11

Klinische Master (Subject) / Dissoziative Störungen (Lesson)

.

This lesson was created by makem.

Learn lesson

Advertisement
  • Dissoziative Störung Auftreten 12-Monats-Prävalenz (USA) 1,5%, dabei 1,4% Frauen, 1,6% MännerHäufiger Jungen als Mädchen, aber mehr Frauen als Männer Klassiker: verschweigen Männer ihre Erkrankung?Suizidvorgeschichte bei 70%, mehrfache Versuche und Selbstverletzung häufig, Amnesie verhindert genaue Zahlen
  • Dissoziation bezeichnet das (teilweise bis vollständige) Auseinanderfallen von Funktionen der Wahrnehmung, des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der Identität und der Motorik, die normalerweise zusammenhängen Im Fall von Störungen sind funktionelle und anatomische Abweichungen im Gehirn – beim Vergleich von Gruppendaten – festgestellt worden. Bezüglich der Ursachen besteht weitgehende Einigkeit, dass man von einem Zusammenwirken bestimmter persönlicher Voraussetzungen und – in der Regel – traumatischer Erlebnisse ausgehen sollte.
  • Dissoziative Identitätsstörung DSM-5 Multiple Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 ist eine dissoziative Störung, bei der Wahrnehmung, Erinnerung und Erleben der eigenen Person und persönlichen Identität betroffen sind. Sie gilt als die schwerste Form der Dissoziation. bwechselnde, unterschiedliche Vorstellungen von sich selbst, wobei scheinbar unterschiedliche Persönlichkeiten entstehen, die wechselweise die Kontrolle über das Verhalten übernehmen. An das Handeln der jeweils „anderen Persönlichkeit(en)“ können sich die Betroffenen entweder nicht oder nur schemenhaft erinnern, oder sie erleben es als Handeln einer fremden Person.
  • Ursache der dissoziativen Identitätsstörung Entwicklungsstörungen im Gehirn aufgrund extrem negativer Lebensumstände während der Kindheit Entsprechende funktionelle und anatomische Veränderungen im Gehirn sind bei Betroffenen in ihrem Erwachsenenalter vielfach durch statistische Auswertung von Gehirn-Scans nachgewiesen worden. ähnlich zu Demenz
  • Depersonalisierung Die eigenen Gefühle werden als fern, fremd und nicht zur eigenen Identität zählend gewertet
  • Derealisationserleben eine zeitweilige oder dauerhafte abnorme oder verfremdete Wahrnehmung der Umwelt  nach ICD-10: Die Umgebung wird als fremd, leblos, unwirklich etc. angenommen Der/die Betroffene akzeptiert, dass es sich hierbei nicht um ein durch äußere direkte Ursachen entstandenes Störungsbild handelt, sondern dass hier ein subjektiver spontaner Wechsel stattgefunden hat (Krankheitseinsicht). Dem/der Betroffenen ist bewusst, dass es sich hierbei nicht um einen toxisch verursachten Verwirrtheits- oder epileptischen Zustand handelt.
  • Dissoziative Identitätsstörung Komorbidität Posttraumatische Belastungsstörung Depressive Störungen Traumatische / Belastungsbezogene Störungen Persönlichkeitsstörungen (Vermeidend, Borderline) Konversionsstörungen Somatische Belastungsstörungen Essstörungen Substanzkonsumstörungen Zwangsstörungen Schlafstörungen
  • Dissoziative Identitätsstörung Abzugrenzen von Borderline-PS - leiden unter häufigen Stimmungsschwankungen, oft ohne von außen erkennbare Ursache, die zumindest auf den ersten Blick wie verschiedene Persönlichkeitsanteile imponieren können. Außerdem sind schwerwiegende Identitätsstörungen typisch für das Krankheitsbild. Schizophrenie weist Ähnlichkeit zu Symptomen auf: Manche dieser Patienten erleben Stimmen, die ihre Handlungen kommentieren und beobachten, ähnlich wie bei co-bewussten Subpersönlichkeiten. PTSD teilt mit der multiplen Persönlichkeit die traumatische Genese, außerdem treten typischerweise dissoziative Symptome auf. Häufig fühlen die Patienten sich auch von sich selber entfremdet.
  • Dissoziative Amnesie Unfähigkeit sich an wichtige autobiographische Informationen zu erinnern, die in der Regel traumatischer oder belastender Natur sind und nicht als gewöhnliche Vergesslichkeit gewertet werden können oft chronische Schwierigkeiten Beziehungen einzugehen und aufrechtzuerhalten Hochrisikoverhalten (Selbstverletzung, Suizidgedanken) 12-Monats-Prävalenz: 1,8 %Frauem mehr als Männerplötzlicher Beginn - Amnesien selten offenkundig auch nicht für Betroffene Person
  • Depersonalisations/ Derealisationsstörung Komorbidität AngststörungenDepressionenSeltener: Posttraumatische BelastungsstörungPersönlichkeitsstörungen: SelbstunsicherBorderlineZwanghaft
  • Advertisement
  • Dissoziative Identitätsstörung ICD-10 Störung der Identität, die durch zwei oder mehr unterscheidbare Persönlichkeitszustände gekennzeichnet ist deutliche Diskontinuität des eigenen Bewusstseins, Handlens und des eigenen Selbst und damit verbundenen Veränderungen des Affekts, des Verhaltens, des Bewusstseins, des Denkens und der sensu-motorischen Funktionen wiederkehrende Lücken bei der Erinnerung alltäglicher Ereignisse, Infos und traumatischer Ereignisse, die nicht als vergesslich bewertet werden können