13

Nachhaltigkeit (Fach) / Gerken Tierproduktion 2 (Lektion)

d

Diese Lektion wurde von nellepelle erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Definition: genetischer drift zufällige genetische veränderungen einer population. Dies bedeutet auf der einen Seite eine Verringerung der genetischen Variabilität und Anpassungsfähigkeit, auf der anderen Seite können so jedoch konkurrenzschwächere Allele leichter zur Geltung kommen.
  • Definition Domestikation nach price Domestikation ist der Prozess, durch den sich eine Tierpopulation an den Menschen und die Gefangenschaftsumwelt anpasst durch eine Kombination von:1) genetischen Veränderungen im Laufe der Generationen2) umweltbedingten Änderungen in der Entwicklung (Ontogenese), die in jeder Generation wiederkehre
  • was sind die wirkungsmechanismen der Domestikation? Genetische Phänomene1) Inzucht zufällige Veränderung 2) genetische Drift der Genfrequenzen (evolution)3) Selektion: gerichtete Veränderung der Genfrequenzena) natürliche Selektion (evolution) b) künstliche Selektion
  • was sind Auswirkungen von Domestikation? Veränderungen im Verhalten (meist quantitativer Art)a) Hypertrophie oder Hypotrophie (Veränderungen in den Schwellenwerten, auf die eine Reaktion auf einen Reiz ausgelöst wird)b) Änderungen in den angeborenen Auslösemechanismen (z.B. geringere Selektivität in der Reaktion auf optische und akustische Auslöser) c) Auseinanderfallen (Dissoziation) zusammengehörender Verhaltensweisend) Persistenz von jugendlichen Verhaltensmerkmalen (Neotänie)
  • was sind anpassungsstragetrigen/adaptionsmerkmale von Individuen? 1. Ontogenese 2. Biorhythmen 3. Physiologische Anpassung
  • Definition Ontogenese, beispiele Anpassung genetisch programmierter Wachstumsprozesse an UmweltbedingungenNeuronale Entwicklung und Plastizität, fettverteilung bei schweinen bei unterschiedlicher temperatur (bei hoher temp. groß und schlank hoher nierenfettanteil)
  • Definition biorythmen, beispiele Anpassung an rhythmische Schwankungen von Umweltfaktoren, die als Zeitgeber wirken, beispiel •Adaptation von genetisch determinierten morphologischen Strukturen an Veränderungen in der Umgebung:Verhalten: Piloerektion (Haarsträuben) Saisonale Veränderungen (Haarwechsel; Haaranzahl, Dicke)
  • wie ist die Merkmalsstreunung bei kleinen und großen Populationen? bei kleinen populationen gibt es große unterschiede in der merkmalsstreuung, manche merkmale kommen sehr oft vor andere sehr selten bei großen populationen pendelt die merkmalsstreuung mehr  oder weniger um einen mittelwert
  • was sind Vorteile von haaren? • Luft (mit geringer Wärmeleitung) wird zwischen Haaren gefangen• Ungleichmäßige Verteilung über den Körper („thermale Fenster“)
  • was ist ein Beispiel für physiologische Anpassung? energiestoffwechsel Reduktion von Energiebedarf im Winter:• Verlangsamung der Lebensvorgänge • weniger Aktivität (Lokomotion) • Niedrigere Körpertemperaturen (geringere Pulsrate, niedrigere Unterhauttemperatur) • Reduktion der Nahrungsaufnahme (verlangsamte Darmpassage) --> alles winterschlaf ähnliche reaktionen
  • Anzeige
  • was gibt es für umweltbedingte Veränderungen durch die nutztierhaltung? a) Habitat Veränderungen (z.B. Landnutzungsänderungen, Abholzung) b) Klimawechsel c) Invasion fremder Arten d) Übernutzung und Konkurrenz e) Umweltverschmutzung
  • was sind Merkmale von wildtieren die eine Domestikation erleichtern? Zähmbarkeit (geringe Fluchtdistanz zum Menschen)Sozialverhalten (Leben in sozialen Gruppen)Promiskuität (geringe Selektivität bei Verpaarung)geringe Futterspezialisierung (breite Futtergrundlage)
  • was gibt es für verschiedene wiederkäuerarten + Beispiele, was hat das für einen einfluss auf den ernährugsrythmus und mägen? konzentrat selektierer: reh, elch intermediärtypen: ziege, rotwild raufutterfresser: schafe, rinder von links nach rechts: ernährungsrythmus wird immer weiter auseinander, mägen werden komplexer und größer