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KogEmo 1 (Subject) / Skriptum (Lesson)
110 Seiten
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- Anfänge 1) Kognition 2) Emotion Neurowissenschaften Ausgangspunkt 1) 60er 20. Jhdt 2) Anfänge 21. Jhdt; Renaissance: nicht Beiprodukt des Verstandes, sondern essentielles Merkmal menschlichen ErlebensDurchsetzung, dass Mensch ein emotionales Wesen ist, statt Verstand und vernünftig denkenden Menschen (kognitionspsychologische Dominanz) durch Neurowissenschaften! ... Assoziation Kognition + Emotion ... Wahrnehmungspsychologie
- Was ist Wahrnehmung? Informationsverarbeitungsmodell allgemeine Definition: Sinne stimulierenden Informationen ausgewertet, in wieweit bedeutungsvolle Informationen enthalten Bruce, Green & Georgeson: Vorbereitung lebenswichtiger Handlungen -> Überleben gewährleisten Gordon: aktiver und konstruktiver Prozess Informationsverarbeitungmodell: Infos aus Umwelt in Organismus aufnehmen, verarbeiten und Repräsentation der Umwelt bilden klassische Informationsverarbeitungstheorie: aus Wahrnehmung -> Perzept: Endprodukt interaktiver Einflüsse von Reiz und internen Prozessen
- 1) Emotions- 2) Kognitionspsychologie 3) Ästhetikforschung andere Fächer und Disziplinen Wirkung von Reizen und Kontexten auf emotionales Erleben Denk-, Bewertungs- und Problemlöseprozesse Schnittmenge Sozialpsychologie: Zusammenleben mit anderen, soziale Diskurse Biologische Psychologie: neuronale und physiologische Grundlagen; Teilgebiet Phyisiologischer Psychologie Entwicklungspsychologie Persönlichkeitspsychologie: Unterschiede Persönlichkeitsstruktur> Thrill und Adventure Seeking korreliert mit Vorliebe für repräsentativer Kunst> Openess to Experience korreliert mit Kunstgefallen> Ästhetik nur beim Menschen (Darwin)
- Psychologische Ästhetik in den angewandten Forschungsfeldern der Psychologie 1) Designforschung und Ergonomie 2) Umweltpsychologie 3) Kunstpsychologie 4) Musikpsychologie 5) biologische Grundlagen von Ästhetik 6) Architekturpsychologie 1) Ziel Ergonomie: Objekte angstfrei, fehlerfrei, schädigungsfrei, Stressminimierend gestalten(Human factors)Wundts Völkerpsychologie, Münsterberg: Kunst - Betätigungsfeld für praktische PsychologieDesignforschung -> wirtschaftlicher Erfolg: Persönlichkeit, Kontext, Handlungsabsicht> ästhetische Präferenz: runde Formen 2) ... Wohlbefinden Menschen -> Architekturpsychologie 3) - psychologische Analyse; wahrnehmungspsych., philosophische, ästhetische und psychoanalytische Ansätze- Kunstwissenschaft: Psychologie des Kunstwerks und historische Analyse 4) besonders Emotionsverarbeitung 5) Gesichtsschönheit und -attraktivität Zusammenhang mit biologischer Funktion der Partnerwahl 6) Spezialbereich von 2); Einfluss von Gestaltung
- Kognition & Emotion oft Gegensätze: Kognition: ursprünglich Gedächtnis, Denk- und Lernprozesse; kognitive Wende 60er: menschliche Informationsverarbeitung, Bahnen im Kortex émouvoir; Gefühlszustand, Handlungsimpulse, Reflexionen physiologischer Zustände psychische Zustände zeitlich begrenzt bewusst objektgerichtet subjektiver + physiologischer Aspekt
- Abgrenzungen Emotion: 1. Affekt 2. Gefühl 3. Stimmung 4. Metastimmung 5. evaluative Urteile 6. emotionsgeladene Urteile Affekt: Zusammenhang mit intensiven emotionalen Zuständenaffect: Synonym für emotion Empfinden von Emotionen; subjektive Erlebenskomponente lange, kontinuierlich, schwach, unbestimmte Ursache - Informationen über Zustand des Individuums, nicht objektgerichtet Gedanken und Gefühle über Stimmungen, verschiedene Dimensionen; Aspekt emotionaler Intelligenz Gesamteinschätzungen von Situationen emotionale Aspekte des Selbsterlebens und des Sozialen, z.B. sich geschätzt fühlen, respektiert, ausgenutzt
- Geschichte: Antike Emotionen und Gefühle unter dem Begriff "Affekte"/"Leidenschaften"⇒ Ethik und Lebensbewältigung > lebenspraktische Fragen Aristoteles: enger Zusammenhang Gefühlszustand - Urteile ethische Seite: Thykidides; Motive mit Emotionsbegriffen beschrieben Epikur: Lustmaximierung durch Beürfnisregulation, radikale "Diesseitigkeit aller Strebungen": Seele bei Tod aufgelöst, "Vergnügen" = wesentliches Charakteristikum des Fühlens Platon: Seele in 3 Teile1) Begierde (im Unterleib)2) Zorn (Brust)3) Vernunft (Kopf)⇒ Interaktionen zwischen Vernunft und Emotion Aristoteles: Affekte ~ seelisches Erleben: Lust und Unlust Landweer & Renz: Emotionen müssen bearbeitet und bewältigt werden weil ihnen Negatives und Schädliches anheften kann Gegenposition zu Epikur: Stoiker: Gefühle = unklare Erkenntnisse, vernunftlose und naturwidrige Gemütsbewegungen, ⇒ therapeutisch
- Geschichte: Mittelalter Augustinus: Kritik an Stoiker; Gefühle gehören zu Natur des Menschen Einteilung in gute und böse Emotionen Augustinus von Hippo: Passionen = Sünde und ungöttlichLiebe = göttliche Emotion ~ Willen Thomas von Aquin: Leidenschaften anhand von Kriterien klassifizieren:> Liebe, Sehnsucht, Lust: begehren das Gute> Hass, Abneigung, Trauer: begehren das Übel> Hoffnung, Verzweiflung: überwinden das Gute> Furcht, Tapferkeit, Zorn: überwinden das Übel
- Geschichte: Barock und Aufklärung Trennung Philosophie - Theologie ⇒ neue Theorien Descartes: 6 Grundemotionenzentralste: Verwunderung, Liebe, Hass, Verlangen, Freude, Trauer Spinoza: 3 Grundemotionen: Begierde, Freude, Trauer + >48 Emotionen, mit Gegenteil gruppiertmenschliches Handeln: Vermeidung von Selbstgefährdung ⇒ Selbsterhaltungwir halten Dinge für gut, weil wir sie begehren (nicht umgekehrt) Kant: Unterteilung in Affekte und LeidenschaftenAffekte: kurz andauernde Gefühle der Lust/UnlustLeidenschaften: langfristige Gewohnheiten> stand beiden negativ gegenüberästhetischer Genuss = Form der abgeschwächten emotionalen Involviertheit, subjektive Allgemeinheit Nietzsche:1) Ablehnung starker Gefühle; Gefühlsduselei2) Stellenwert MusikUnterordnung Gefühle ⇒ Vernunft und Erfahrung
- Geschichte: Frühes 20. Jahrhundert Konfliktthese Howard: wie Kant, skeptisch gegenüber Emotionen,Emotionen haben keine positiven FunktionenKonfliktthese: Emotionen zu nichts gut ⇒ physiologische Störung; entstehen aus Konflikten Kritik: positive Emotionen ⇒ nicht Resultat eines KonfliktesEmotionen haben adaptive Funktionen, die zum Überleben dienen
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- Emotion als physiologische Erregung (arousal) körperliche Veränderungen: z.B. Blutdruck, Herzrate, Atmung, Pupillen, Blutzuckerspiegel,... auch in Alltagssprache; James: Zuordnung Gefühle zu Körperregionen> Ekel: Bauch- und Halsbereich> Angst: Magen-, Darm-, Unterleibsbereich> Ärger: ganzer Körper physiologische Veränderungen sind spezifisch für das Gefühl und die dazugehörige Emotion; prägt das Gefühl ⇒ James Lange Theory
- James-Lange Theorie der Emotion emotionsauslösendes Ereignis körperliche Reaktion führt körperlich-expressiv oder verhaltensmäßig zu Veränderungen in der Person dann als emotionales Erleben empfunden oder interpretiert Umkehrung der Alltagstheorie: Ergeinis löst Emotionen aus, führt dann zu Verhalten Intensität der Emotion wird durch wahrgenommene Intensität der körperlichen Veränderungen bestimmtvermittelnde Bewertung zwischen Situation und körperlichen Reaktion (nicht Wahrnehmung alleine) - Bewertung: Idee des lebenswichtigsten Elements einer Gesamtsituation
- Kritikpunkte Cannons an James-Lange Theorie durch vollständige Trennung der Eingeweide vom ZNS kommt es zu keiner Veränderung im emotionalen Erleben.- bei Durchtrennung Rückenmark und Vagusnerv von Tieren keine Änderungen im emotionalen Verhalten jedoch wissen wir nicht ob Tiere gezeigten Emotionen erlebt haben- bei Befragung von querschnittsgelähmten: "eingeschränktes emotionales Befinden"jedoch nicht repliziert und widerlegt⇒ kein eindeutiges Ergebnis bei vielen emotionalen und nicht emotionalem Verhalten werden ähnliche physiologische Erregungen ausgelöst.z.B. Schwitzen beim Sport ⇒ unklar wann Erregung eine Emotion auslöst Eingeweide sind zu unempfindlich.Cannon: zu wenige Rezeptoren um Emotionen in der erlebten Intensität auszulösenheute: viele Rezeptoren, wobei: Wahrnehmung der Empfindungen unspezifisch ⇒ zur Unterscheidung von Emotionen ungeeignet viszeralen Veränderungen sind nicht schnell genug um als Quelle des Erlebens von Emotionen zu fungieren.Latenzzeiten der Muskelreaktionen zu langsam durch künstliche Herbeiführung viszeraler Veränderungen können die Emotionen nicht ausgelöst werdenbei Adrenalin-Injektion nur "als-ob" Gefühle; (also unspezifische Erregung)jedoch eigentlich: kann durch Adrenalin Emotionserleben ausgelöst werden Kritikpunkte aus heutiger Sicht nicht so klar ⇒ Theorie nicht so einfach zu verwerfenLatenzzeit + Rückenmark weisen darauf hin, dass körperliche Reaktionen weder notwendiger Bestandteil, noch in der Reihenfolge auftreten
- Emotion als Folge kognitiver Prozesse: Cannon-Bard-Theorie Annahme: Qualität von Emotionen wird durch fest verdrahtete Prozesse im Gehirn bestimmt.Vernetzung von Ereignissen über die Aktivierung von zentralen Hirnregionen, wie z.B. Thalamus ⇒ gleichermaßen emotionale Erlebnisse und körperliche ReaktionenEmotionen entstehen erst, wenn sensorischen Signale den Thalamus erreichen und hier eine Aktivierungsreaktion auslösen⇒ Ausprägung einer Emotion abhängig vom Aktivierungsmuster der Hirnstruktureneinzelne Emotionen unterscheiden sich hinsichtlich des Ausmaßes autonomer Erregung, welche sie auslösen, aber nicht nur: sowohl Unterschiede zwischen Emotionen als auch erlebte Intensität lösen Emotionen aus > unterschiedliche Emotionen mit sind mit unterschiedlichen autonomen Mustern gekoppelt: z.B. Herzrate bei negativen Emotionen schneller ⇒ nicht nur eine einzige Komponente löst unterschiedliche Emotionen aus
- Emotionstheorie von Meinong Grundannahmen:, introspektiv Objektgerichtetheit spezifische Erlebnisqualität: eigene qualitative Empfindung z.B. positiv/negativ Gefühle/Emotionen setzen Kognitionen voraus: kognitive Bewertung der Situation zuvor Kognitionen differenzieren zwischen unterschiedlichen Gefühlen: Unterschiede in Emotionen/Gefühlen basieren auf Unterschieden in den Kognitionen Urteilsgefühle: entstehen wenn man Emotionen für reale Sachverhalte entwickelt - nicht nur auf Einzelgegenstände, sondern auf SituationenGefühle: entstehen dadurch, dass man Urteile/Annahmen über die Sachverhalte bildet (können gewiss/ungewiss sein)Unsicherheitsgefühle: + Hoffnung, - FurchtGewissheitsgefühle ⇒ 1. auf Person selbst // 2. andere Personen1: + Freude, - Leid2: ⇒ Sympathie für andere? ⇒ 1. Sympathie // 2. Antipathie1: + Mitfreude, - Mitleid2: + Schadenfreude, - Neid
- Emotionstheorie von Arnold introspektiv, Grundannahmen: Gefühle/Emotionen setzen kognitive Bewertung voraus Kognitionen differenzieren zwischen unterschiedlichen Gefühlen Es gibt 3 Arten emotionsrelevanter Kognitionen (alle 3 notwendig):a) faktische Kognitionen/Tatsachenüberzeugungen: Meinung ist ausschlaggebendb) evaluative Kognitionen/Wertüberzeugungen: alle Meinungen, die Situation bewerten - erwünscht/unerwünscht, angenehm/unangenehm, wertvoll/wertlosc) Bewältigbarkeit⇒ Einschätzung, ob in der Lage, Situation zu bewältigen Handlungstendenzen werden gebildet⇒ als Emotion erlebt⇒ Impuls zur Annäherung/Vermeidung der Situationbei Bewertung der Situation entstehen physiologische Reaktionen und Gesichtsausdrücke als emotionale Beiprodukte Funktion von Emotionen: Emotionen sind Produkt der menschlichen Evolution, Aufgabe: evolutionär adaptive Handlungen auslösen, heute nicht mehr ⇒ Beiprodukt
- Zweifaktoren-Theorie von Schachter emotionales Erleben durch Bewertung Situation und Zuschreibung ihrer Ursache (Attribution)2 Wege der Emotionsentstehung Normalfall: Wahrnehmung eines emotionalen Ereignisses ⇒ Bewertung als emotionsrelevant ⇒ physiologische Reaktion ⇒ wahrgenommen und attribuiert: Erleben (von Furcht) Sonderfall: Emotion durch reine Wahrnehmung einer physiologischen Reaktion ohne Erklärung - Erregung wahrnehmen ⇒ nicht erklären können ⇒ aktive Suche nach Auslösern Experiment: "harmloser Vitamin": Ephinephrin oder Placebo4 Gruppen: Wirkung mitgeteilt, verschwiegen, Fehlinformationen, Placebogruppe: verbündete PersonWut-Bedingung-------> falsch + nicht informiert + Placebo (gegen Erwartungen): stärkere Emotionen-> sowohl physiologische Erregung als auch kognitive Interpretation dominieren das Erleben von Emotionenad Valins-Effekt!
- Valins-Effekt Valins kritisierte dass nur Wahrnehmung von tatsächlicher körperlicher Erregung Emotionen auslöst - meint: Meinung über Vorliegen und Ausmaß von physiologischer Erregung die Emotion bestimmt > Attraktivität von leicht bekleideten Frauen einschätzen + falsche Rückmeldung über Herzrate⇒ attraktiver, wenn Herzrate höher = Valins-Effekt
- Appraisal Ansatz von Scherer SEC (Stimulus Evaluation Check):Stufen der Verarbeitung, die das Erleben von Emotion determinieren Stufe 1: Beobachtung ob externale oder internale Veränderung, ob Ereignis neu? (Überraschung? Langeweile?)Stufe 2: wenn neu: Bestimmung ob Ereignis angenehm? (Lust/Unlust)Stufe 3: Überprüfung ob relevant für wichtige Ziele/Bedürfnisse? (Freude, Furcht, Wut, Zufriedenheit)Stufe 4: Bewältigungsmöglichkeiten? (Traurigkeit, Furcht, Wut)Stufe 5: Selbstkompatibilität: soziale Normen, kulturelle Konventionen, Erwartungen von anderen übereinstimmend? (Verlegenheit, Scham, Stolz) einer der integrativsten und biologisch am erklärbarsten, empirische Absicherungjedoch kein Ansatz um unbewusste Bewertungen empirisch zu erfassen
- Zajonc-Lazarus Debatte über das Primat von Emotion und Kognition Zajonc: mere exposure Paradigma - Dinge gefallen mehr, je öfter sie verarbeitet wurden> priming-Studien> Studie ob kognitive Urteile affektiven Urteilen hervorgehen? affektive Urteile sensitiver für Wiederholung ⇒ affektives Verarbeiten geht kognitivem Verarbeiten voran Lazarus: ohne kognitive Verarbeitung Emotion nicht möglichFormen kognitiver Verarbeitung: primary und secondary appraisal = kognitive Bewertung> Stress-induzierende Filme mit unterschiedlichen Verarbeitungsstrategien --- wie passen die beiden Theorieansätze zusammen?affektive Reaktionen (Zajonc) sind einfache Präferenzen, finden auf basalen, affektiven Niveau stattechte Emotionen, die benennbar und explizierbar: (Lazarus)außerdem: Zajonc nur gezeigt, dass emotionale Reaktion vor einer bewussten Reaktion entstehen kann
- Emotionstheorie nach LeDoux erforschte Zusammenhang von Emotion und Kognition am Beispiel der Ängstlichkeit2 emotion circles, die beim Entstehen von Ängstlichkeit eine Rolle spielen 1. langsamer Regelkreis: Verbindung von Thalamus über sensorischen Kortex zur Amygdala: detaillierte Analyse sensorischer Information ⇒ eher kognitiv2. schneller Verarbeitungszirkel: direkt von Thalamus in Amygdala, Verarbeitung einfacher Stimuluseigenschaften; z.B. Reizintensität ⇒ automatisch und weniger kognitiv ⇒ integrativer Ansatz, vereint beide TheorienNutzen beider Zirkel: mögliche schnelle Reaktion auf Furcht auslösende Reize + länger dauernde Evaluation: Bewertung und angemessene Handlungsauswahl durch den Kortex
- Dimensionsmodelle der Emotionen Koordinatensystem in dem die Emotionen verordnet werden könnenwenig Einigkeit über Zahl und Beschaffenheit der Dimensionen einfache Modelle: 2 Dimensionenz.B. Traxel: angenehm/unangenehm, Submission/DominanzWundt: Ordnungsschema für emotionale Erlebnisse: Lust/Unlust, Erregung/Beruhigung, Spannung/LösungRussel: Circumplex-Modell: Valenz, Erregung (LEHRBUCH S. 169?)
- Primär-/Basisemotions-Ansätze Kritik basiert auf der biologisch fundierten Idee, dass es angeborene Emotionen gibt⇒ allen Menschen eigenfür jede Grundemotion exisitert ein automatischer Auslöseprozess ⇒ emotionsspezifische physiologische Reaktionen und typische Gesichtsausdrückebisher: nur möglich, positive und negative Emotionen anhand physiologischer Messungen zu unterscheidenauch individuell unterschiedliche + zwischen Kulturen variierende Emotionen, die erlernt sindsekundäre Emotionen bauen auf Grundemotionen auf - Kognitionsprozesse (Bewertungen) spielen wichtige Rolle, bei Primaten nicht unbedingt vorhanden Ekman, Friesen und Ellsworth: 6 Basisemotionen: Ärger, Ekel, Freude, Furcht, Traurigkeit, Überraschung + Verachtung⇒ im Gesicht zu erkennende Emotionen Frijda: Klassifikationssystem: Begierde, Glück, Interesse, Überraschung, Verwunderung, Leid Kritik: mangelnde Übereinkunft welche und wie viele Emotionen basal sindbei allen: Furcht, Ärger, Ekel, Traurigkeit | außer McDougall: Freude, ÜberraschungOrtony & Turner: "Basisemotionen weder biologisch, noch psychologisch grundlegend"Emotionsmischung nicht nachgewiesen
- Plutchik's Wheel of Emotions Modell biologisch und evolutionär fundierte Grundannahmen:integrierte Logik von Dimensionsmodellen Emotionen haben eine gentische Grundlage Emotionen sind grundlegende Formen der Anpassung die auf allen Stufen der phylogenetischen Leiter identifiziert werden können Emotionen sind komplexe Ketten von Ereignissen 8 primäre Emotionen die Ähnlichkeitsbeziehungen zwischen den primären Emotionen können in einem dreidimensionalen, strukturellen Modell dargestellt werden alle anderen Emotionen sind Mischungen oder Kombinationen ad 3.: Reiz/Ereignis > kognitive Einschätzung > Emotion und physiologische Reaktion > Handlungsimpuls > beobachtbares Verhalten > biologische Funktion/Auswirkung>>> Rückmeldeschleifead 4.: biologische FundierungFurcht/Ärger, Freude/Traurigkeit, Akzeptanz/Ekel, Erwartung/Überraschung ad 6.: zweidimensionale Darstellung: unterscheidet sich von herkömmlichen Dimensionsmodellen:1. Emotionspaare sind quasi selbst die Dimensionen des Modells2. Dimensionen nicht bekannt, nur um Dimension Intensität erweitert ⇒ dreidimensionales, strukturelles ModellMischung durch Konflikt der Primäremotionenprimäre Dyaden: wenn sich 2 nebeneinanderliegende Primäremotionen vermischensekundäre Dyaden: wenn eine Primäremotion zwischen den beiden sich Vermischenden liegttertiäre Dyaden: wenn sich zwei gegenüberliegende Primäremotionen vermischenTriade: Vermischung von 3 Primäremotionen
- Emotionsausdruck und Gesichter Facial Feedback-Hypothese FACS Darwin hat schon adaptive Funktionen von Emotionen erkannt zeigen von Emotionen: kommunikative FunktionFeedback über die subjektive Erfahrung des eigenen ErlebensFacial Feedback-Hypothese: Feedback der Gesichtsmuskeln verstärkt Intensität des erlebten GefühlsEkman und Friesen: FACS (Facial Action Coding System): Kodiersystem zur Identifikation von 44 unterschiedlichen mimischen Bewegungseinheiten > beschreibend, nicht wertendZeitlupenaufzeichnungen Gesichtsausdrücke, besonders Basisemotionen universell, auch bei blinden, aber auch in der Kultur gelernt ⇒ auch individuelle Besonderheiten fröhlicher Gesichtsausdruck schneller erkannt als überrascht, angewidertauch bei verkehrten ⇒ einzelne Gesichtsmerkmale
- Emotionsausdruck und Hirnphysiologie Aktivität in der rechten zerebralen Hemisphäre korreliert mit der Erkennung von Gesichtsausdrücken Fähigkeit Gesichter vs. Gesichtsausdrücke zu erkennen unabhängig voneinanderWahrnehmung von bedrohlichen Reizen wird von kortikalem Netzwerk verarbeitet; zwischen Männern und Frauen unterschiedlich Limbisches System: Papez circuit: Ablauf der EmotionsentstehungCingulate cortex > Hippocamous > Hypothalamus > Thalamus > zurück in den Cingulate cortex Amygdala und Hypothalamus verbunden mit Furcht und Aggression
- Gesichtsverarbeitung Modell nach Bruce und Young Box-Modell der Gesichtsverarbeitung: 8 Systeme structural encoding (piktorales strukturelles Enkodieren):- erste Beschreibung des Gesichts-- view-centered descriptions: Gesicht abhängig von der Ansicht ⇒ 2, 3, 4 weiter verarbeitet-- expression-independent: generelle Informationen, unabhängig von Betrachtungswinkel ⇒ 4, 5 expression analysis (Gesichtsausdruck) facial speech analysis (Mimik):- Analyse sichtbarer Bewegungen von Mund und Zunge directed visual processing (gerichtete visuelle Analyse):- Verarbeitung spezieller Gesichtsmerkmale; aufgaben- oder intentionsabhängig-------unbekannt face recognition units:- Informationen aller bekannten Gesichter werden gespeichert ⇒ Entscheidung ob bekannt/nicht person identity nodes:- wenn Gesicht bekannt, zusätzliche Informationen abrufen name generation cognitive system:Verteilung der Aufmerksamkeitsressourcen auf anderen Bereiche und Steuerung der Abfolge der Stufen erinnern Beruf (PIN) schneller als Name Einschränkungen: Verarbeitung bekannter Gesichter detaillierter, cognitive system vage
- Merkmale zur Gesichtswiedererkennung Gesichts-Invasions-Effekt S. 51lokale Merkmale -- holistische Verarbeitung Manipulationen wenn Gesicht verkehrt herum ist, spielen keine wichtige Rolle ⇒ bei "normalem" ErkennenLeder: verkehrte am fehleranfälligsten Burton: Gesichter, die man gut kennt können auch unter extrem verzerrten Darbietungsformen erkannt werdendurch Vertrautheit entwickelt sich Prototyp
- ???- Erkennung von unbekannten Gesichtern auf Videos von Überwachungskameras - nur schlecht; bei bekannten Personen gut wieder erkanntGesicht ausschlaggebendkann nicht geübt werden Gesichtserkennung unabhängig von Erfahrung
- Prosopagnosie = neuropsychologische Störung:nicht in der Lage, Gesichter zu identifizieren, können Gesichter nicht zuordnen oder angeben ob sie Gesicht kennen/nicht Ursache: Läsionen im Temporallappen z.B. nach Schlaganfall ⇒ spezialisierte Neuronen tragen zur Gesichtserkennung bei dafür über Ratewahrscheinlichkeit gut einteilen: Kompensationsstrategien ab FRU nicht mehr funktioniert
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- Evolutionspsychologische Ansätze der Partnerwahl - Partnerwahl und evolutionär fundierte Geschlechtsunterschiede Anpassungsbedingungen Darwin: überlebensoptimierte Anpassungen durch natürliche Selektion Lamarck: Giraffen, Hals länger um höher -> Vorteile entstehenD: längere Hälse Ausschlussprinzip: weil kürzere Nachteil, nicht längere Vorteil -> Nachteile ausgesiebt heutigen Präferenzen: Produkt der Anpassung der EvolutionAttraktivität: Selektionsvor- oder -nachteiloft nicht einfach Paarung sondern Bindung - Frauen mehr Aufwand, Männer: Investitionsgefälle ---- basiert auf Unterschieden⇒ Frauen müsste Partner wichtiger sein; Status, wählerischer, steigt mit Einkommengute Gene⇒ Männer: physische Attraktivität; jung, fruchtbar aber höheres Alter: auch ältere FrauenJugend, Fruchtbarkeit Fruchtbarkeit: korreliert mit Hüft-Taillen-Index (T/H) - fruchtbare Frauen: 0.7 (normalgewichtige)---- vermutlich BMI unterschätzt
- Allgemeinpsychologische Ansätze der Gesichtsattraktivität Durchschnittshypothese Prototypikalität der Gesichtsattraktivität Symmetriehypothese flukturierende Asymmetrie Attraktivität = Marker für genetische Qualität⇒ gesunde Entwicklung, kaum Krankheiten etc. schwierig: persönliche Vorlieben + gesellschaftliche Standardvorstellung ⇒ Präferenzen, keine Tatsachen! Auswirkungen Attraktivität auf Verhalten: attraktivere positiver eingeschätzt, länger betrachtet, leichte Korrelation mit Einkommen Durchschnittshypothese: durchschnittliche Gesichter besonders attraktiv = gemitteltes Gesicht einer Population, große genetische Stabilität⇒ Morphing-Verfahren, attraktiver als einzelne Gesichter Prototypikalität: Gesichter besonders attraktiv, wenn sie dem Gender-Stereotyp entsprechen -> typisch maskuline/feminine Merkmale Feminität in männlichen Gesichtern > Wärme, EhrlichkeitMaskulinität dann Marker genetischer Qualität, wenn hohes Schwangerschaftsrisiko; jedoch nur wenn kurze Beziehungen gewünscht sindbei längeren ⇒ präferieren Weiblichkeit: höheres Maß an Kompetenz und Engagement Symmetriehypothese: durchschnittliche Gesichter attraktiv, wenn symmetrisch---> Symmetrie erklärt nicht Attraktivität durchschnittlicher Gesichter aber hat positiven Einfluss auf Gesamtbewertung der Attraktivität flukturierende Asymmetrie = Grad mit dem man von absolut perfekter Symmetrie in bilateralen Merkmalen (Hände, Ohren) abweicht⇒ Indikator für Abweichung der Entwicklungdurch störende Umwelteinflüsse oder genetische Abweichungen> symmetrische Personen mehr Sexualpartner als unsymmetrische, häufiger Affären die nicht auf Status/Einkommen zurückzuführen sind, häufiger Orgasmen----> Symmetrie als flukturierende Asymmetrie zwischen den Körperhälften ist also ein potentieller Ansatzpunkt für Verhaltensadaptation
- Sozialpsychologische Ansätze der Partnerwahl Austauschtheorie Cheerleader-Effekt Attraktivität nur eines der Merkmale, die Beziehungen beeinflussenForschung umfasst Merkmale erfolgreicher Partnerschaft, Beobachtung dyadischer Interaktion von Paaren, interpersonelle Anziehung, attraktive Anziehung, Paarbewertungen, Aspekte des Flirtens, Mating im Tierreich Partnerschaftswahlentscheidungen komplexe Eigenschaften:> sexuelle Orientierung beeinflusst Attraktivitätswahrnehmung stärker als biologische Fortpflanzungstendenz> Ähnlichkeiten zwischen Partnern: Einkommen und Bildung, Einstellung und Religion, physische Ähnlichkeit, Persönlichkeitszuschreibungensystematische Abstufung: Ähnlichkeiten am stärksten für soziale und demographische Merkmale (Alter, Religion), schwächer: allgemeine psychologische Charakteristika (Intelligenz), schwächsten: Persönlichkeitsmerkmale Austauschtheorie: harmonisches und ausgeglichenes Partnerschaftsverhältnis beruht auf ÄhnlichkeitenPartner ist "beste Wahl", um sich "hoch zu wählen" Cheerleader-Effekt: in Gruppenbewertung attraktiver, beruht auf 3 Mechanismen: das visuelle System berechet Gesamteindruck eines Gesichtes, welches sich aus den Einzelgesichtern zusammensetzt durchschnittliche Gesichter werden als attraktiver wahrgenommen individuelle Charakteristika verschmelzen mit dem Gesamt-Durchschnitts-Gesicht
- Grundlagen der Ästhetik: Geschichte der empirischen Ästhetik Philosophische Ansätze ahistorisch weil:wissenschaftliches Verstehen von Erleben und Verhalten schwer zeithistorisch rekonstruierbar(kritischer Rationalismus: Dinge können nicht bestätigt, nur widerlegt werden)⇒ lebende Personenälteste Kunst archäologisch, verschiedene Motive: Pfeilspitzen, Ornamente etc.⇒ Theorien:- künstlerische Darstellungen: Träume und Wünsche dargestellt Selbstverwirklichung- praktische Erfahrung und Erlebnis illustriert; Jagdpraktiken veranschaulicht konkrete Funktionen aísthesis: Wahrnehmung/EmpfindungAthen Assoziation zum SchönenHeraklit: Schöne in der Kunst, durch die Nachahmung der NaturDemokrit: Prinzipien des Visuellen: Symmetrie & Harmonie⇒ Idee: Schönheit mit Ausgewogenheit und Harmonie assoziiertSokrates: Schönheit = moralische GütePlaton: kritischte Haltung: Kunst = Abglanz des eigentlich Wichtigen
- Ästhetik: Weg zur Empirie Hume: kritisierte metaphysische Betrachtung von Schönheit; sondern: psychologische Sichtweise: Subjektivität und soziale Bedingtheitaus Beobachtung könnten Standards des Schönen gewonnen werden, was zeit- und kulturabhängig als ästhetisch/angenehm empfunden Baumgarten:Ästhetik = allgemeine Wahrnehmungswissenschaft im Kontrast zur Wissenschaft des DenkensZweck: Vollkommenheit der sinnlichen ErkenntnisÄsthetik ~ sinneserkenntlich vermittelte sinnliche Erfassung; Schöne = gut und wahr Kant: Erkenntnis vs. Gefühl: 2: das Subjektive im engeren Sinne - bezieht sich nicht auf Objekt, sondern Zustand des Subjekts ---> Denken vs. FühlenÄsthetik erlaubt philosophisches + psychologisches Herangehenphilosophisch: Bezug auf Objekte, weniger Erfahrungen im Betrachter Ästhetik: Schönheitsempfindung vs. Kunstgeschichte: Wirkung von Bildern
- Ästhetik in der Geschichte der modernen Psychologie: Psychophysik und Ästhetik Zusammenhang psychisches, physisches - seelisches, körperlichesäußere: Zusammenhänge zwischen der physikalisch klar definierten Reizmodalität und den damit einhergehenden Wahrnehmungeninnere: Zusammenhang zwischen den Erregungszuständen eines neuronalen Systems und entsprechenden Wahrnehmungen Gesetzmäßigkeiten des Zusammenhangs von Reiz und Empfindung und deren Modulation durch innere und äußere Zustände Ästhetik Forschung durch induktive Herangehensweise geprägtästhetische Präferenzen hängen von Stimuluseigenschaften ab. stimulierende + ordnende FaktorenBeschränkung: interindividuelle Unterschiede Goldene Schnitt: c=a+b ; (a+b)/a = a/b wichtiges Kriterium für ästhetische Reizejedoch pessimistischer Schluss: MythosFelduntersuchung empirische ÄsthetikHerangehensweisen: bottom-up: Merkmale der Objekte; top-downBehandlung der Wahrnehmung Wundt: Gefühlswirkung von Farben und anderen ästhetischen Eigenschaften Wahrnehmungspsychologieräumliche Merkmale: ⇒ uneindeutig/mehrdeutigKomplexität: Zusammenspiel von Anzahl der visuellen Elemente und ihrer Unterschiedlichkeitleichte Abweichungen nicht besonders interessantKomplexität in Musik und Bild unterschiedlich
- Psychoanalyse und Ästhetik New Experimental Aesthetics verschiedene Arten von Informationen, die Kunstwerk vermittelt Arten von Verhalten, die wünschenswerten Zustand hervorrufen Freud: "Seelenzergliederung", beschäftigt sich nur an wenigen Stellen mit ästhetischem Erleben skeptisch gegenüber empirischer ÄsthetikSurrealismus: "reiner psychischer Automatismus"Surrealisten: Methoden um Einfluss des Unbewussten in Kunst einfließen zu lassen: "exquisiter Kadaver" Berlyne: Ästhetik kurzzeitige Renaissance: Theorieansätze- vier verschiede Arten von Informationen die ein Kunstwerk vermittelt: semantische, syntaktische, expressive und kulturelle- bekanntester Ansatz: Zusammenhang Arousal = Grad der Aktivierung des Nervensystems durch Stimulus -- und hedonic value = Konzept, das über verschiedene messbare Variablen zu erfassen ist ~ Gefallen bei Kunstbetrachtunghöheres arousal nicht zwangsläufig höherer hedonic value: umgekehrt U-förmig 2 Arten von Verhalten, die wünschenswerten Zustand hervorrufen können: Überforderung - spezifische und Unterforderung - diversive Exploration
- Gestaltpsychologie Gestaltgesetze Arnheim Gegenentwurf experimenteller Ästhetik der Psychophysik (Einheiten zerlegt)Struktur - Köhler, Koffka, Wertheimer Psychologie der Künstler, Betrachter und des KunstwerksUnterscheidung gute/schlechte Kunst nicht psychologisch relevant: nicht wertend Arnheim:Figur-Grund-Phänomen: Bilder in Vor- und Hintergrund einteilen verändern FigurenGesetz der guten Gestalt: Entscheidung für gängigste und einfachste Version des ObjektesGesetz der Nähe: nahe ~ zusammengehörigGesetz der Ähnlichkeit: ähnlich ~ zusammengehörigGesetz der guten Fortsetzung: Linien folgen immer einfachstem WegGesetz der Geschlossenheit: Strukturen wahrgenommen wo Dinge als geschlossen statt offen wirkenGesetz des gemeinsamen Schicksals: gleiche Richtung zeigen zusammengehörigGesetz der gemeinsamen Region: Objekte in abgegrenzten Gebieten zusammengehörigGesetz der verbundenen Elemente: durch Linien verbundene Objekte zusammengehörig
- Gestaltgesetze von Ramachandran und Hirstein 1. Peak-shift Prinzip 2. Grouping und Binding 3. Isolierung 4. Kontrast 5. Symmetrie 6. Metapher implizite Gesetzmäßigkeiten von Kunst:allgemeine Gesetzmäßigkeiten: Prinzipien stimulieren Hirn optimal und sind mit Belohnungszentrum des Gehirns im Hippocampus verbunden ⇒ biologische FunktionLimitationen: nicht möglich Komplexität zu erklären 1. stärkere Reaktion bei Übertreibung (Karikaturen, indische Kunst, Farben, Hüft-Taille-Index)nicht trivial2. Punkte zusammengehörig ⇒ Dalmatiner3. Konzentration auf einzelne visuelle Modalitäten durch Isolierung...4. Gegenüberstellung von Extremen ⇒ deutliche Wirkung... lenken die Aufmerksamkeit5. Präferenz aus biologisch wichtigen Objekten, schnelle Wahrnehmung6. mentale Verbindung zwischen zwei Konzepten; ähnlich peak-shift
- Fluency 1perceptual of fluency attribution Modell 2Fluency und Vertrautheit 3Fluency und Prototypikalität Dinge gefallen, die gut und einfach kognitiv verarbeitet werden 1Bornstein und D'Agostino: processing fluency: Vpn unbewusst affektive Urteile beeinflusst; Gut-Fühlen durch gelungenes Verarbeiten Fluency kann auf verschiedenen Ebenen der Verarbeitung entstehen:perzeptuelle: visuelle Wahrnehmung - Symmetrisches einfacher zu verarbeiten,konzeptuelle/kognitive: leichtere Verarbeitung auf semantischer Ebene - ähnliche Begriffe einfacher zu verarbeitenmotorische fluency: Flüssigkeit von Bewegungen 2Vorerfahrungen ⇒ natürliche HäufigkeitenZajonc mere exposure-Hypothesebesonders deutlich wenn Darbietungshäufigkeit im mittleren Bereich (10-20mal) + Darbietungszeit kurz (<1s) + wenn bewusstes Erinnern unwahrscheinlich: Aufmerksamkeit geringgrößten: wenn subliminal: Anstieg in Verarbeitungsflüssigkeit ⇒ jedoch bewusst: KorrekturfunktionFotos + Polygone, Nonsens-Worte: mittelstark, Zeichnungen, Kunstwerke: keine Effekte ⇒ weil Bedeutungshaftigkeit 3besonders eingänglich verarbeiten weil in der Mitte liegt ⇒ problemlos klassifizieren; typische Merkmaleerkannt ⇒ eingängig ⇒ Gefallenschnelle Kategorisierung: unterschiedlich einfache Kat.s:über Identifikation zu Kategorisierungauch semantische Erfahrungen
- das neurologisch-kognitive Modell der Kunstwahrnehmung Chatterjee: Grundannahmen: visuelle Ästhetik hat mehrere Komponenten ästhetische Erfahrung ist mehr als Reaktion auf eine einzelne Komponente neben kognitiven und Wahrnehmungsaspekten gibt es emotionale Aspekte Input: Stimulus: Kunstwerk Verarbeitung: non-Linearität, frühe, mittlere und späte Verarbeitung früh: Verarbeitung einfacher Komponenten (Farbe, Helligkeit, Formen) - Occipitallappen mittlere: zusammenhängendes Bild, Gruppierung - wsl. extrastriater Cortex beide::: basiert auf frontal-parietalen Aufmerksamkeitsschleifen und wird im ventralen visuellen Strom weiterverarbeitet, automatisch, verankert, biologisch vorgegeben spät:1) Aufmerksamkeitsprozesse: gezielte Betrachtung zusammenhängender Regionen2) ⇒Verknüpfung mit Erinnerungen -- beide voneinander unabhängig: weil verschiedene Gehirnareale zuständig Output:1) Entscheidungen: interagieren, entfernen...2) emotionale Reaktion:-Liking: Opiat- und Cannabinoidsysteme-Wanting: Dopaminsystemunklar wie funktionieren
- das Informationsverarbeitungmodell der Kunstwahrnehmung warum Personen ästhetische Erfahrungen an Kunst machen und welche Prozesse involviertStufenmodell, seriellVerarbeitung konzeptioneller, bedeutungsvoller Information -> nicht auf Schönheit/Harmonie zu reduzieren sind Input:Präklassifikation als Kunstwerk:- Kontextfaktoren (Museum vs. Street-Art), persönliche Faktoren:- bisherige Erfahrungen, Expertise, Vorwissen- soziale Interaktion: ⇒ Outputs // ⇒ inputs: beeinflusst persönliches Wissen + Kontextfaktoren- affektiver Zustand: Informationsverarbeitung holistischer wenn Person positiv, analytischer wenn negativ Verarbeitung: bottom-up1. perzeptuelle Analyse: einfache Wahrnehmungsprinzipien, benötigen keine Zusatzinformationen2. implizite Gedächtnisintegration: Ergebnisse der Wahrnehmungsanalyse in Bezug zur Vorerfahrung, Vertrautheit, Prototypikalität, Peak-shift Prinzip, aber: brauchen Infos aus den vergangenen Erfahrungen3. explizite Klassifikation: Inhalt und Stil wird erkannt, beeinflusst von Expertise und Kunstwissen; erste Stufe in der kunstspezifische Prozesse4&5 verbunden durch Rückmeldeschleife: parallel ablaufend, top-down:4: kognitive Bewältigung: Bedeutung erfassen1) selbstbezogene, personale Reflexionsweise 2) kunstspezifische, stärker objektbezogene Evaluationsform5: Evaluation: Erfolg der Bedeutungsfindung + Verarbeitung beurteilt, Ambiguität: streben gering zu haltenparallel: affektive Evaluation: wirkt sich indirekt auf Output aus Output:1) ästhetische Emotion: durch kontinuierlichen affektiven Evaluationsprozess, subjektiver Erfolg/Misserfolg entscheidend ⇒ positver oder negativer Effekt jeder Stufe, schnell2) ästhetisches Urteil: kognitives Urteil: gelungen/nicht, Aussage erkannt, gefällt,...
- das Transformative Modell der Kunstwahrnehmung Ziel: Erklärung in welcher Beziehung Selbstkonzept mit Kunstwerken stehtstellt die Bewältigung von Kunst ausgelösten Diskrepanzen in den Vordergrund Input: keine Vorannahmen über Stimulus, dafür vorannahmen über Selbstkonzept...... hierarchisch aufgebaut: ^ideale Selbst/ Be-Goals/ Do-Goalsstreben nach möglichst großer Kongruenz zwischen verschiedenen fundamentalen Annahmen untereinander oder Annahmen und ihrer Lebensumwelt Verarbeitung: (Stufen sind gleichzeitig eigene Evaluationsstufen)1. cognitive mastery: Bild verarbeitet: initiale Klassifikation mit initialer Wahrnehmungsanalyse, implizite Gedächtnisintegration⇒ attributionale Schlussfolgerungen gegenüber Motiven/Sinn ⇒ Bedeutung des Bildes: möglichst kohärent mit Informationen aus der initialen Klassifikation findenDiskrepanzen: 2 Kognitionen:1 eigenes hypothetisches Modell2 wirkliches Wahrgenommenes ⇒ Assimilation: gelingt: Output, nicht: nächste Stufe2. secondary control: Selbstverteidigung anstelle SelbstbestätigungInteraktion mit Kunstwerk wird Balanceakt zwischen Wahrgenommenem und SelbstbildSelbstbild wiederherstellen indem eine der Kognitionsarten verändert2. Versuch, den Eindruck des Bildes zu kontrollieren statt eigenes hypothetisches Modell zu verändern; "Kunstwerk bedeutungslos" ⇒ Informationen wieder assimilieren, wenn nicht: Situation physisch verlassen, wenn nicht: mental zurückziehen, wenn nicht: nächste Stufe3. meta-cognitive re-assassement: nach internen Ursachen suchen: Selbstbild und Erwartungen verändern - meta-kognitiven Ansatz wechseln indem Interpretation infrage stellenDiskrepanz anerkennen, vorherige Erwartungen wieder aufnehmen + Kontrolle abgeben, hierarchisches Selbstbild neu anordnen; Selbst-Veränderungschafft nicht: vorherige Stufe Outcome:facile self reinforcement: Selbstkonzept und Erwartungen in erster Stufe bestätigt, emotionale Erfahrung neutral bis leicht positiv, Kunstwerk schönsecondary control/self protection: 2. Stufe, negative Emotionen: Verwirrung, Ärgertransformation: 3. Stufe, Epiphanie, Erleuchtung, Harmonie
- Angewandte Ästhetikforschung: Psychologische Designaspekte Grenzen mere-exposure Effekt novelty/Innovation entscheidend für Produktdesign und Werbung: zu häufige Darbietung ⇒ Übersättigung ⇒ Objekt langweiligEffekt abhängig von der Art des Stimulus: am größten bei einfachen Mustern, schwach bei realen Objekten und Personen, kaum bei Kunstwerken und komplexen Zeichnungenweniger stark wenn in einem ästhetischen Kontext dargeboten novelty : Neuheit ;; Innovation (neu ≠ innovativ)fordern gewohnte Sehgewohnheiten herausbei gleichen Gegenständen, neues attraktiver ⇒ Gegenspieler familiarity (me.)Innovation nicht immer gemocht; Gefallen ändert sich RET (repeated evaluation technique): innovativ - attraktiv, weniger - anfangs attraktiv, steigt nichtTypikalität und novelty gemeinsam und gleichermaßen effektiv ästhetische Präferenz vorhersagen
- Konsumenten-Bedürfnis-Pyramide nach Jordan (von unten:)FunktionalitätBenutzbarkeit: Bedürfnis so einfach wie möglich zu benutzen (Handhabung)Gefallen:- physiologisch: körperlich, mit Wahrnehmung in Verbindung (Berührung, Geruch)- soziologisch: Beziehungen mit anderen, Status und Anerkennung- psychologisch: kognitive und emotionale Reaktionen, Erwartungshaltungen- ideologisch: Werte und Normen (z.B. Bio)
- Ergonomie erforscht die Bedingungen menschlicher Arbeit: verbessern und optimierenMensch-Maschine Interaktion aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven ⇒ Erhöhung ästhetischen Wohlgefallensz.B. Kennzeichnungen bei Türen Modelle des affektiven Erlebens von Produkten: Komponenten:1) eine affektive Übereinstimmung zu den Bedürfnissen von Nutzern2) eine affektive Abgleichung mit der persönlichen Nützlichkeit eines Objektes 1) Vergleich mit Alternativen ⇒ dann erst persönliche Erwägung 2)
- Umweltpsychologie wichtige Konzepte der Umweltpsychologie Savannah-These - Komplexität; Erfassung ist Herausforderung, weil von Vielzahl an Variablen beeinflusst→ subjektiv messen: angeben, wie komplex der Reiz vorkommt⇒ Berlyn: inverse U-Funktion + linearer Zusammenhang Kaplan und Kaplan: Variablen zur Vorhersage von Umweltpräferenzen in Informationsverarbeitungsansätzen und evolutionär abgeleiteten Variablen> Natur präferiert: Landschaften Weg/Lichtung: "versteckte Informationen" = mystery> coherence: Ausmaß, in dem Elemente zusammenhängen> complexityLesbarkeit, unmittelbar vs. indirekt erschlossene Informationen ---------------------------------------------------------Verstehen ------- Explorationspontan & unmittelbar wahrgenommen Kohärenz Komplexitätgeschlussfolgert/vorhergesagt Lesbarkeit Rätselhaftigkeit evo.: adaptiv = Szenen positiv wenn optimal angepasstKinder: Savannen ausgewählt + Savannenbäume positive Emotionen Vertrautheit: Kohärenz + Lesbarkeit, Bedürfnis nach Neuem: Komplexität, Rätselhaftigkeit runde Räume präferiert
- Allgemeine Psychologie untersucht grundlegende mentale Prozesse des menschlichen Daseins, häufig mit dem Anspruch, dass diese Prozesse allgemeingültiger Natur sind Prozesse: Erkennen (Wahrnehmung und Gedächtnis) affektives Erleben (Gefühl und Motivation) Handeln (Lernen und Sprache)
- Ergonomie/human factors Objekte angstfrei, fehlerfrei, schädigungsfrei, Stress minimierend konstruieren
- Definition Emotion häufig Gefühlszustand aktuelle psychische Zustände Zustände bestimmter Qualität, Intensität, zeitlich begrenzt objektgerichtet haben subjektiven Aspekt + physiologische und Verhaltensaspekte