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Klinische Master (Subject) / Fütter- und Esstörungen (Lesson)

Anhaltende Störung des Essverhaltens oder andere essensbezogene Verhaltensweisen, die zu einer veränderten Nahrungsaufnahme führen und in bedeutendem Maße die körperliche Gesundheit oder psychosoziale Funktionsfähigkeit beeinträchtigen

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  • Pica Anhaltendes Essen eines oder mehrerer nicht nahrhafter und nicht zum Verzehr bestimmter Stoffe (Papier, Kohle, Metall usw.) über einen Zeitraum von mind. 1 Monat, das schwerwiegend genug ist um klinische Beachtung zu rechtfertigen Essverhalten darf nicht Teil eines kulturell akzeptierten oder sozial normativen Verhaltens sein Mindestalter: 2 Jahre; Störungsbeginn am häufigsten im Kindesalter bei beiden Geschlechtern Kann Begleitmerkmal von Autismus-Spektrum-Störung, intellektuelle Beeinträchtigungen, Zwangsstörungen und Schizophrenie sein Oft wird Diagnose nur gestellt, da medizinische Komplikationen wie Darmverschluß usw auftreten
  • Pica Abzugrenzen von Anorexia Nervosa (hier werden Papiertaschentücher gegessen um Magen zu füllen)Vorgetäuschte Störung (ungewöhnliche Objekte werden verzehrt um körperliche Symptome herbeizuführen) Nichtsuizidale Selbstverletzung und nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten bei Persönlichkeitsstörungen (potenziell schädliche Gegenstände werden geschluckt: Nadeln, Messer)
  • Ruminationsstörung Wiederholtes Hochwürgen von Nahrung über einen Zeitraum von mind. 1 MonatKeine Folge einer Erkrankung des Magendarm-TraktsTritt nicht im Verlauf einer anderen Fütter- oder Essstörung auf Tritt häufiger bei Personen mit intellektueller Beeinträchtigung auf Ab Säuglingsalter möglich
  • Risikofaktoren Ruminationsstörung Psychosoziale Probleme, wie beispielsweise fehlende Stimulationen Vernachlässigung Belastende Lebenssituation Beziehungsprobleme zwischen Eltern und Kind
  • Anorexia Nervosa in Relation zum Bedarf eingeschränkte Energieaufnahme, welche unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Entwicklungsverlauf und körperlicher Gesundheit zu einem signifikant niedrigen Körpergewicht führt ausgeprägte Angst vor Gewichtszunahme oder davor dick zu werden oder dauerhaftes VErhalten das einer Gewichtszunahme entgegenwirkt Störung in  der Wahrnehmung der eigenen Figur und des Körpergewichts; übertriebener Einfluss des Gewichts/ Körperbild auf Selbstwert oder anhaltende fehlende Einsicht in Bezug auf Schweregrad des unzureichenden Körpergewichts
  • Anorexia 2 Typen restriktiver Typ hält Diäten, aber ohne purging oder Essanfälle Binge-Eating/ Purging-Typ wiederkehrende Essanfälle oder Purging-Verhalten
  • Anorexia Nervosa häufige Merkmale depressive Symptome sozialer Rückzug Zwangsverhalten im Umgang mit Essen Reizbarkeit Schlaflosigkeit
  • Risikofaktoren Anorexia Nervosa Angststörungen in der Kindheit Kulturen und Lebensumfeld, Berufe und Hobbies (Schauspieler, Ballett und LEistungssport) genetische Veranlagung
  • Bulimia Nervosa wiederholte Episoden von Essanfällen wiederholter Anwendung von unangemessenen kompensatorischen Maßnahmen um einer Gewichtszunahme entgegenzusteuern (Erbrechen, Missbrauch von Pharmazeutika) -> mind. 1 mal pro Woche in 3 Monaten Figur und Körpergewicht haben einen übermäßigen Einfluss auf Selbstbewertung Einstufung von leicht (1 - 3) bis extrem (14) aufgrund unangemessener kompensatorischer Maßnahmen pro Woche
  • Bulimia Nervosa Abzugrenzen von Anorexia Nervosa Binge-Eating/Purging-Typ Essanfälle kommen nur in Episoden während einer Anorexia Nervosa vor Binge-Eating Störung Personen haben Essanfälle jedoch keine regelmäßigen unangemessenen kompensatorischen Maßnahmen Komorbidität: oft mind eine weiter Störung, meistens jedoch multiple Komorbiditäten - bipolar, depressive, Angststörungen usw.
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  • Binge-Eating-Störung wiederholte Episoden von Essanfällen Essanfälle treten gemeinsam mit 3 der folgenden Symptome auf schneller essen als normal Essen bis zu unangenehmen Völlegefühl Essen großer Nahrungsmengen ohne Hunger Alleine essen aus Scham über die Menge Ekelgefühle gegenüber sich selbst deutlicher Leidensdruck Einstufung von leicht (1 - 3) bis extrem (14) aufgrund unangemessener kompensatorischer Maßnahmen pro Woche
  • Essanfälle = Verzehr einer überdurchschnittlich großen Nahrungsmenge in ca 2 Std und Gefühl des Kontrollverlustes
  • Purging = selbstinduziertes Brechen oder Einnahme von von Laxanzien (Volumenzunahme des Darminhaltes), Diuretika (Ausschwemmung von Wasser) und Klistieren (Einlauf)