13
Psychopathologie (Subject) / 7. Vorlesung (Lesson)
Advertisement
- Einteilung der Angststörungen attackenartig auftretende Angststörungen Agoraphobie soziale Phobie spezifische Phobien Panikstörung (post-traumatische Belastungsstörung) (Zwangsstörung) generalisierte Angststörung
- Angst Flucht system Amygdala z.b.
- Verlauf von Angsstörungen Entwicklung einerersten spontanenAttackeBeunruhigungHilfesuchenErwartungsangstVermeidung Entwicklungweitere Attackenverstärkte Vermeidung (Agoraphobie)Demoralisation (Depression, Suizidalität)Inadäquate Lösungen(Missbrauch/Abhängigkeit)Arbeitslosigkeit und sozialer Rückzug
- Charakteristik einer Angstattacke plötzlicher Beginn oder langsamer ansteigend Gefühl der Angst / Panik bis zu Todesangst Schwindel, Angst vor Ohnmacht, Angst die Kontrolle zuverlieren, Taubheitsgefühle, Luftnot, Derealisation subjektive starke vegetative Anspannung (z.B. Herzrasen,Zittern, Schwitzen) vegetative Symptome können, müssen aber nicht objektivierbarsein selbstlimitierend, kann aber für Stunden anhalten
- Agoraphobie Phobische (angstauslösende) Stimuli sind z.B.Menschenansammlungen, Plätze, Kaufhäuser, volle öffentlicheVerkehrsmittel. Häufig treten im Verlauf zusätzlich Panikattacken ohneagoraphobische Stimuli auf. Lebenszeitprävalenz: 2-11 %,Geschlechtsverhältnis (F:M): 3:1,Erkrankungsalter meistens zwischen 20-30 LJ Prognose: selten Spontanremissionen, Chronifizierung beifehlender Behandlung von >50%
- Spezifische Phobie wie Agoraphobie, aber isoliert nur bezogen auf einzelne Stimuli (z,B.Höhenangst, Spinnenphobie etc.) Erkrankungsbeginn oft in der Kindheit häufig wenig oder keine Alltagsbeeinträchtigungen, da die Phobie nichtgeneralisiert
- Soziale Phobie Angst und Unwohlsein in Situationen, in denen man unter Beobachtunganderer ist bzw. im Mittelpunkt steht Symptome: z.B. Erröten, Tremor, Schwitzen kann zu Beeinträchtigungen z.B. im Beruf führenSpezifische Phobie
- Panikstörung Panikattacken ohne erkennbaren Auslöser Häufig treten die Panikattacken in Ruhe, auch aus dem Schlaf heraus auf. oft Ausweitung auf agoraphobische Elemente Nach heutigem Verständnis ist eine Hypersensitivität bzgl. derWahrnehmung von Körperfunktionen wesentlich (z.B. Spüren deseigenen Herzschlags). Diese Körpersensationen können dann zu einer Artphobischem Stimulus werden. Lebenszeitprävalenz: 1-3 %,Geschlechtsverhältnis (F:M): 2:1Erkrankungsalter meistens zwischen 20-30 LJ Prognose: selten Spontanremissionen, Chronifizierung bei fehlenderBehandlung von 40-50%
- Gemeinsamkeit der Attacken artig auftretenden Angsterkrankungen Entwicklung von Vermeidungsverhalten oft Ausweitung (Generalisierung) der Angstsymptomatik psychische Komorbidität (Abhängigkeitserkrankungen,Depressionen, Suizidalität) Verhaltenstherapie ist die Behandlungsmethode der erstenWahl mit guten Remissionsraten.
- Verhaltenstherapie der Attacken artig auftretenden Ängste Ziel Durchbrechung der Angstspirale, die durchden phobischen Stimulus ausgelöst wird.
- Advertisement
- Verhaltenstherapie der Attacken artig auftretenden Ängste Methode Erarbeitung des Krankheitsmodells, inkl. der Angstreaktion als einphysiologisches Phänomen Exposition gegenüber dem phobischen Stimulus Erlebens des Abklingens der Angst in der phobischen Situation
- Generalisierte Angststörung andauerndes Gefühl der angespannten Besorgtheit andauerndes erhöhtes vegetatives Erregungsniveau hohe Komorbidität mit Depression und somatoformenStörungen Lebenszeitprävalenz ca. 5%
- Posttraumatische Belastungsstörung psychische Erkrankung nach schwerem Trauma oder Miterleben vonschweren Traumen anderer (außergewöhnliche Bedrohung, Katastrophenz.B. schwere Unfälle, Kriegserlebnisse) Wiedererleben der Erinnerungen an das Ereignis (flash-backs), auch inTräumen Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, andauerndeserhöhtes vegetatives Erregungsniveau, erhöhte Schreckhaftigkeit emotionale Abgestumpftheit Angstreaktion bei imaginativer oder realer Konfrontation mit dem Trauma Vermeidungsverhalten in Bezug auf Orte oder Situationen, die an das Traumaerinnern