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MWF (Subject) / 1 (Lesson)

Einführung

This lesson was created by JudyLea.

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  • Welche Bedeutung hat die MWF? - Basis für Journalismusforschung - Nähe zu Psychologie und Soziologie - beschäftigt Politik, PR und Wirtschaft - Königsdisziplin der Kommunikationswissenschaft - Medienwirkungen stehen im zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit - hat eine lange Tradition (Platon 4. Jhd. v. Chr.)
  • Was besagt der "Uses-and-Gratification-Approach"? - Publikum rezipiert und selektiert bewusst nach seinen Bedürfnissen und Motiven - Rezipienten selektieren zielgerichtet Medienangebote  - es ist eine aktive Suche nach Medienangeboten zur Bedürfnisbefriedigung - es geht um den Nutzen und die Funktionen des Medienkonsums
  • Welche Arten von Motiven gibt es? - kognitive - affektive - integrativ-habituelle - soziale
  • Was versteht man unter der Eskapismus-Theorie? - Mediennutzung erfolgt um sich den Problemen des Alltags zu enziehen - Flucht in Scheinwelten, um sich von sozialen Problemen abzulenken - so entflieht der Rezipient der Realität und befriedigt seine Sehnsüchte - er erlebt in seiner "Welt" interessante Erfahrungen, die ihn seine Umwelt nicht bietet - gilt auch für Bücher und Soziale Netzwerke
  • Unterscheide SMR und UGA! - beim SMR sah man die Medieninhalte als Ursache für die Wirkung bei den Rezipienten - beim UGA erzeugt die Medienwahlt der Rezipienten eine gewünschte Wirkung; dabei hat die Erfüllung oder Enttäuschung wieder einen Einfluss auf die künftige Medienwahl
  • Welche Faktoren beeinflussen die Selektion? - Faktor Persönlichkeit -> können persönliche Eigenschaften die Medienwahl beeinflussen?  - Faktor soziale Identität -> In & Out-Group / Theorie des sozialen Vergleichs - Faktor Emotion und Stimmung (Mood-Management) - Faktor Konsistenz (kognitive Dissonanz) -> Romantiker lesen Romane  -> Nazis lesen Compact   -> Kinobesuch mit Freunden                 -> Fittness-TV um den Neujahrsvorsätzen nachzugehen
  • Was besagt die "Mood-Management-Theorie"? - entwickelt von Dolf Zillman - Mensch ist bestrebt eine gute Stimmung zu erzeugen / aufrecht zu halten - Medien können gewisse Stimmungen erzeugen / beeinflussen - wir wählen solche Medien, von denen wir glauben, dass sie uns gut tun - Medienwahl zur Stimmungsregulierung
  • Was besagt die "Konsistenztheorie"? - Menschen sind bestrebt Konsistenz zu erzielen; d.h. Einstellungen und Verhalten miteinander in Einklang zu bringen - fällt das Denken und Handeln auseinander, wird dieser Zustand ("kognitive Dissonanz") als unangenehm und anspannend empfunden;  - demnach sind wir dazu bestrebt die Inkonsistenz wieder abzubauen - Theorie der kognitiven Dissonanz von Leon Festinger (1957)
  • Was besagt die "Konsistenztheorie"? - Menschen sind bestrebt Konsistenz zu erzielen; d.h. Einstellungen und Verhalten miteinander in Einklang zu bringen - fällt das Denken und Handeln auseinander, wird dieser Zustand ("kognitive Dissonanz") als unangenehm und anspannend empfunden;  - demnach sind wir dazu bestrebt die Inkonsistenz wieder abzubauen - Theorie der kognitiven Dissonanz von Leon Festinger (1957)
  • Warum ist die Theorie der kognitiven Dissonanz auch für die PR-Branche interessant? - Wenn Einstellungen sehr gefestigt sind, tendieren Menschen eher dazu Gegenpositionen einzunehmen und auch dissonante Informationen  werden besser integriert => Grundlage für die VERSTÄRKER HYPOTHESE
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  • Was haben der Oprah Winfrey- der Kylie Minogue- und der CSI-Effekt gemeinsam? In allen Fällen wurde die gleiche oder ähnliche Reaktion des Publikums bewirkt. => Schema: Reiz - Reaktion (Stimulus Response Modell)
  • Beschreibe die drei Phasen des Wirkungsvorgangs! - PRÄKOMMUNIKATIVE PHASE                                                                                                       -> Selektion, welche Faktoren führen überhaupt zum Konsum eines Medienangebots? ZB vorangegangener Konsum als Ursache (Triologien von Romanen) - KOMMUNIKATIVE PHASE                                                                                                               -> Rezeption, Wahrnehmungsverlauf, Aufmerksamkeitsprozesse, Verstehen, Unterhaltung (ZB Radiohören beim Duschen) - POSTKOMMUNIKATIVE PHASE                                                                                                     - Effekte als Folge des Medienkonsums
  • Auf welchen Ebenen können Medieneffekte entstehen? - Individuum, Gruppen, soziale Systeme (Reichweite) - kurz- mittel o. langfristig (Dauer) - funktional / dysfunktional (Wirkungsrichtung) - stark / schwach (Wirkungsintensität) - einzeln / kummulativ (Kontaktdosis) - kognitiv / affektiv / konativ / physiologisch (Art und Weise) - beabsichtigt / unbeabsichtigt (Wirkungsintention) - direkt / Indirekt - unmittelbar / versetzt (Wirkungslatenz) - Medieninhalt (Gewalt, Unterhaltung, Nachricht, Sport) - Medienart 
  • Was besagt die Theorie von Joseph T. Klapper "The Effects of Mass Communication" (1960)? - identische Medieninhalte erzeugen abhängig von der individuellen Persönlichkeitsstruktur und dem sozialen Umfeld verschiedene Wirkungen - Verstärkung        - Neubildung   - Abschwächung      - Umkehrung        - Kein Effekt
  • Was versteht man unter "Selektion"? - Selektion kann Auswahl oder Vermeiden von Medienangeboten bedeuten - Selektion kann bewusst oder unbewusst stattfinden - Selektion ist ein Prozess in mehreren Phasen - dabei treffen wir mehrere Entscheidungen - Selektion ist zielgerichtet selektive Zuwendung (esposure), Wahrnehmung (perception) und Erinnern&Behalten (retention)
  • Was versteht man unter dem "Limited-Capacity-Modell"? - der kognitive Apperat des Menschen verfügt nur über einen begrenzten Arbeitsspeicher - je mehr wir uns auf eine Sache konzentrieren, desto weniger können wir alternative Reize verarbeiten - wir können unsere Ressourcen gezielt auf bestimmte Medienstimuli ausrichten - die limitierten geistigen Kapazitäten bestimmen den ganzen Prozess: Aufnahme, Speicherung, Abruf
  • Was versteht man unter dem "kognitiven Apparat des Menschen"? - menschliche Gedächtnis = assoziatives Netzwerk - Gedächtnisinhalte sind durch assoziationen miteinander verknüpft - ein Netzwerk von Knoten (Wissenseinheiten, Konzepten) - wenn ein Inhalt aktiviert wird, dann wird auch ein anderer Inhalt aktiviert     => PRIMING
  • Was versteht man unter "Priming"? - Priming bewirkt das bestimmte Kognitionen, Einstellungen und Emotionen in unserem Gedächtnis hervorgehoben werden "Salienz Steigerung"        => Priming hat damit Einfluss auf unsere Urteile und Verhalten
  • Was versteht man unter der "Appraisal-Theorie"? - Emotionen sind Resultate spezifischer kognitiver Bewerungs- und Interpretationsprozesse - der Mensch bewertet seine Umwelt ständig - unterschiedliche kognitive Bewertungen führen zu unterschiedlichen Emotionen
  • Wie entstehen Emotionen? - der Mensch ist von Natur aus ein sozial-emotionales Wesen - wir empfinden für die Belange der Menschen in unserem Umfeld Mitgefühl  - Empathie lässt sich auf sog. "Spiegel-Neuronen" zurückführen - auch Antipathie kann bestimmte Emotionen erzeugen
  • Was besagt die "Affective Disposition Theory"? - entwickelt von Dolf Zillmann - wir erleben gezeigte Emotionen stellvertretend mit - dies kann "affektive Dispositionen" herausbilden - die gegensätzliche Einstellung beeinflusst das Rezeptionserlebnis
  • Wie entstehen affektive Dispositionen? 1. Wir beobachten Medienfiguren und bauen Gefühle für diese auf 2. durch die moralische Bewertung der gezeigten Handlung / Charaktere entstehen affektive Dispositionen 3. diese können abhängig von der individuellen Betrachtungsweise positv oder negativ sein 4. Es entstehen Hoffnungen und Erwartungen für den Fortgang der Geschichte 5. dementsprechend bewerten wir das Geschehen 6. abschließend folgt eine moralische Schlussbewertung des Ausgangs
  • Was besagt der "Excitation-Ansatz"? - von Dolf Zillmann entwickelt - während des Medienkonsums baut sich ein anhaltender Spannungszustand auf - der Erregungszustand wird von Szene zu Szene übertragen - während wir schon die neue Szene betrachten, hält die Spannung der vorherigen noch an und wirkt nach
  • Was versteht man unter Unterhaltungsebenen - spezifische Wirkung eines Programms, spezifische Erlebensweise während der Rezeption - UE muss nicht zwingend unterhaltsam sein - v.a. bei FLOW-Zustand geg. - kann auch bei primär negativen / belastenden Inhalten möglich sein      - Mood-Repair     - Meta-Emotionen     - Meaningful Entertainment