94

Einführung in die Psychologie (Subject) / Definitionen (Lesson)

allgemein wichtige Begriffe

This lesson was created by lilianesi.

Learn lesson

Advertisement
  • Pychologie Lehre des menschlichen Erlebens und Verhaltens
  • Erleben berichtbare unmittelbare innere Erfahrung
  • Verhalten sichtbare körperliche (komplexe) Äußerungen [Sprechen, Mimik usw.], aber auch einzelne Reaktionen [Atmung, Herzschlag]
  • Diskrepanzerfahrungen wenn Eindrücke nicht getreue Abbilder der erlebten Wirklichkeit sind
  • Grundlagengebiete ergeben sich aus fundamentalen Aspekten des psychischen Systems (Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie, Pesönlichkeits- und Differenzielle Psychologie)
  • Anwendungsgebiete ergeben sich aus Praxisbezügen, in denen die Psychologie zur Geltung kommt (Klinische Psych., Pädagogische Psych., Arbeits- und Organisationspsych.)
  • Aufgaben/Tätigkeiten der Psychologie Beschreiben, Erklären, Vorhersagen, Beeinflussen/Verändern, Bewerten
  • Konstanz gleiches/änhliches Verhalten einer Person über versch. Situationen hinweg
  • Stabilität gleiches/ähnliches Verhalten einer Person über die Zeit hinweg
  • treibende Kräfte der Entwicklung Reifung und Lernprozesse
  • Advertisement
  • aufnehmender Strang (aktuelle Prozesse) Wahrnehmung - Denken (erfassend) - Emotion afferente Prozesse; vom Sinnesorgan zum Gehirn Situation als Anreger
  • einwirkender Strang (aktuelle innere Prozesse) Motivation - Denken (planend) - Verhalten efferente Prozesse; vom Gehirn zu den Muskelzellen Situation als Effekt
  • Empfindung physische Qualität, die zu einer Sinnesart gehört (Wärme, Farbe, Geschmack usw.)
  • Wahrnehmung Erkennen von Gegenständen/Personen/Zeichen/mündlicher Sprache usw.
  • Prozesse des Wahrnehmens Selektion (gesteuert durch Erwartungen) & Organisation (für Größenkonstanz, Formkonstanz und Tiefenwahrnehmung)
  • innere Vergegenwärtigung vorstellen von Nichtgegenwärtigem (zukünftiges, vergangenes, rein mögliches); unabhängig von Raum und Zeit)
  • 5 Typen von Denkprozessen nach Guilford Abrufen von Gedächtnisinhalten Erfassendes Denken Produktives Denken I: konvergierend (logisch, nur eine Lösung) Produktives Denken II: divergierend (kreativ, mehrere Lösungen) Wertendes Denken
  • Metakognition selbstbezogene Denkprozesse; Denken über das eigene Denken; Wissen über das eigene Wissen
  • Episodisches Wissen Erinnerungen an erlebte Geschehnisse/Kontexte
  • Semantisches Wissen begrifflich-verbal; Verständniswissen: sinnhaltig; Begriffe/Regeln/Prinzipien usw. Sinnarmes Wissen: Bezeichnungen/Wortketten/einfaches Faktenwissen
  • Prozedurales Wissen "knowing how": motorische/sprachliche/kognitive Fertigkeiten
  • Arbeitsgedächtnis Ort des Denkens, an dem einlaufende Informationen und aktiviertes Wissen zusammentreffen und in Beziehung gebracht werden
  • Einordung Emotionen nach "psycho-logischen" Bedeutung Ereignisbezogene Emotionen (Wohlergehen, Empathie, Erwartung) Attributionsemotionen (Bewertung) Beziehungsemotionen Wertschätzung, Attraktivität)
  • Eigenschaften Emotion reaktiv Befindlichkeit Erleben der aktuellen Lage Ist-Wert
  • Eigenschaften Motivation aktiv Antrieb Streben nach Ziel Soll-Wert
  • Motiv personale, motivationale Disposition; die individuelle Ausprägung eines bestimmten Strebens
  • intrinsische Motivation Mensch erfährt direkt aus seinem Tun Befriedigung (z.B. Lernen aus Interesse)
  • extrinsische Motivation Mensch erfährt aus den erreichten Nutzeffekten Befriedigung
  • 3 innere Konflikte, wenn Motivationen sich widersprechen Appetenz-Appetenz-Konflikt (Annäherung) Aversions-Aversions-Konflikt (Vermeidung) Appetenz-Aversions-Konflikt (Annäherung + Vermeidung)
  • Wille / Wollen / Volition Phänomene, die auf Realisierung von Motivationen gerichtet sind
  • Advertisement
  • Volitionen eigene regulative Prozesse, die entscheiden welche Motivationstendenzen bei welchen Gelegenheiten und auf welche Weise realisiert werden sollen
  • Intention (2 Arten) Absichten und Vorsätze
  • Absichten Zielintentionen, die den inneren Konflikt beenden
  • Vorsätze Realisierungsintentionen, die bereits Vorstellungen vom Wann/Wo/Wie des Handelns enthalten
  • Handeln Verhalten, das zielgerichtet, bewusst, geplant und beabsichtigt ist; best. Typ von Verhalten
  • Verhalten (Einteilung) Handlungen / Teilhandlungen Ausführungsroutinen / Automatismen Einzelne Bewegungen / reflexartige Reaktionen
  • Handlung äußeres Verhalten + innere Prozesse (Zielvorstellungen/Absichten/Erwartungen/planendes Denken)
  • Disposition überdauerndes Personenmerkmal, trait, Persönlichkeitseigenschaft
  • Einteilung Personfaktoren (Cattell, 2008) Temperament Motive Fähigkeiten
  • Einteilung Personfaktoren (Assendorpf 2007) Temperamentsaspekte Fähigkeiten Handlungseigenschaften Bewertungsdispositionen Selbstbezogene Dispositionen
  • Merkmale von Dispositionen zeiliche Stabilität & transsituative Konstanz
  • Big-Five-Konzept Eigenschaftsansatz bestehend aus 5 Faktoren: Extraversione emotionale Labilität Offenheit für Erfahrung Verträglichkeit Gewissenhaftigkeit
  • Formel "Konstanz im Wandel" gewisse Dispositionen bleiben zwar im Prinzip erhalten, doch ihre spezifischen Ausdrucksformen ändern sich im Lebenslauf (z.B. Musikalität)
  • absolute Stabilität weder eine Gruppe von Individuen verändert sich insg. in Persönlichkeitsmerkmalen/Verhaltensweisen/Eigenschaften, noch die individuellen Positionen innerhalb der Gruppe
  • Positionsstabilität auch normative Stabilität; Stabilität interindividueller Unterschiede
  • Reifen Veränderung pesonaler Dispositionen aufgrund eines alterstypischen und individuellen genetischen Programms
  • Lernen relativ überdauernde Veränderung des "Verhaltens- und Erlebenspotenzials" aufgrund von Erfahrungen
  • explizites Gedächtnis Inhalte, die aktiv gelernt wurden und aktiv abgerufen werden können
  • implizites Gedächtnis Erfahrungen, die das Verhalten beeinflussen ohne, dass die Erinnerungen bewusst werden
  • Lernformen primär verhaltensbezogen: klassische Konditionierung (Signallernen, für unwillkürliche Reaktionen) operante Konditionierung (Lernen am Effekt, für Verhaltensgewohnheiten) Lernen am Modell (Lernen durch Beobachtung, für den Erwerb neuer Verhaltensmuster) primär wissensbezogen: mechanisch (kognitiv-assoziativ; sinnarme gedankliche/sprachliche Assoziationen; "Auswendig lernen" verstehend (kognitiv-sinnhaltig; komplexes, vernetzes Wissen zu versch. Bereichen) entdeckend (Problemlösen)