12

Vertiefung Kognition (Subject) / Musikpsychologie (Lesson)

VL 2

This lesson was created by jeayl.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Nenne Hypothesen über den evolutionären Ursprung von Musik. alle Kulturen haben Musik → evolutionärer Ursprung? hat keinen offensichtlichen Nutzen und nur Kosten; Pinker (1997): "akustischer Käsekuchen" → wird bestritten Evolutionäre Hypothesen (retrospektiv, schwer prüfbar): Sozialer Kitt (prominenteste! Koordination gemeinsamer Aktivitäten, Gemeinschaftsgefühl) Mate Selection (Fitnessindikator) Sicherer Zeitvertreib (gegen Langeweile) Kommunikationsmittel (vor Sprachentwicklung → Jagd oder Arbeit) Kollektives Gedächtnis (Inhalte singend weitergeben, da keine Schrift) Putting down the baby (Mutter braucht Hände für Arbeit, aber tdm Kontakt zu Kind) Eskapismus (auch Transzendenz: Schamanismus, Religion, Weltflucht)
  • Was sind Wirkungen und Funktionen von Musik? bewusste Funktionen (Einschalten wegen Wirkung)500 Gründe für Einschalten in Metaanalyse: 3 fundamentale Dimensionen (Schäfer et al., 2013): Selbstwahrnehmung soziale Verbundenheit Stimmungs- & Erregungsregulation unbewusste Wirkungen Physiologie (Herzrate, ...) AssoziationenNorth (1999): Priming des KaufverhaltensJacob (2006): Priming des Trinkverhaltens
  • Was sind Chills? = besonders intensive musikalische Erfahrungen (Gänsehaut) Stimulation basaler Hirnregionen & Belohnungszentrum (ähnlich wie andere biologische relevante Reize) Hemmung der Schaltkreise für Angst & unangenehme Emotionen -> Amygdala Erklärung durcha) dual pathway Verarbeitung (2 Wege, schnell / am Bewusstsein vorbei, langsam / bewusst)b) contrastive affect (erst schnell, dann langsam)
  • Was ist der Mozart-Effekt? Wie wird er durch neuere Forschung erklär? Rauscher (1933): klassische Musik hebt Intelligenzleistung bei räumlichen Aufgaben unzählige Replikationen mit unklaren Ergebnissen → offenbar kein musikspezifischer, direkter Effekt sondern: Vermittlung über positive Stimmung (Musik → pos. Stimmung → Motivation → kognitive Leistung) → Leistungsförderung nur, wenn durch Musikhören positive Stimmung entsteht
  • Ist Musik universal? durch Musik ausgelöste Stimmungen, Gefühle, ... abhängig von individueller Lerngeschichte (weder genetisch noch physiologisch festgeschrieben) Bedeutungen und Assoziationen unterschiedlich in Kulturen Ausnahmen: physiologische Wahrnehmungsbeschränkungen / anatomische Voraussetzungen grundlegende Melodie- (erster Ton im Takt betont), Rhythmus- & Emotionswahrnehmung durch Musik ausgelöste Basisemotionen haben gewisse universale Grundlage (Fritz et al., 2009: Westliche erkennen intendierte Kodierung der Musik sehr gut, Mafa schlechter, aber überzufällig oft)
  • Was haben Labor-Experimente über den Zusammenhang zwischen Musik, Tanz & Ästhetik gezeigt? Tanz & Musik eng verbunden, häufig nicht mal sprachlich getrennt Symmetrie beim Tanzen zeigt reproduktive Fitnes (Mate selection) Brown et al. (2005): Tänzer mit symmetrischen Körperproportionen als besser eingeschätzt, insb. bei Frauen als Bewerter
  • Was war eher da, Musik oder Sprache? Verbindung: Musik hat "Grammatik" und "Syntax" Umfang musikalischer Laute: 3 Oktaven (Sprache: 1 Oktave) -> evtl. angeborene Musikalität als Relikt? Musikverarbeitung in sehr alten Hirnbereichen (Hirnstamm) Kleinkinder reagieren zuerst (bereits im Mutterleib) auf Sprachmelodie (nicht Inhalt)-> Sprache hat sich aus Musik entwickelt? Musik war eher da
  • Wie alt ist Musik? Musikalität wahrscheinlich ca. 250.000 Jahre (Singen, mit Holz & Steinen) älteste bewusst hergestellte Instrumente: 35.000-50.000 Jahre alt Musik als Kulturbestandteil: China, Babylon, altes Ägypten & Griechenland subjektives Harmonieempfinden auf einfachen mathematischen Strukturen basierend grundlegende Musikintervalle entsprechen Zahlenverhältnissen schwingender Saiten
  • Wo liegen die Ursprünge der wissenschaftlichen Musikpsychologie? Beginn etwa 1850: Wundt / James Fechner - Psychophysik Helmholtz - experimenteller Nachweis der Konsonanz Stumpf - Tonpsychologie Kurth (1931) - Musikpsychologie, psychologische Harmonielehre: Dissonanz = Bewegungsempfinden aufgrund von Spannungszuständen, Konsonanz = Ruheempfinden
  • Nennen Sie die Ergebnisse der Studie von Savage, Brown, Sakai & Currie (2015). Analyse von 304 repräsentativen Musikbeispielen aus allen Erdteilen auf 32 musikalische Charakteristika Ergebnis:- keine absoluten Universalien- statistische Universalien (> 50%) einige Merkmale -> Hinweis auf potenzielle evolutionäe Funktionen (Social Kitt) "Group coordination is the common aspect unifying the cross-cultural structural regularities of human music."
  • Advertisement
  • Zusammenhang zwischen Musik und Emotionen. Musik kann echte Emotionen auslösen Struktur von Emotionen & musikalische Charakteristika: Tempo (hohe Erregung vs. niedrige Erregung - von oben nach unten) Modus (Valenz ist erlernt; positiv vs. negativ - von rechts nach links) Ärger / Angst                                   |           Freude / Glück-------------------------------------------------------------------------------------------Traugrigkeit / Langeweile                |           Entspannung / Frieden
  • Wie entstehen Musikpräferenzen? Was hat Schäfer (2015) dazu in einer Studie gezeigt? Musik hat ohe Alltagsbedeutung Vorhersage von Präferenz ist schwierig und ungenau Innervation von Muskeln, die mit positivem Affekt assoziiert sind → höhere Präferenz für dabei gehörte Musik (Embodiement) Assoziationen: (HIER GRAFIK AUS ZUSAMMENFASSUNG WICHTIG!)- Alter ist bester Prädiktor (mögen, was in Jugend populär, denn da Funktionen von Musik wichtig)- Funktionen von Musik wichtig für Präferenz Schäfer(2015) Veränderungen in Funktionalität von Musik führen kausal zu Veränderungen der Präferenz VP sollten Lieblingsmusikstück angeben: positives oder negatives Feedback (künstlich) bei negativ: VP präferiert Musikstück weniger -> Funktion (soziale Beziehung) nicht erfüllt