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Vertiefung Kognition (Subject) / Dynamische visuelle Aufmerksamkeit (Lesson)

VL 10

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  • Was ist visuelle Aufmerksamkeit? → verbessert Wahrnehmungsleistung für mit Aufmerksamkeit belegte Orte / Objekte zur Objekterkennung zur Handlungssteuerung/-planung (selection for action) Aufmerksamkeit oft auf Fixationsort gerichtet covert attenion: Aufmerksamkeit nicht auf Fixationsort gerichtet→ geht Augenbewegung voraus; kann zentral oder peripher gesteuert sein
  • Was zeigen die Experimente von Posner (1980) und Müsseler (2008) zur ortsbezogenen visuellen Aufmerksamkeit? Was ist die exogene und endogene Ausrichtung? Zentrale Cues: alles, was nicht unwillkürliche Aufmerksamkeit hervorruft (Pfeil)Periphere Cues: Gegenteil (Aufblinken) Probanden fixieren zentral und reagieren auf Erscheinen des Stimulus valide periphere und zentrale Cues verringern Reaktionszeit für Entdecken von Reizen → Cues richten verdeckte Aufmerksamkeit aus exogen: auf periphere Cues → Stimulus Cue → schnelle kurzfristige Erleichterungendogen: auf zentrale Cues → Information Cue → verdeckte Aufmerksamkeit wandert hin und bleibt
  • Wie zeigt sich, dassvisuelle Aufmerksamkeit objektbezogen ausgerichtet werden kann? Experiment von Duncan (1984): 2 Objekte am selben Ort: Linie und Rechteck mit je zwei Merkmalen; kurze Präsentationszeit Probanden sollten entweder zwei Urteile zu einem Objekte oder je 1 zu beiden Objekten abgeben → geringere Rate richtige Antworten, wenn Objektwechsel für zweites Urteil→ keine orts- sondern objektbezogene Aufmerksamkeit
  • Was zeigt das Experiment von Egly, Driver & Raval (1994) zur ortsbasierter und objektbezogener Aufmerksamkeit? Ortsbasiert: auf Zielreize wird bei invalidem Hinweisreiz langsamer reagiert Objektbezogen: noch langsamere Reaktion, wenn invalider Hinweisreiz auf anderem Objekt liegt
  • Was zeigt das Experiment von Awh & Pashler (2000)? Experiment zur geteilten ortsbasierten Aufmerksamkeit:- Matrix mit 23 Buchstaben und 2 Ziffern = Zielreize- 2 Cues für Ziffernpositionen wenn Aufmerksamkeit aufspaltbar, müsste Ziffer zwischen zwei invaliden Cues nicht erkannt werden → Ziffer zwischen invaliden Cues deutlich seltener identifiziert als in gecueter Zelle → Aufmerksamkeit aufspaltbar (multiple spotlights, split attention)
  • Was ist dynamische visuelle Aufmerksamkeit? = Aufmerksamkeit auf bewegte Objekte richten und halten→ Dinge, die sich bewegen, evolutionär viel relevanter Multiple Object Tracking (mehrere Zielobjekte in Menge bewegter Objekte verfolgen) Multiple Identity Tracking (nicht nur Zielobjekte von Distraktoren unterscheiden, sondern Zielobjekte auch untereinander)
  • Was ist das Basisparadigma beim Multiple Object Tracking? Markierung der Zielreize (rot unter schwarzen) Zielreize und Distraktoren (jetzt alle schwarz) bewegen sich untereinander Stopp der Bewegung A) Aussage für markiertes Objekt, ob Zielreiz oder nicht (probe one)B) Anklicken aller Zielreize (mark all)
  • Was ist die Trackingkapazität? Wovon ist Tracking abhängig? = bestimmt, unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit, bei einer bestimmten Anzahl von Zielreizen zufällig richtig zu antworten Anzahl Zielreize (je mehr Zielreize, desto mehr Fehler) (Oksama & Hyönä, 2004) Dauer (je länger, desto mehr Fehler) (Oskama & Hyönä, 2004) Crowding (Beengung / Durcheinander von Agenten im Raum)  Anzahl Distraktoren (je mehr, desto mehr Fehler) Geschwindigkeit (je höher, desto mehr Fehler) Visuelle Halbfehler (Trackinglimit ist in einem Halbfeld geringer als im Ganzfeld) (Alvarez & Cavanagh, 2005) → machen alle Verwechslungen wahrscheinlicher
  • Welche Theorien zu MOT gibt es? Präattentive Indizes→ MOT funktioniert nicht präattentiv Gruppierung- Verfolgung als Ecken einer Figur- Erleichterung der Gruppierung durch Gestaltphänomene ("Gesetz des gemeinsamen Schicksals")- Tracking von Figuren, die nicht als Bewegung starrer Figur interpretierbar, ist schwerer- Experiment dazu: Yantis (1992) Multifokale Aufmerksamkeit- mehrere Zielreize getrennt voneinander mit Aufmerksamkeit belegbar- mehr Ressourcen dort, wo Crowding- Experiment: Alvarez & Cavangh (2005) Serielles Verfolgen- einzelner Fokus → Bewegung von Target zu Target- kann Wirkung erschwerender Faktoren ebenfalls erklären
  • Was zeigt die Studie von Oksama & Hyönä (2016) zu MOT und MIT? MOT: für paralleles Verfolgen mit verdeckter Aufmerksamkeit müssen Zielreize nicht direkt fixiert werden MIT: für das wiederholte Verbinden von Positionen und Identitäten (Binding) müssen Zielreize immer wieder fixiert werden (seriell) bei höherer Geschwindigkeit und mehr Targets: höhere Fehlerrate bei beidem, mehr Fehler aber bei MIT Blickverhalten bestätigt paralleles Verfolgen bei MOT (targets werden auh häufig nicht fixiert) und serielles Binding bei MIT 
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  • Was zeigt die Studie von Flombaum, Scholl & Pylyshyn (2008) zu MOT mit Verdeckung? Distraktoren werden unterdrückt (Inhibition) verstärkte Aufmerksamkeit auf Positionen verdeckter Objekte objektbasierte Augmerksamkeit führt zu erhöhter Aufmerksamkeit für den gesamten Balken, wenn er ein bewegtes Zielobjekt verdeckt
  • Welches Hirnareal ist wichtig für dynamisch visuelle Aufmerksamkeit? Frontoparietales Netzwerk neuronale Aktivierungsmuster für Sakkadensteuerung, verdeckte Aufmerksamkeitsausrichtung und räumliches Arbeitsgedächtnis überlappen sich parietale Areale: Raumpositionen frontale Augenfelder: Sakkadensteuerung → enger Zusammenhang zwischen visueller Aufmerksamkeit & visuellem Arbeitsgedächtnis