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Wirtschaftlichkeitsrechnung - Investitionsrechnung und technisches Control (Subject) / Kapitel 2 Kostenstellenrechnung (BAB) (Lesson)
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- 1. Was ist das Ziel/Aufgabe der Kostenartenrechnung? Erfassung und Zurechnung der Kosten auf die Kostenstellen/Kostenträger.
- 2. Auf welche Weisen können Kostenarten eingeteilt werden? Nach Art der Verursachung Nach Art der Abrechnung (Belege, Verbrauch, Zähler) Nach der Zurechnung auf Kostenträger/Kostenstellen (Einzel/Gemein) Nach der Abhängigkeit vom Beschäftigungsgrad (Variabel/Fix/Misch-)
- 3. Welche Grundsätze gelten für die Kostenartenrechnung bzw. die Erfassung der Kosten? Sie sollte so genau wie nötig sein, und so grob wie möglich (Kompromiss!). Die Einteilung der Kostenarten sollte vollständig sein, eindeutig, steuerungsrelevant und volumenorientiert sein.
- 4. Was sind die Haupteinflussfaktoren auf Die Kosten? Beschäftigungsgrad Betriebsgröße Qualität Preise
- 5. Was sind die 2 wichtigsten Arten der Einteilung von Kosten? Einteilung nach Abhängigkeit von Beschäftigungsgrad: Fixkosten und variable Kosten Einteilung nach Zurechenbarkeit auf Kostenträger: Einzelkosten und Gemeinkosten
- 6. Was ist der Reagibilitätsgrad? Was sagt dieser aus? Welche 3 Fälle gibt es? Der Reagibilitätsgrad R gibt an wie stark die Kosten vom BG abhängen. R = 1: Variable Kosten R = 0: Fixkosten 0<R<1: Mischkosten (fixe und variable Kosten kombiniert)
- 7. Wie verändern sich die Fixkosten abhängig von der Produktionsmenge? Was für Arten von Fixkosten gibt es? Geben Sie Beispiele. Die Stückfixkosten fallen mit zunehmender Stückzahl, da die gleichen Fixkosten auf immer mehr Stück umgelegt werden können. Es gibt (absolut) fixe Kosten die sich praktisch nie ändern (z.B. Pförtner) und sogenannte Sprungfixe Kosten. Bei der Überschreitung von einer gewissen Menge steigen die Fixkosten Sprungartig (z.B. Neuanschaffung von Maschine, wenn Kapazität überschritten)
- 8. Welche Kostenverläufe gibt es bei den variablen Kosten? Proportional: Stückkosten konstant (z.B. fester Einkaufspreis) Degressiv: Stückkosten fallen mit zunehmender Menge (z.B. Mengenrabatt) Progressiv: Stückkosten steigen mit zunehmender Menge (z.B. Verknappung am Markt)
- 9. Was sind Leerkosten und Nutzkosten? Erläutern Sie diese 2 Begriffe. Nutzkosten sind das Produkt von BG (%) und Fixkosten. Damit sind die Nutzkosten, der Fixkostenanteil welche auch wirklich genutzt werden. Die Leerkosten sind die restlichen Fixkosten. Damit die Fixkosten die sich quasi im „Leerlauf“ befinden und keinen Nutzwert haben.
- 10. Was sind Einzelkosten? Welche Arten von Einzelkosten gibt es? Einzelkosten können direkt dem Kostenträger (Produkt) zugeordnet werden. · Materialeinzelkosten · Fertigungseinzelkosten · Sondereinzelkosten
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- 11. Was sind die Grenzkosten? Wie sind die definiert. Grenzkosten K‘ sind die Ableitung der Kostenfunktion K. Anschaulich/Praktisch sind es die Kosten die für die Produktion eines zusätzlichen Stücks entstehen
- 12. Was sind Gemeinkosten? Wie werden diese eingeteilt? Gemeinkosten können nicht auf einen einzelnen Kostenträger zugeordnet werden. Man unterscheidet im Allgemeinen: · Echte Gemeinkosten: Lassen sich wirklich nicht zurechnen z.B. Pförtner · Unechte Gemeinkosten: Erfassungsaufwand wäre zu hoch (z.B. Kleinteile) Andere Einteilung (in der Kostenstellenrechnung): · Primäre Gemeinkosten (durch Hauptkostenstelle) · Sekundäre Gemeinkosten (Umlage der Hilfskostenstelle)
- 13. Was sind Sonder-Einzelkosten? Dies sind Einzelkosten (daher auf den Kostenträger zurechenbar sind), aber nicht Teil der normalen Produktion sind. Diese entstehen durch besondere Anforderungen oder Ereignisse, z.B. Spezialwerkzeuge.
- 14. Spielt es in der Kostenrechnung eine Rolle ob ein Kostenpunkt als Einzelkosten der Fertigung oder als Sondereinzelkosten betrachtet wird? Ja es spielt eine Rolle. Auf die (normalen) Fertigungseinzelkosten wird der Fertigungsgemeinkostenzuschlag aufgeschlagen. Auf die Sondereinzelkosten nicht!
- 15. Wie werden Fixe und variable Kosten in Einzel- und Gemeinkosten überführt? Die direkt zurechenbaren Fixkosten und die direkt zurechenbaren Variablen Kosten bilden als direkte Fixkosten und direkte Variable Kosten die Einzelkosten. Die nicht direkt zurechenbaren Fix- und Variablem Kosten bilden die Gemeinkosten. => Einzelkosten und Gemeinkosten haben fixe und variable Anteile!
- 16. Was ist eine Kostenstelle? Wie werden diese unterteilt? Eine Kostenstelle ist ein eigener Verantwortungsbereich der für seine Kosten verantwortlich ist. Dieser ist klar abgegrenzt und eindeutig definiert. Auf diese werden dann die Kosten zugerechnet. Eine Kostenstelle sollte üblicherweise mehrere Personen umfassen. Einteilung nach Abrechnung:• Hauptkostenstellen • Hilfskostenstellen Nach Funktion:• Fertigung, Material, Verwaltung
- 17. Welche Ziele/Aufgaben hat die Kostenstellenrechnung? Ziele/Aufgaben der Kostenstellenrechnung: 1. Verursachungsgerechte Zuordnung der Kosten 2. Überwachung und Kontrolle des Betriebsprozesses (=> Kontrolle der KSt.) 3. Innerbetriebliche Leistungsverrechnung 4. Bestimmung von Zuschlagssätzen für Kostenträgerrechnung
- 18. Wie erfolgt die Zurechnung der Kosten auf die Kostenstellen? Geben Sie ein Beispiel an. Direkt über Belege (Lohnabrechnungen) Über Verbrauchsgrößen (Strom, Wasser) Über Schlüsselgrößen (Umlage Schlüssel-Kantine)
- 19. Was sind die Grundideen des BABs? Interne Leistungsverrechnung der Hilfskostenstellen auf Hauptkostenstellen Umlage Sekundärer und Primärer Gemeinkosten auf die Kostenträger. Ermittlung der Zuschlagsätze und Vergleich von Ist- und Normalgemeinkosten.
- 20. Wie kann ein Schlüssel für die Umlage erstellt werden? Geben Sie Beispiele an. Der Schlüssel soll möglichst genau die interne Leistungsverrechnung widerspiegeln, aber auch keinen zu großen Aufwand bei der Erstellung erfordern. Einfache Varianten sind daher nach Mitarbeiterzahlen (Kantine, HR) oder Flächenverbrauch.
- 21. Welche 3 Verfahren zur Umlage der Kosten von Hilfskotenstellen gibt es im BAB? Wodurch unterscheiden sich diese in Bezug auf die Kostenumlage? Anbauverfahren: Kosten werden nur auf Hauptkostenstellen umgelegt. Stufenleiterverfahren: Kosten werden teilweise auf Hilfskostenstellen umgelegt. Gleichungsverfahren: Erfasst die komplette Leistungsverrechnung zwischen Hilfskostenstellen.
- 22. Was ist eine Unterdeckung und was eine Überdeckung? Während des Jahres werden die Gemeinkosten (bzw. deren Zuschlagssätze) mit vorgegeben Werten, den sogenannten Normal-Gemeinkosten kalkuliert. Am Ende des Jahres werden mit dem BAB die real angefallen IST-Gemeinkosten bestimmen. Normalgemeinkosten größer als IST-Gemeinkosten => Überdeckung (zu viel kalkuliert) Normalgemeinkosten kleiner als IST-Gemeinkosten => Unterdeckung (zu wenig kalkuliert)
- 23. Sie haben eine Kalkulation im BAB mit dem Stufenleiterverfahren durchgeführt. Die Zuschlagssätze erscheinen Ihnen aber unglaubwürdig und fehlerhaft. Würde eine erneute Kalkulation mit dem Gleichungsverfahren die Berechnung deutlich verbessern? Nein. Der Fehler/Unterschied zwischen den Verfahren liegt im Bereich von 1% oder darunter. Falls die Kalkulation wirklich nicht der Realität entspricht könnte dies an den verwendeten Schlüsseln liegen da diese oft vereinfacht oder veraltert sind.