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Sozialpsychologie (Subject) / Prosoziales Verhalten und Empathie (Lesson)

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  • Prosoziales Verhalten: Zwischenmenschliche Unterstützung, die gewinnbringend  bzw. vorteilhaft für andere ist. Z.b  Kooperation, Hilfeverhalten, Dienstleistungen, Teilen etc.
  • Hilfeverhalten: Verhaltensweise, die eine Person mit der Absicht ausübt, dass Wohlergehen einer anderen (hilfsbedürftigen) Person zu verbessern. Das Verhalten ist nicht beruflich motiviert sondern basiert auf andere Motive
  • Zivilcourage: Bedeutet Hilfeverhalten auch dann zu lesiten, wenn das Einschreiten auch physischen,psychischen und sozialen Folgen verbunden sein kann.
  • Bysander Effekt Definition: BysanderEffekt auch Zuschauereffekt oder Genovese-Syndrom genannt, versteht man das Phänomen, dass einzelne Augenzeugen eines Unfalls oder kriminiellen Übergriffs mit niedriger Wahrscheinlichkeit eingreifen oder Hilfe leisten, wenn weitere Zuschauer (engl.Bysander) anwesend sind.
  • Hintergrund Forschung Bysander Effekt Eine Frau wurde in den 60er Jahren erstochen, die Tat wurde von 36 Personen aus der Nachbarschaft bemerkt bevor sie tot war, niemand half und die Polizei wurde erst gerufen als die Frau schon tot war. ----> Dieser Fall motivierte sozialpsychologische Themen wie prosoziales Verhalten und unterlassener Hilfeleistung
  • 5-Stufige Entscheidungsmodell für Hilfeverhalten: Situation wahrnehmen Situation intepretieren Verantwortung übernehmen Entscheidung, welche Hilfe erforderlich Hilfe durchführen ----> In jeder dieser Entscheidungsstufen können bestimmte (hinderliche) psychologische Phänomene wirksam werden. 3 Psychologische Prozesse  pluralitische Ignoranz Verantwortungsdiffusion Bewertungsangst
  • Situation wahrnehmen: Bevor Hilfeleistung gegeben werden kann, muss die Person einen Notfall erstmal registrieren. Die Wahrnehmung kann durch zeitliche und räumliche Trennung verhindert werden.
  • Situation interpretieren: Nachdem die Situation wahrgenommen wurde, muss sie auch als Notfall intepretiert werden. Dies ist meist situationsabhängig. Ist ein Notfall eindeutig, wie ein Autounfall, kann er leichter als Notfall intepretiert werden. Jedoch kann die Intepration der Situation stark durch andere Personen beeinflusst werden (sog. informativer Prozess) und damit auch das eigene Verhalten. Dieses Phänomen, dass Personen auch aus dem Nicht-Handeln anderer schließen, dass es sich nicht um einen Notfall handelt, nennt man pluralistische Ignoranz
  • Verantwortung übernehmen: Wurde die Notfallsituation erkannt, muss der Bysander persönlich Verantwortung übernehmen, um eingreifen z ücken  Oft drücken sich Personen in dem Glauben, dass andere besser qualifiziert seien. Das Verantwortungsgefühl nimmt in der Regel ab, je höher die Anzahl der Zuschauer ist. Dieses Phänomen nennt man auch Verantwortungsdiffusion.
  • Entscheidung welche Hilfe erforderlich ist Selbst wenn nach den ersten drei Schritten feststeht, dass man helfen möchte, wissen Menschen oft nicht wie. Die Entscheidung, welche Hilfe notwendig ist, hängt von der Kompetenz und Erfahrung ab und dies hat Einfluss auf die Effektivität des Hilfeverhaltens.
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  • Hilfe durchführen Bevor Zeugen Hilfe durchführen, wägen sie häufig potenzielle Kosten der Hilfeleistung ab . Viele Menschen haben Angst, sich strafbar zu machen. Manchmal muss sich der Zeuge auch selber in Gefahr bringen. Aber auch Scham oder die Angst etwas falsch zu machen, kann ein Grund sein, warum Personen nicht helfen (Bewertungsangst)Die Angst einer Person, vor anderen einen schlechten Eindruck zu machen ( dies steigt mit der Anzahl der anwesenden Personen! ---->nennt man audience-inhibition.
  • Prosoziales Verhalten Altruismus-Egoismus Prosoziales Verhalten: Verhalten, das in der unmittelbaren Absicht ausgeführt wird, jemand anderen zu helfen oder zu nützen(weitere Ziele können eine Rolle spielen) Motive für prosozialers Verhalten: Altruismus: Prosoziales Verhalten motiviert allein durch den Wunsch, der anderen Person zu helfen, nicht für eigenen Nutzen oder eigenen Vorteilen Egoismus: Prosoziales Verhalten zumindest teilweise motiviert durch den Wunsch, den eigenen Nutzen zu erhöhen.(mastery) Nutzen schließt positive Emotionen als Ergebnis des Helfens ein. Gibt es reinen Altruismus? Kontinuum egoistisch------------altruistisch
  • Normen und Hilfeverhalten Normen die Hilfeverhalten fördern: Personen in Führungspositionen oder mit spezieller Verantwortung helfen eher Sobald jemand hilft, nehmen andere dieses Verhalten als normativ wahr und helfen ebenfalls Lernen am Modell: Persönliche Normen werden über Sozialisation erworben (Vorbild der Eltern, Religiösität) Normen die Hilfeverhalten hemmen: Norm der Privatheit: Fremde intervenieren selten in Familienangelegenheiten
  • Evolutionäre Erklärungen für Hilfeverhalten Intepretation der Evolutionstheorie: Es entspricht nicht der Natur, anderen zu helfen wenn für die helfende Person Kosten entstehen. ----> Hilfe kann aber auch den Helfer nützen Hilfe für Verwandte erhöht die "inclusive fitness Hilfe für Gruppenmitglieder nützt dem Überleben und Fortpflanzen der Gruppe ----> Gegenargument: Dieser Evolutions-Ansatz kann nur im Nachhinein und nicht kausal erklärt werden. Desweiteren tritt Hilfeleistung nicht nur gegenüber Verwandten auf. ----> Tendenz zu helfen ist nicht fest verdrahtet
  • Mastery-Motiv und Hilfeverhalten Theorie des sozialen Austauschs: Menschen helfen nur dann, wenn die erwarteten Nutzen höher sind als die Kosten der Hilfeleistung. Negative-State-Relief-Hypothese: Schlechte Stimmung kann durch Hilfeleistung verbessert werden. Helfen ist abhängig von Kosten und Nutzen Fähigkeiten des Helfenden beeinflussen Kosten und Nutzen In vielen Notfällen schreiben sich Männer größere Fähigkeit zum Helfen zu Nutzen de Helfens oft emotional---> Gute Stimmung----> leisten eher Hilfe Negative Emotionen: eher wenn durch Hilfe die negative Stimmung weggeht Schuldgefühle----> mehr Hilfe  ---->Wenn Nutzen auch nicht-beobachtbare emotionale Zustände einschließt------> Motiv für Hilfe immer persönliche Nutzen!!!
  • Connectednessmotiv---> Kritik Empathie-Altruismus-These Möglicherweise wurde mit der Ähnlichkeitsmanipulation keine Empathie erzeugt Hilfeleistung unter hoher Empathie und niedrigen Kosten kann neben Altruismus auch andere Ursachen haben---> z.B Selbstwertsteigerung durch Helfen Sorgen um das Wohlergehen anderer von Empathie( connectedness) und persönlichen Nutzen (mastery) abhängig Minimale Hinweise auf Verbundenheit---->z.B Verhaltens-Mimikry können Hilfeverhalten fördern
  • Pathologischer Altruismus---->Zuviel des Guten Übertriebener Altruismus kann negative Auswirkungen haben Nachtteile für Dritte---> z.B eigene Familie  Potienzelle Kosten des eigenen Verhaltens wird nicht berücksichtigt
  • Verantwortungsattribution Theorie der Verantwortlichkeit: Ist das Opfer selbst Schuld für seine Notlage und kann diese Notlage vom Opfer kontrolliert werden. Wenn das Opfer nicht selbst Schuld und sich nicht von alleine von dieser Notlage befreien kann, wirkt das direkt Fragen auf die Emotionen, Verhaltensweisen und Einstellungen des Beobachters. ---->Bei nicht Schuld des Opfers oder keiner Kontrolle erfolgt erhöhte Hilfeleistung!!!
  • Soziales Dilemma und kooperatives Verhalten Wir helfen Mitgliedern der Eigengruppe mehr als anderen (valuing me and mine) Soziale Identifikation verwandelt Nutzen für die Gruppe in Nutzen für das Individuum  Soziales Dilemma: Situation, in der eine Handlungsalternative, die für das Indiviuum den größten Nutzen bringt, der Gruppe schadet, wenn sie von vielen Individuen gewählt wird. ----> Es besteht also ein Konflikt zwischen individuellem und kollektivem Interesse: Jedes einzelne Gruppenmitglied ist besser dran, wenn es nicht kooperiert - egal was die anderen tun. Alle Gruppenmimtglieder sind besser dran, wenn alle kooperieren Dilemma öffentlicher Güter: Öffentliches Gut gibt es nur für alle oder überhaupt nicht. Indiviuum ist motivert, Gut zu nutzen ohne zu zahlen  Wenn niemand zahlt, verschwindet das Gut Verhalten in sozialen Dilemmata: Menschen handeln nach Individuellen Interesse Verhalten oft verstärkt durch Normen---> man sieht oder erwartet, dass andere das Gleiche tun Strukturelle Lösungen, die Ergebnisstruktur verändern: Bei begrenzten Ressourcen; Quoten setzen---> Höchstmengen bei Fischfang Bei öffentlichen Gütern; allgemeine Gebühren erheben---> Rundfunkgebühren Kooperation belohnen----> Extrafahrstreifen für Busse oder Fahrgemeinschaften ----> Wirkung ist Konflikt wird abgeschwächt oder aufgelöst Frauen kooperieren mehr als Männer Menschen aus kollektivistischen Kulturen kooperieren mehr als aus individualistischen Kulturen-------> Erklärbar durch unterschiedliche Betonung von connectedness Soziale Wertorientierungen: Manche Menschen tendieren generell zu mehr Kooperation während andere mehr zu Wettbewerb oder individueller Nutzenmaximierung neigen. ---->Soziale Identifikation miit der Gruppe fördert Kooperation Individuen übernehmen Gruppenziele als ihre eigenen erwarten dass andere Gruppenmitglieder ebenfalls kooperieren Gruppennormen, die Kooperation fördern, sind kognitiv zugängliche Leitbilder für Verhalten Personen, die sich in einer Gruppendiskussion verpflichten zu kooperieren, tun dies später auch in einer Dilemma-Situation!!!
  • Spontanes Helfen; oberflächliche Verabreitung Notfälle: reduzierte Verarbeitungskapazität----> Zeitdruck, starke Emotionen kognitiv zugängliche Gefühle---> Empathie oder Normen bestimmen das Handeln Anwesenheit anderer, Reduziert Hilfe ---> die bloße Vorstellung vieler Menschen genügt---->implicit bysander effect
  • geplantes Helfen; systematische Verarbeitung langfristige Verpflichtungen erlauben ausführliches Nachdenken und Planung----> z.B ehrenamtliche Tätigkeiten Wiederholtes Helfen trägt zur Stabiler Selbstwahrnehmung bei.---->"Ich bin ein hilfsbereiter Mensch" ---> fördert zukünftiges Helfen; regelmäßig Spenden ( foot in the door effect) Organizational citizenship behaviors: Kollegen helfen, auch wenn es nicht zum Job gehört----> z.B bei Notfällen einspringen, Neulinge einweisen.
  • Langfristiges Helfen kann mehreren Zielen dienen Egoistische Motive--->mastery: neue Kenntnisse und Fähigkeiten erlernen, soziale Anerkennung Altruistische Motive---> connectedness: Empathie, humanitäre Werte Identifikation mit der Gruppe----> valuing me and mine: Mitgliedern der eigenen Gruppe helfen
  • Strategien die Hilfebereitschaft in der Gesellschaft fördern Mehrdeutigkeit reduzieren, Notwendigkeit der Hilfe klarmachen Selbstkonzept der Hilfsbereitschaft in anderen stärken Normen etablieren, die Hilfeverhalten unterstützen Normen in der Situation etablieren Verantwortung individuell fokussieren Identifikation mit denen stärken, die Hilfe brauchen