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ICD-10 (Subject) / Nieren-Leber-Erkrankungen, Erkankungen des Stoffwechsels (Lesson)

Harnwegsinfekte, Leberzirrhose, Metabol. Syndrom, Diabetes

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  • Oligurie <500ml/Tag Urin
  • Anurie <100ml Urin/Tag 
  • Pollakisurie Häufiger Harndrang (eg. bei Zystitiks - Blasenentzündung) 
  • Algurie schmerzhaftes Wasserlassen eg bei Zystitis, Urethritis 
  • Dysurie erschwertes Wasserlassen/schwacher Harnstrahl bei Blasenentleerungsstörungen (eg bei Prostatadenom) 
  • Mikroalbuminurie Ausscheidung v. 30-300mg Albumin/Tag - Frühsymptom für Diabetes, Hypertension 
  • Glukosurie Glukose im Urin - Diabetes, Nierenerkankung, Schwangerschaft 
  • Polyurie > 2000ml Harn/Tag - Diabetes 
  • Harnwegsinfektion (HWI) mehr bei Frauen wegen kleinerer Harnröhre 3. häufigste Krankenhausinfektion 
  • Akute Zystitis schmerzhafte Entzündung der Harnblase  oft bakteriell (50%) 
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  • Zystitis - Beschwerden Dysurie, Algurie, Pollakisurie, Nykturie  Suprabuische Schmerzen  Tenesmen = schmerzhafter, spastischer Harndrang  keine Schmerzen im Nierenlager 
  • Zystitis - Komplikationen Hämorrhagische Zystitis mit Makrohämaturie Aszendierende Infektion mit Pyelonephritis (Entzündung des Nierengewebes)  Rezidivierende Zystitis  Nierenbeckenentzündung
  • Akutes Nierenversagen (ANV) Akut einsetzende rasche Abnahme der Nierenfunktion  - Leitsymptom: Versiegen der Harnproduktion 
  • Akutes Nierenversagen - Ursachen o Prärenal  (60%): Niere intakt, verminderte Perfusion führt zum Funktionsverlust, VOR der Niere , durch zb Polytrauma, nicht gut durchblutete Niere wegen Flüssigkeitsverlusto Intrarenal (35%): Schädigung des Nierengewebes (Nephritis, toxisch durch Medikamente) o Postrenal: Postrenaler Stau, Harnsperre, zb. Durch angeborene Missbildungen, Tumore
  • Chronische Niereninsuffizienz chronische allmähliche Verschlechterung der Nierenfunktion  Ursache: Diabetes, Hypertensive Nephropahien (Nierenerkrankungen mit Hypertension) 
  • Chronische Niereninsuffizienz - Therapie Hämodialyse (Diffusion über semipermeable Membran)  Peritonealdialyse (durch Bauraum) Nierentransplantation 
  • Fettleber (Steatosis hepatis) Fetteinlagerung in Leberzellen (Hepatozyten)  Unterschied: Nicht-alkoholische Fettleber (5-10%) Alkoholische Fettleber (90-95%) - Risiko bei Alkoholkonsum = 30%, und 6 fach erhöht um Zirrhose zu bekommen!  Ohne Therapie: Entwicklung zur Leberzirrhose
  • Leberzirrhose Zerstörung der Leberstruktur mit entzündlicher Fibrose Vergrößerte Leber, vergleichbar mit chronischer Hepatitis  Folgen: Leberinsuffizienz, Minderperfusion der Leber Druck in der Pfortader steigt - Pfortaderhochdruck  Hepatitische Enzephalopathie: Mangelnde Entgiftung ZNS-toxischer Stoffe durch Leber --> Verwirrung, Koma 
  • Metabolisches Syndrom Kombination aus: o Übergewicht (Apfeltyp – Fettanlagerung v.A. am Bauch)o Gestörte Glucosetoleranz (gestörter Zuckerstoffwechsel)o Insulinresistenz o Hypertriglyzeridömie (gestörter Fettstoffwechsel) - HDL-Verminderung, LDL-Erhöhungo Hypertonie
  • Diabetes mellitus - Typen Typ-1-Diabetes: ß-Zell Zerstörung die gewöhnlich zum absoluten Insulinmangels führt  Typ2-Diabetes: Vorherrschende Insulin-Resistenz und damit relativer Insulinmangel mit häufig begleitender Sekretionsstörung von Insulin  Gestationsdiabetes: Schwangerschaftsdiabetes 
  • Diabetes - Typ 2 nicht insulinabhängig  Risikofaktoren: Übergewicht, metabol. Syndrom, Bluthochdruck  Beginn im Erwachsenenalter > 90% 
  • Diabetes Typ 2 - Entstehung abdominellen Fettverteilung (Apfelform) = ungünstiger, Fettzellen wandern schneller Richtung Leber  Intrazelluläre Signaltransduktion = vermindert durch vemehrte Fettspeicherung in Muskel, Leber und Pankreas  Geringerer Einbau von Glut-4-Transporter  Geringere Insulinverwertung Insulinwirkung = geschwächt  ß-Zellen der Pankreas müssen vermehrt Insulin produzieren  Irgendwann -> Ausbrennen der ß-Zellen  Insulinresistenz  Diabetes Typ 2 
  • Diabetes - Probleme des Insulinmangels Glucose-, Wasser-, und ELektrolyverlust über die Niere --> Austrocknungen, Durst, Elektroytestörung Ablagerung von Glucose in Gefäßwänden --> Gefäßschäden Nervenschädigung, Übersäuerung des Körpers --> Koma, Lähmungen, Organstörungen
  • Gestationsdiabetes verschwindet meist wieder Risiko für erneute GDM = 50% erhöht Risko für bleibende Diabetes =  45%  Gefahr für Kind: erhöhte pränatale Mortalität + perinatale Morbidität (Fetalprogrammierung) 
  • Diabetische Langzeitfolgen Makroangiopathie: Arteriosklerose, Gefäßschädigung der großen Gefäße Mikroangiopathie: Gefäßsschädigung der kleinen Gefäße  Myokardinafarkt + andere koronare Herzkrankheiten Nephropathie (Nierenerkrankung - Nierenversagen)  Periphere Verschlusskrankheit +  (Poly)Neuropathie -> Diabetischer Fuß - Amputationen  Zerebrasklerose - Schlaganfall  Erbindlung (Retinopathie)
  • Diabetes - Gender aspect: Frauen 4-6 fach höheres Risiko für kardio-vaskuläre Erkrankungen  Bei Herzinfarkt: schlechtere Prognose, höheres Mortalitätsrisiko  höheres Risiko für Hypertonie 
  • Diabetes Therapie Typ 1: Insulin spritzen  Typ 2: Erst an Ernährung, Bewegung + Lifestyle arbeiten -> orale Antidiabetika -> erst dann: Insulin spritzen; wenn nötig