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Klinische Master (Subject) / Bipolare Störungen (Lesson)

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  • Bipolar-I-Störung (früher manisch-depressive Erkrankung bzw. affektive Psychose) Für Diagnosestellung sollten Kriterien einer manischen Episode erfüllt sein. Hypomane und depressive Episoden können vorangegangen sein oder folgen Symptome verursachen klinisch bedeutsames Leid oder Beeinträchtigungen im Sozialen/ beruflichen usw Bereichen Episode ist nicht folge der Wirkung einer Substanz oder eines medizinische Krankheitsfaktors Major Depression Episoden treten häufig bei Bipolar-I-Störung auf sind für Diagnose jedoch nicht erforderlich
  • Major-Depression-Episode mind. 5 der folgenden Symptome treten während derselben 2 Wochen auf und stellen Veränderung gegenüber vorangegangenem Funktionsniveau dar (mind. 1 der beiden fettgedruckten) depressive Verstimmung (meiste Zeit des Tages an fast allen Tagen) deutlich vermindertes Interesse an allen/ fast allen Aktivitäten deutlicher Gewichtsverlust ohne Diät oder Gewichtszunahme Insomnie/ Hypersomnie (Schlaflosigkeit/ exzessives Schlafbedürfnis) psychomotorische Unruhe /Verlangsamung Müdigkeit oder Energieverlust wiederkehrende Gedanken an den Tod
  • Hypomane Episode zunächst wie Manische Episode, jedoch Symptome nur über 4 Tage Deutliche Änderung des Funktionsniveaus - für ander beobachtbar Episode ist nicht schwer genug um deutliche soziale /berufliche Funktionsbeeinträchtigungen zu verursachen und es treten keine psychotischen Symptome auf treten häufig bei Bipolar-I-Störungen auf, sind für Diagnosestellung jedoch nicht wichtig
  • Manische Episode: abnorm und anhaltend gehobene, reizbare Stimmung und abnorm und anhaltend gesteigerte zielgerichtete Aktivität von mind. 1 Woche (meiste Zeit am Tag an fast allen Tagen) bei gesteigerter Energie 3 und bei Reizbarkeit mind. 4 folgender Symptome (deutliche Veränderung des normalen Verhaltens): übersteigertes Selbstwertgefühl vermindertes Schlafbedürfnis vermehrte Gesprächigkeit Ideenflucht erhöhte Ablenkbarkeit zunehmende Zielgerichtete Aktivität (sozial, beruflich/schulisch, sexuell) Beschäftigung mit Aktivitäten die unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen psychotische Symptome Schwere der affektiven Störung bewirkt deutliche soziale/berufliche Einbußen oder eine Hospitalisierung zur Abwendung einer Selbst- /Fremdgefährdung oder psychotische Symptome Episode ist keine Folge der physiologischen Wirkung einer Substanz
  • Bipolar-I-Störung Auftreten usw tritt bei Frauen und Männern in etwa gleich auf 12-Monats-Prävalenz: bis 0,6 % (international) 15-faches Suizidrisiko auch nach Genesung bei 30 % schwere funktionelle Einbußen (zB im Job) Ersterkrankung: ab ca. 18 Jahre auftreten einer manischen Episode ist zu 90 % rezidivierend 60 % der manischen Episoden treten unmittelbar vor Major-Depression Episode auf
  • Komorbidität Bipolar-I Angststörungen bei ¾ der Betroffenenbei ½ ADHS und Impulskontrollstörungunbehandelte somatische Erkrankungen
  • Bipolar-II-Störung Kriterien für mindestens eine aktuelle oder frühere hypomane Episode und mind. eine Major Depression Episode müssen erfüllt sein keine manische Episode in der Vorgeschichte
  • Bipolar-II Auftreten usw 12-Monats-Prävalenz: 0,6 % Ersterkrankung: Mitte 20 (später als Bipolar-I und früher als Major Depression Episode meist tritt zuerst Major Depression Episode auf 15 % Rapid Cycling 15 % erleben irgendwann manische Episode  -> Bipolar-I ⅓ Suizidversuch
  • Bipolar-I Abgrenzung zu Major Depression: es könne ebenfalls hypomane und manische Symptome auftreten, aber nicht in der hohen Anzahl und Dauer einer hypomanen/manischen Episode; besonderes Augenmerk auf vorangegangene Anamnese und Episoden Andere bipolare Störungen Abgrenzung zu Bipolar-II am besten durch vorangegangene Episoden Generalisierte Angststörung, Panikstörung, Posttraumatische Belastungsstörung oder andere Angststörungen Prüfung ob primäre Störungen oder Komorbiditäten vorliegen, angstvolles Grübeln wird oft mit Gedankenrasen verwechselt und versuche angstvolles Verhalten zu minimieren mit impulsiven Verhalten Borderline-Persönlichkeitsstörung Stimmungslabilität und Impulsivität überschneiden sich; Borderline-Diagnose sollte jedoch nicht während einer unbehandelten affektiven Episode gestellt werden, bei der Bipolar-I-Störung ist die vollständige Episode jedoch zur Diagnose erforderlich
  • Zyklothyme Störung mind. 2 Jahre  (1 Jahr bei Kindern und Jugendlichen) zahlreiche Perioden mit hypomanen Symptomen, welche nicht die Kriterien für eine hypomane Episode erfüllenund zahlreiche Episoden mit depressiven Symptomen, die nicht die Kriterien einer Major Depression erfüllen Symptome sind für mind. die Hälfte der Zeit vorhanden (nicht länger als 2 Monate symptomfrei)Kriterien für hypomane, manische oder depressive Episode waren nie erfüllt
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  • Zyklothyme Störung Abzugrenzen von Bipolar-I oder II mit Rapid Cycling Unterschied sind die vollständigen Episoden Borderline-Persönlichkeitsstörung weist erhebliche Stimmungsschwankungen auf - beide Diagnosen können gleichzeitig vorliegen Komorbidität: Substanzstörungen Schlafstörungen