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Entwixklungspsychologie 2 (Subject) / Natural Pedagogy (Lesson)

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  • Natural Pedagogy  Menschliche Kommunikation ist an die Übertragung von „Generic Knowledge“ zwischen Individuen adaptiert  Dieses Kommunikationssystem nennen die Autoren Natural Pedagogy  Ermöglicht schnelles und effizientes soziales Lernen von kognitiv undurchsichtigem kulturellen Wissen, das durch Beobachtungslernen schwer zu akquirieren wäre  Babies sind für die Empfängerseite ausgerichtet:  Sie sind sensitiv gegenüber Signalen, die darauf hinweisen, dass sie kommunikativ adressiert werden  Sie entwickeln Referenzerwartungen in Hinweiskontexten  Sie sind biased, dass sie Hinweis-Referenz-Kommunikation als Vermittler von Information ansehen, die Art-relevant und generalisierbar ist
  • Babies sind für die Empfängerseite ausgerichtet: Sie sind sensitiv gegenüber Signalen, die darauf hinweisen, dass sie kommunikativ adressiert werden Sie entwickeln Referenzerwartungen in Hinweiskontexten Sie sind biased, dass sie Hinweis-Referenz-Kommunikation als Vermittler von Information ansehen, die Art-relevant und generalisierbar ist
  • Communicating Knowledge  Alle Arten von Lernen benötigen Generalisierungen, um bei anderen Anlässen/Orten/Objekten/Kontexten etc. angewendet werden zu können = Alle Information ist aber zunächst episodisch  „Induction Problem“: Wie findet Generalisierung statt?  Geläufige Erklärungen: Verschiedene Episoden zählen als generalisierte Basis für neue Situationen  Aber Allgemeinwissen (generic knowledge) kann durch menschliche Kommunikation in einer einzigen Instanz des Informationsinputs gelernt werden („Abkürzung“)  Z.B. auf 2 Flugzeuge zeigen und sagen: „Flugzeuge fliegen.“  Kann sprachlich oder durch Handlungen passieren  Hängt von der Kooperation und epistemischem Wohlwollen der Kommunikationspartner ab  Annahme: Die menschliche Kommunikation ist speziell darauf angelegt, Allgemeinwissen zwischen Individuen zu übertragen  Kommunikation episodischen Wissens gibt es auch, aber nicht im Fokus  Allgemeines Wissen wird kommuniziert, da rekursive werkzeugbildende Prozesse den Beobachtungslerner mit kognitiv undurchsichtigen Inhalten konfrontieren  Lernproblem für bereits existierende Beobachtungslerntechniken, gefährdet die intergenerationale Weitergabe von wertvollen Skills  Neue Art von kommunikativem Lernsystem: Anschauliche Demonstrationen von Wissen  = Experte führt den Novizen aktiv, indem er die Information, die gelernt und generalisiert werden soll, selektiv manifestiert  Profiteure: Kinder  Natural Pedagogy: Spezifische Aspekte der menschlichen Kommunikation, die den Transfer von Allgemeinwissen an Novizen ermöglichen und fördern
  • Empfänglichkeit für Naturpädagogik  Erwachsene fördern aktiv das Lernen der Kinder durch die Kommunikation  Kulturelle Unterschiede  Unterschiede zwischen Beobachtungs- und kommunikativem Lernen  Beobachtungslernen: Kinder imitieren nur, wovon sie denken, dass es ihnen hilft, ein Ziel zu erreichen und ignorieren scheinbar Unwichtiges, bis der Erwachsene ihnen erklärt, warum dieses von Bedeutung ist  Bsp: Kinder konzentrieren sich auf den Endzustand einer Demonstration (Maus hüpft über den Tisch in ihr Haus) und vergessen die Handlung (hüpfen). Kommuniziert der Erwachsene vorher den Endzustand verbal, reproduzieren sie häufiger die Handlung (Schlussfolgerung, dass der Erwachsene nicht redundant anleitet)  Handlungsdemonstrationen werden als Kommunikationsmanifestationen gesehen  Natural pedagogy als grundlegende kognitive Adaption  Junge Kleinkinder zeigen Aufnahmebereitschaft für die anschauliche Kommunikation von Erwachsenen, bevor sie von diesen Interaktionen lernen:  Bevorzugte Aufmerksamkeit für die Quellen hinweisender (ostensive) Signale  Referenzerwartungen, hervorgerufen durch hinweisende Kontexte  Interpretationsbias, bevorzugt den Inhalt anschaulicher Kommunikation als Repräsentant für Allgemeinwissen zu enkodieren
  • Kasten 1: Ist die Naturpädagogik einzig für den Menschen? Beobachtungslernen auch bei Tieren (social learning überträgt Wissen oder Skills)  Auch Lehren wird gefunden (Meerkatzen, die ihren Jungtieren tote Skorpione zum Üben bringen)  Aktive Rolle  Übertragen auch Wissen durch Kommunikation (oft zum Eigennutz), aber KEIN Allgemeinwissen  eher episodisch/Beobachtungslernen  Natural Pedagogy als spezifisch menschliches Phänomen
  • Kasten 2: Ist die natürliche Pädagogik in der menschlichen Kultur universell?  Wird von diversen Forschern abgelehnt, die sagen, aktives Lehren ist ein Phänomen des Westens  Allerdings (teilweise selbst) widerlegt  Westliche Welt: Formelles Schulsetting, theoretisch, viel natural pedagogy  Traditionelle Kulturen: Weniger, aber vorhanden  Beleg: Langer Erhalt von Mustern oder Handwerkstraditionen  Andere Kulturen: Weniger verbal, ostensive Signale trotzdem gleich
  • Empfindlichkeit gegenüber auffälligen Signalen  Menschliche Kommunikation: Nicht nur die Nachricht wird überbracht, sondern auch die Tatsache, dass diese Nachricht intentionell überbracht wird  Deshalb: Vorangehende/Begleitende hinweisende Symbole:  Verdeutlichen, dass die folgende Handlung kommunikativ sein soll  Spezifizieren des Empfängers der Kommunikation ffensichtlichstes Signal: Direkter Blickkontakt  Präferiert von Babies (Normal über umgedreht, dieser Effekt verschwindet, wenn die typische Charakteristik menschlicher Augen umgekehrt ist)  4 Monate alte Babies: Dynamischer Blickkontakt wird als hinweisendes Symbol gesehen (ähnliche neuronale Aktivierung, auch bei Augenkontakt/ hochgezogenen Augenbrauen)  Auch: Ammensprache („motherese“) als hinweisendes Symbol  Wird von Neugeborenen präferiert (auch bei tauben Eltern)  Auch: Veränderungen in der Motorik werden präferiert
  • Referentielle Erwartung  Bei Neugeborenen keine verbale Kommunikation möglich: Kommunikation beschränkt auf hinweisende Gesten (zeigen, Blickverschiebung)  Säuglinge folgen diesen Blicken (auch bei anderen Spezies gefunden)  Oft nur, wenn diese durch ein hinweisendes Signal ausgewiesen wurden (Augenkontakt, Begrüßung)  Säuglinge präferieren Objekt-gerichtete Blickwechsel über ungerichtete, wenn diese Blickwechsel mir direktem Blickkontakt beginnen  Säuglinge erwarten einen Referenten (referent), wenn sie einem Blick folgen  Studie: Person begrüßt 8-Monate altes Kind, schaut dann hinter einer von zwei Barrieren: Kind erwartet Objekt hinter dieser Barriere. 13 Monate: Erwartet benanntes Objekt  Integration hinweisender Signale nicht einfach nur assoziativ, müssen zueinanderpassen
  • Interpretationsverzerrung für Generalisierbarkeit  Kinder erwarten, dass sie Allgemeinwissen und nicht nur episodisches Wissen lernen  Unterschied zu anderen Theorien, die postulieren, dass sich menschliche Kommunikation (evolutionär und ontogenetisch) entwickelt, um mit anderen zu kooperieren um gemeinsame Ziele zu erreichen  14 Monate alte Kinder interpretieren emotionales Verhalten gegenüber einem Objekt eher als Information über die Wertigkeit eines Objektes, als als subjektives Verhalten desKommunikators  Nur mit ostensiven Signalen! Sonst wird es bereits von 18 Monate alten Kindern nicht generalisiert  Hinweisreize sorgen für Generalisierung!  Aussehen des Objektes wichtig zur Wiedererkennung/Generalisierbarkeit (Lokalisation eher weniger)  Ebenfalls nur bei Hinweisreizen  Erklärt vielleicht den Fehler bei A-nicht-B-Suchspielen: Objekt wird nicht gefunden, da die Lokalisation ignoriert wird und fälschlicherweise etwas generalisiert wird (In A werden Objekte versteckt), (Fehler geringer bei Elimination von Hinweisreizen)
  • Conclusion (S.5) Seminar  Imitationslernen kann den Generalisierungseffekt nicht erklären  Affen: Emulation, Kinder: Imitation  Schwierig zu erklären, welcher Aspekt gelernt/ imitiert wird: Auf welchem Niveau wird gelernt?  Opaque Inhalte: Undurchsichtige Inhalte, kausaler Zusammenhang nicht gleich klar. Vor allem im kulturellen Kontext (Sprache, Verwendung von Besteck, etc.)  Generisches Wissen: Wissen, was auch alle Mitglieder meiner Gesellschaft erlernen und besitzen  Erlernt durch: Operante Konditionierung, Beobachtungslernen; ältere Kinder: Sprechen, Natural Pedagogy: Muss nicht verbale Kommunikation sein („Ich bringe dir etwas bei, das generischen Wert hat“)  Kommunikative Demonstration (Sprache nicht alsSelbstzweck!)  Ostensive Signale können gesendet werden, Kind lernt aber parallel auch statistisch  Sensitivität für Augenkontakt von Geburt an  Was ist generisch?  Was ich jetzt lerne, wissen auch alle anderen meiner Gesellschaft = Was ich jetzt lerne, gilt für alle Objekte dieser Art Teleologische Erwartungshaltung, Prinzip der Intention muss nicht verstanden werden (Debatte)  Muss schon das Verständnis des Selbst da sein?  Preparedness? Menschen können Mittel-Ziel-Relationen länger repräsentieren  Rekursive Teleologie: Herstellung von Werkzeug zur Herstellung von Werkzeug  Für die Zukunft sorgen  Natürliche Pädagogik ermöglicht den schnellen und effizienten Erwerb opaquen Wissens und ist ein (humanspezifisches) Kommunikationssystem, das die Transmission spezifizierten, generischen Wissens erlaubt  Kommunikationseffekt  Spezifizierungsaspekt  Generikaspekt
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