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sekundäre inhaltsstoffe (Subject) / 8. Sek. Pflanzenstoffe in der Therapie (Lesson)
Uni Bonn WS'17/'18
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- Grundlegende Fragen: bei Einsetzung von sek. Pflanzenstoffe in der Therapie Grundlegende Fragen: Sind sek. Pflanzenstoffe sinnvolle, notwendige od. unabdingbare Substrate in der Ernährungstherapie (Nährstoffzufuhr: Enteral (Magen-Darm-Trakt); Parenteral (am Darm vorbei) von Intensivpatienten ? Gibt es Evidenz aus kontrollierten klinischen Studien ?
- Was ist von neuartigen Supplementen wie "Nobylin Lyco" zu halten? KRITIK: Das Medikament kommt nicht der EN nach DGE (5 am Tag) gleich, ist zudem mit höherem finanziellem Aufwand verbunden die Aussagen über den Nutzen der Inhaltsstoffe gelten i.d.R. für in vitro & ⇒ sind somit kritisch zu bewerten. In solchen Experimenten wendet man zudem Konzentrationen an die unrealistisch hoch sind & die so in der Zelle nicht vorkommen würden. Plasma Appearance entspricht NICHT gleich der Bioverfügbarkeit. – Bis die Stoffe in das Blut gelangen liegen noch Verdauung sowie viele unbekannte Mechanismen dazwischen (bspw. der Abbau durch die Mikroflora.)⇒ Nur ein Bruchteil der Nährstoffe erreicht die Zellen überhaupt!!! Die Plasma Apperance vieler sekundärer Inhaltsstoffe ist gering. – Blut ist zudem nur ein Transportmedium &⇒ man müsste die zelluläre Konzentration messen! Das ist aber nicht einfach so durchführbar! Wie haben nur unzureichende Kenntnisse bezüglich der Ernährungsphysiologischen Eckdaten: Aufnahme, Stoffwechsel, Wirkung, Sicherhheit von einzelnen Sekundärmetaboliten. Epi Studien zeigen Zusammenhänge zw. Erkrankungsrisiken & LM/LM Gruppen aber NICHT einzelnen Nährstoffen/angereicherten LM od. Pflanzenextrakten.
- Status von Carotinoide als sek. Pflanzenstoffe in der Ernährungstherapie Status von Carotinoide: bei ICU-Patienten: Plasma-Konzentrationen von Carotinoiden (Lycopin, Lutein, α- und ß-Carotin) im Vergleich mit gesunden Kontrollen beträchtlich erniedrigt. ⇒ ist das eine Folge der Erkrankung &/oder Folge der fehlenden Zufuhr? Niedrige Spiegel an Carotinoiden korrelieren mit einem niedrigen antioxidativen Status & einer erhöhten Lipid-Peroxidation.⇒ ist eine Zufuhr im Rahmen einer Ernährungstherapie notwendig? Probleme: Informationen zum Versorgungsstatus von Intensivpatienten mit anderen sek. Pflanzenstoffen sind nicht verfügbar. Bisher sind nur sehr wenige kontrollierte klinische Studien mit pflanzlichen Extrakten, angereicherten Produkten bzw. isolierten Substraten durchgeführt worden i) Ernährungstherapie bei Krebs-Patienten ii) Verfügbarkeitsstudien bei postoperativen Patienten
- Wirkung von Tee - Epidemiologie; Mechanismen; Intervention; Beobachtung; Schlussfolgerung Wirkung von Tee 1. Epidemiologie: "Teekonsum vermindert das Risiko für Magen-, Darm- und Harnwegskrebs" > als 5 Tassen grüner Tee/d führt zu einer geringeren Rückfallquote & einer längeren krankheitsfreien Zeitspanne bei Brustkrebspatientinnen 2. Mechanismen: Catechine aus (Grün)Tee weisen stark antioxidative Eigenschaften auf – „scavenging“ von reaktiven Sauerstoff-Spezies – Inhibierung von Lipidperoxidation induzieren selektiv Phase-I & Phase-II Enzyme verringern die Rate der Proliferation (von abnormen Zellen) modifizieren selektiv die Darmflora 3. Intervention: Orale Zufuhr (short-term oder long-term) von schwarzem Tee bei Patienten mit koronaren Erkrankungen. 4. Beobachtung: Konsum von schwarzem Tee (Catechine?) normalisiert/verbessert die endotheliale vasomotorische Funktion bei Patienten mit CAD Kurzfristige Zufuhr (ca. 2 Tassen) kann ebenfalls günstige Effekte (Schutz vor Radikalwirkung) auslösen. 5. Schlussfolgerung: bisher liegen (sehr) wenige klinische Erfahrungen mit Tee, Tee-Extrakten bzw. Catechinen in der Ernährungstherapie vor (KHK) bisherige Ergebnisse sind viel versprechend enterale/parenterale Applikationen wurden bisher nicht durchgeführt
- Bewertung: Sek. Pflanzenstoffe in der Therapie Bewertung: Erste Daten weisen darauf hin, dass Patienten in verschiedenen Krankheitssituationen an sek. Pflanzenstoffen verarmen.⇒ Einsatz in der Ernährungstherapie ableitbar Evidenz aus klinischen Studien fehlen (noch); in der Therapie von Krebser-krankungen wurde erste Erfolge erzielt.⇒ Studien bei ICU-Patienten erscheinen vielversprechend ABER: Bisher ist wenig über den „safe level of intake“ von sek. Pflanzenstoffen bekannt.⇒ Art, Menge, Dauer der Applikation müssen zur Vermeidung von unerwünschten Effekten krankheitsspezifisch erforscht werden
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