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Klinische und Gesundheitspsychologie (Subject) / Persönlichkeitsstörungen (Lesson)
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- Welchen Begriff könnte man quasi synonym zu „Persönlichkeitsstörungen“ verwenden? Dieser Begriff drückt gleichzeitig die größte Schwierigkeit bei Personen mit Persönlichkeitsstörungen aus. Interaktionsstörung
- Was ist das Ziel der APA in der Division 12 der klinischen Psychologie? Informationen über die effektive Behandlung psychischer Störungen an eine breite Audienz liefern.
- Welche anderen Organisationen gibt es neben der Division 12 der APA, die sich ebenfalls für die Förderung evidenzbasierter psychologischer Behandlungsverfahren einsetzen? - National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) in England- National Registry of Evidence-Based Programs and Practices (NREPP)
- Evidenz von psychologischen Interventionen: A) Wie ist die Evidenzgradeinteilung, die Evidenzbasis und die Beurteilung der Leitlinie für Persönlichkeitsstörungen? B) Was ist der Unterschied auf Evidenzgrad 1a, 1b und 2a bei den Leitlinien der unipolaren Depression? C) Was ist immer für den höchsten Evidenzgrad erforderlich? A) • (I) Beurteilung wirksam- 1a: Meta-Analyse(n) über mehrere randomisierte, kontrollierte Studien.- 1b: Mindestens zwei randomisierte, kontrollierte Studien (RCT) aus unabhängigen Gruppen.• (II) möglicherweise wirksam- IIa: Eine randomisierte, kontrollierte Studie (RCT).- IIb: Serie von gut angelegten quasi-experimentellen Studien.• (III) und (IV) bislang ohne ausreichende Nachweise.- III: Nicht experimentelle oder deskriptive Studien. (Ein-Gruppen-Prä-Post-Vergleiche, Korrelationsstudien)- IV: Unsystematische Einzelfallstudien, Kasuistiken, Experten, Konsensuskonferenzen, klinische Erfahrung. B) Bei unipolarer Depression - 1a: Statt Metaanalyse über „mehrere“ heißt es hier über „mind. 3 randomisierten kontrollierten Studien“- 1b: es muss nur eine Studie statt zwei randomisierter Studien geben- 2a: Es muss eine methodisch gut kontrollierte Studie ohne Randomisierung geben statt einer randomisierten, kontrollierten Studie C) Für den höchsten Evidenzgrad ist immer eine Meta-Analyse erforderlich und mindestens 3 RCTs
- Als Ausdruck wovon werden Persönlichkeit und Persönlichkeitseigenschaften bei Fiedler (2007) beschrieben? „…der für ihn charakteristischen Verhaltensweisen und Interaktionsmuster, mit denen er gesellschaftlich-kulturellen Anforderungen und Erwartungen zu entsprechenund seine zwischenmenschlichen Beziehungen auf der Suche nach einer persönlichen Identität mit Sinn zu füllen sucht.“
- Welches sind die 3 Merkmale von Persönlichkeitsstörungen im DSM? • unflexibel, unangepasst• gehen mit Funktionsbeeinträchtigungen und subjektivem Leid einher• mindestens zwei Bereiche sind betroffen: Denken, Affektivität, Beziehungsgestaltung oder Impulskontrolle
- Wie sind Persönlichkeitszüge im DSM allgemein definiert? überdauernde Muster des Wahrnehmens, Denkens und der Beziehungsgestaltung
- Was sollte z.B. nach Fiedler und Sachse das grundsätzliche Verständnis und die damit verbundene Herangehensweise von und mit Persönlichkeitsstörungen sein? Nicht die Person selbst ist gestört, sondern das zwischenmenschliche Beziehungsverhalten und –erleben.
- Interaktionsstörungen: Interaktionen werden von Motiven gesteuert- wovon hängen diese Motive ab? von der individuellen Lebensgeschichte, der Sicht der eigenen Person und der Interpretation von Ereignissen und Handlungen
- Wie sind Persönlichkeitsstörungen in den G-Kriterien nach ICD-10 definiert? • extreme Formen des Erlebens und Verhaltens• Abweichung in Bereichen:- Kognition / Affektivität / Impulskontrolle- interpersonelle Interaktion• unflexibel / dysfunktional• seit später Kindheit / Adoleszenz - lang andauernd• persönliches Leid oder soziale Beeinträchtigung• nicht erklärbar durch Vorliegen oder Folge einer anderen psychischen Störung
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- In welche 3 Cluster werden jeweils welche Störungen im DSM-IV/V und ICD-10 eingegliedert? Cluster A – sonderbar• DSM: paranoid / schizoid / schizotypisch• ICD: paranoid / schizoid / [schizotypisch (F2)]Cluster B – dramatisch• DSM: antisozial / Borderline / histrionisch / narzisstisch• ICD: dissozial / emotional instabil (impulsiver Typ, Borderline Typ) / histrionischCluster C – ängstlich• DSM: selbstunsicher / dependent / zwanghaft• ICD: ängstlich-vermeidende / abhängige / anankastische (zwanghafte)
- Welche 3 Instrumente werden häufig zur kategorialen Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen genutzt? • SKID-II: Strukturiertes Klinische Interview für DSM-IV• IPDE: International Personality Disorder Examination• IDCL-P: Internationale Diagnose Checklisten – Persönlichkeitsstörungen
- In welchem Bereich liegen die Prävalenzzahlen für Persönlichkeitsstörungen in der Allgemeinbevölkerung? Zwischen 6% und 23% in Abhängigkeit vom Diagnoseinstrument. Nach neuester Studie (2005): 12-15%
- In welchem Bereich liegen die Prävalenzzahlen für Persönlichkeitsstörungen in klinischen Gruppen und was ist hier zu bemängeln? - Durch große Spannbreite geringe Aussagekraft- 30-60% bei affektiven, Ess-, Angst- und Abhängigkeitsstörungen
- Was ist laut der Collaborative Longitudinal Personality Disorders Study (CLPS; 668 Patient*innen) der Vorteil einer dimensionalen Diagnostik bei Persönlichkeitsstörungen? Führt zu einer höheren Stabilität
- Wie wirken sich laut der Collaborative Longitudinal Personality Disorders Study (CLPS; 668 Patient*innen) Persönlichkeitsstörungen auf wichtige Gesundheitsfaktoren aus? • stärkere Einschränkungen• stärkere Behinderungen• extensivere Nutzung von Versorgungseinrichtungen• (leicht) negativer prognostischer Einfluss auf MDD Behandlung• erhöhtes Suizidrisiko (12% vs. 6% mit Suizidversuchen)
- Welches sind die Charakteristika des paranoiden Persönlichkeitsstils? • Umfassendes Misstrauen• Unterstellen anderen ihnen Schaden zufügen zu wollen• Sind stets wachsam, auf der Hut• Bezweifeln Loyalität anderer
- Welches sind die Charakteristika des schizoiden Persönlichkeitsstils? • Hauptmerkmal ist das Fehlen starker Gefühle – in positiver wie in negativer Richtung• sozial isolierter Lebensstil • kein oder sehr geringes Verlangen nach zwischenmenschlichen Kontakten• interpersonelle und emotionale Distanzierung von anderen• leben häufig sehr zurückgezogen und empfinden Situationen, in denen sie mit vielen anderen Menschen zu tun haben als sehr belastend
- Welches sind die Charakteristika des schizotypischen Persönlichkeitsstils? • großes Unbehagen in sozialen Situationen sowie exzentrischen Ideen, außergewöhnliche Wahrnehmungen (Sechster Sinn, Vorhersehungen).• Nähe zur schizophrenen Symptomatik? --> Kategorie F2 im ICD-10
- Welches sind die Charakteristika des dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstils? • Verhaltensweisen, die exklusiv auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse ausgerichtet sind• Verstoßen häufig gegen Regeln und Gesetze • kein Schuldempfinden, keine Reue zeigen• Impulsives Verhalten, geringe Frustrationstoleranz, Unfähigkeit, vorausschauend zu planen und zu handeln • Die Personen empfinden wenig oder gar keine Angst • Häufig findet sich eine lange Geschichte von Konflikten mit Erziehenden und dem Gesetz. • mindestens drei der problematischen Verhaltensweisen (z.B. Schlägereien, Diebstahl) bereits vor dem Alter von 14 Jahren
- Welches sind die Charakteristika des histrionischen Persönlichkeitsstils? • übertriebene Emotionalität • übermäßiges Verlangen nach Aufmerksamkeit und Bestätigung• ständig Suche nach Anerkennung und Lob• auffallendes Äußeres • im zwischenmenschlichen Verhalten sind sie dramatisch, zugleich aber auch oberflächlich • Eine charakteristische Devise ist etwa, dass man gar nicht deutlich genug zeigen kann, wie sehr man betroffen ist, wie stark man fühlt und wie wichtig es ist, anderen dies ausführlich mitzuteilen
- Welches sind die Charakteristika des narzistischen Persönlichkeitsstils? • sehen sich selbst als großartig und sind der Überzeugung, etwas besonderes zu sein• Mangel an Einfühlungsvermögen • können nicht mit Kritik umgehen • Die narzisstische PS gehört zu denjenigen PS mit besonders starken ich-syntonen Anteilen• Häufig bemerkt nur das soziale Umfeld die charakteristischen Verhaltensmuster• ausgeprägte Anspruchshaltung: als etwas Besonderes verdienen sie es auch, besonders beachtet und behandelt zu werden
- Was sind Beispielfragen des ADP-IV Fragebogens (zu DSM-IV) zur Erfassung der narzisstischen Persönlichkeit? 7. Zu meiner Überraschung halten mich andere für selbstgefällig, obwohl ich doch über hervorragende Fähigkeiten verfüge und Außergewöhnliches leiste. 19. Häufig vereinnahmen mich Traumvorstellungen, in denen ich sehr erfolgreich, mächtig, großartig, schön oder beliebt bin. 31. Da ich einzigartig und außergewöhnlich bin, können auch nur außer-gewöhnliche Menschen mich verstehen; ich will mich nur mit Top-Menschen abgeben. 43. Im Vergleich zu anderen brauche ich viel mehr Bewunderung und Aufmerksamkeit um mich wohl zu fühlen.67. Es erscheint mir völlig normal, andere zu benutzen, um zu erreichen, was ich will.
- Welches sind die Charakteristika von Borderline? • tiefgreifendes Muster von Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in der Affektivität• häufig sehr impulsive Verhaltensweisen • extreme Schwankungen in den Gefühlen, den Werten und im Selbstbild• Unfähigkeit Wut zu kontrollieren• Klinisch auffälligstes Merkmal sind selbstverletzendes Verhalten oder suizidale Handlungen• Dissoziative Symptome / kurzfristige psychotische Symptome
- Welches sind die Charakteristika des ängstlich-vermeidenden/selbstunsicheren Persönlichkeitsstils? • große Selbstunsicherheit• Vermeidung vieler sozialer Situationen oder zu Vermeidungsverhalten in sozialen Situationen führend• Betroffene Personen halten sich für sozial ungeschickt, unattraktiv und dumm• auch in nahen, persönlichen Beziehungen verhalten sie sich häufig gehemmt und zurückhaltend• selbstunsichere PS kann als besonders schwere Form der sozialen Phobie betrachtet werden
- Welches sind die Charakteristika des dependenten Persönlichkeitsstils? • Unfähigkeit, eigenständig, d.h. ohne Nachfragen und Rückversicherung durch andere, Entscheidungen zu treffen• Personen verhalten sich oft unterwürfig - sie richten sich nach anderen und scheuen Konflikte und Auseinandersetzungen• große Ängste, Bezugspersonen zu verlieren; den Betroffenen erscheint es unmöglich, allein zu leben
- Welches sind die Charakteristika des zwanghaften Persönlichkeitsstils? • Rigidität und Perfektionismus • hohe Ansprüche an die eigene Leistung • übertriebene Gewissenhaftigkeit sowie die Unfähigkeit, Aufgaben an andere zu delegieren • erstellen akribische Listen • verlieren sich in Details, so dass Aufgaben häufig nicht fertig gestellt werden• strenge moralische Werte und rigide Anschauungen
- Worauf führt das kognitive Modell nach Beck (2004) Persönlichkeitsstörungen zurück? • Auf Schemata = Grundannahmen, die bei PS besonders stark ausgeprägt und inflexibel sind• Lassen sich nur schwer ändern• Jede PS weist ein charakteristisches Profil auf
- Wie wirken sich Ich-Syntonität und Ich-Dystonität jeweils bei einer Persönlichkeitsstörung aus? • Dyston = Symptomstörung- Symptome werden als fremd und störend wahrgenommen- Ein Mangel oder ein Exzess an bestimmten Eigenschaften wird aus der Eigenperspektive wahrgenommen- Motiv: Symptome verringern! • Synton = Persönlichkeitsstörung- Verhalten und Erleben werden als adäquat und notwendig wahrgenommen- Ein Mangel oder Exzess wird nur aus der Fremdperspektive wahrgenommen- Keine Veränderungsmotivation
- Sortiere folgende Persönlichkeitsstörungen danach, ob sie eher ich-synton oder ich-dyston sind: Zwanghaft, dissozial, schizotypisch, unsicher-vermeidend, schizoid, narzistisch, dissozial, schizotypisch, depressiv, dependent, Borderline, histrionisch. Narzistisch, dissozial, paranoid, schizoid, histrionisch, dependent, zwanghaft, depressiv, schizotypisch, Borderline, selbstunsicher --> Bei den meisten Persönlichkeitsstörungen besteht jedoch kaum ein Motiv für Behandlung (nur bei deutlich dystoner Symptomatik!)
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- Wo liegt jeweils der Behandlungsfokus bei eher ich-syntonen und ich-dystonen Persönlichkeitsstilen? - Ich-synton eher interaktionsorientiert- Ich-dyston eher symptomorientiert
- Welche drei Elemente wirken laut Fydrich & Renneberg (2003) auf (interpersonelles) Verhalten bei einer PS (Anlehnung an Beck)? Das Selbstbild (Schema), Fremdbild (Schema) und Kernmotive --> Beispiel Kernmotive bei zwanghafter PS:Ich muss perfekt sein, die Kontrolle behalten, autonom sein
- Wie kann das Verhalten von Personen mit Persönlichkeitsakzentuierungen betrachtet werden, wenn man einen kompetenzorientierten Blickwinkel einnimmt? Verhalten sind…• Bewältigungsversuche zur Umsetzung von persönlichen Zielen und Anschauungen• Versuche, antizipierte aversive Zustände oder interpersonelle Interaktionen zu verhindern oder zu vermeiden
- Von wem wurden die S2 Praxisleitlinien als Behandlungsleitlinien für Persönlichkeitsstörungen herausgegeben? Von der DGPPN = Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde
- In welchem Zeitraum wurden von wem über mehrere Konsensuskonferenzen die S2 Praxisleitlinien für Persönlichkeitsstörungen erarbeitet? Wer bestimmte außer dem Expertenkommitee noch über die schriftliche Fassung mit? - Zeitraum 2004-2007- Dach der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Initiative ausgehend von der DGPPN- Schriftliche Fassung mit Fachgruppen abgestimmt
- Welche Instrumente zur Diagnostik einer PS empfiehlt die DGPPN in ihrer S2 Praxisleitlinie? Strukturiertes Interviews plus störungsspezifische Fragebögen
- Für welche 3 Persönlichkeitsstörungen gibt es abgesicherte Empfehlungen in den S2 Praxisleitlinien bezüglich der Behandlungsmethoden der Wahl und welche sind letztere? • Borderline PS (DBT, MBT, SFT = Schematherapie, TFP = Transference-Focused-Psychotherapy)• Dissoziale PS (KVT)• Ängstlich-vermeidende PS (KVT, Hinweise IPT = interpersonelle Psychotherapie, Psychodynamische)
- Beschreibe in wenigen Worten, was die Transference-Focued-Therapy ist! spezielle Form der psychodynamischen Therapie, Fokus liegt auf der Durcharbeitung der Übertragungsbeziehung zwischen Patient und Psychotherapeut
- Was erfassen die Sektionen I-III im DSM-5? • Sektion I DSM-5 Grundlagen• Sektion II Diagnostische Kriterien und Kodierung• Sektion III Neue („emerging“) Instrumente und Modelle
- Wie wird das globale Funktionsniveau im DSM-V erfasst? Mit dem WHODAS = World Health Organization Disability Assessment Schedule;basiert auf dem ICF = International Classification of Functioning, Disability and Health
- Inwiefern wurde die Sektion II von DSM-IV zu DSM-V verändert? Gar nicht, alle Kategorien wurden unverändert übernommen
- Durch welches Modell können Persönlichkeitsstörungen neben der kategorialen Klassifikation in Sektion II neuerdings auch in Sektion III des DSM-V erfasst werden? Durch das alternative Hybrid (kategorial-dimensional) Modell
- Was sind die allgemeinen Kriterien für eine Persönlichkeitsstörung laut dem alternativen Hybrid-Modell der Sektion III des DSM-V? A. Moderate bis starke Beeinträchtigung der Persönlichkeit (Selbstbezogenes/interpersonelles Funktionsniveau)B. Ein oder mehr pathologische PersönlichkeitszügeC. Beeinträchtigung ...relativ unflexibel und bestehen andauernd über verschiedene soziale und persönliche SituationenD. Beeinträchtigungen sind relativ stabil über die Zeit. Beginn späte Adoleszenz, frühes ErwachsenenalterE. Beeinträchtigungen nicht besser durch andere psychische Störung erklärtF. Beeinträchtigungen sind nicht auf physiologische Effekte von Substanzgebrauch oder körperlichen Erkrankungen zurück zu führen (Hirntrauma)G. Beeinträchtigungen können nicht besser durch eine normale Entwicklungsphase oder soziokulturelle Umgebung erklärt werden
- A) Welche 6 spezifischen Störungen können mit dem alternativen Hybrid-Modell der Sektion III des DSM-V gestellt werden? B) Was vergibt man und wie geht man vor, wenn zwar eine Persönlichkeitsstörung vorhanden ist, aber die Kriterien für eine der 6 spezifischen Störung nicht erfüllt sind? A) Antisoziale PSVermeidend-selbstunsichere PSBorderline PSNarzisstische PSZwanghafte PSSchizotypische PS B) Es wird die Personality disorder-trait specified (PD-TS) vergeben und ein dimensionales Profil von Persönlichkeitszügen erstellt
- Auf welchen beiden Ebenen und jeweiligen Subebenen wird Kriterium A, das Funktionsniveau der Persönlichkeit, erfasst? • Selbst: 1. Identität2. Selbststeuerung: Kurzfristige und Lebensziele, konstruktive und prosoziale internale Verhaltensstandards, Selbstreflexionsfähigkeit • Interpersonelle Beziehungen1. Empathie2. Nähe
- Was sind die 5 Domänen der problematischen Persönlichkeitsmerkmale des Kriteriums B des DSM-V und in wie viele weitere Facetten werden diese eingeteilt? 1. Negative Affektivität (versus emotionale Stabilität)2. Verschlossenheit: Vermeidung sozioemotionaler Erfahrungen (versus Extraversion)3. „Antagonismus“ Feindschaft (versus „agreeableness“ Umgänglichkeit, Verträglichkeit)4. Enthemmtheit versus Gewissenhaftigkeit5. Psychotizismus (vs „lucidity“, Klarheit) • weitere Aufgliederung in 25 Facetten
- Wie könnte man die beiden Kategorien „keine Persönlichkeitsstörung“ und „Persönlichkeitsstörung“ dimensional erfassen? Von „keine Persönlichkeitspathologie“ zu „Persönlichkeitsschwierigkeiten“ zu „milde Persönlichkeitsstörung“ zu „moderate PS“ zu „schwere PS“
- Welche Trait Domain qualifiers könnte man zur dimensionalen Einordnung von psychischen Störungen nutzen? Negative Affektivität, (Detachment) Distanziertheit, Dissozialität, Enthemmung, Zwanghaftigkeit