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Klinische Master (Subject) / Trauma- und belastungsbezogene Störungen (Lesson)
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- Reaktive Bindungsstörung durchgehendes Muster von gehemmten, emotional zurückgezogenen Verhalten gegenüber erwachsenen Bezugspersonen Kind sucht selten oder nur geringfügig Trost wenn es bedrückt ist und reagiert nur selten oder nur geringfügig auf trost andauernde soziale und emotionale Störung minimale soziale und emotionale Ansprechbarkeit auf andere eingeschränkter positiver Affekt unerklärliche Reizbarkeit, Traurigkeit Kind hat Muster unzureichender Fürsorge erfahren ab 9 Monate vor 5. Jahr keine Autismus-Spektrum-Störung vorliegend
- Beziehungsstörung mit Enthemmung Verhaltensmuster bei dem Kind aktiv zu unbekannten Erwachsenen Kontakt aufnimmt und mit ihnen interagiert, dabei mind 2: verminderte oder fehlende zurückhaltung bei der Kontaktaufnahme und Interaktion mit unbekannten Erwachsenen übermäßig vertrautes verbales oder körperliches Verhalten verminderte oder fehlende Rückversicherung beim Entfernen von der erwachsenen Bezugsperson Bereitschaft ohne zu zögern mit Fremden wegzugehen nicht auf Impulsivität zurückführbar Kind hat Muster von extrem unzureichender Fürsorge erfahren Entwicklungsalter mind. 9 Monate
- Poststraumatische Belastungsstörung Ab 6 Jahre, Konfrontation mit tatsächlichem oder drohendem Tod, ernsthafter Verletzung oder sexueller Gewalt auf eine der folgenden Arten: Direktes Erleben einer oder mehrerer traumatischer Ereignisse Persönliches Erleben eines oder mehrerer solcher traumatischer Ereignisse bei anderen Personen Erfahren, dass Familie oder Freunden traumatische Ereignisse zustoßen (Gewalt, Unfall) Erfahrung wiederholter oder extremer Konfrontation mit aversiven Details mit einem oder mehreren derartigen traumatischen Ereignissen Vorhandensein eines der Symptome des Wiedererlebens nach dem traumatischen Erlebnis (mind 1) Anhaltend starkes Vermeidungsverhalten von traumainduzierten reizen (mind 1) negative Veränderung von Kognitionen und Stimmung bei Konfrontation mit Trauma Reizen (mind. 2) Veränderung in Erregung und Reaktionsfähigkeit, die nach Trauma begonnen haben (mind. 2)
- Kennzeichen einer PTBS Anhaltende Vermeidung von Reizen, die mit traumatische reizen verbunden sind Negative Veränderungen von Kognitionen und der Stimmung in Zusammenhang mit dem traumatischen Ereignis Deutliche Veränderungen des Erregungsniveaus und der Reaktivität im Zusammenhang mit dem oder der traumatischen Ereignisse zB: Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen Das Störungsbild dauert länger als 1 Monat
- Risikofaktoren PTBS PTSD-Raten höher unter Kriegsveteranen und anderen Gruppen, deren Beruf ein erhöhtes Risiko mit sich bringt, einem traumatischen Ereignis ausgesetzt zu sein (Feuerwehrmann, Polizei usw.) Höchste Raten bei Missbrauchs-Überlebenden, Militäreinsätzen, Gefangenschaft Mittlere Altersklasse am meisten betroffen Unterscheidung von Risikofaktoren in: Prätraumatische (vorherige psychische Störungen, Umweltfaktoren: niedriger Bildungsgrad, weibliches Geschlecht)Peritraumatische (Umweltfaktoren: je größer Ausmaß des Traumas, desto wahrscheinlicher die Entwicklung einer PTSD)Posttraumatische (Temperamentsfaktoren wie inadäquate Bewältigungsstrategien; Umweltfaktoren wie Auftreten von Situationen, die an das Trauma erinnern)
- Differenzialdiagnose PTBS Depressive Störungen (traumatisches Ereignis kann einer depressiven Episode vorangehen)Psychotische Störungen (Flashback-Episoden bei PTSD müssen unterschieden werden von Halluzinationen, Illusionen wie bei Schizophrenie zB)Anpassungsstörungen (Diagnose wird nur gestellt, wenn alle PTSD-Kriterien A erfüllt sind, der Rest aber nicht)
- Akute Belastungsstörung Konfrontation mit tatsächlichem oder drohendem Tod, ernsthafter Verletzung oder sexueller Gewalt auf eine oder mehrere der folgenden Arten direktes Erleben eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse persönliches Erleben jener Ereignisse bei anderen Personen Erfahren das jenes Ereignis einem Familienmitglied oder engen Freund zugestoßen ist die Erfahrung wiederholter oder extremer Konfrontation mit aversiven Details von einem oder mehreren traumatischen Ereignissen (nicht durch Fernsehen, Filme, Bilder) 9 Symptome aus 5 Kategorien: Wiedererleben (wiederkehrende belastende Erinnerungen) Negative Affektivität (anhaltende Unfähigkeit positive Gefühle zu empfinden) Dissoziative Symptome (veränderte Wahrnehmung der Umwelt - Derealisationserleben; Depersonalisationerleben) Vermeidung (Bemühungen belastende Erinnerungen zu vermeiden, nicht drüber sprechen wollen) erhöhtes Arousal (Schlafstörungen, Alpträume) Dauer 3 Tage bis 1 Monat nach traumatischem Ereignis - Beginn meist unmittelbar nach Ereignis (Diagnose frühestens 3 Tage nach Ereignis)
- Akute Belastungsstörung Abzugrenzen von Anpassungsstörung Grübeln über traumatisches Ereignis konträr zu unfreiwilligen Erinnerungen Panikstörung kommen häufig vor, sind jedoch auf traumatisierendes Ereignis und damit verknüpfte Reize zurückzuführen - bei Panikstörung ist es Angst vor der nächsten Panikattacke PTBS Symptome länger als 1 Monat
- Anpassungsstörungen Entwicklung von emotionalen und behavioralen Symptomen als Reaktion auf eine identifizierbaren Belastungsfaktor tritt innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Belastung auf deutliches Leiden, welches unverhältnismäßig zum Schweregrad der Belastung ist - externe Umfeld kann Schweregrad des Belastungsfaktors beeinflussen oder bedeutsame Beeinträchtigungen in sozialen. beruflichen oder anderen Funktionsbereich 3 Monate nach Belastung und nicht länger als 6 Monate
- Anpassungsstörung Abzugrenzen von PTBS und akute Belastungsstörung Schweregrad des Belastungsfaktors ist bei der Anpassungsstörung nicht relevant - außerdem unterscheiden sich die Symptomzeiträume Persönlichkeitsstörungen hohe Vulnerabilität für ein situationsbedingtes Leiden - lebensgeschichtliche Analyse Komorbidität: kommen in Begleitung fast aller psychischen und medizinischen Krankheiten vor - wird nur diagnostiziert, wenn andere Störung Symptome nicht erklären kann
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- Trauma Ereignis oder Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmaß, das bei nahezu jedem tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde (ICD-10, Kriterium A)
- Traumata-Typen Typ-I-Trauma(einmalig / kurzfristig) Typ-II-Trauma(wiederholt / langfristig) jeweils interpersonell (man made) - langfristiger Kindesmissbrauch, Überfall, oder akzidentelles Trauma - Verkehrsunfälle, Naturkatastrophen
- Symptome von Traumatisierung Intrusive Symptomatik: Flashbacks durch Trigger, Intrusionen Konstriktive Symptomatik: Dissoziation, Emotionale Taubheit Übererregung: Hyperarousal, Hypervigilianz
- Trigger situationale Hinweisreize
- Flashback Wiederdurchleben des Traumas
- Intrusion einzelne Bilder tauchen aus Trauma-Szene auf
- PTBS Wiedererleben Wiederkehrende, unwillkürlich sich aufdrängende belastende Erinnerungen Wiederkehrende belastende Träume Dissoziative Reaktionen Intensive oder anhaltende psychische Belastung bei der Konfrontation mit inneren oder äußeren Reizen in Bezug auf traumatisches Ereignis Deutliche körperliche Reaktion bei der Konfrontation mit inneren oder äußeren Reizen in Bezug auf traumatisches Ereignis
- PTBS Vermeiden Traumaassoziierte Gedanken oder Gefühle Traumaassoziierte externe Reize (z. B. Menschen, Orte, Unterhaltungen, Tätigkeiten, Objekte oder Situationen).
- PTBS Veränderung und Erregung Gereiztes oder aggressives Verhalten Selbstverletzendes oder leichtfertiges Verhalten Erhöhte Vigilanz Übermäßige Schreckreaktion Konzentrationsschwierigkeiten Schlafstörungen