Emotion (Subject) / kulturelle und geschlechtspezifische Unterschiede (Lesson)
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Unterschiede
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- Nenne Sie den Untersuchungsgegenstand kulturellvergleichenden Emotionsforschung? bilden Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die Kulturen in Bezug auf vers. Emotionsaspekte (Ausdruck und Erleben) aufweisen
- Was sind Kulturmodelle und was bewirken Sie? Kulturmodelle beschreiben und systematisieren kulturellen Überzeugungen/Normen Mithilfe der KM lassen sich die emotionsformenden kulturellen Normen näher bestimmen
- Nennen Sie die wichtigsten Kulturdimensionen von Hofstede 1980? Individualismus / Kollektivismus; beschreibt das Ausmaß, in dem eine Kultur die Autonomie des Individuums bzw. die Gruppenzugehörigkeit und Konformität mit den Gruppennormen betont. Im Kollektivismus (Japan, Türkei, Russland) werden Harmoniem Hilfsbereitschaft und Kooperation betont/gefördert. Im Individualismus (USA, europäischer Westen) hier sind die Bedürfnisse und Ziele des Individuums denen des Kollektivs übergeordnet, im Zuge ihrer Erziehung und Sozialisation werden sie angeregt, ihre Autonomie zu wahren, eine eigene Identität zu entwickeln und emotional unabhängig zu sein Machtdistanz; beschreibt das Ausmaß, in dem Mitglieder einer Kultur, die über wenig Macht verfügen, eine ungleiche Machtverteilung akzeptieren un als legitim ansehen. Je höher die Machtdistanz in einer Gesellschaft desto ungerechter die Machtverteilung z.B. in der Arbeitswelt streng hierarchisch und mit klaren Rollenzuweisung. Ist die Machtdistanz niedrig so begegnet man sich auf Augenhöhe. Niedenthal 2006 stellt die Konsequenzen für das Erleben und den Ausdruck auf. Kulturen mit hoher MD sollen dominante Emotionen wie Ärger oder Stolz gegenüber weniger mächtigen Individuen zum Ausdruck bringen. Eher Emotionen wie Angst, Scham und Trauer werden in Gegenwart von Machthabenden gezeigt. Matsumoto 1999 untersuchte den Zusammenhang zwichen Machtdistanz und der Erkennung des mimischen Ausdrucks von negativen Emotionen; die Machtdistanzindizes vers. Länder korrelieren negativ mit den Intensitätsratings von Emotionsausdrücken. Der Ausdruck von n. Emotionen wird also umso geringer beurteilt, je höher eine Machtdistanz einer Gesellschaft ist. Der Ausdruck von n. Emotionen könnte womöglich die soziale Ordnung in den Kulturen mit einer hohen Machtdistanz gefährden, da sie streng hierarchisch
- Basisemotionen (Freude, Furcht, Ekel, Verachtung, Trauer, Überraschung) von Erman 1972 , bekannt als neuro-cultaral-theory, besagt.... unabhängig von kulturellen Hintergrund, Geschlecht und Sozialisationsprozessen überall in der Welt fast identisch zum Ausdruck gebracht also endiert und bei anderen Menschen den Gesichtsausdruck genau identifizieren also dekodiert. Univesalstudie von Ekman und Friesen 1969/1971
- Was ist eine Darstellungsregel? sind kulturell verankerte Regeln, welchen emotionale nonverbale Verhalten wann und wie zum Ausdruck gebracht werden darf und welche nicht Je nach sozialem Kontext können wir uns überlegen, ob der erlebte Ärger als Aggression oder als Rückzug münden soll. Die in der Kindheit erlernte Regeln wendet der Erwachsene automatisch weiter an
- Mit welchen Kontrollmechanismen können die Darstellungsregeln wirksam werden? verstärken = amplification abschwächen = deamplifikation neutralisieren = neutralisation Maskieren = masking Simulieren = simulation die Emotion in Kombination mit andern zeigen = qualification
- Wie erklärt Ekman 1972 kulturelle Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten? indem er der universalen Grundlage des Emotionsausdrucks, die kulturell durch Normen geprägten Darstellungsregeln gegenüberstellt
- In der aktuellen Forschung zu Darstellungsregeln z.B. von Matsumoto und Juang 2007 fassen emotionales Ausdrucksverhalten wie aus? Der Erhalt der Gemeinschaft und Zusammenhalt, als höchste Werte der kollektivistischen Kultur, motivieren ihre Angehörigen, innerhalb der EG negative, die Harmonie gefährdente Emotionen zu unterdrücken und umso mehr positive, der Gemeinschaft dienende Emotionen zu zeigen. K. Kulturen ziehen eine deutliche Grenze zwischen der EG und FG (Sozialgruppe, mit der das Individuum sich nicht identifiziert), gegenüber werden deutlich die negativen Gefühle gezeigt, während die positiven der EG vorbehalten werden. Die i. K. differenzieren weniger zwischen der EG und FG und drücken p.Gefühler gleichermaßen aus. Negative Gefühle werden in der EG gezeigt, da das Individuum und nicht die Gemeinschaft im Vordergrund steht.
- Was ist das Eigengruppenanteil in Bezug auf emotionale Gesichtsausdrücke? Menschen scheinen insbesondere Emotiosausdrücke anderer Mitglieder ihrer eigenen Kultur akkurater einzuschätzen als die Ausdrücke Angehöriger anderer Kulturen
- Wa konnten Scherer und Wallbott 1994 in ihrer groß angelegten kulturvergleichenden Studie zum subjektiven Erleben zeigen? dass sowohl universelle als auch kulturspezifische Einflüsse (im geringen Ausmaß) auf das subjektive Erleben beobachten Der Einfluss der Kultur ist eher schwach ausgerägt relativ zu der bereiten universellen Basis
- Welche Stereotypen zum Verhältnis Geschlechter und Emotion schreiben wie Frauen und Männer zu? Frauen haben eine größe Emotionalität d.h. erleben ihre Gefühle besonders intensiv und verleihen ihren entsprechenden Ausdruck, kommunizieren die eigenen Gefühle anderen erfolgreich weiter, zeigen eine starke Anteilnahme an den Gefühlen anderer Männer sind vernunftsgeleiteter ihrer Gefühle, sie kontrollieren/unterdrücken Sie, sind rational Spielgelt sich in der gesellschaftlichen Meinungen und Überzeugungen wieder Vorschulkinder wurden befragt, ob dargestellte Welpengesicht eher weiblich oder männlich sind, gaben sie an, dass traurig, fröhlich und ängstlich blickende Welpengesichter seien weiblich und ärgerlich blickende männlich von Birnbaum 1983
- Männer und Frauen im Vergleich des Selbstberichts? Frauen gaben an, sowohl häufiger und intensiver Emotionen im Alltag als auch einzelne, steoreotypkonsistente Emotionen auszudrücken die Unterschiede variieren im Emotionsausdruck beträchtlich in Abhängigkeit davon, ob etwa die Stimme, der Gesichtsausdruck, die physiologische Erregung oder das Verhalten als Ausdruckskanal gewählt werden z.B. wird Ärger gleich mit aggressiven Verhalten gleichgesetzt, so ist der männliche Ärgerausdruck stärker. Frauen verbalisieren häufiger und länger ihren Ärger, sie kritisieren mehr und sucher eher klärende Auseinandersetzungen in ihren sozialen Beziehungen
- Was ergaben die objektiven Messungen des Emotionsausdrucks im Vergleich der Geschlechtsunterschiede? höheres Ausdrucksvermögen seitens der Frauen und eine stärkere willkürliche Kontrolle des Emotionsausdrucks seitens der Männer
- Warum sind Selbstberichte (oder auch andere retrospektive Erfassungsmethoden) aus methodischen Gründen umstritten im Hinblick auf die Untersuchungen des Geschlechterunterschiede im Ausdruck und Erleben von Emotionen? sozialer Kontext , indem der Emotionsausdruck vorkommt nicht miteinbezogen und welcher Ausdruckskanal also Stimme, Mimik, Körperhaltung, involviert ist La France und Banaji 1992 zeigten durch ihre Metaanalyse, wie die klassische Unterschiedsbefund, Frauen seien emotionaler als Männer, v.a. durch die Arte der eingesetzten Methode zur Datenerhebung bzw. des Emotionsmaßes herbeigeführt wird, sie identifizieren eine methodische Konstellationen, die das Auffinden von Unterschieden begünstigen Es werden häufiger Geschlechtsunterschiede gefunden, wenn retrospektive Berichte als Datengrundlage dienen und die VP ihre Emotionen aus dem Gedächtnis heraus rekonstruieren müssen = recall bias Aufforderungen rufen zu globalen Selbsteinschätzung "Wie emotional sind sie?" Unterschiede eher hervor als wenn eine Einschätzung bezüglich spezifischer Emotionen verlangt wird "Wie sehr ärgern Sie sich?" hypothetisch vorgestellte im Gegensatz zu real erlebten Emotionen das Auffinden von Unterschieden
- Definition Geschlechtsstereotype? GS beinhalten sozial geteiltes Wissen darüber, wie sich Frauen und Männer in Bezug auf eine best. Domäne voneinander unterscheiden (deskriptive Normen) oder unterscheiden sollten (präskriptive Normen)
- Robinson 1999 konstuierte eine Studie, indem das unmittelbare emotionale Erleben erfasst werden. Welche Unterschiede hat man feststellen können? keine oder nur geringe Unterschiede Fragestellung: Wie kann überprüft werden, ob das tatsächliche, konkret stattfindende emotionale Erleben und Verhalten erfasst wird oder aber unser Wissen zu geschlechterstereotypem emotionalem Verhalte ? Methode: Wettbewerbsspiel, zwei Teams, diese bestanden aus einem Akteur, der sein emotionales Erleben einschätze also Selbsturteil und einem Beobachter, der ebenfalls nur das emotionale Erleben des Akteurs einschätzte also Fremdurteil Die Einschätzungsskale erhielt typische feminine Emotionen: negative, selbstbezogene Emotionen (Scham, Schuld) und positive, auf andere Personen bezogene Emotionen (Sympathie, Dankbarkeit) aber typische maskuline Emotionen wie negative, auf andere Personen bezogene Emotionen (Ärger, Feindseligkeit) und positive, selbstbezogene Emotionen (Stolz, Selbstzufriedenheit) In der Online-Bedingung, sollten der B. und A. ihre Einschätzung unmittelbar im Anschluss an das stattgefundene Spiel abgeben. In der retrospektiven-Bedingung gaben ihr Urteil nach einer Woche ab. In der hypothetischen Bedingung erhielten die VP lediglich ein Beschreibung des Spielverlaufs und sollten ihre vorgestellten Reaktionen einschätzen Ergebnisse: In der Online-Bedingung, kein Unterschied aber in den anderen Bedingungen Frauen mehr von dem femininer und Männer mehr von den maskuliner Emotionen berichteten Die zeitliche Verzögerung des Urteils förderte das Einsetzen vom Stereotypenwissen Schlussfolgerung: Befinden wir uns in einer Situation, ohne konkreten, unmittelbaren gegebenen erfahrungsbasierten Anhaltspunkt Urteile über eigenes und das emotionale Erleben und Verhalten anderer fällen zu müssen, versuchen wir, die fehlende Info zu kompensieren, indem wir zu nächsten heuristischen Hilfestellung-den situationsrelevanten Stereotypen greifen
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