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Materialwirtschaft (Fach) / MW (Lektion)
Ein extrem behindertes Fach, bei einer noch dümmeren Dozentin !
Diese Lektion wurde von Konstantin11 erstellt.
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- Was benötigt man für die Verbrauchsorientierte Bedarfsermittlung(BLA) Berücksichtigung von Vergangenheitsdaten Verbrauchswerte als Basis Abhängigkeit der Vorhersage von - Verbrauchsmenge (historische Daten, Erfahrungswerte) - Verbrauchsverlauf (XYZ-Analyse) - Prognosehäufigkeit - Prognosehorizont bzw. zeitraum (Genauigkeit) Berücksichtigung anderweitiger Informationen und Effekte strategische Vorgaben Hochrechnung der regionalen Verkaufsplanung Markterkenntnisse der Vetriebsmitarbeiter Einbeziehung von Sondereffekten - Werbeaktionen - neue Konkurrenz auf dem Markt - neue Produkte, die alten Produkte substituieren - neue gesetzliche Verordnung neuer Großkunde/ Verlust eines Großkunden
- Verbrauchsmodelle konstanter Verbrauchsverlauf trendförmiger Verbrauchsverlauf (Kurve steigt) saisonales-Konstant-Modell (Sinuskurven ähnlich) Saisonales Trend Modell (Steigende Sinus Kurve)
- Verfahrensüberblick konstanter Materialbedarf gleitender Mittelwert gewogener gleitender Mittelwert exponentielle Glättung 1. ordnung trendförmiger Materialbedarf lineare Regression exponentielle Glättung 2. Ordnung saisonaler Materialbedarf multiplikative Verknüpfung Saisonindizes
- Gleitender Mittelwert Mittelwert der Verbrauchszahlen, die sich in der Vergangenheit ergeben haben Es sollten möglichst nicht mehr als sechs Perioden gerangezogen werden Anzahl der betrachteten Perioden bleibt gleich Bei Beginn einer neuen Periode fällt der Wert der jeweils ältesten Periode weg V= T1+T2+...+Tn n V= Vorhersagewert für die näcshte Periode Ti= Materialbedarf in der Periode i n= Anzahl der betreffenden Perioden Einfachste Methode der Bedarfsvorsorge Liefert nur bei konstantem Verlauf ein brauchbares Ergebnis -> Sobald ein Trend auftritt ist die Vorhersage ungenau
- Gewichteter gleitender Mittelwert einzelne Perioden können gewichtet werden Um trendmäßige Entwicklungen erkennen zu können, wird den jüngeren Perioden ein höheres Gewicht zugemessen als den älteren V= T1G1+T2G2+...+TnGn G1+G2+...+Gn V= Vorhersagewert für die nächste Periode Ti= Materialbedarf der Periode i n= Anzahl der betreffenden Perioden Gi= Gewicht der Periode (meist gegeben) geeignet für ienen konstanten Verbrauchsverlauf Wird ein trendförmiger Verlauf destgestellt sollte über den Wechsel zu einem passenderen Modell nachgedacht werden
- Gleitender und gewichteter gleitender Mittelwert im Vergleich gleitender Mittelwert reagiert weniger dynamisch hinkt hinter de Trend hinterher gewichtete gleitende Mittelwert reagiert stärker auf Ausreißer und deckt Trends früher auf hinkt dem Trend hinterher
- Exponentielle Glättung 1. Ordnung Prognosemethode der verbrauchsorientierten Bedarfsermittlung und für konstante Verbrauchsverläufe geeignet Ein zuvor berechneter Prognosewert wird mit dem tatsächlich eingetretenen Verbrauch verglichen und die dabei enstandene Abweichung berücksichtigt Durch die Gewichtung der abweichung mit einem Alpha-Wert werden starke Ausschläge einzeler Berbrauchswerte auf der geschätzen Zeitreihe geglättet Verfahren entspricht dem gewichteten Mittelwert, wobei die Gewichtung für ältere Werte exponentiell abnimmt Materialbedarf wird durch fortgeschriebene Mittelwertbildung festgestellt -Gewichtung durch Glättungsfaktor α -α liegt zwischen 0 und 1 Je größer α, desto mehr wird die jüngste Beobachtung gewichtet Je kleiner α, desto mehr werden die Zeitreihe und Ausreißer geglättet
- Exponentielle Glättung 1. Ordnung - Formel Vn = Va + α(Ti - Va) Vn = neue Vorhersage Va = alter Vorhersage/Wert der Zeitreihe Ti = Tatsächlicher Bedarf der abgelaufenen Periode α = Glättungsfaktor
- Exponentielle Glättung 1. Ordnung mit großem und kleinem α im Vergleich bei α = 0,8 weniger geglättet, die jüngste Periode wird stark berückstichtigt Trend wird zeitversetzt wiedergespiegelt bei α = 0,2 Zeitreihe reagiert weniger dynamisch hinkt hinter dem Trend hinterher
- Exponentielle Glättung 2. Ordnung Die exponentielle Glättung zweiter und höherer Ordnung wird bei nicht konstanten Bedarfsverläufen eingesetzt Der berechnete Mittelwert wird in diesem Verfahren zweimal geglättet Durch die zweite Glättung wird die steigung der Trendgeraden ermittelt einzelne Perioden werden gewichten. Zusätzliches Steigungsmaß findet je Periode Eingang in die Berechnung zwei Punkte aus der Trendgeraden werden benötigt Der erste Punkt ergibt sich aus dem Glättungswert erster Ordnung: Vn(1) = Va(1) + α(Ti(1)-Va(1)) Der zweite Punkt ergibt sich durch die nochmalige Glättung des Wertes Vn(2) = Va(2) + α(Va(1)-Va(2)) Vorhersagewert für die laufende Periode: Vn = Vn(1) + (Vn(1) - Vn(2)) Steigung b der Trendgeraden ermitteln: bn = α * (Vn(1)-Vn(2)) 1-α Bedarfsvorhersage der nächsten Periode Vn+1 = Vn + 1-α *(bn) α
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- Exponentielle Glättung 2. Ordnung Formeln Der erste Punkt ergibt sich aus dem Glättungswert erster Ordnung: Vn(1) = Va(1) + α(Ti(1)-Va(1))Der zweite Punkt ergibt sich durch die nochmalige Glättung des Wertes Vn(2) = Va(2) + α(Va(1)-Va(2))Vorhersagewert für die laufende Periode:Vn = Vn(1) + (Vn(1) - Vn(2))Steigung b der Trendgeraden ermitteln:bn = α * (Vn(1)-Vn(2)) 1-αBedarfsvorhersage der nächsten PeriodeVn+1 = Vn + 1-α *(bn) α
- Regressionsanalyse Basiert auf Zahlen der Vergangenheit und führt eine Extrapolation in die Zunkunft durch Angenommen, die Gesatzmäßigkeiten der Vergangeheit werden auch in der Zukunft fortgesetzt Ausgleichsgerade mit der Funktion y = a +bx y= Regressionswert in Abhängigkeit der Zeit (abhängige Variable) a= die von der Regressionskurve auf der y-Achse abgeschnittene Größe (konstantes Glied) b= Steigungsmaß der Regressionskurve (Verbrauchsveränderung je Periode) x= unabhängige Variable Linear verlaufender Trend: a = (1/n)*(y1+y2+y3+...+yn) b= 12/n(n^2-1)*[y1*(1-(n+1)/2)+y2*(2-(n+1)/2...yn] t=i=(n+1) 2 i=Anzahl der Btrachtungsperioden + 1
- Programmorientierte Methoden der Bedarfsermittlung Einsatzgebiet: bei Sekundärgütern Prinzip: Analytischer Ansatz (Auf Basis von Stücklisten wird auf Bedarfe der Zukunft geschlossen) Synthetischer Ansatz (auf Basis von Verwendungsnachweisen wird auf Bedarfe der Zukunft geschlossen) Vorgehensweise: Besorgung von Stücklisten bzw. Verwendungsnachweisen Berechnung der Bedarfe für die Sekundärgüter mithilfe eines geeigneten Verfahrens (hier: Dispositionsstufen-Verfahren)
- Deterninistisches Vorgehen basierend auf Stücklisten oder Rezepturen ermittlung der Komponenten-, dann der Teilebedarfe aufwendiges Vorgehen (nur für A-und B- Teile) Stücklisten sind Verzeichnisse, die die Bestandteile pro Enderzeugnis angeben
- Mengen(übersicht)Stückliste unstrukturierte Stückliste keine Gruppierungen der Bestandteile dokumentieren welche Bestandteile mengenmäßig in den Erzeugnissen enthalten sind wird als Basis für die Disposition und Kalkulation verwendet ist in der Fertigung nur für einstufige Fertigung anwendbar
- Arten von Stücklisten Mengenübersichtsstückliste Strukturstückliste Baukastenstückliste Variantenstückliste
- Strukturstückliste nach fertigungstechnischen Strukturmerkmalen gegliedert mehrstufige Fertigung verwendbar zeigen, in welcher Fertigungsstufe eine Baugruppe oder ein Einzelteil verwendet wird ein Teil kann auf mehreren Fertigungsstufen vorkommen Gesamtzusammenhang ist gut erkennbar Basis für Fertigung
- Baukastenstückliste besondere Form der Strukturstückliste Stellen nur eine Fertigungstiefe dar kein direkter Bezug zum Enderzeugnis
- Variantenstücklisten Variante Veränderung der Grundausführung einesErzeugnisses, die durch Weglassen oder Hinzufügen von Einzelteilen entstehen, und sich auf Gestalt, Beschaffenheit und Eigenschaft beziehen Variantenstückliste Varianten auf wirtschaftliche Weise erfasst Formen Gleichteilestückliste, Endformstückliste - Gleichteilestückliste: enthält alle Baugruppen un Teile, die in jeder Variante vorkommen - Endformstückliste: enthält alle Baugruppen und Teile, die nur in der einzelnen Variante vorkommen Grundtypenstückliste: wird als Grundtyp fr ein variantes Erzeugnis definiert Abartenstückliste: wird für jedes nciht der Grundtype entsprechendes Erzeugnis definiert und arbeitet mit Plus- und Minus-Komponenten Mehrfachstückliste: Mehrere Stücklisten sind in der Mehrfachstücklisten zusammengefasst und durch jeweiligs eine Mengenspalte ausgewiesen
- Fertigungsstufen-Verfahren(Baustufen-Verfahren) Nur anwendbar, wenn Teile nicht auf verschiedenen Stufen, also mehrfach, vorkommen
- Renetting-Verfahren berücksichtigt mehrfach vorkommende Teile auf veschiedenen Stufen löst Teile auf jeder Stufe erneut auf, somit hoher Auflösungsaufwand spielt in der Praxis keine große Rolle
- Dispositionsstufen-Verfahren wie Renetting-Verfahren, jedoch werden vor der Auflösung Teile auf die unterste Verwendungsstufe heruntergezogen, somit geringerer Auflösungsaufwand in der Praxis das überwiegend eingesetzte Verfahren
- Bestandsarten im Überblick Wichtige Begriffe BD = Lagerbestand BS = Sicherheitsbestand s= Meldebestand (Bestellpunkt) S = Sollbestand (Höchstbestand)
- Berechnung des durchschnittlichen Lagerbestandes Mittelwert aus den begrenzenden Beständen des Gesamtzeitraums BD= BA+BE 2 BD= Lagerbestand BA= Anfangsbestand BE= Endbestand 2. Bestandsdurchschnitt bei quartalsweiser Bestimmung BD = BA + ∑(Q=1->4) BQ 5 BQ= Quartalsendbestand 3. Bestandsdurchschnitt bei monatlicher Bestimmung BD= BA + ∑(MO=1->12)BMO 13 BMO = Monatsendbestand
- Sicherheitsbestand eisender Bestand, Mindestbestand oder Reserve Gewährleistung der Leistungsbereitschaft des Unternehmens bei Lieferschwierigkeiten drei Unsicherheiten sollen abgedeckt werden: - Bedarfsunsicherheit: Der ermittelte Bedarf stimmt nicht mit dem effektiven Bedarf überein - Lieferunsicherheit: Soll Liefertermin und der effektive Liefertermin stimmen nicht überein - Bestandsunsicherheit: Der Buchbestand und der Lagerbestand stimmen nicht überein
- Meldebestand Bestellpunkt Bei dessen Unterschreitung muss nachbestellt werden BM = Tw*QD+Bs BM= Meldebestand Tw= Wiederbeschaffungszeit in Tagen QD= Durchschnittlicher Tagesbedarf Bs= Sicherheitsbestand MUSS DYNAMISCH AN DIE TATSÄCHLICHEN VERBRÄUCHE ANGEPASST WERDEN !
- Höchstbestand Sollbestand angabe der maximalen Lagermenge eines Materials/Produkts Bmax= qopt + Bs Bmax = Höchstbestand qopt= Opt. Bestellmenge Bs= Sicherheitsbestand wird oft manuell festgelegt Gründe für die Bestimmung - Kapazitätsbegrenzungen - Vorbeugung unerhöhter Kapitalbindung
- Skontrationsmethode Voraussetzungen benötigt eine Lagerbuchhaltung mit: Lieferschein für Zugänge Materialentnahmeschein für Abgänge Berechnung: BE= BA + Z - A BE= Endbestand BA= Anfangsbestand Z= Zugang A= Abgang Vorteile: sehr genau einfach Möglichkeit der permanenten Inventur Nachteile: aufwendig hohe Investitionskosten (scanner) ungeplante Bestandsminderung (Bruch/Schwund)
- Inventurmethode (Bestandsdifferenzrechnung) Voraussetzungen: keine Lagerbuchhaltung nötig Anfangsbestand aus Finanzbuchhaltung(Endbestand der Vorperiode) Zugänge über Lieferscheine Endbestand durch Inventur Berechnung V= BA + Z - BE V= Verbrauch BA= Anfangsbestand Z = Zugang BE= Endbestand Vorteile: geringer Aufwand Aufdeckung von Bestandsdifferenzen Nachteile keine laufende Ermittlung der Verbrauchsmenge keine Transparenz Gefahr durch große Differenzen bei jährlicher Bestandsaufnahme nur Gesamtverbrauch feststellbar
- Retrograde Methode (Rückrechnung) Vorraussetzungen Stücklisten- ausgehend von den hergestellten Erzeugnissen werden die Materialmengen ermitteltBerechnungVs= Qp * VSVs= Soll-VerbrauchQp = Produzierte Menge VS= Soll-Verbrauch pro StückVorteile:Nachteile:Lagerverluste werden nicht erfasstMaterialverbrauch kann nicht direkt zugeordnet werden Ungenaue Methode
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- Einflussfaktoren auf die Bestandsstrategie Lieferbereitschaftsgrad Kennzahl für die eigene Performance und die Lieferantenperformance ein Sicherheitsbestand, der 100% Lieferfähigkeit gewährleistet, ist unwirtschaftlich i.d.R. wird ein Lieferbereitschaftsgrad von 90 - 95 % angestrebt
- Einflussfaktoren auf die Bestandsstrategie Fehlmengenkosten entstehen, wenn Kundenaufträge nicht bedient/ausgeführt werden könne abhängig vom Lieferbereitschaftsgrad der optimale Lieferbereitschaftsgrad befindet sich im Minimum aus Fehlmengenkosten und Kosten für den Sicherheitsbestand (hauptsächlich: Kapitalbindungskosten) Beispiele: Konventionalstrafen Image-/Goodwill-Verluste Kundenabgänge
- Verbrauchsbedingte Bestandsergänzung vor allem für Hilfs-und Rohstoffe verwendet, die sich durch einen relativ geringen Materialwert auszeichen Häufig erfolgt in der Praxis die Bestandergänzung, in dem auf einem Grundbestand aufgefüllt wird, bspw. bei Silosm Tanks, Bunkern
- Verbrauchsbedingte Bestandsergänzung Bestellpunktverfahren Bestandssteuerung Bestandskontrolle bei jedem Lagerabgang zu jedem Zeitpunkt mögliche Nachbestellung erfolgt bei Unterschreitung des Bestellpunktes( = Menge die nötig ist, um den Kundenbedarf zwischen der Bestallauslösung und der Bereitstellung der gelieferten Ware abzudecken die neue Lieferung ist im günstigsten Fall verfügbar, wenn der Sicherheitsbestand gerade erreicht ist
- Verbrauchsbedingte Bestandsergänzung Bestellrythmusverfahren Terminsteuerung eine Bestandskontrolle in zyklischen Intervallen ermöglicht koordinierte Bestellungen orientiert sich am Lieferanten- oder Produktionsrhythmus
- Bestellpunktverfahren Meldebestandsverfahren (s,S)- Strategie Nach jeder Entnahme findet eine Überprüfung des Lagerbestandes statt Sobald der Bestellpunkt (s) unterschritten wird, erfolgt eine Auffüllung auf den Sollbestand(S) (s,q)-Strategie Nach jeder Entnahme findet eine Überprüfung des Lagerbestandes statt Sobald der Bestellpunkt (s) unter-schritten wird, erfolgt eine Bestellung der kostenoptimalen Menge (q)
- Bestellrythmusverfahren Zyklusverfahren (T,S)-Strategie der Lagerbestand wird in bestimmten Zeitintervallen (T) programmgemäß überprüft Ergibt sich eine Mindermenge, wird auf den Sollbestand (S) aufgefüllt (T,q)-Startegie Der Lagerbestand wird in bestimmten Zeitintervallen (T) programmgemäß überprüft Ergibt sich eine Mindermenge, wird die kostenoptimale Menge (q) bestellt
- Mischverfahren (s,s,T)-Strategie Der Lagerbestand wird in bestimmten Zeitintervallen (T) programmgemäß überprüft Ergibt sich eine Unterschreitung des Bestellpunktes (s) , wird auf den Sollbestand (S) aufgefüllt
- Mischverfahren (s,q,T)-Startegie Der Lagerbestand wird in bestimmten Zeitintervallen(T) programmgemäß überprüft Ergibt sich eine Unterschreitung des Bestellpunktes (s), wird die kostenoptimale Menge (q) bestellt.
- Bedarfsbedingte Bestandsergänzung baut auf den deterministisch ermittelten Bedarfswerten auf und wird für A- und teilweise auch B- Materialien verwendet aufgabe: Die Reichweite des Lagers zu ermitteln Ist- Eindeckungszeit gibt an, wie lange der verfügbare Lagerbestand den geplanten Bruttobedarf abdeckt Soll-Eindeckungszeit (Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitszeit + Periode) gibt die Zeit an, die der vefügbare Lagerbestand bei zeitlich normaler Wiederbeschaffung abdecken soll Sie umfasst die Wiederbeschaffungszeit, eine Sicherheitszeit und das Prüfintervall Bestellung wird ausgelöst , wenn: Ist-Eindeckungszeit <= Soll- Eindeckungszeit Ausgehend vom Prüftermin errechnet sich der Bestelltermin wie folgt: Bestelltermin = Prüftermin + Ist-eindeckungszeit - Soll-Eindeckunsgzeit
- Wie soll bestellt werden? technische Losgröße Einzelne Nettobedarfe Verbrauchs- und programmorientierte Bedarfsermittlung wirtschaftliche Losgröße Kostenminimale Bestellmenge Berücksichtigung von Lagerhaltungs- und Bestellkosten
- Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Bestellmenge Beschaffungskosten umfassen alle bestellmengenabhängigen Kosten fallen je nach Bestellmenge unterschiedlich hoch aus - -Rabatte, Boni, Skonto - + Bezugskosten
- Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Bestellmenge Bestellkosten umfassen alle bestellmengenunabhängigen Kosten fallen pro Bestellvorgang fix an, z.B. Personalkosten, EDV-Kosten etc. in der Praxis liegen die Bestellkosten bei ca. 20€ bis 100€ pro Bestellung
- Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Bestellmenge Lagerhaltungskosten Kosten, die durch die Lagerung von Material entstehen z.B. Kapitalbindungskosten, Handliingskosten etc. in der Praxis liegt der Lagerhaltungskostensatz bei ca. 15 % bis 25 %
- Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Bestellmenge Fehlmengenkosten entstehen, wenn Kundenaufträge nicht bedient werden können Beispiele: Konventionalstrafen, Image/Goodwill Verluste, Eilbestellkosten etc.
- Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Bestellmenge Losgrößenkosten Einfluss der Losgröße auf Transportmittel (z.B. Optimale LKW-Auslastung); Verpackung, Lagerraumeinheit, etc. Berücksichtigung branchenüblicher Bestelleinheiten (zb. 10, 20 , 30 Stück )=
- Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Bestellmenge Finanzvolumen Beschränkung der Losgrößeneinheiten durch das zur Verfügung stehende Finanzvolumen Wirtschaftlich optimale Beschaffungsmenge kann nur beschafft werden, wenn das Material auch bezahlbar ist Zahlungsbedingungen als wichtige Einflussgröße
- Optimierung der Beschaffungsmenge nach Andler Ziel Minimierung der Summe aus Bestell- und Kapitalbindungskosten Aufgabe Suche nach dem Optimum zwischen den beiden folgenden Extremwerten: - Bestellmenge entspricht z.B. der Jahresbedarfmenge -> einmalige Bestellung -> Kapitalbindungskosten maximal, Bestellkosten minimal -Bestellmenge entspricht immer nur einer Bedarfseinheit -> viele Bestellungen->Kapitalbindungskosten minimal, Bestellkoste maximal
- Bestellkosten Berechnung kst = Kp Qp kst=Bestellkosten pro Stück Kp=Bestellkosten pro Periode* Qp=bedarfsmenge pro Periode* *gleicher Zeitbezug notwenig
- Klassische Losgrößenformal nach Adler Interpretation je günstiger die Lagerung, desto größer die optimale Bestellmenge -Einstandspreis --> Menge des gebundenen Kapitals -Lagerhaltungskostensatz -->Finanzierungssatz Je größer der Jahresbedarf, desto größer die optimale Bestellmenge Je höher die Bestellkosten pro Bestellung, desto größer die Optimale Bestellmenge Formel qopt = √2*QJ*kB √pE*cLh qopt = optimale Bestellmenge QJ = Jahresbedarfsmenge kB= Bestellkosten pro Bestellung pE= einstandspreis pro Mengeneinheit cLh= Kapitalbindungskostensatz