20

Persönlichkeitspsychologie Aufbau (Subject) / Methoden der Datenerhebung (Lesson)

Diagnostik VL

This lesson was created by CRuth1.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • 3 Datenarten nach Cattell => Persönlichkeit, also typ. Verhalten ! L-Daten Q-Daten T-Daten
  • L-Daten = life-record ohne Beeinflussung: Daten aus dem tägl. Leben
  • Q-Daten = questionnaire Auskünfte der betroffenen Person über sich selbst in Befragungssituationen
  • T-Daten = test Ergebnisse von "objektiven" Tests (keine Augenscheinvalidität) Experimente
  • L-Daten: Erhebungsmethoden Verhalentsbeobachtung Dokumentenanalyse obj. Lebenlauf- und Umweltdaten Fremdbeurteilungen: Verhalten bei Tests und Interview, Spielen von Kindern / Rollenspiel bei Erwachsenen, systematische Verhaltensbeob., Peer Ratings
  • Q-Daten: Erhebungsmethoden Interview über die subj. Sicht Fragebogen zur Erfassung von Persönlichkeit, Einstellungen, Interessen
  • Vorteile von Fragebögen ökonomisch objektiv, vergleichbar, gerecht durch Standardisierung hohe Akzeptanz leicht operationalisierbar messgenau Methoden der Testtheorie anwendbar => viele diagn. Infos sind nur oder am einfachsten über Q-Daten zugänglich
  • Probleme bei Fragebögen erfordern hohe Selbstreflexion Verständnisprobleme Verfälschungstendenzen
  • Arten von Persönlichkeitstests mit Beispielen Testbatterien: FPI-R, NEO-PI-R, MMPI Fragebogen, die einzelne Dimensionen erfassen: STAI, STAXI, BDI aktuelle Zustände / State-Tests: PANAS Interessenstests: EXPLORIX Motivationstests: LMT Messung von Einstellungen und Werten
  • diagn. Interview = Überbegriff für Methoden zur Erfassung von diagn. relevanten Infos mittels eines Gesprächs unterschiedl. Zielsetzungen: Anamnese Exploration Einstellungs- oder Auswahlgespräch unterschiedl. Grade der Standardisierung (Durchführung und Auswertung): Standardisiert Unstandardisiert halbstandardisiert
  • Advertisement
  • Stand. klinische Interviews SKID (DSM-5) DIPS (ICD-10 + DSM-4) => entlasten, helfen nichts zu übersehen
  • strukturierte Interviews zur Eignungsdiagnostik Mutlimodales Einstellugnsinterview (MMI) = Konstruktionsprinzip / Leitlinie zum Aufbau eines Einstellungsgesprächs inhaltliche Ausgestaltung variiert stetzt sich aus unterschiedl. Interviewmethoden zusammen
  • Aufbau des Multimodalen Interviews Gesprächsbeginn: informell, angenehme Atmosphäre schaffen => nicht bewertet Selbstvorstellung des Bewerbers: pers. + beurfl. Hintergrund, derzeitige Situation, Erwartung über die Zukunft Beurfsorientierung und Organisationswahl: stand. Fragen zu Berufswahl, -interessen, Organisationswahl und Bewerbung, evt. Abfrage von Fachwissen Freier Gesprächsteil: Interviewer stellt offene Fragen in Anknüpfung an Selbstvorstellung und Bewerbungsunterlagen Biographiebezogene Fragen: aus der Anforderungsanalyse dimensionbezogen abgeleitet Realistische Tätigkeitsinformation: Interviewer gibt dem Bewerber bedarfsgerechte Infos über Tätigkeit, Arbeitsplatz und Unternehmen Situative Fragen: critical-incident-Basis Gesprächsabschluss: Fragen des Bewerbers werden beantwortet, weiteres Vorgehen besprochen
  • Wie sind strukturierte Interveiws zur Eignugnsdiagnostik zu bewerten? detaillierte Anforderungsanalyse als Basis wichtig höhere Beurteilerübereinstimmungen als unstrukturierte Interviews (.84 vs. .68) strukturiert ≠ automatisch inhaltsvalide inkrementelle Validität zu Intelligenztests bei der Vorhersage von Berufserfolg nachgewiesen (.51 vs. .63) => Motivation! Validität liegt im Schnitt zwischen .35 und .45 => Kriterium: Berufserfolg (subj. + obj. Kriterien)
  • Probleme bei der Vewendung von Selbstauskünften Messintention leicht durchschaubar => Antwortverhalten entsprechend steuern Selbstauskunft = explizites Messinstrument, d.h. könnne nur Daten erfasst werden, die introspektiv zugänglich sind => T-Daten besser !?
  • "objektive" Persönlichkeitstests Messintention nicht durchschaubar => soz. Erwünschtheit und Verfälschung vorbeugen eher indirekt als objektiv
  • Verfahren zur Erhebung von T-Daten Fragebogen (Antworttendenzen erfassen) Leistugnstests zur Erfassung von Persönlichkeitseigenschaften (z.B. Rod-and-Frame-Test => Beeinflussungsgrad) physiologsche Messverfahren: Hautleitfähigkeit projektive Tests exp. Verfahren implizite Verfahren (z.B. IAT)
  • projektive Verfahren und Beispiele ~ "klassisches Instrument der Persönlichkeitsdiagnostik" häufig soll eine mehrdeutige Vorlage disambiguiert werden und mit einer Deutung versehen werden Beispiele: Rorschach-Test (mehrdeutige Gebilde), Thematischer Apperzeptionstets (TAT: kleine Geschichte zur Reizvorlage erzählen Auswertung impressionistisch, d.h. Gesschichten werden auf interessierende Themen hin durchgesehen Testverhalten quantifzieren hinstichtlich bestimmter Persönlichketisdimensionen
  • Beurteilung projekiver Verfahren eher negativ nicht objektiv nicht reliabel nur vereinzelt bedeutsame Zusammenhänge mit Kriteriumsvariable nicht replizierbar kaum / keine inkrementelle Validität
  • Konvergenzen und Divergenzen zwischen den Datenarten oft Divergenzen z.B. aufgrund unterschiedlicher Interessens- und Motivationslagen bei Fremd- und Selbstauskünften keine gemeinsame Methodenvarianz