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Innere Med. (Subject) / Hiatushernie (Lesson)
- Definition & Fakten ? Verlagerung von Magenanteilen aus der Bauchhöhle durch den Hiatus oesophageus in den Thoraxraum axiale (am häufigsten!) VS. paraösophageale (selten) Hiatushernie VS. Mischform (axial und paraösophageal gleichzeitig) axiale Hiatushernie: Kardia & Fundusanteile in den Thoraxraum verlagert (Gleithernie, Kardia axial zum Ösophagus!), Funktion des unteren Ösophagussphinkters gestört. paraösophageale Hiatushernie: Verlagerung von Magenanteilen neben die Speiseröhre in den Thoraxraum. Die Kardia liegt dabei normal → Funktion des unteren Ösophagussphinkters normal. Extrem-Variante der paraösophagealen Hiatushernie: "Upside-down-Stomach" (Thoraxmagen: der ganze Magen ist in den Thoraxraum verlagert!) zunehmende Prävalenz mit zunehmendem Alter >50 J.
- Ursachen ? Risikofaktoren: Alter >50 J. (zunehmende muskuläre Schwäche und abnehmende Bindegewebselastizität) Adipositas & Schwangerschaft: Abdominelle Druckerhöhungen über längere Zeiträume Faserarme Kost (vermehrter Darmanstrengung mit erhöhten intraabdominellen Druckerhöhungen)
- Klinik ? axiale Form: häufig klinisch asymptomatisch, Zufallsbefund in der Gastroskopie! Ansonsten: gastroösophagealen Reflux paraösophageale Form & Mischform: epigastrische Schmerzen & Dysphagie, Aufstoßen, Eisenmangelanämie (infolge blutender Schleimhauterosionen und Ulzera am Schnürring), Inkarziration & Volvulus(Achsendrehung eines Organs (gemeint ist in der Regel der Darm, seltener der Magen)
- Diagnostik ? ÖGD (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) mit Biopsien: Mittel der 1.Wahl, Z-Linie lieget oberhalb des Zwerchfelldurchtritts bei axialer Hiatushernie (physiologisch: in Höhe des Zwerchfelldurchtritts, den Hiatus oesophageus!) PH-Metrie bei Refluxbeschwerden (Abschätzung der funktionellen Relevanz einer Hiatushernie) Rö-Thx. : Raumforderung & Spiegelbildung (Magenanteile) im Thoraxraum, aussagekräftig wenn V.a. paraösophageale Hiatushernie & Mischform besteht CT-Thx. Ösophagusbreischluck
- Therapie ? Axiale Hiatushernie: PPI (Protonenpumpeninhibitoren!): Pantozol, Omeprazol Fundo- oder Gastropexie: bei therapieresistenter (nach PPI-Gabe), rezidivierender Refluxösophagitis. Offene oder laparoskopische Fundoplicatio (Fundusmanschette um die Kardia genäht) in Kombination mit Hiatoplastik (Einengung der Bruchlücke, den Hiatus ösophageus mit Naht und/oder Kunststoffnetz) Paraösophageale Hiatushernie und Mischhernien: stets operativ ! Fundoplicatio in Kombination mit Hiatoplastik und ggf. auch Fundo- oder Gastropexie
- Komplikationen ? gastrale Ulzera & Barett-Metaplasie: im Bereich des Schnürrings (Ort des Zwerchfelldurchtritts) Saint-Trias: Cholelithiasis, Divertikulose und Hiatushernien Magenvolvulus: bei Magenthorax (Upside-down-Stomach), hohe Letalität 50%
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