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Klinische und Gesundheitspsychologie (Subject) / Borderline (Lesson)
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- Welche 4 Faktoren sind ausschlaggebend für das Entstehen einer stabilen Instabilität bei Borderline? Negative Kognitionen, Impulsivität, intensive Emotionen, interpersonelles Verhalten
- Wie viele der Kriterien für die Borderline Störung im DSM 5 Sektion II müssen für eine Diagnose erfüllt sein? Clustere mal einfach aus Spaß die insgesamt 9 Kriterien nach a) Beziehungsbezogenen Kriterien, b) emotionsbezogenen Kriterien c) Selbsterleben (bzw. Umgang mit dem Selbst) - 5 der Kriterien müssen erfüllt sein a) - Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden - Instabile, aber intensive zwischenmenschliche Beziehungen - Paranoide Vorstellungen (oder dissoziative Symptome) b) - Impulsivität - Affektive Instabilität - Chronische Gefühle von Leere - Unangemessene, heftige Wut c) - Identitätsstörung - Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstverletzungen - (Paranoide Vorstellungen) oder dissoziative Symptome
- Wo findet sich die Borderlinestörung im ICD-10 wieder und welche beiden Subtypen hat sie? --> Emotional instabile Persönlichkeitsstörung Borderline-Typus: - Instabilität im Selbstbild und in den Beziehungen - Selbstbeschädigung Impulsiver Typus: - handelt unerwartet ohne Berücksichtigung der Konsequenzen - Unfähigkeit zur Kontrolle von Wut
- Wie hoch ist die Prävalenzrate in der Allgemeinbevölkerung für Borderline? Bis zu 2%
- Wie hoch ist die Lebenszeitprävalenz für Borderline in den USA (Grant, 2008)? Bis zu 6%
- Richtig oder falsch? Im klinischen Kontext sind zu ca. 60% Frauen von Borderline betroffen Falsch, es sind bis zu 80%
- In welcher Lebensphase liegt normalerweise der Beginn von Borderline? In der Jugend
- Wie hoch ist der Anteil an Borderline-Patient*innen, die sich professionelle Hilfe suchen? 80%
- Wie hoch liegen in etwa die Kosten pro Borderline-Patient in einem 12-Mnatsintervall vor Aufnahme einer Therapie? Wie hoch sind dabei die direkten und indirekten Kosten? - Krankheitskosten insgesamt um die 27.000 (SD = € 32.000) pro BPS-Patient - Direkte Kosten ca. 18.000 - Indirekte Kosten ca. 9000
- Welche Faktoren der Inanspruchnahme verursachen die höchsten Kosten bei Borderline-Patient*innen? - Stationäre und teilstationäre Aufenthalte - Krankheitsbedingte Erwerbsunfähigkeit
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- Richtig oder falsch? Es scheiden sich die (Forschungs-)Geister, wenn es um die diganostische Kategorie der Borderline-Ps geht. Richtig
- Welche 3 Kategorien von sozialen Kognitionen gibt es bei Borderline und was ist jeweils ein Beispiel dafür? - Ich: „im Grunde bin ich nicht zu akzeptieren“ - Andere: „Die Welt ist gefährlich und böse“ - Handlungsmöglichkeiten: „Ich bin machtlos und verletzbar“
- Nenne 2 Gründe dafür, warum aus Kindesperspektive ein Borderline-Müttertraining so wichtig ist! - Kinder brauchen Stabilität und Verlässlichkeit - Erhöhtes Risiko für Kinder von Müttern mit BPS, ebenfalls an einer BPS oder an einzelnen störungsspezifischen Symptomen zu erkranken
- Ab welchem Alter zeigen Kleinkinder von BPS Müttern Auffälligkeiten in Interaktion und Verhalten und welche sind dies beispielsweise? Ab dem 2. Monat, Bsp. benommener, starrer Blick, weniger allgemeine Interaktionsbereitschaft und Ansprechbarkeit
- Welcher Bindungsstil liegt bei Kindern von BPS Müttern bereits nach 12 Monaten bei welchem Anteil vor? Der desorganisierte Bindungsstil bei 80% der Kinder mit 12 Monaten
- Welche Schwierigkeiten zeigen sich bereits bei Ein- bis Zweijährigen mit BPS Müttern? Schwierigkeiten in der Emotionsregulation
- Welche Schwierigkeiten zeigen Kinder von BPS Müttern im späteren Alter? - Rollenumkehr - Identitätsprobleme - inkongruentes Selbstgefühl
- Welche Auffälligkeiten sind bei Jugendlichen mit BPS Müttern zu beobachten? Störung des Sozialverhaltens, Trennungsängste, selbstschädigendes Verhalten
- Welche Verhaltens- und emotionalen Auffälligkeiten zeigen Mütter mit BPS in ihrer elterlichen Rolle? • Schwierigkeiten im Erkennen von und Reagieren auf kindliche Emotionen • Übergriffiges und unsensibles Verhalten • Rollenkonfusion, Angst machende Kommunikation • Schwierigkeiten, Routine zu etablieren • BPS-Mütter fühlen sich unzufrieden, inkompetent und gestresst in ihren elterlichen Fähigkeiten • Überprotektives und zugleich ablehnendes Erziehungsverhalten -> besonderer Risikofaktor
- Richtig oder falsch? Mütter mit BPS können kindliche Emotionen zwar erkennen, aber wissen nicht, wie sie darauf eingehen sollen Falsch, sie können die Emotionen ihrer Kinder leider weder erkennen noch darauf angemessen reagieren
- Richtig oder falsch? BPS-Mütter nehmen sich in der Interaktion mit ihren Kindern selbst als inkompetent wahr Richtig
- Richtig oder falsch? Mütter mit BPS zeigen ihren Kindern gegenüber meist hauptsächlich ablehnendes Verhalten Falsch, sie zeigen überprotektives und zugleich ablehnendes Verhalten
- Welche Probleme kennzeichnen BPS-Mütter neben ihren Verhaltens- und emotionalen Auffälligkeiten? • Hoher Anteil allein erziehender Mütter oder belastete Partnerschaften• Fehlendes soziales und familiäres Netz• Finanzielle Probleme• Häufiger Wechsel des Wohnorts und der Partnerschaften• Fehlende berufliche Perspektiven
- Was sind die Faktoren in Bezug auf eine Mutterschaft, welche sich positiv auf eine Therapie bei BPS-Müttern auswirken können? • Sorge um Kind --> starke Motivation für eigene Entwicklung • mehr funktionales Verhalten durch Kind • mehr Identität und Zugehörigkeitsgefühl
- Zwischen welchen Faktoren sollten Mütter mit BPS in der Therapie lernen, eine Balance zu schaffen (3 Paare)? • Über- und Unterengagement (überengagiert- zudringliches Verhalten, feindselige Kontrolle vs. gleichgültiger Rückzug) • Grenzen setzen und Schutz vs. ermutigen zu Autonomie • Struktur vs. Flexibilität
- Was sind neben einem ausbalancierten Verhalten weitere Schwierigkeiten in der Kindeserziehung für BPS Mütter? • Erziehungsmethoden dem Entwicklungsstand der Kinder anpassen • Emotionale Äußerungen des Kindes richtig interpretieren
- Frau M. hat Borderline und hat vor Kurzem ein Kind bekommen, dass ihr jedoch vom Jugendamt weggenommen wurde. Nun bekommt sie ein weiteres Kind. Wie wird es ihr wohl nach dem Teufelskreis bei Kindern psychisch kranker Frauen mit diesem ergehen? Vermutlich wird sie mit dem Kind keine Unterstützung bekommen, sodass es irgendwann zur Eskalation kommen wird, in dessen Folge das Kind erneut gegen den Willen der Mutter von ihr getrennt wird. Die Mutter bleibt wieder sich selbst überlassen und wird wieder schwanger. Sie ist nun umso besorgter darum, dass jemand merken könnte, dass sie Probleme hat und ihr das Kind wieder weggenommen werden könnte, weshalb sie sich keine Unterstützung sucht. Ihre Angst vor Ämtern aufgrund mangelnder positiver Erfahrungen wird immer größer… irgendwann droht wieder die Eskalation da sie alleine da steht.
- Was ist wohl das Hauptziel des Borderline-Müttertrainings? · Durchbrechen der Transmission von Vernachlässigung und Gewalt
- Welche Komponenten gehören zum BPS-Müttertraining? • Psychoedukation über Grundbedürfnisse und Entwicklung: „was ist normal? “ • Bewältigung von Stress mit dem Kind (Notfall-Fertigkeiten, Akzeptanz, Ruhe bewahren) • Stabilität und Verlässlichkeit der Betreuenden sind entscheidend (Rituale und tägliche Routinen, vorhersagbare Struktur) • Wärme und Gefühl der Sicherheit (sich mit eigenen Gefühlen und denen des Kindes beschäftigen) • Achtsamkeitsskills (Mitgefühl entwickeln, Risiko einschätzen, nicht hilfreiche Einstellungen und Gedanken erkennen)
- An Mütter mit Kindern welcher Altersgruppe richtet sich das BPS-Müttertraining, wie viele Trainerinnen sind für wie viele Mütter vorgesehen und wie viele Sitzungen sind vorgesehen? - Mütter mit Kindern von 0-6 - 2 Trainerinnen, 6 Mütter - 12 Sitzungen
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- An welche Therapiemethode welcher Therapieform ist das BPS-Müttertraining angelehnt? An das Skill-Training der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT)
- Was sind einige Grundannahmen des BPS-Müttertrainings in Bezug auf die Mütter? • Jede Mutter mit BPS, die Hilfe aufsucht, will eine gute Mutter sein • Sie muss mehr leisten als sie denkt zu können • Selbst wenn sie nicht für alle Probleme selbst verantwortlich ist, muss sie alle Probleme selbst lösen • Sie muss Zuwendung für ihre Kinder aufbringen, die sie selbst nicht unbedingt erfahren hat • Sie muss neue Verhaltensweisen in vielen verschiedenen Lebensbereichen lernen
- Wie sieht die übergreifende Struktur des BPS-Müttertrainings aus? - 1. Teil mit 50min Länge, dabei wird zunächst eine Achtsamkeitsübung durchgeführt, dann schätzen die Mütter ihr individuelles Anspannungslevel ein, dann wird die hausaufgabe diskutiert - Pause von ca. 15min - 2. Teil mit ca. 50min Länge: Achtsamkeit und Aktivierung, dann Input zum Hintergrund des Sitzungsthemas, dann ein Rollenspiel und die Hausaufgabenverteilung
- Auf welcher Skala zur Erfassung von elterlichem Stress zeigen Mütter mit BPS (zumindest die, die am Müttertraining teilgenommen hatten) einen sehr viel höheren Wert als gesunde Eltern? Auf der Parental Stress Scale
- Was waren Ausschlusskriterien für die Teilnahme am BPS-Müttertraining? - Substanzabhängigkeit, Psychose - Kein regelmäßiger Kontakt zum Kind - akute Kindeswohlgefährdung