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Psychopathologie (Subject) / 3. Vorlesung (Lesson)

Depression

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  • Symptome (zur überwiegenden Zeit für mindestens 2 Wochen)  gedrückte Stimmung Verminderung von Antrieb und Interesse Verminderung der Fähigkeit zur Freude Hoffnungslosigkeit, Perspektivlosigkeit reduziertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen Schuldgefühle, Insuffizienzgefühle hohe Ermüdbarkeit Schlafstörungen, Früherwachen Morgentief psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit Appetitverlust, Gewichtsverlust Libidoverlust
  • Schweregrade einer depressiven Episode Leichte depressive EpisodeMindestens zwei der angegebenen Symptome. Der betroffene Patient istbeeinträchtigt, aber in der Lage, die meisten Aktivitäten fortzusetzen.Mittelgradige depressive EpisodeMindestens vier der angegebenen Symptome. Der betroffene Patient hat großeSchwierigkeiten, alltägliche Aktivitäten fortzusetzen.Schwere depressive Episode ohne psychotische SymptomeMehrere der angegebenen Symptome in quälender Ausprägung. Typischerweisebestehen ein Verlust des Selbstwertgefühls, Gefühle von Wertlosigkeit und Schuld.Suizidgedanken und -handlungen sind häufig, und meist liegen einige somatischeSymptome vor.Schwere depressive Episode mit psychotischen SymptomenEine schwere depressive Episode, bei der Halluzinationen oder Wahn vorliegen(z.B. Schuldwahn, Verarmungswahn). Halluzinationen und Wahn können, müssenaber nicht, synthym sein. Hohe Suizidgefahr!
  • Leichte depressive Episode Mindestens zwei der angegebenen Symptome. Der betroffene Patient istbeeinträchtigt, aber in der Lage, die meisten Aktivitäten fortzusetzen.
  • Mittelgradige depressive Episode Mindestens vier der angegebenen Symptome. Der betroffene Patient hat großeSchwierigkeiten, alltägliche Aktivitäten fortzusetzen.
  • Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome Mehrere der angegebenen Symptome in quälender Ausprägung. Typischerweisebestehen ein Verlust des Selbstwertgefühls, Gefühle von Wertlosigkeit und Schuld.Suizidgedanken und -handlungen sind häufig, und meist liegen einige somatischeSymptome vor.
  • Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen Eine schwere depressive Episode, bei der Halluzinationen oder Wahn vorliegen(z.B. Schuldwahn, Verarmungswahn). Halluzinationen und Wahn können, müssenaber nicht, synthym sein. Hohe Suizidgefahr!
  • Verlaufsformen der Depression Depressive Episode (vollständige Remission) ca. 2/3 aller Patienten 2 Depressive Episode (unvollständige Remission) ca. 1/3 aller Patienten 3. Rezidivierende Depression 55-65% aller Patienten miteiner ersten Episode 4. Dysthymie Punktprävalenz: 1-2 %Lebenszeitprävalenz 5-10 5. Depressive Episode mit vorangegangener Dysthymie > 90 % aller Patientenmit Dysthymie 6 Chronifizierte Depression - min.2 Jahre ca. 10 % aller Patienten
  • 4. Dysthymie Punktprävalenz: 1-2 % Lebenszeitprävalenz 5-10 Punktprävalenz: 1-2 %Lebenszeitprävalenz 5-10
  • Episodendauer: - ohne Behandlungca. 6-8 Monate- mit Behandlungca. 8 Wochen
  • Bei aller Menschen, die einen Suizid begehen, bestand im Vorfeld eine Depression. 40-70%
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  • Suizid Auf Platz der Todesursachen in Deutschland 5
  • Risikofaktoren  familiäre Disposition (einzelne Gene bisher nicht bekannt) weibliches Geschlecht Persönlichkeitsvarianten (z.B. Typus melancholicus,Neurotizismus) Traumatisierungen, belastende Lebensereignisse, Verluste chronische psychische Belastungen (z.B. am Arbeitsplatz) komorbide psychische und somatische Erkrankungen sozioökonomische Faktoren (z.B. Armut, Arbeitslosigkeit)
  • Verstärkungstheoretischer Ansatz:  Dysbalance zwischen positiver und negativer Erfahrung (Verstärkung) Reduktion von Aktivitäten, dadurch weitere Reduktion an positivesErfahrungen therapeutisches Ziel: Zunahme positiver Erfahrungen durch Aktivitätsaufbau
  • Kognitionspsychologischer Ansatz:  Das depressive Denken ist zum Negativen verschoben. Das negative Denken ist erlernt aus Erfahrungen (z.B. fehlendes Gefühl vonKontrolle). Aktvierung depressiver Denkmuster durch negative Ereignisse therapeutisches Ziel: kognitive Neubewertung (Umstrukturierung)
  • Weitere evidenzbasierte Psychotherapieverfahren  Interpersonelle Therapie (IPT) Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy(CBASP) Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie Psychodynamische Kurzzeittherapie kognitiv-verhaltenstherapeutischer Therapieansatz (KVT)
  • Biologische Faktoren der Depression - Monoamin-Hypothese -  Synaptischer Mangel anSerotonin undNoradrenalin beiDepression Antidepressiver Effektdurch Wiederaufnahmehemmung:Runterregulationpostsynaptischer Rezeptoren(Erklärung der Wirklatenzvon 2-4 Wochen)
  • Dysregulation der HPA-Achse bei der Depres Fehlende Hemmung im Thalamus Mehr ACTH-Ausschüttung 
  • Weitere Verfahren zur Depressionsbehandlung Lichttherapie S chlafentzug Elektrokonvulsionstherapie Transkraniell Magnetstimulation Tiefe Hirnstimulation