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Molekulare Tierzucht (Fach) / Erbfehler und Gentest Schwein (Lektion)
Nutzung von Molekulargenetik in der Schweinezucht
Diese Lektion wurde von Meiki1302 erstellt.
- Einsatz von Markern beim Schwein Qualitäts- und quantitätsbeeinflussende Gene (Halothanreaktion; MHS; RH-Gen; ESR-Gen) Züchtung auf Resistenz (E-Coli)
- Halothanreaktion Halothantest beim Schwein: bei ca. 30kg; Halothannarkose mit 4-6% Halothan; Testdauer ca. 5 Minuten) Halothanreaktion beim Schwein: stressanfällige Tiere zeigen Verkrampfungen der Gliedmaßen; stressresistente Tiere bleiben völlig entspannt über die gesamte Testdauer Erbgang der Halothan-Reaktion: monofakteriell-rezessiver Erbgang mit unvollständiger Penetranz Züchterische Nutzung der Halothanreaktion: Positive Tiere können von der Zucht ausgeschlossen werden; Trägertiere des +Allels können nicht erkannt werden
- Beispiel Nutzung bei Kreuzungsverfahren (Halothanreaktion) DE, SH Hal(-) Hal(-) x Hal(+) Hal(+) (z.B. Pietrain) ----> Hal(-) Hal(+) --> mischerbige, Halothan-negative Mastferkel
- Maligenes-Hyperthermie-Syndrom (MHS) hoher Fleischanteil und starke Bemuskelung Defektmutante im Ryanodin-Rezeptor (RYR I, Chromosom 6), der das Ryanodin-Rezeptor-Protein in der Muskulatur codiert Defektallel führt zu einer Fehlregulation im Ca2+-Stoffwechsel des sarkoplasmatischen Retikulums --> Maligne Hyperthermie Syndrom (MHS) --> Fleischqualität Gendefekt Punktmutation (Cytosin-Thymin) Aminosäure Cystein anstelle von Arginin Ryanodin-Rezeptor betroffen
- Ursachen und Auswirkungen des so genannten Hampshire-Effekts Hampshire-type-Acid meat: RN-Allel (Rendement Napole) dominant über m* --> Höheres glykolytisches Potenzial --> Niedrigerer End-pH-Wert --> Höhere Erhitzungsverluste, geringere Ausbeute --> Geringerer Proteingehalt --> Höhere Erhitzungsverluste, geringere Ausbeute
- RN-Mutation; dominant; für hohen Glykogengehalt verantwortlich Mutation im PRKAG3 Gen (Protein Kinase AMP-activated Gamma3-subunit) Kodiert eine muskelspezifische Isoform der regulatorischen γ Untereinheit der Adenosin-Mono-Phosphat-aktivierten Proteinkinase (AMPK) Verlust führt zu Störungen im Glucose Stoffwechsel / Glycogenlagerung Direkter Gentest verfügbar
- Östrogenrezeptor (ESR) und Fruchtbarkeit ESR in der Uteruswand spielen wesentliche Rolle für die Etablierung der Gravidität Während der Implantation (11-20 Tage post conceptionem) bildet Blastozyste Östrogene (Östrogene im Uteruslumen binden an ESR) Aktivierte ESR führen gemeinsam mit Prolaktionrezeptoren zu einer Umorientierung der PGR2α-Sekretion -> parakrine wird zur exokrinen Sekretion, die ohne Einfluss auf den Gelbkörper bleibt
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