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Medizin (Subject) / 3.8.1 (Lesson)
Modul 3 Unit 8 Teil 1
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- Aufgaben d. Proteine im Körper? Baustoff für Zellen, Gewebe, Organe Bestandteil für Wasser und Mineralstoffversorgung d. Zelle Bilden an Zelloberfläche individuelle Erkennungsmerkmale, damit diese nicht vom eigenen Immunsystem als fremd eingestuft und angegriffen werden Rezeptorproteine treten mit Insulin, Schilddrüsenhormonen, Geschlechtshormonen,, etc in Wechselwirkung: durch das können diese ihre Aufgaben erfüllen Bestandteile vieler Hormone und Enzyme: Anteil an anderen vielfältigen Aufgaben Proteine wie Kollagen, geben Struktur und Stabilität: Aufbau von Knochen, Haut, Arterienwände, Bindegewebe, Nägel und Haare Dienen im Blutplasma als Transportmittel für verschiedene Substanzen (zB Lipide, Hormone, Vitamine, Eisen, Cholesterin, Sauerstoff) kontraktile Funktion; ermöglichen Muskelkontraktion Schutz und Abwhrfunktion: zB als Gerinnungsfaktor sorgen sie für lebensnotwendige Blutgerinnung Energielieferanten im Notfall: können bei Bedarf in Glucose umgewandelt werden und so den Zellen als Brennstoff dienen
- Anzahl der vorhandenen Aminosäuren von Dipeptiden? 2 Aminosäuren
- Anzahl der vorhandenen Aminosäuren von Tripeptiden? 3 Aminosäuren
- Anzahl der vorhandenen Aminosäuren von Oligopeptide? 4 - 10 Aminosäuren
- Anzahl der vorhandenen Aminosäuren von Polypeptide? 11 - 99 Aminosäuren
- Anzahl der vorhandenen Aminosäuren von Proteinen? 100 und mehr Aminosäuren
- Essentielle Aminosäuren? können vom Körper nicht selbst hergestellt werden; müssen deshalb über Nahrung zugeführt werden
- Wie viel Aminosäuren gibt es im menschlichen Körper + wie viel davon sind essentiell? 20 - 22 verschiedene Aminosäuren 8 dieser Aminosäuren = essentiell bei Kindern 10
- Ist es denkbar einen Proteinmangel zu erleiden, obwohl täglich grosse Proteinmengen mit Nahrung aufgenommen werden? Ja, wenn: aufgenommene Proteine oder Proteinkombinationen von geringer biologischer Wertigkeit und somit vom Körper schlecht nutzbar sind alle Vitamine des Vit. B Komplexes für einen reiblungslosen Proteinstoffwechsel verantwortlich sin: ein Fehlen dieser Vitamine kann zu einem Proteinmangel beitragen gestörte Darmfunktion: Aminosäuren + Vitamine (zB V. B6) müssen über Dünndarmschleimhaut resorbiert werden
- Aminosäurenprofil? gibt Gesamtmenge d. Aminosäuren in einem Lebensmittel an und zum anderen das Verhältnis d. einzelnen Aminosäuren zueinander. Letzteres gibt Auskunft über Qualität d. Proteins und dessen Nutzbarkeit für menschlichen Organismus
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- limitierende Aminosäure? In einem Protein ; essentielle Aminosäure = limitierende Aminosäure, wenn sie im Verhältnis zu anderen essentiellen Aminosäuren nur in geringer Menge vorhanden ist Durch Ungleichgewicht verringert sich Qualität d. Eiweisses (biologische Wertigkeit) 1 einzige limitierende Aminosöure kann ein ansonsten günstiges Aminosäureprofil ungünstig verändern
- Wieso Kombination von Getreide + Hülsenfrüchten --> höhere biologische Wertigkeit d. Proteine als Verzehr eines reinen Getreide oder reinen Bohnengerichtes? Lysin im Getreide = häufig limitierende Aminosäure, in Hülsenfrüchten jedoch reichlich enthalten Bei Kombination dieser beiden Proteinquellen in d. gleichen Mahlzeit: Lysinanteil addieirt sich: höhere biologische Wertigkeit
- kann eine proteinreiche Ernährung zu Übergewicht beitragen? Ja, wenn Proteine nicht vollständig genutzt werden konnten aufgrund d. zugeführten Menge oder einer niedrigen biologischen Wertigkeit Aminosäurevoratshaltung im Körper = begrenzt, überflüsssige Aminosäuren werden zunächst in Glucose umgewandelt und anschliessend in Fett Mangel an bestimmten Mirkonährstoffen wie zB Vit. B6 kann zu einer reduzierten Proteinverwertung und somit zur Gewichtszunahme beitragen
- Wie kann ein Proteinmangel zu erhöhtem Körperfettanteil beitragen? Leidet Körper an Proteinmangel ---> löst er körpereigenes Protein aus seinen Muskeln und schliesst diese Lücken mit Fett
- biologische Wertigkeit? Einfluss d. bio. Wertigkeit eines Proteins auf dessen mengenmässigen Bedarf? biologische Wertigkeit d. Protein in einem Lebensmittel zeigt an, wie das vorhandene Aminosäureprofil dem Verhältnis d. Aminosäuren im menschlichen Körper ähnelt es geht nicht um Gesamtmenge d. im Protein (Quanität) sondern um richtiges Verhältnis zueinander (Qualität) Referenzeiweiss: Vollei: dessen biologische Wertigkeit wurde willkürlich auf 100 gesetzt. Wird ein Nahrungsprotein oder verschiedene Nahrungsproteine besser als Eiprotein vom Körper verwertet: dann hat es eine bio. W. über 100 Wird ein Protein schlechter als Eiprotein vom Körper verwertet, liegt biologische Wertigkeit unter 100. Je höher biologische W. des Proteins, desto besser ist dessen Verwertigkeit, umso niedriger der Bedarf.
- Lebensmittel mit hoher bio. W. = immer ein wertvolles Lebensmittel? Nein bio. W. bezieht sich ausschliesslich auf Beurteilung d. Proteins in Bezug auf Ähnlichkeit zum menschlichen Protein Andere Qualitätskritieren wie Belastungen durch enthaltene Schadstoffe oder d. Gehalt von Nährstoffen/ Vitalstoffen bleiben unberücktsichtig
- tierisches oder pflanzliches Protein bezüglich Verwertbarkeit in Bezug auf biologische Wertigkeit? T.P: meist besser verwertbar, da biologische Wertigkeit höher P.P.: einzelne pflanzliche Proteine werden aufgrund ihrer geringeren biologischen Wertigkeit schlechter verwerter. Dieser "Nachteil" kann jedoch durch Kombination verschiedener pflanzlicher Proteine kompensiert werden
- tierisches oder pflanzliches Protein bezüglich sonstiger Verwertbarkeit? T.P.: frei von Zellulose, so dass diese Proteine eine bessere Verfügbarkeit aufweisen P.P. Pflanzen bestehen aus einem Zellulosegerüst, aus dem sich das Protein bei der Verdauung schlechter lösen lässt
- tierisches oder pflanzliches Protein bezüglich enthaltener Proteinmenge? T.P.: meist höher: heutzutage aber meist zu hohe Eiweisszufuhr als an einem Mangel P.P.: meist geringer: Gleichzeitig ist aber auch Gefahr eines Proteinüberschüsses geringer
- tierisches oder pflanzliches Protein bezüglich Gehalt an Ballaststoffen und anderen Nähr und Mikronährstoffen? T.P: nahezu frei von Ballaststoffen, übliche Erhitzung führt zu starken Reduktion sämtlicher hitzeempfindlicher Nähr und Mikronährstoffen P.P: Gehalt an Ballaststoffen und anderen Nähr und Mikronährsoffen ist in pflanzlichen Proteinquellen generell höher: Fettzusammensetzung ist vielfältiger und qualitativ wertvoller
- tierisches oder pflanzliches Protein bezüglich Verdaulichkeit und Verträglichkeit? T.P.: bestehen aus langen Aminosäurenketten, deshalb wird für Verdauung deutlich mehr Energie benötigt. Für ein geschwächtes Verdauungssystem sind sie nur schwer verwertbar. Unvollständig verdaute Proteine verursachen Verdauungsstörungen P.P: bestehen aus kurzen Aminosäureketten, deshalb wird weniger Energie für Verdauung benötigt + Proteine sind leichter verdaulich: für bereits geschwächte Verdauungssysteme sind sie deutlich besser geeignet als tierische Pr.
- Früher wurden Sportlern empfohlen 4 Gramm Eiweiss pro kg Körpergewicht aufzunehmen. gut oder schlecht? bei dauerhaften Zufuhr: zu hoch! Als mögliche Folgen: Nierenprobleme: durch hohe porteinaufkommen entstehen beim Abbau d. Proteine ebenfalls sehr grosse Mengen an Harnstoff und Harnsäure, die über Nieren ausgeschieden werden müssen: Überforderung der Nieren Gichtanfälle: nicht ausgeschiedene, überschüssige Harnsäure kann sich in Form von Harnsäurekristallen in Gelenken ablagern Chronische Übersäuerung: Proteinüberschuss führt wegen hohen Säurebildung zu Mineralstoffverlusten, was mit zahlreichen negativen Folgen für Gesundheit verbunden ist. Calciummangel: übermässige Proteinzufuhr, kann zu einer verstärkten Ausscheidung ovn Calcium über Urin führen und somit Calciummangel verstärken
- Wodurch kann Proteinmangel entstehen? in seltenen Fällen: extrem einseitige vegetarische Ernährung, bei der ausschliesslich Früchte gegesesen werden aufgenommene Proteine oder Proteinkombinationen von geringer biologischer Wertigkeit (niedrige Werte der limitierenden Aminosäure) sind vom Körper schlecht nutzbar Mangel an Vitaminen des Vitamin B Komplexes zB B6., die an Proteinverdauung und Proteinaufbau beitragen --> kann durch zu geringe Aufnahme B6 reicher Rohkost entstehen. Aufgrund Hitzeempfindlichkeit mangelt es bei gekochter Nahrung häufig an diesem Vitamin. gestörte Darmflora Magensäuremangel und oder Bauchspeicheldrüsenschwäche --> führen zu unzureichenden Verdauung der Proteine und damit zu schlechten Verwertbarkeit der aufgenommenen Proteine
- pflanzliche Proteinquellen? Hülsenfrüchte (inkl. ungesalzene Erdnüsse) Nüsse und Mandeln Ölsaaten (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Sesam) Getreide (am besten hafer, Gerste oder gekeimtes Getreide bzw. Sprossen) Pseudogetreide (Quinoa und Amaranth) Pilze Kartoffeln Gemüse Algen Früchte
- Kriterien eines guten Proteinpulvers? es sollte: alle essentielle Aminosäuren enthalten frei von künstlichen Zusätzen wie Emulgatoren, synthetischen Süssstoffen, künstliche Aromen und Farbstoffen, künstlicher Zitronensäure etc sein mit Hilfe eines schonenden Herstellungsverfahren produziert worden sein: sodass Endprodukt ein natürliches Lebensmittel bleibt bei Allergikern frei von Molkeprotein (Milcheiweiss), Sojaprotein, Eiproteinen oder Weizenproteine sein bei Lactose-Intoleranzen frei von Mole (Wheyproteine) sein für Vegetarier: keine tierischen Proteinquellen
- Sind Sojaprodukte im Rahmen einer gesunden Ernährung empfehlenswert? Konsum von grossen Mengen: nicht empfehlenswert in kleinen Mengen in ausgewogenen gesunden Speiseplan eingebaut akzeptabel und keinesfalls schädlicher als übliche Fleisch und Milchprodukteverzehr
- Argumente gegen regelmässigen Soja Verzehr? einige Inhaltsstoffe d.Sojabohne gelten als gesundheitsgefährdend wenn sie in grösseren Mengen gegessen werden Sojaprodukte wie Tofuprodukte und Sojamilch sind sehr stark industriell verarbeitet und von daher kein natürliches Lebensmittel mehr: bestehen aus konzentrierten Proteinen; daher genauso wie Fleischkonsum Gefahr eines Proteinüberschusses aufgrund d. erhaltenen allergenen Proteine sind Sojaprodukte insbes. bei Allergikern und bei Hautproblemen neigenden Menschen nicht zu empfehlen
- Aminosäurepool? körperieigener Speicher für freie Aminosäuren, die Körper bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden. Nicht jedes Lebensmittel muss ein perfektes Aminosäurenprofil aufweisen, denn bei Mangel an bestimmten Aminosäuren kann Körper auf Vorräte in Aminosäurenpools zurückgreifen grösster Aminosäurepool: in Muskelzellen, weitere Aminosäurenspeicher in Leber und Blutplasma
- unter welchen Umständen können Nahrungsproteine Blähungen verursachen? wenn unverdaute Proteinpartikel in d. Dickdarm gelangen --> massive Fäulnisgase --> Blähungen URSACHEN: Überlastung d. Verdauungskapazitäten d. Magens und des Dünndarms aufgrund einer proteinreichen und ungesunden Ernährungsweise Mangel an Magensäure, die zu unvollständigen Eiweissverdauung führt Dysbakterie mit grossen Anteil an Fäulnisbakterien die zu einer gestörter Eiweissverdauung führt Mangel an Proteasen aufgrund e. Bauchspeicheldrüsenschwäche die zu e. unzureichender Verdauung d. Proteine führt
- Aus welchen 2 Quellen erhält Körper Aminosäurebausteine für Aufbau körpereigener Strukturen und Proteine? proteinreiche Ernährung durch Abbau von körpereigenem Gewebe entstehen Aminosäuren, die wieder recyclet werden: macht fast dir Hälfte d. tägliche benötigten Proteinmenge aus
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- Welche Zellen sind auf ausreichende Zufuhr von Aminosäuren angewiesen? Zellen reparieren + teilen: alle Zellen benütigen Aminosäuren als Baumaterial
- Angebliche Pro/ Contro Argumente für Erhitzen von Nahrungsproteinen? PRO Erhitzen d. Proteine: erspart Organismus d. Denaturierung : da erhitze Protiene bereits denaturiert sind: davon profitieren besonders Menschen mit schwachen Verdauungssystem einzelne Aminosäuren erleiden beim Erhitzen d. Narhrung angeblich erst bei hohen Temperaturen (Weit über 200° C) strukturelle Schäden CONTRA ab Temp. von ca. 120-140°C reagieren Aminosäuren mit bestimmten Zuckerarten (Glucose, Fructose, Lactose u.a.) zu neuen Verbindungen. zB Acrylamid: stark gesundheitsschädigend + aufgrund Reduzierung v. Aminosäuren: geringerer Biologischer Wert Kochvorgang verändert Aminosäuren spiegelbildlich: Körper kennt Form nicht: kann Aminosäuren nicht gebrauchen hitzeempfindliche B Vitamine, die sowohl für Verdauung d. Proteine als auch für Aufbau körpereigener Proteine wichtig ist : negative Auswirkung auf Proteinstoffwechsel