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Vertiefung Kognition (Subject) / Meditation (Lesson)

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  • Was ist Meditation? = Mentales Training mit somatischer Komponente und unterschiedlichen Zielen Zahl der Publikationen über Meditation stark ansteigend
  • Was tun Meditierende? Konzentration auf Atmung (Heben und Senken der Bauchdecke beobachten) Beachten, was im Körper passiert (ohne Bewertung) Konzentration auf Körperteile / Objekte Wort / Satz innerlich immer wieder wiederholen (Mantra) Bild (Mandala) innerlich vorstellen liebende Güte üben feinstoffliche Energiezentren aktivieren (Chakren)
  • Beschreiben Sie kurz drei Meditationstechniken Transzendentale Meditation Mantra-Meditation mit Verwendung und kontemplativer Wiederholung bestimmter sakraler / geistlicher Worte / Ausdrücke Liebende-Güte-Meditation Schrittweise Entwicklung von Liebe (zu sich, zu nahestehenden Personen, zu neutralen Personen, zu negativ erlebten Menschen) Gottheit-Visualisierungsmeditation Visualisierung eines Mandalas (konkret gegenständliches oder abtrsaktes Bild) und sukzessive Vertiefung darin
  • Was ist Achtsamkeitsmeditation? unterschiedliche Praktiken     - MBSR & verschiedene Praktiken in therapeutischen Ansätzen (unklare Wirkmechanismen)     - Vipassana, Zen, Yoga → sehr heterogene Meditationstechniken Meditation mit Fokus auf Achtsamkeit = Achtsamkeitsmeditation fokussierte Aufmerksamkeit (Gedanken auf ein konkretes Ziel [Körperteil, Objekt, ...] konzentrieren) offenes Gewahrsein (open monitoring; Gedanken ungefiltert, ungelenkt & unbewertet zulassen und beobachten)
  • Was ist Achtsamkeit? Persönlichkeitseigenschaft (trait) → nicht in Meditation vorübergehender Zustand → zentral in Meditation Achtsamkeit als konzentratives Verfahren → Buddhismus(4 Grundlagen: Achtsamkeit auf Körper, Gefühle, Geist & Geistesobjekte) ⇒ kein eindeutig benutztes Konzept
  • Kontext von Meditation üblicherweise ist Meditation in Tradition eingebunden, häufig integriert Rituale ethische & moralische Regeln spiritueller Hintergrund Lehrer/Guru Zusammen oft als "Yoga" (= [Lebens-]Weg)
  • Westliche Klassifikationsversuche von Meditation. fokussierte vs. verteilte Aufmerksamkeit vs. Techniken mit Inhalt kognitive vs. affektive Formen ohne vs. mit Bewegung Meditation vs. Kontemplation (tiefes Nachdenken) Meditation als Sonderform von Entspannungstraining (nicht haltbar!) Unterscheidung nach Zielen der Meditation
  • Warum meditieren? Nennen Sie die "westliche" und die "klassische" Begründung. Westlich: Beheben psychischer & mentaler Beeinträchtigungen-> Therapie, Aufmerksamkeitstraining Klassisch: Erleuchtung, Befreiung-> Bewusstseinserweiterung
  • Nennen Sie die Ergebnisse der Meta-Analyse von Sedlmeier et al. (2012). Metaanalyse mit Gesunden (globale Effekte aus 163 Studien) Meditation wirkt r = .28 (d = .58) jedoch keine homogenen Effektgrößen lt. psychometrischer Metaanalyse (da insbesondere TM in Büchern publiziert wurde) Resultate aus 125 Artikeln (nur noch Journals) r = .27 (Emotion: r = .37, Aufmerksamkeit: r = .37, Kognition: r = .26) Mindfulness besser bei: negativen Persönlichkeitseigenschaften, Stress, Selbstregulation, Achtsamkeit TM besser bei: Angst als Trait, Selbstverwirklichung, negative Emotionen deutlicher Effekt von Meditation -> nicht "nur" Entspannungs- / kognitives Training!
  • Unterscheiden sich "reine" Achtsamkeitsmeditation und MBSR? (Eberth & Sedlmeier, 2012) MBSR = mindfulness-based stress reduction→ Achtsamkeitsmeditation mit zusätzlichen Übungen MBSR (Kombination verschiedener Techniken) besser (beispielsweise hinsichtl. Wohlbefinden, Stress, Angst) Achtsamkeitsmeditation nur bei "Achtsamkeit" als reine Form besser
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  • Nennen Sie die Ergebnisse der Metaanalyse von Goyal et al. (2014). 47 klinische Studien mit Patienten mit psychischen Problemen im Vergleich mit nonspecific active controls signifikante Effekte gefunden (kleiner als bei Gesunden) im Vergleich mit specific active controls (Entspannungsverfahren, Psychotherapie) zeigt sich, dass Meditation wirkt, aber nicht besser als herkömmliche Therapieansätze (Implikation: daher vielleicht gut als Prävention) Meditation ist besonders bei Angst-, Schmerz- und depressiven Patienten wirkungsvoll Achtsamkeitsmeditation wirkt besser als Mantra-Meditation (keine signifikanten Effekte)
  • Wie wirkt Meditation auf Strukturen des Gehirns? (Fox et al., 2014) konsistente Veränderung in 8 Regionen beim Vergleich von Meditierenden mit Nicht-Meditierenden, zum Beispiel: Präfrontaler Cortex (Metabewusstsein) Hippocampus (Gedächtniskonsolidierung) Anteriorer cingulärer Cortex (Selbstregulation) Corpus Callossum (interhemisphärische Kommunikation)
  • Wie wirkt Meditation auf Prozesse im Gehirn? (Fox et al., 2016) 31 fMRT-Studien: Reaktion auf Reize während MeditationArten: fokussierte Aufmerksamkeit, open monitoring, Mantra, Liebende Güte Unterschiede vor und während Meditation, d = .6 (fMRT aber unsauber & schwer interpretierbar) bei allen Meditationsarten lässt sich zeigen, dass verschiedene Gehirnbereiche stärker oder schwächer aktiviert sind; Gemeinsamkeit: bei allen vier Methoden wird Insula stärker aktiviert (→ Körperbewusstsein, Atembewusstsein, basales metakognitives Monitoring)
  • Nennen Sie die Befunde zu Meditation und Altern. (Vergleich von Meditierenden und Nicht-Meditierenden) Abbau der weißen Substanz erfolgt bei Meditierenden weniger schnell (Luders, 2011) Meditierende starten mit weniger grauer Substanz, aber Abbau dieser weniger schnell (Luders, 2015) Schätzung des Gehirnalters ahand MRT-Bilder; Meditierende = 2 Jahre jünger (Ott et al., unveröffentlicht)
  • Was sind die Wirkmechanismen, die nach Hölzel et al. (2011) die Wirkungen von Achtsamkeitsmeditation erzeugen? Aufmerksamkeitsregulation Körperwahrnehmung Emotionsregulationa) Umbewertungb) Emotionsberwindung Selbstperspektive: Veränderung der Sicht auf eigenes Selbst