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Emotion (Subject) / Emotionsregulation (Lesson)

Grundlagen, Untersuchungen usw.

This lesson was created by Angelikaeurofh.

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  • Definition Emotionsregulation? ER umfasst nach Gross 2002 diejenigen Prozesse, die uns ermöglichen, Einfluss darauf auszuüben, wann wir diese haben und wie wir diese erleben und zum Ausdruck bringen. Es umfasst einerseits Versuche, unerwünschte Gefühle zu unterdrücken / zu mindern, andererseits Bestrebungen, erwünschte Gefühle zu intensivieren / entstehen zu lassen
  • Mit was wird ER gleichgesetzt? Stressbewältigung oder Coping
  • Was ist Coping? schließt Versuchen ein, mit allen möglichen schwierigen / herausfordenden Situationen umzugehen, Gefühle können aber müssen nicht zwingend ein Bestandteil solcher Situation sein. Coping ist ein übergeordnetes Konzept
  • Welche Aspekte gehören zu der Emotionsregulation? ER geht über die Reduktion negativer Emotionen hinaus. Sie schließt auch die Beeinflussung positiver Emotionen aus Emotionsintensität kann intensiviert, aufrechtgehalten oder erhöht werden Es kann zwischen deliberativend d.h dem Bewusstsein zugänglichen und mit Anstrengung verbundenen) und automatischen Formen der ER unterschieden werden
  • Welche drei Motivtypen kennen wir im Hinblick auf ER? ER ist hedonishtisch (nach Lustgewinn / Sinnesgenuss strebend) oder sozial motiviert wir regulieren Emotionen im sozialen Kontext, da wir bei anderen einen guten Eindruck hinterlassen wollen = impression management wir anderen keinen Schaden zufügen oder die beschützen wollen = prosoziale Gründe wir das Verhalten anderer beeinflussen wollen = soziale Kontrolle
  • Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit ein Emotionsregulationsprozess angestoßen wird? Emotionswissen ist eine wichtige kognitive und motivationale Grundlage, um Emotionen zu erkennen und voneinander zu unterscheiden sowie soziale Effekte des Emotionsausdrucks vorwegnehmen zu können geltende soziale Normen, dabei können kulturspezifische, geschlechts- und arbeitsbezogene Normen unterschieden werden
  • Welchen Einfluss hat die ER in kollektivistischen- und individualistischen Kulturen? kollektivistische Kultur; um Norm, Harmonie und Verträglichkeit zu fürdern, werden Gefühle wir Ärger, Verachtung und Stolz unterdrückt um Spannungen und Entfremdung zu vermeiden. Andere Gefühle wie Schuld, Scham und Freundlichkeit im Ausdruck verstärkt individualistische Kultur; bevorzugt werden Gefühle wie Authentizität, Einzigartigkeit und Unabhängigkeit zum Ausdruck gebracht, während Gefühle wie Scham eher als Schwäche angesehen werden können Beide Kulturen sind nicht zwingend an diese Formen des Ausdrucks gebunden, es gibt große Unterschiede der Ausprägung innerhalb der Kulturen
  • Welchen Einfluss haben geschlechtsspezifischen Normen auf die ER? Die traditionellen Rollen der Geschlechter bestimmen, welchen Emotionen Frauen und Männer zeigen können. Frauen können eher positive und machtlose Emotionen zeigen, während Männer machtbezogene und weniger Emotionen zeigen sollen. Diese Normen sind in der westlichen Gesellschaft in Auflösung begriffen, da ein großer Wert darauf gelegt wird authentisch zusein und in sozialen Interaktionen seinen wahren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
  • Emotionsregulation stellt in vielen Aufgabenbereichen eine mehr oder weniger implizite Arbeitsanforderung dar, sogenannte Emotionsarbeit. Je nach Arbeitsbereich werden Emotionen herbeigeführt oder unterdrückt, um ein äußeres Erscheinungsbild zu schaffen, dass wiederum ein best. Auswirkung auf das Gegenüber haben soll. Welche zwei Strategien können unterschieden werden? surface acting: wird lediglich der Emotionsausdruck unterdrückt, während das subjektive Erleben der Emotion gleich bleibt deep acting: setzt sehr früh im Emotionsentstehungsprozess ein und wirkt sich direkt auf das subjektive Erleben aus d.h. Darstellungsregeln stimmen mit dem Gefühlsregeln überein. Man erlebt die Emotion in der Situation übereinstimmend mit dem eigenen Verhalten, diese weckt po. Folgen für das eigene Wohlbefinden
  • Wie lassen sich Strategien von ER als Untersuchungsgegenstand klassifizieren? Es gibt zwei Ansätze: Deskriptiver Ansatz zur Systematisierung von Emotionsregulationsstrategien von Parkinson und Totterdell 1999 Prozessmodell der Emotionsregulation von James Gross 1998, 2007
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  • Diskriptiver Ansatz zur Systematisierung von Emotionsregulationsstategien von Parkinson und Totterdell 1999, beinhaltet was? Metaanalyse und einge Untersuchungen, diese Zusammenführung der Ergebnisse leiteten die Autoren ein Klassifikationssystem der Emotionsregulationsstrategien ab, zentral hierbei sind zwei Dimensionen Einsatzmittel = implementation medium; hier werden kognitive und verhaltensorientierte Strategien unterschieden z.B. bei Trauer könnte man an etwas Belustiges können (kognitiv) oder etwas aufmuntertes tun. Absichtsstrategie = intention strategy; hier werden einerseits Strategien erfasst der Konfrontation mit der affektauslösenden Situation (engagement) und andererseits solche Strategien, die sich in Vermeidung der und Ablenkung von affektauslösenden Reizen niederschlagen (diversion) z.B. so könnte man Ärger über ein Konflikt bewältigen, indem man soziale Unterstürzung aufsucht (mit Freunden darüber reden, engagement auf Verhaltensebene) oder man bewertet die Situation neu (engagement auf kognitiver Ebene). Es ist auch möglich, den Ärger in einer auslösenden Situation (diversion auf Verhaltenseben) als auch das Nachdenken (diversion auf kognitiver Ebene) vermeiden, indem man die Konfliktsituation verlässt. Stattdessen könnte man auch eine Ablenkung (kognitiv), indem man an etwas anderes denkt. Buch Seite 180 E und M
  • Was bedeutet "emotional disclosure"? Der Ansatz zur emotionalen Selbstoffenbarung von James Pennebaker 2004 demonstriert, dass das Niederschreiben von belastenden emotionalen Ereignisse zu deren Verarbeitung führt und positive gesundheitliche Effekte erzielt. Pennebaker geht davon aus, dass die Betroffenen die Möglichkeit bekommen, ein in sich stimmiges, kohärentes Verständnis für das Geschehene zu entwickeln. Hat die betroffene Person eine Erklärung des Ereignisses gefunden, so wird das Ereignis weniger mental verfügbar sein. Diese Studie unterstützt die sozialpsychologische Annahme, dass die Unterdrückung negativer Gedanken dazu führen, dass diese umso verfügbarer werden.
  • Welche Strategien im Rahmen der Prozessmodells am häufigsten untersucht werden? Unterdrückung des emotionalen Ausdrucksverhalten = reaktionsfokussiert Neubewertung = antezedent
  • Gross 1998 führte eine Studie durch, indem er die VP Stress und Ekel ausgelöste Filmausschnitte zeigt. Eine Manipulation der Regulationsinstruktionen wurde in drei Experimentalgruppen durchgeführt. Welche waren das und was zeigte die Ergebnisse? Gruppe: erhielten die Anweisung ihre Gefühle zu verbergen also Unterdrückung des Ausdrucksverhalten Gruppe: sollten die Szenen objektiv und sachlich betrachten, keine Gefühle entstehen zu lassen also kognitive Neubewertung keine Instruktionen Ergebnisse: Die Strategie der k. Neubewertung führte zu verringerten Ekelgefühl und verminderten mimischen Ausdrucks des Ekels. Im Hinblick auf die physiologischen Parametern unterschieden sich die 1-und 2 Gruppe nicht voneinander. Die Unterdrückungsgruppen hatte ihre Mimik gut kontrolliert, aber es wirkte sich nicht auf das Ekelgefühl aus, es führte zu einem Anstieg diverser Indikatoren des autonomen NS, welche auf eine starke Stresssituation schließen ließen. Den Unterdrückern gelang es am wenigsten ihren Ekel im Zaum zu halten. Die kognitive Neubewertung erwies sich als effektivste Strategie.
  • Ist Unterdrückung emotionalen Ausdrucksverhalten gesundheitsschädlich? Kann im sozialen Kontext seht nützlich sein, um die Gefühle der anderen nicht zu verletzen und negative Urteile unserer Person zu vermeiden. Unterdrückung der positiven Emotionen bewirkt eine Abschwächung der positiven Emotionen, wirkt sich aber nicht auf das Erleben negativer Emotionen aus expressive suppression
  • Die Strategie der Neubewertung "reappraisal" beinhaltet was? das emotionsauslösende Potenzial hängt davon ab, ob wir vor dem Hintergrund aktuell bestehende Bedürfnisse und Ziele als emotional relevant bewerten Es kann bei vers. Menschen vers. bis gar keine Emotionen auslösen Richard Lazarus belegte es in seinen ersten experimentellen Versuchen, dass die Art und Weise wie wir eine Situation einschätzen, einen Effekt auf unsere Emotionsreaktion hat; im Vergleich mit der Kontrollgruppe (Film von Ureinwohner über Beschneidungsrituale) niedrigere physiologische Erregung, weniger Stresserleben und bessere Konzentration
  • Was ist das ERQ "Emotion Regulation Questionnaire" ? deutsche Version von Kessler und Abler 2009 erfasst die interindividuellen Unterschiede im Gebrauch der beiden ERS "k. Neubewertung" (N) und "Unterdrückung emotionaler Ausdrucksverhalten " (U) Bsp: wenn ich weniger negative Gefühle empfinden möchte, ändere ich, woran ich denke (N) Bsp: Ich behalte meine Gefühle für mich (U)
  • Welche Folgen haben Unterdrückung und Neubewertung? Affektive Folgen: Neubewertung vermag Emotionsintensität reduzieren sowie verhaltensbezogene und physiologische Reaktionen abzuschwächen. Unterdrückung wirkt sich nur auf den Ausdruckskanal aus "Poker Face" und hat einen negativen Nebeneffektt: Physiologische Reaktionen werden intensiver Kognitive Folgen: Neubewertung verursacht keine kognitiven Kosten. Unterdrückung dagegen kann die Gedächtnisleistung beeinträchtigen Soziale Folgen: Im Vergleich zu Neubewertungen übt Unterdrückung von Emotionen einen negativen Einfluss in sozialen Interaktionen aus d.h. unterdrückt der Interaktionspartner seine Emotionen, fühlen wir uns nicht nah, mögen wir ihn weniger und unser Blutdruck steigt