung. (Gemachtes Bild über den Klienten, sagt mehr über uns selbst)
- Wieso können konstruktivistische Reflektionen unsere Legitimationspraxis ändern? Aus konstruktivistischer Sicht ist es unmöglich, unsere subjektive und soziale Wahrnehmung als Wahrheit zu bezeichnen und mit ihr eine Allgemeingültigkeit zu beschreiben. Sie nehmen uns die "Arroganz", die aus vermeintlichem Wahrheitsbesitz herrührt.
- Was ist die beste Methode der Selbsterkenntnis und warum? Sich Reflektieren und Beobachten durch viele anderer lassen. Supervision evtl. um zu sich zu Korrigieren oder zu bestätigen
- 4. Was hat der Zen- Buddhismus mit Konstruktivismus zu tun? Der Buddhismus will uns deutlich machen, dass wir als Individuum eins sind mit der Welt, in der wir leben (Dualismus!) und uns nicht von ihr abgrenzen. Laut Buddhismus erzeugen genau diese dualistischen Unterscheidungen das Leiden in der Welt.
- Was ist der wichtigste Leitsatz systemisch-konstruktivistischer Berater? Es könnte so, aber auch ganz anders sein! Es keine unverückbare Wahrheit.
- Was bedeutet Kontingenz? Kontingenz charakterisiert den Möglichkeitssinn. Siehe Leitsatz!
- Was ist für Heiko Kleve die Gefahr an konstruktivistischen Sichtweisen? „völlige Beliebigkeit“ von allem…alles verschwimmt. Die Gefahr besteht darin, dass jederzeit und in jeder Situation der Konstruktivismus so missverstanden wird, dass Wirklichkeitskonstruktionen beliebig umkonstruiert werden. So, wie es am besten passt.
- Was bedeuten für Luhmann die Begriffe Komplexität, Kontingenz und Relativität? Komplexität: Sie beschreibt das Phänomen, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt als die, die es gerade auszuwählen gilt. Aufgrund der Masse der Möglichkeiten geht jede Wahrnehmung mit einem Reduktionsverfahren einher. Das Reduktionsverfahren ist gebunden an den Kontext vorheriger Beobachtungen oder Reduktionen.Diese Reduktionen sind nicht beliebig. Kontingenz: Was beobachtet wird ist davon abhängig, wie aus der jeweiligen Komplexität selektiert wird. Also eine Reduktion/Selektion ist kontingent, wenn sie in Abhängigkeit von psychologischen, sozialen, kulturellen und theoretischen Bedingungen auch anders ausfallen könnte.Etwas ist kontingent, wenn es ist, wie es ist, aber auch anders möglich ist. Relativität: Der Begriff beschreibt, warum konstruktivistisches Denken nicht Beliebigkeit beschreibt, sondern durchaus klare Urteile und Positionen zulässt. Relativität heißt, dass sich etwas in Abhängigkeit zu einem bestimmten Kontext so und nicht anders verhält.Beispiel: Verhaltensweisen sind relativ zu einem bestimmten kulturellen Kontext, dem man zugeordnet ist.