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Allgemeine und Biopsychologie (Subject) / 4, Das Hormonsystem (Lesson)
- allgemeine Informationen zum Hormonsystem (endokrines System) Nervensystem → kurzfristig über Nerven Hormonsystem → langfristig über Hormone - Hormone von endokrinem Drüsen ins Blut und reagieren langsam – Neurotransmitterwerden per Synapsen übertragen und reagieren sofort – Hormone können chemisch synthetisiert werden z.b. Adreanalin (Adrenain kann sowohl Hormon als auch NTM sein) - Hormone werden von speziellen Zellen hergestellt und ins Blut ausgeschüttet. - Hormone werden von passenden Rezeptoren aus dem Blut aufgenommen. -Die Hormonwirkung steigt mit der Hormonkonzentration im Blut mit der Größe der Kontaktfläche der Zielzelle zum Blut, oder der Rezeptordichte an der Zielzelle. - Meist wirkt derselbe Botenstoff als Informationsüberträger an unterschiedlichen Zellen. Dort kann er eine unterschiedliche Wirkung entfalten. Diese vielfältigen Wirkungen machen Therapien auf Basis von Hormonen schwierig.
- Drüsen des endokrinen Systems Schilddrüse: wird gesteuert durch Hypothalamus und Hypophyse Thrijodthyroxin: führt zu einer Überfunktion und somit zu einer erhöhten Herzfrequenz und Gewichtsabnahme Thyroxin: führt zu einer Unterfunktion und somit zu einer Antriebsschwäche, Gewichtszunahme und Wachstumsstörung Nebenniere: Adrenalin und Noradrenalin: Die Abgabe wird vom Sympathikus gesteuert Androgene: männliche Sexualhormone Glukokortikoide: mobilisieren Energie bei Stress Mineralortikoide: regeln den Wasserhaushalt Bauspeicheldrüse: schüttet Enzyme für die Verdauung in den Dünndarm aus Insulin: fördert Glukoseaufnahme in den Zellen Glukagon: fördert Glukoseabbau Keimdrüsen: sind an der Entwicklung der Geschlechtsorgane beteiligt Östrogene: Bildung und Reifung von Samenzellen und Uteruseinnistung Progesteron: wird während der Schwangerschaft in den Eierstöcken produziert Beide Östrogene und Progesteron verursachen einen Eisprung und führen zu einer erhöhten Körpertemperatur und verdichtete Drüsen in der Brust Testosteron: überwiegend männliches Sexualhormon - Fördert Wachstum der Geschlechtsorgane - Ausbildung eines männlichen Erscheinungsbildes - Steigert das Sexualverhalten - Fördert die Zunahme an Muskelmasse und Kraft
- Psychotrope Hormone: Oxytocin - wird in der Hypophyse gebildet und fördert das prosoziale Verhalten Häufiger Blickkontakt - Vertrauenssteigerung - Empathisches Verhalten - Großzügiges Verhalten - Angst- und Stressreduktion - Löst Wehen- und Milchejektion aus Fungiert als Neuromodulator, Oxytocinrezeptoren vor allem in Hypocampus, Amygdala, Hirnstamm und Rückenmark Kritik: Kuschelhormon aber auch Kampfstoff Macht aggressiv Neidisch, schadenfroh Erhöhte Bereitschaft zu lügen Aktuell viele kritische Aussagen: 1. Menschen, die zu Aggressivität neigen, reagieren bei Stress und Schmerz noch aggressiver, wenn sie Oxytocin erhalten haben. 2. In Konkurrenzsituationen kann Oxytocin Neid und Schadenfreude verstärken. 3. Es erhöht die Bereitschaft zu lügen, wenn die eigene Gruppe davon profitiert.
- Die Steuerzentrale: Hypophyse (Hirnanhangdrüse) Die Hypophyse (Hirnanhangdrüse, etwa kirschgroß) ist die Steuerzentrale, die die Drüsen (z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse) reguliert. Die Hypophyse wiederum wird vom Hypothalamus kontrolliert. Beispiel Ablauf bei sexueller Berührung: - afferente Impulse erreichen das Gehitn efferente Aktivität Hypothalamus Ausschüttung von Releasing-Hormonen in den Hypophysenvorderlappen (HVL) Schilddrüse, Nebennierenrinde und Keimdrüse werden hormonell zur Produktion von spezifischen Hormonen aktiviert Durch Feedback (Rückkopplung) zum Hypothalamus und Hypophyse wird die sexuelle Erregung (ggf.) bis zum Orgasmus gesteigert
- Hormonproduktion im Hypothalamus-Hypophysen-System Der Hypothalamus ist die Steuerzentrale des inneren Milieus, d.h. der Homöostase. -Er nimmt viele neuronale Informationen der inneren Organe auf. -Er steuert vitale Körperfunktionen wie Wachstum, Energie, Sexualfunktion. Dabei können Zellen des Hypothalamus den Zustand von Blut und Liquor messen und über Verbindungen zum vegetativen Nervensystem und die Hormonausschüttung regulierend eingreifen. -Er nimmt Einfluss auf kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit und Lernen. - Die Regulation der Homöostase erfolgt insbesondere durch das Zusammenspiel mit der Hypophyse. Sie ist das wichtigste Ausführungsorgan des Hypothalamus. Sie wird neuronal oder durch Steuerungshormone gesteuert. -Auf „Befehl“ des Hypothalamus, der in Form von Releasing-Hormen die Hypophyse erreicht, schüttet diese stimulierende Hormone ins Blut aus, die über den Blutkreislauf in die Drüsen gelangen, in denen daraufhin die eigentlichen "Ziel"-Hormone ausgeschüttet werden.
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