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versuchsplanung (Subject) / 10. vorlesung (Lesson)
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- Zusammenhang Versuchsplanung und statistische Auswertung Ziel der Versuchsplanung : Wähle (SH, U, ES) möglichst streng und fair•Versuchsplanung & statistische Auswertung hängen zusammen•Elemente der Untersuchung (Forschungsfrage, Versuchsplan, Auswertung) müssen aufeinander abgestimmt seinAbhängigkeiten zwischen Elementen, z.B.:•Ableitung SHnaus PH–Operationalisierung↔ Versuchsplan–Versuchsplan, Wahl des statistischen Verfahrens ↔ SHn•Versuchsplan ↔Auswertungsmöglichkeiten•Stichprobenumfang ↔ Entscheidungsstrategie
- Zusammenhang Versuchsplanung und statistische Auswertung Beispiel PH: „wenn eine Person frustriert wird, dann reagiert sie aggressiv“Operationalisierung↔ Versuchsplan•Frustration = „Auf einer Skala von 1-7, wie frustriert fühlen Sie sich?“Korrelationsstudie•Frustration = Aufgabe; Zielerreichung gelungen vs. nicht gelungen(Quasi-)ExperimentVersuchsplan ↔ Auswertung•Korrelationsstudie Korrelation (nicht: Mittelwertsvergleich)•(Quasi-)Experiment Mittelwertsvergleich(z.B. t-Test; u.U. auch Korrelation)Versuchsplan, Auswertung ↔ SHn•Korrelationsstudie; Korrelation H1: ρ(Aggression, Frustration)> 0, H0: ρ≤0•(Quasi-)Experiment; MittelwertsvergleichH1: μ(Aggression|frustriert)> μ(Aggression|nichtfrustriert); H0: μAF≤ μAnF
- Zusammenhang Versuchsplanung und statistische Auswertung Statistische Validität: Werden statistische Methoden richtig angewandt und interpretiert? •wichtiges Gütekriterium für alle empirischen Untersuchungen•besonders zentral bei Prüfung von Kausalhypothesen
- Zusammenhang Versuchsplanung und statistische Auswertung Aspekte statistischer Validität: •z.B. Einhaltung der Voraussetzungen statistischer Verfahren–Skalenniveau der Variablen Wahl des statistischen Verfahrens•z.B. ausreichende Teststärke–abhängige Stichproben (z.B. Messwdh.) (z.B. t-Test f. abhängige SPn)–Kovariaten(Kovarianzanalyse)–ausreichend große Stichprobe (Stichprobenumfangsplanung
- Versuchspläne und statistische Auswertung „Wahl des Auswertungsverfahren abhängig von: •Art der Forschungsfrage/Hypothese, z.B.–Unterschiedshypothese (Haupt-und Interaktionseffekte)–Zusammenhangshypothese (einfacher/multipler Zusammenhang, Haupt-und Interaktionseffekte) •„Art (Skalenniveau) der unabhängigen Variablen (UVn)–kategorial (nominalskaliert) (z.B. experimentelle Gruppen)–intervallskaliert (meist Korrelationsstudien) •„Art (Skalenniveau) der abhängigen Variablen (AVn)–kategorial (nominalskaliert) (z.B. Häufigkeiten)–ordinalskaliert(z.B. Rangplätze)–intervallskaliert
- Versuchspläne mit kategorialen (nominalskalierten) UVn Hypothesen: Meist UnterschiedshypothesenVersuchspläne mit kategorialen unabhängigen Variablen (UVn): Welche abhängigen Variablen (AVn) liegen vor?
- Versuchspläne mit kategorialen (nominalskalierten) UVn Hypothesen: Meist Unterschiedshypothesen•Unterschiede zwischen den Stufen der UV (z.B. Treatment-und Kontrollgruppe)•„Haupt-und Interaktionseffekthypothesen
- Versuchspläne mit kategorialen (nominalskalierten) UVn Versuchspläne mit kategorialen unabhängigen Variablen (UVn ):•Experimentelle Versuchspläne (Randomisierung)•„Quasi-experimentelle Versuchspläne (bestehende Gruppen)•Korrelationsstudie (Zusammenhang Gruppenzugehörigkeit mit AV)
- Versuchspläne mit kategorialen (nominalskalierten) UVn Welche abhängigen Variablen (AVn) liegen vor? •intervallskalierte AV → t-Test, univariateVarianzanalyse•mehrere intervallskalierte AVn→ multivariate Varianzanalyse•rangskalierte AV → Median-Test, U-Test, Rang-Varianzanalyse•kategoriale AV → z.B. Chi-Quadrat-Test
- Versuchspläne mit intervallskalierten UVn Hypothesen: Meist Zusammenhangshypothesen•bivariate, multivariate Zusammenhänge•„Haupt-und Interaktionseffekthypothesen
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- Versuchspläne mit intervallskalierten UVn Versuchspläne mit intervallskalierten „unabhängigen Variablen“: •Meist korrelative Versuchspläne (quer-, längsschnittlich) (keine „echte“ UV: Effekt nicht kausal interpretierbar)
- Versuchspläne mit intervallskalierten UVn Welche abhängigen Variablen (AVn) liegen vor? •intervallskalierte AV → einfache (multiple)Regressionsanalyse•„mehrere intervallskalierte Avn→ z.B. kanonische Korrelation•kategoriale abhängige Variable(n) →z.B. logistische Regression
- Versuchspläne mit Messwiederholung Hypothesen: Unterschiedshypothesen undVerlaufshypothesen•„Haupt-und Interaktionseffekte
- Versuchspläne mit Messwiederholung Versuchspläne mit Messwiederholung:„ •(Quasi-) Experimentelle Versuchspläne mit Messwiederholung
- Versuchspläne mit Messwiederholung Welche abhängigen Variablen (AV) liegen vor? •eine intervallskalierte AV → t-Test für abhängige Stichproben, Varianzanalyse mit Messwiederholung•„eine rangskalierte AV → z.B. Wilcoxon-Test•„eine nominalskalierte AV → z.B. Friedman-Test
- Stichprobenumfangsplanung Aspekte statistischer Validität: •z.B. ausreichende Teststärke–ausreichend große Stichprobe (Stichprobenumfangsplanung)Teststärke: Wahrscheinlichkeit, einen vorhandenen Effekt entdecken zu können
- Teststärke: Wahrscheinlichkeit, einen vorhandenen Effekt entdecken zu können
- Stichprobenumfangsplanung Teststärke : Wahrscheinlichkeit, einen vorhandenen Effekt entdecken zu können•zentraler Aspekt der statistischen Validität
- Stichprobenumfangsplanung Wichtigste Einflussfaktoren der Teststärke •Größe des Effekts: je größer der Effekt, desto größer die Teststärke•Signifikanzniveau: je größer α, desto größer die TeststärkeStichprobenumfang: je größer N, desto größer die Teststärke
- Stichprobenumfangsplanung Wichtigste Einflussfaktoren der Teststärke •Größe des Effekts, Signifikanzniveau, StichprobenumfangFestlegung der vermuteten Größe des Populationseffekts ist Voraussetzung für die StichprobenumfangsplanungFrage: Wie groß muss ein Effekt mindestens sein, um für die Fragestellung noch als relevant zu gelten?Quellen möglicher Antworten:•Literatur zur untersuchten Forschungsfrage–Größe der bisher entdeckten Effekte als Richtwert•Pragmatische Erwägungen, Kosten/Nutzen-Erwägungen–Mindestgröße des gewünschten Effekts (z.B. teure Therapie)•konventionelle Einteilung von Effektgrößen–"kleine", "mittlere", "große" Effekte (z.B. Cohen, 1988)
- Stichprobenumfangsplanung Wichtigste Einflussfaktoren der Teststärke kurz • Größe des Effekts, Signifikanzniveau, Stichprobenumfang
- Eine größeres Signifikanzniveau (höhere Wahrscheinlichkeit für den Alpha-Fehler) reduziert die Wahrscheinlichkeit für den Beta-Fehler. Ein geringeres Signifikanzniveau erhöht die Wahrscheinlichkeit für den Beta-Fehler.
- Stichprobenumfangsplanung Stichprobenumfangsplanung statistische Validität; Strenge & Fairness•zentraler Bestandteil der Versuchsplanung•entscheidend für Aussagekraft der Untersuchung
- Stichprobenumfangsplanung „Optimaler Stichprobenumfang“ : Stichprobenumfang, der sicherstellt, dass eine gegebene Effektgröße mit dem gewählten Signifikanzniveau(α; z.B. .05) und der gewählten Teststärke (1 -β; mindestens .80) gefunden werden kann
- Stichprobenumfangsplanung Optimaler Stichprobenumfang hängt ab von •der (geschätzten) Größe des Effekts•„dem gewählten Signifikanzniveau(α-Fehler)•der gewählten Teststärke (bzw. β-Fehler)
- Stichprobenumfangsplanung Vier zentrale Größen: Teststärke, Größe des Effekts, Signifikanzniveau, Stichprobenumfang•wechselseitig voneinander abhängig•wenn drei gegeben sind, kann fehlende Größe berechnet werden
- Stichprobenumfangsplanung (1) Berechnung des optimalen Stichprobenumfangs (A-priori-Poweranalyse)Wie groß muss die Stichprobe sein, um einen gegebenen Effekt mit den festgelegten Fehlerwahrscheinlichkeiten entdecken zu können?•Gegeben: Größe des Effekts, Signifikanzniveau(α-Fehler), Teststärke (bzw. β-Fehler)•Gesucht: optimaler Stichprobenumfang
- Stichprobenumfangsplanung A priori: Wieviele Vpn. werden benötigt, um mit einem t-Test für abhängigeStichproben (einseitig, α =.05) einen Effekt mittlerer Größe (nach Cohen: d = 0.50)mit einer Teststärke von (1 – β) = 0.95 zu finden?
- Stichprobenumfangsplanung (2) Kompromiss-Poweranalyse z.B. bei forschungspraktischen Grenzen für Stichprobenumfang: Welches Signifikanzniveau/welche Teststärke kann ich mit diesem Stichprobenumfang erreichen?•Gegeben: Größe des Effekts, Stichprobenumfang, Verhältnis α-Fehler/β-Fehler (relative Gewichtung)•Gesucht: Signifikanzniveau(α-Fehler) und Teststärke bzw. β-Fehler
- Stichprobenumfangsplanung Kompromiss: Welches Signifikanzniveau/welche Teststärke kann ich mit 30 Vpn.erreichen (t-Test für abhängige Stichproben, einseitig, Effekt mittlerer Größe, α=β)?
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- Stichprobenumfangsplanung (3) Post-hoc-Poweranalyse nachträgliche Bewertung der Teststärke einer Untersuchung: Wie groß war die Teststärke dieser Untersuchung?•Gegeben: Signifikanzniveau(α-Fehler), Effektgröße, Stichprobenumfang•Gesucht: Teststärke
- Stichprobenumfangsplanung Post-Hoc: Wie hoch war die Teststärke für die (geschätzte) Effektgröße von d =2.21 und N1=27, N2=17 (t-Test für unabhängige SPn, einseitig, α =.05)?
- Stichprobenumfangsplanung Berechnungsarten: (1) A-priori-Poweranalyse(2) Kompromiss-Poweranalyse(3) Post-hoc-PoweranalyseWeitere Berechnungsarten:(4) Kriterium: Berechnet benötigtes Alpha-Niveau.(5) Sensitivität: Berechnet benötigte Effektgröße.Programm: „G*Power“