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Klinische Master (Subject) / Klassifikationssysteme (Lesson)

DSM 4/5 und ICD 10

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  • Definition "psychische Störung" DSM5 ...ist definiert als Syndrom, welches durch klinisch signifikante Störungen in den Kognitionen , in der Emotionsregulation und im Verhalten einer Person charakterisiert ist.“ Ausdruck von dysfunktionalen psychologischen,biologischen oder entwicklungsbezogenen Prozessen , die psychischen und seelischen Funktionen zugrunde liegen.“ verbunden mit bedeutsamen Leiden oder Behinderung hinsichtlich sozialer oder berufs-/ausbildungsbezogener und anderer wichtiger Aktivitäten.”
  • DSM-5 neu aufgenommen prämenstruelle Dysphorische Störung Disruptive Affektregulationsstörung (bei Kindern/ Jugendlichen > 12 Jahre) persistierende Depressive Störung (Dysthymie und chronische depressive Störungen)
  • Veränderungen im DSM-5 Major Depression Zusatzkodierungen “mit gemischten Merkmalen” und “mit Angst” Aufhebung von Trauerreaktionen als Ausschlusskriterium Zahlreiche Zusatzkodierungen Schweregrad, Voll-/ Teilremission, Beginn, gemischte/psychotische Merkmale Depressive Störungen (vorher Affektive Störungen)
  • Dimensionaler Ansatz Kontinuierlich, dimensional verteilte MerkmaleKontinuierlicher Übergang zwischen krank und gesundUntersucht Ausmaß von EigenschaftenAchenbach System of Empirically Based Assessment (ASEBA) Weist eine Person ein niedrige, mittlere oder hohe Ängstlichkeit auf? Es wird davon ausgegangen, dass Merkmale kontinuierlich auf einer Dimension mit zwei Polen (z.B. keine Ängstlichkeit – starke Ängstlichkeit) verteilt sind. Auch für psychisch Gesunde lässt sich ein Wert auf jeder Dimension bestimmen. Außerdem können mehrere Merkmale in einem Profil beschrieben werden. Bei einem Patienten können z.B. gleichzeitig mittlere Ängstlichkeit und leichte Depressivität vorliegen.
  • Kategorialer Ansatz Einordnung in eine oder mehrere KategorienMerkmalsklassifikationPsychische Störungen diskrete Störungs- oder KrankheitseinheitenKlar voneinander abgrenzbarSymptomlistenICD – 10 und DSM 5 Liegen bei einem Patienten alle Merkmale für die Diagnose einer Angststörung vor? Dieser Ansatz dient der Unterscheidung und eindeutigen Diagnose von Störungen. Weist ein Patient nur einige, aber nicht alle Symptome einer Störung auf, kann auch keine Diagnose gestellt werden. Wenn die Symptome nicht dem „typischen“ Störungsbild entsprechen, aber trotzdem Behandlungsbedarf besteht, diagnostizieren Kliniker eine „Nicht Näher Bezeichnete“ (NNB) Störung, z.B. eine Nicht Näher Bezeichnete Angststörung.
  • Es gibt unterschiedliche Nutzungsweisen von diagnostischen Instrumenten Schmalbandverfahren: störungsspezifische instrumente ( BDI)Breitbandverfahren: allgemeine psychische Belastung (SCL-90-R)
  • Multimorbidität gleichzeitiges Bestehen von einer/mehreren körperlichen Krankheit/en und einer psychischen Störung
  • Differenzialdiagnose Jede Diagnosestellung ist durch die zu diagnostizierende Störung von anderen Störungen abzugrenzen
  • ICD-10 (international) International Statistical Classification of Diseases, Injuries and Causes of Death von WHO (Word Health Organization) herausgegebenwichtigstes, weltweit anerkanntes Diagnoseklassifikationssystem der Medizin→ alle Krankheiten dort verzeichnet Seit 1986 in Deutschland Standard für die Klassifikation von Krankheiten (ICD – 9)In Deutschland für alle Medizinalstatistiken und Krankenversicherungsleistungen erforderlich Insgesamt 22 KapitelPsychische und Verhaltensstörungen in Kapitel V (F00 – F99)Jeder Klasse wird ein 1- bis 5-stelliger Code zugeordnet
  • DSM-5 (USA) psychiatrisches Klassifikationssystemseit 1952 von der Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft (APA) herausgegebenseit Mai 2013 die aktuell gültige und für die psychiatrische Diagnostik verbindliche Ausgabe (Dezember 2014 in Deutschland erschienen)enthält nur psychische Störungen
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  • Zusammenfassung Änderungen von DSM-IV zu DSM-5: Aufgabe des multiaxialen Systems Damals gehörte zu einer vollständigen Diagnose eines Patienten die Angabe des Zustandes auf jeder dieser fünf Achsen:Achse 1: klinische Störungen und andere klinisch relevante ProblemeAchse 2: Persönlichkeitsstörungen, geistige BehinderungAchse 3: medizinische KrankheitsfaktorenAchse 4: psychosoziale und umgebungsbedingte ProblemeAchse 5: globale Erfassung des Funktionsniveaus (Kontinuum zwischen psychischer Gesundheit und Krankheit) DSM-5 verbindet Achse 1,2 und 3 miteinander Störungsbezeichnungen sind im DSM-5 denen der ICD-10 angepasst (DSM-5: F23 kurze psychotische Störung, ICD-10: F23 Akute vorübergehende psychotische Störungen)