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- Was versteht man unter "Medienrealität"? - wird in der Medienwissenschaft als konstruierte Zeichenwirklichkeit verstanden - dabei gibt es zwei Wirklichkeitsgrade: - die Repräsentation von anderen Wirklichkeiten (Informationen über Ereignisse) - die rein fiktive Realität (Werbung, Filme, Serien)
- Welche drei ebenen der Wirklichkeit gibt es? 1. Primäre Realität = alles was sich tatsächlich vor der Kamera abspielt 2. Sekundäre Realität = die von der Kamera eingefangene Realität 3. Tertiäre Realität = die Realität, die durch die individuelle Wahrnehmung der mediatisierten Realität im Kopf der Rezipienten entsteht wenn er die Medien konsumiert => die mediatisierte Realität deckt sich nur in Teilen mit der Wirklichkeit
- Was versteht man unter dem "Tuchmannschen Gesetz"? "Allein die Tatsache der Berichterstattung vervielfältigt die äußerliche Bedeutung irgendeines bedauerlichen Ereignisses um das Fünf- bis Zehnfache."
- Benenne die Eigenschaften der Medienrealität! - Mediatisierung der Wirklichkeit - oft werden seltene Ereignisse in den Vordergrund gestellt - Themen werden nach den Nachrichtenfaktoren strukturiert die sich nach qualitativen Bewertungen richten - Tuchmannsches Gesetz: Verstärkung der Bedeutung eines Ereignisses durch die Medienpräsenz
- Welche drei Arten von Ereignissen gibt es in den Medien? - Genuine Ereignisse: Unerwartete Ereignisse (Unfälle, Tod, Umweltkatastrophen) - Pseudo Ereignisse: arrangiert um eine Berichterstattung darüber wahrscheinlich zu machen, gäbe es ohne die Medien eigentlich nicht - Mediatisierte Ereignisse: nehmen a.G. der zu erwartenden Berichterstattung bestimmte Formen an, um mediengerecht zu werden, Anwesenheit von Beobachtern verändert die Rahmenbedingungen -> Mediatisierung von Politik - Übergangsformen: Genuines Ereignis kann zu mediatisierten Ereignis werden
- Was versteht man unter der "Kultivierungshypothese"? - Medienrealität verschmilzt mit der sozialen Realität - v.a. Vielseher haben oft eine verzerrte Weltanschauung
- Folgen der Medienrealität - Medien konstruiert Weltdeutungen - hat Einfluss auf die soziale Realität - Medienrealität überlagert soziale Realität durch sog. "Mediatisierungsprozesse"
- Wie wird die Medienrealität noch verstärkt? - durch die Interaktion mit Medienfiguren: - affektive Dispositionen - parasoziale Interaktionen - parasoziale Beziehungen - Identifikation mit Medienfiguren - Theorie des sozialen Vergleichs und Priming
- Was versteht man unter dem "Lernen am Modell" von Albert Badura? - Menschen neigen zum Lernen am Modell - sie beobachten Verhaltensweisen und leiten sich daraus Regeln ab - aus ihren Beobachtungen werden Handlungsanweisungen für bestimmte Situationen konstruiert (Faktor: Belohnung/Bestrafung, Bobo-Doll-Experiment) - erlernen heißt aber nicht gleich anwenden (abhng. von ErwerbVSanwenden, Attraktivität des Modells, Selbstwirksamkeitserwartungen)
- Was weiß ich über GNTM und Casting-Shows alla K(G)lum(p)? - Castingshows haben in der Gruppe der 12 bis 17-Jährigen einen Marktanteil von über 60% - 75 % unterhalten sich am Schulhof darüber - Motive der Nutzung: - Schönheit der Mädchen - Mitfiebern mit Lieblingsheldin - gemeinsames Lästern über die Dummheit der Kandidatinnen und der Sendung - "normale" Mädchen werden zu Stars - Vergleich des eigenen Urteils mit dem der Jury
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- Wie schafft es GNTM so erfolgreich zu sein? - starke Beziehung zu den Kandidatinnen (Bewundern/Miterleben-> Empathie) - Sozialer Vergleich mit den Kandidatinnen (Vorlage zum Verhalten in der Gesellschaft erfolgreich zu sein, Tendenz zur Selbstanpassung, Identitätsarbeit: Wie gehe ich mit Freundinnen um? Bin ich schön?, 2/3 der Seherinnen wollen Modell werden) - Glaube, dass Sendung Wirklichkeit zeigt ("Normale" Mädchen -> Aschenputtelmotiv)
- Welche Folgen resultieren aus GNTM für die Mädchen? - sie denken über ihren Körper nach -> Unzufriedenheit mit Körper - die Hälfte ist mit ihrem Aussehen unzufrieden (dabei sind 80% aller Mädchen normalgewichtig) - schon Zehnjährige sind betroffen - dabei achten die meisten Jungs gar nicht auf den Bauch der Mädels
- Nach einer Studie von 2015 bei Mädels mit Essstörungen.... - 2/3 sagen die Sendung habe starken Einfluss auf ihre Krankheit - 85 % glauben, dass GNTM Essstörungen verursachen kann - Voraussetzung für die Teilnahme: Mindestgröße von 1,76 m und dünner als Oma erlaubt - besonders kritisiert werden Szenen in denen die Mädels als zu dick bewertet wurden