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Psychiatrie fächerübergreifend (Subject) / Zusammenfassung (Lesson)

querbeet

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  • Unterschied Soziale Phobie/ Störung mit soziale. Ängstlichkeit im Kindesalter soz. Phobie: umfassender --> Angst vor Bewertung, spezif. Sit., bekannten Prs. soz. Ängstlichkeit: Beschränkung auf Furcht vor Fremden, übermäßig stark ausgeprägte Entw.angst, vor dem 6. LJ, weniger gut abgrenzbar zu Schüchternheit der Diagnose der soz. Phobie sollte der Vorzug gegeben werden
  • ICD-10-Ziffern für Störung mit sozialer Ängstlichkeit im Kindesalter F93.2
  • ICD-10-Ziffer für soziale Phobie F40.1
  • Symptome der sozialen Phobie (ICD-10) mind. 2 Angstsymptome: Erröten oder Zittern Angst zu Erbrechen Miktions- und Defäkationsdrang
  • Soziale Ängstlichkeit: Verhaltensweisen Sicherheitsverhalten Gesichtsaudruck (verringerter Ausdruck von Freude, jedoch nicht von Ärger) Physiologische Reaktionen (Herzklopfen, Zittern, Schwitzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, erhöhter Puls) außergewöhnliche (einsame) Interessensentw.
  • Soziale Phobie: Ätiologie Genetik: erhöhte Korr. zw. monozygoten Zwillingen, familiäre Häufungen (aber auch mgl. wegen Erz.verh.) Temperamentseigenschaften: Verhaltenshemmung Erziehungsverhalten: überfürsorglich/ ängstl. (--> Einschränkung d. Autonomie; Meiden v. bedrohl. Sit.), mangelnde emot. Wärme & Zurückhaltung durch Vater  kogn. Defizite & Emot.regulation (erhöhte Selbstaufmerksamkeit, neg. Kogn., Sicherheitsverh.)
  • Soziale Phobie: Diagnostik Selbstbeschreibung: Sozialphobie- und Angstinventar für Kinder (SPAIK, Melfsen 2001): somatisch, kogn., Verh. --> 8-16 J. Fragebogen zur Erfassung sozial ängstlicher Kognitionen bei Kindern und Jugendlichen (Graf 2007): soz. Sit. überlegen --> Häufigkeit aufgelisteter Gedanken Fremdbeurteilung: Elternfragebogen zu soz. Ängsten im Kindes- und Jugendalter (ESAK, Weinbrenner 2005)
  • Therapie von sozialer Ängstlichkeit im Kindesalter 1) Differenzielles Spielangebot Malen von Angstbildern Puppelspiel, Talkshow (Puppen repräsentieren die verschiedenen Teile des Kindes) der unsichtbare Freund (Beschützer) Märchen, Geschichten und Bilderbücher Fantasiereisen (Angst verkleinern, Verkörperung durch Tier) Bewegung (asiatische Kampfsportarten --> SW, Selbstsicherheit, Selbstbehauptung, Kommunikationserleben, soz. Kontakt) Reime & Wortspiele (Mutmachsprüche und -lieder) 2) Rituale geben Geborgenheit, definieren Zugehörigkeit, vermitteln Halt, Struktur und Sicherheit 3) Spieltherapie Kind greift von alleine angstbesetzte Themen auf & inszeniert sie im Spiel Entstehung v. Rollenspielen möglich Held: als groß & stark erleben; schwache Rolle: aus Opferrolle herauskommen
  • Störung des Sozialverhaltens: DSM-V A) mind. 3 v. 15 Kriterien während der letzten 12 Monate, mind. 1 in letzten 6 Mon. aggr. Verh. gg.über Menschen & Tieren (Schlägereien, Bedrohung/ Schikanierung, Waffen, Tiere quälen, körperl. grausam zu Menschen, Diebstahl bei Konfrontation), Zwingen zu sex. Handlungen) Zerstörung v. Eigentum (Brandstiftung, Zerstörung fremden Eigentums) Betrug o. Diebstahl (eingebrochen, lügen um Verpflichtungen zu entgehen o. sich Vorteile zu verschaffen, Diebstahl v. erhebl. Wert) Schwere Regelverstöße (>13 häufig über Nacht weg, weggelaufen, schwänzt Schule) B) Beeinträchtigung in soz., schul. o. berufl. Fkt.bereichen C) >18 J. --> keine Antisoz. Persönlichkeitsstörung
  • Störung des Sozialverhaltens: ICD-10-Kategorien auf den familiären Rahmen beschränkt (F91.0) bei fehlenden soz. Bindungen (F91.1) bei vorhanden soz. Bindungen (F91.2) mit oppositionellem, aufsässigen Verh. (F91.3) Kombinierte Störung des Sozialverh. & der Emotionen (F92.2) nicht näher bezeichnet (F92.8/ F92.9)
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  • Störung des Sozialverhaltens: Differenzialdiagnosen Störung m. opposit. Trotzverh. (weniger schwerwiegend; ohne Aggr. gg, Menschen/Tiere, Zerstörung v. Eigentum, Diebstahl, Betrug; zusätzl. Prbl. in Affektregulation) AD(H)S (verletzt keine gesellschaftl. Normen o. Rechte) Bipolar-I/ II-Stör., Major Depression etc. (Reizbarkeit/ Aggr. nicht während Phasen ohne affektive Stör.) Intermittierende Explosible Stör. (impulsive Aggr., nicht vorsätzlich) antisoz. Verh. im Zsh. m. einer psychotischen Störung, z.B. Schizophrenie (nur als Reakt. auf Wahnphänomene o. Halluzinationen) Anpassungsstörung m. Stör. d. Sozialverh. (zeitl. begrenzt, Reakt. auf psychosoz. Belastung, geringeres Ausmaß) Antisoziales Verh. in der Kindheit o. Adoleszenz (geringeres Ausmaß, Teil eines schon lange bestehenden Musters) Antisoz. Persönlichkeitsstörung (erst ab 18 J. diagnostizierbar)
  • Störung des Sozialverhaltens: Komorbiditäten frühe Kindheit: oppositionelles Verh., ADHS Jugendalter: Depression junges Erwachsenenalter: Substanzmissbrauch, antisoz. Persönlichkeitsstör.
  • Störung des Sozialverhaltens: Diagnostikinstrumente CBCL/ TRF/ YSR Diagnose-Checkliste für Stör. d. Soz.verh. (DCL-SSV; Döpfner & Lehmkuhl 2000) Fremdbeurteilungsbogen/ Selbstbeurteilungsbogen für Stör. d. Soz.verh. (FBB-SSV; Döpfner & Lehmkuhl 2000) Erfassungsbogen für aggr. Verh. in konkreten Sit. (EAS-J/M, Petermann & Petermann 2000) DIPS (Diagn. Interview für psych. Stör. für Kinder)
  • Stör. des SV: Was sollte bei der Diagnostik beachtet werden? Allg. Screening Fragen zu versch. psych. Stör. Betrachtung d. Familiengeschichte psych. Stör. & Medikation bei verh.betonten Stör. sollten Elterninf. stärker gewichtet werden
  • Stör. d. SV --> Dissoz. Persönlichkeitsstör. im DSM-V A) tiefgreifendes Muster v. Missachtung & Verletzung der Rechte anderer, das seit dem 15. Lebensjahr auftritt, mind. 3 Krit. Versagen sich gesellschaftl. Normen anzupassen Lügen Impulsivität Reizbarkeit & Aggressivität Missachtung d. eigenen Sicherheit und der Sicherheit anderer durchgängige Verantwortungslosigkeit fehlende Reue B) mind. 18 J. alt C) Stör. d. SV bereits vor Vollendung des 15. LJ erkennbar D) nicht ausschließlich im Verlauf einer Schizophrenie o. bipolaren Stör.
  • Stör. d. SV: Verlauf chronischer Verlauf kann m. zunehmenden Lebensalter, besonders ab 4. Lebensjahrzehnt weniger offensichtlich werden bzw. remittieren Abnahme im gesamten Spektrum d. antisoz. Verh. & des Substanzkonsums ist wahrscheinlich
  • Stör. d. SV: biolog. Faktoren 40 % d. interindiv. Var. d. antisoz. Verh. erblich bedingt männl. Geschlecht (eher körperl., direkte Aggr.formen, mehr instrumentelle Aggr., stärkeres Dominanzstreben, weniger angemessene Konfliktfertigkeiten) prä- u. perinatale Risiken (Schwangerschafts- o. Geburtskomplikationen, Substanzmissbrauch) allg. niedrige kogn. Fhgk. ADHS, Lernschwierigkeiten, verzögerte Sprachentw.
  • Stör. d. SV: Temperament exzessives Schreien, Prbl. bei Nahrungsaufnahme, unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhytmus (--> Selbstregulation, Aufmerksamkeitslenkung, motor. Aktivität) fehlende Impulskontrolle (--> neg., unregulierte Emot. verhindern angemessene Prbl.lösestrat.) neg. Emotionalität (Ängstlichkeit, Wut, leichte Erregbarkeit)
  • Stör. d. SV: psych. Faktoren 1) verzerrte soz.-kogn. Inf.verarbeitung selektiv aufmerksamer für feindselige/ aggr. Reize  häufiges Unterstellen feindseliger Absichten --> mehr aggr. Reakt.muster --> Vergeltungsverh. --> Rechtfertigung für Bedrohungsgefühl 2) mangelndes Einfühlungsvermögen kein Einnehmen der Opfer-Perspektive aggr. Verh. wird als effektiv angesehen verzerrte Bewertungen vermutlich durch frühe neg. Erf. (z.B. körperl. Misshandlung)
  • Stör. d. SV: soz. Faktoren Ablehnung durch Gleichaltrige häufiger Anschluss an delinquente Gruppen --> Verfestigung & Verstärkung d. Verh.weisen Aggressionen im Klassenzimmer ineffektive Lehrerreakt. geringe Lehrer-Schüler-Bindung
  • Stör. d. SV: lernpsychologische Prinzipien pos. Verstärkung: Erreichen v. Zielen, Bewunderung Gleichaltrige, Leidensäußerung Opfer neg. Verstärkung: Abwehren eines Angriffs, Reduktion eines neg. Spannungszustands Duldung d. Verh.: wird als stillschweigende Akzeptanz verstanden --> Machterleben Modelllernen: Eltern, Peers, Medienkonsum
  • Stör. d. SV: individuelle Merkmale & Verh.weisen der Eltern & Familie Instabilität d. Fam. (Trennung, alleinerziehend) niedriges Einkommen & schlechte Wohnverhältnisse psych. Gesundheit d. Eltern antisoz. Persönlichkeitsstör. d. Vaters Substanzmissbrauch Vernachlässigung (Interessensbekundungen als neg. Kontrolle, Bestrafung aggr. Verh. als pos. Verstärker/ Aufmerksamkeit) Gewalt Erziehung (unzureichende emot. Unterstützung & Akzeptanz d. Kindes, harsche & ineffektive elterl. Fhgk., niedrige kogn. Stimulation)
  • Stör. d. SV: Prädiktoren für Stabilität früher Stör.beginn hohe Frequenz hohe Intensität große Vielfalt Generalisierung