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Qm (Subject) / Normen, Standards, Labels, Zertifizierungen (Lesson)

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  • Unterscheidung verschiedener Zertifizierungssysteme ·         Träger bzw. Standardsetzer (staatlich vs. Privat) ·         Adressaten (B2B oder Business-to-Consumer-Konzepte) ·         Ziele (Einhaltung von Mindestanforderungen, Differenzierung im Wettbewerb) ·         Fokus (System-, Verfahrens- bzw. Prozess- und Produktaudits) ·         Geographische Ausdehnung (regional, national, international) ·         Teilnehmerzahl ·         Reichweite (Zahl der durch den Standard abgedeckten Wertschöpfungsstufen)
  • Organisationsformen von Qualitätssystemen offene Systeme (geringe Integration) gemischte Systeme (mittlere Integration) geschlossene Systeme (vollständige/vertikale Integration)
  • offene Systeme Festlegung von Qualitätsanforderungen für die einzelnen Produktionsstufen durch externe Programmträger
  • gemischte Systeme Ergänzung von durch offene Systeme vordefinierten Anforderungen durch entsprechende Zusatzanforderungen
  • geschlossene Systeme Festlegung einer gemeinsamen Qualitätspolitik sowie Definition von Qualitätsanforderungen und entsprechenden QM-Systemen durch die Marktpartner in individuellen Verträgen   Markenfleisch-Programme oder ökologische Produktionssysteme bilden häufig die Basis
  • QS Stufen- und unternehmensübergreifendes Qualitätssicherungssystem für Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung von LM Gründungsidee 2000 nach BSE-Krise Zusammenschluss führender Verbände und Organisationen der LM-Wirtschaft 2001: QS für Fleisch/Fleischwaren 2004: QS für Obst, Gemüse, Geflügelfleisch
  • QS-Konzept Kriterien, Kontrollen, Transparenz -          Gemeinsam festgelegte Kriterien und Kontrollleistungen -          Schwerpunkt in der Prozessqualität und LM-Sicherheit -          QS-Prüfzeichen als Kennzeichen für den Verbraucher -          Transparenz bei Leistungen und Systempartnern Integration der Wertschöpfungskette: Stufenübergreifende Qualitätssicherung
  • Global G.A.P. Privatwirtschaftlich organisiertes Qualitätssicherungssystem -          Gesamte Wertschöpfungskette wird abgedeckt -          Standards für Obst & Gemüse, Blumen, kontrollierte Landwirtschaft und Aquakultur, Kaffee -          Freiwillige Standards -          Dient als praktisches Handbuch für gute Agrarpraxis (G.A.P.) -          Anlässe Wachsende Anforderungen an Sicherheit und Nachhaltigkeit von LM Stärkung des Vertrauens der Verbraucher in sichere LM Mangelnde Harmonisierung unterschiedlicher Standards -          Anforderungen an LM-Sicherheit, Arbeitsschutz, Umwelt- und Tierschutz, integrierter Anbau, Pflanzenschutzmittel, Rückstandsmonitoring, Hygiene -          Kein Label (B2B-Standard) (für Endverbraucher nicht ersichtlich)
  • IFS Food Standard -          Standard zur Qualitätssicherung und LM-Sicherheit für Eigenmarken -          Von GFSI (Global Food Safety Initiative) anerkannter Standard -          Schwerpunkt: LM-Sicherheit und Qualität der Verfahren und Produkte -          IFS Food gilt für Verarbeitung und Bearbeitung Behandlung von losen Produkten Aktivitäten, die während der Erstverpackung unternommen werden -          Neuste Version: IFS Version 6 -          Bewertung einzelner Checkpunkte (Auditbericht, Liste von Auditanforderungen, …) A (volle Übereinstimmung) – D (Anforderung wird nicht umgesetzt) Major: kann für alle Nichtkonformitäten vergeben werden, die nicht als KO definiert sind kO-Kriterium: bestimmte Anforderungen
  • verschiedene IFS-Standards Food Standard Cash & Carry Standard Logistics (Transport) Broker (Handel) HPC (Haushalts- und Körperpflegeprodukte) PACSecure (Verpackungsmaterial)
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  • BRC -          BRC Food Technical Standard -          Aus UK, 1998, entwickelt von British Retail Consortium (BRC) -          Standard für Eigenmarkenhersteller, die englische Einzelhändler beliefern (mittlerweile auch Forderung aus anderen Ländern) -          Sicherung der LM-Qualität und –Sicherheit -          Verbreitet in UK, Nord-Amerika, Europa -          GFSI anerkannt -          4 Standards (u.a. Food Safety)
  • GMP+ -          GMP+ Feed Safety Assurance Schema (GMP + FSA) -          Schema zur Sicherung der Tierfuttersicherheit in allen Gliedern der Tierfutterkette (international)
  • MSC -          MSC = Marine Stewardship Council -          International, unabhängige, gemeinnützige Einrichtung -          1997 von WWF und Unilever gegründet: Lösung für das globale Problem der Überfischung -          Standard zur Beurteilung und Auszeichnung von Fischereibetrieben (zusammen mit Wissenschaftlern, Fischereiexperten, Umweltschutzorganisationen) -          Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei -          Logos für den Verbraucher im LEH erkennbar -          Nicht gültig für Zuchtfisch, nur Erzeugnisse aus Wildfang -          Prinzipien Schutz der Bestände Minimale Auswirkungen auf das Ökosystem Effektives Management -          MSC-Rückverfolgbarkeits-Standard
  • ASC -          Aquaculture Stewardship Council (ASC) -          WWF: Dialog für umweltgerechtere Aquakulturen -          ASC ist breit abgestützte, unabhängige Organisation, welche Standards setzt
  • REDcert -          REDcert = Renewable Energy Directive certification -          Auf allen Stufen anwendbar (von Rohstoffproduktion über Verarbeitung in Ölmühlen bis hin zu Herstellung von Biokraft- und –brennstoffen) -          Zertifizierung von Biomasse -          Schafft keinen eigenen Standard, sondern setzt die gesetzlichen Vorgaben um
  • Europäisches Biosiegel -          Kennzeichnung LM aus ökologischer Landwirtschaft -          Basis: EG-Öko-VO 834/2007 -          Mind. 95% der Inhaltsstoffe müssen aus zertifiziertem Öko-Landbau stammen -          Kontrolle durch zugelassene Kontrollstellen (in Deutschland private Unternehmen, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zugelassen werden und von Kontrollbehörden der Bundesländer überwacht werden)
  • Ökologische Anbauverbände -          Richtlinien unterschiedlich streng, übertreffen aber alle EG-Öko-VO deutlich -          Vertragsverhältnis mit dem Verband à Verpflichtung zur Einhaltung der jeweiligen Richtlinien des Anbauverbandes -          Namen des Anbauverbandes geschützt als Markenzeichen -          Beispiele: Bioland, Demeter, Naturland
  • Definition Zertifizierung Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten, der aufzeigt, dass angemessenes Vertrauen darin besteht, dass ein ordnungsgemäß bezeichnetes Erzeugnis, Verfahren oder Dienstleistung in Übereinstimmung mit einer bestimmten Norm oder einem anderen normativen Dokument ist (Definition nach DIN EN 45.020)
  • Gründe, warum sich ein Unternehmen zertifizieren lässt -          Wettbewerbsvorteil, Marketing -          Globalisierungstendenzen -          Druck durch Kundenforderung -          Katalysator für Re-Engineering -          Kostensenkung durch Erhöhung der Transparenz und Optimierung der internen Abläufe
  • Zertifizierungsarten -          Produktzertifizierung (QS, GMP) -          Systemzertifizerung (DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14.001, SCC) -          Personalzertifizierung (Qualitätsbeauftragter nach DGQ; -          QM-Auditoren nach EOQ,DQS,…; KFZ-Sachverständiger)
  • Anforderungen an Zertifizierungsgesellschaften zur Begutachtung von QM-Systemen -          Für bestimmte Wirtschaftsbereiche zugelassen (Scopes) -          Unabhängig und unparteiisch -          Transparente Darlegung der Zertifizierungstätigkeit -          Bestimmte Gesellschaftsform und Organe -          Auditoren für zugelassene Wirtschaftsbranchen aufweisen -          Anforderungen der DIN EN 17021 erfüllen
  • Zertifizierungsablauf allgemein 1. Zertifizierungsaudit Überwachungsaudit Überwachungsaudit nach 2 Jahren: Rezertifizierungsaudit (Wiederholungsaudit)
  • Ablauf Erstzertifizierung ggf. Projektgespräche Voraudit Dokumentenprüfung Auditplanung Auditdurchführung vor Ort (Auditbericht, Kurzbericht) Zertifikatserstellung
  • Überwachungsaudit Ablauf 1 Jahr nach Erstzertifizierung: Terminplanung im Vorfeld Dokumentenprüfung Auditplanung Auditdurchführung vor Ort (Auditbericht, Kurzbericht) Bestätigung der Zertifikatverlängerung nach 2. Jahr: Abstimmung zum 2. Überwachungsaudit
  • benötigte Dokumente für ein Audit Dokumente des Warenverkehrs Lieferscheine Zertifizierungsnachweise Lieferanten Warenausgangsdokumente QM Dokumente QM-Handbuch Laborberichte Betriebsabläufe Maßnahmenkatalog für Fehlerbehebung HACCP Rezepturen
  • Zertifizierungsbewertung (nach Agrizert) -          Abweichungen: sind bis zum Zertifizierungsaudit zu beheben -          Beobachtungspunkte: sind bis zum nächstens Überwachungsaudit zu beheben -          Empfehlungen: stellen keine Abweichungen zur Normenforderung dar. Sie zeigen jedoch Optimierungsmöglichkeiten in der QM-Dokumentation bzw. im QM-System auf
  • ISO 9001 Inhalte QM-Handbuch Dokumentenmanagement Q-Politik und Q-Ziele Managementbewertung Ressourcenmanagement  Produktrealisierung  Beschaffung Messung & Analyse Ständige Verbesserung