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Vertiefung Kognition (Subject) / Verteilte Modelle (Lesson)

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  • Perspektiven der Kognitionspsychologie: Modelle Individuum Informationsverarbeitungsmodelle symbolische Computermodelle Neuronale Netzwerke Soziale Interaktion Verteilte Modelle (z.B. zelluläre Automaten) Evolution Evolutionäre Modelle (z.B. genetische Algorithmen)
  • Was sind verteilte Modelle? modellieren dynamische Interaktion zwischen verteilten (d.h. jedes für sich agierenden) Individuen & das daraus resultierende Verhalten von Gruppen (Aggregaten - emergente Effekte) Agenten haben einfache individuelle Verhaltensregeln → gegenseitige Beeinflussung bestehen aus Anordnung von Zellen → können unterschiedliche Zustände einnehmen (je nach Zustand der benachbarten Zelle → zelluläre Automaten)
  • Wie lautet Mitchell Resnicks generelle These und wie lauten die Leitlinien des "dezentralisierten Denkens"? (Resnick, 1994) Viele Phänomene des Alltags sind nicht zentral gesteuert, sondern entstehen durch das Zusammenwirken einfacher Interaktionen.→ viele kleine Effekte erzeugen große Effekte Positives Feedback ist nicht immer negativ.→ auch positive Verhaltensweisen können sich selbst verstärken & damit etwas gelernt werden Zufall kann Ordnung schaffen. → systematische soziale Interaktionen, bspw. Zugabe klatschen wird mit der Zeit rhythmisch Ein Vogelschwarm ist kein Vogel.→ Interaktionen auf einer Ebene erzeugen Objekte auf anderer Ein Stau ist nicht nur eine Ansammlung von Autos.→ emergente Einheiten auf höherer Ebene bleiben, auch wenn Objekte auf niedrigerer Ebene nicht mehr da sind Die Hügel sind lebendig.→ Umwelt interagiert mit Objekten (nicht statisch; Rückkopplung)
  • Wie funktionieren verteilte Systeme im Prinzip? Verteilte Systeme sind Systeme mit Agenten, welche auf einem bestimmten Raum (meist rechteckig oder torusförmig) verteilt sind. Die Agenten haben einfache Verhaltensregeln, die ihr individuelles Verhalten vorgeben. Die Agenten verhalten sich also dezentral, was auf der aggregierten Ebene jedoch trotzdem zu komplexen Strukturen führen kann (=emergente Effekte). So können sehr gut Entstehung und Veränderung sozialer Prozesse simuliert (und besser erklärt) werden.
  • Für welche Arten von psychologischen Fragestellungen eignen sich verteilte Systeme besonders gut? Warum? Sie eignen sich insbesondere für die Simulation sozialen Verhaltens / sozialer Prozesse, denn mit verteilten Systemen kann durch deren Grundstruktur (ein Interaktionsraum mit mehreren Individuen) sehr gut ein reales soziales Gefüge abgebildet werden. So kann mit Hilfe verteilter Systeme sehr gut simuliert werden, wie soziale Prozesse (z.B. Interaktionen) zwischen Individuen durch einfache und dezentrale "Verhaltensregeln" entstehen bzw. aufrecht gehalten werden.
  • Schildern Sie kurz, wie "Partnerwahl" mit einem verteilten Modell simuliert werden kann. Dazu wird als erstes eine Netzwerkgeometrie mit zwei gegenüberstehenden Schichten von Agenten definiert, welche die beiden Geschlechter repräsentieren. Ein Agent einer Schicht besitzt dabei nur Verbidnungen zu den unmittelbaren Nachbar-Agenten der gegenüberliegenden Schicht. Jedem einzelnen Agenten wird eine Partnerwahlstretegie (restriktiv oder nicht) zugewiesen. Nun kann eine vorab festgelegte, allgemeine Regel angewendet werden, ab wann (wie viel Prozent unmittelbarer Nachbarn aus der gegenüberliegenden Schicht mit anderer Partnerwahlstrategie) ein Agent seine bisherige Partnerwahl-Strategie ändert. Am Ende der Simulation kann verglichen werden, wie sich die ursprüngliche Verteilung der beiden Partnerwahl-Strategien in den beiden Schichten geändert haben.
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