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Entwicklungspsychologie (Fach) / 1. Vorlesung (Einführung) (Lektion)

1. Vorlesung (Einführung)

Diese Lektion wurde von friedrich_abc erstellt.

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  • Entwicklungspsychologie Definition Beschreibung, Erklärung und Modifikation (Optimierung) der ontogenetischen Prozesse (Entwicklung des Einzelnen), die sich über den gesamten Lebensverlauf erstrecken Invarianz (Stabilität) und Variabilität (Veränderung) von Kompetenzen, Überzeugungen, Interessen, Selbstkonzepten Verschiedene Aspekte des Verhaltens sind aufeinander bezogen Verbindungen zwischen Veränderungen auf unterschiedlichen Zeitskalen Integrierte Betrachtung: Reifung und Alterung vs. kulturelle und physikalische Umwelt
  • Nature vs. Nuture Entwicklung psychologischer Merkmale mehr durch die Umwelt oder die Erbanlage beeinflusst? Nature: Angeborene Grundkonzepte werden im Laufe der Entwicklung differenziert Nurture: Alles Wissen, Verhalten, Fähigkeiten, Motive werden durch die Erfahrungen erworben
  • Kritische vs. sensible Perioden Kritische Perioden: Irreversibel, Prägung / dauerhafte Festlegung (Konrad Lorenz), Umstritten (Klaus und Kemmel 1976) Sensible Perioden: Erfahrungen haben maximale positive / negative Wirkung, Phasen erhöhter Plastizität, nur schwer änderbar Umwelteinflüsse haben extrem starke Einflüsse
  • Kontinuität vs. Diskontinuität Stabilität vs. Veränderung Welches latente Konstrukt (Struktur, Fähigkeit oder Disposition) sich im Verhalten manifestiert KLAUSUR: Kontinuität nicht "Entwicklung über Lebensspanne" sondern eine kontinuierliche Entwicklung gegenüber einer diskontinuierlichen
  • Anlage-Umwelt-Wechselwirkung Genom/Genotype, also die gesamte genetische Information eines Menschen (25 000 Gene, 46 Chromosomen, 23 Chromosomenpaare >> eine menschliche Zelle) hat keine direkte und keine konstante Wirkung. Die genetische Wirkung entfalteet sich in Wechselwirkung mit der Umwelt des Genoms.
  • Anlage-Umwelt-Wechselwirkung: Epigenetik Was geschieht beim ab- oder anschalten bestimmter Gene?
  • Heritabilitäts- und Erblichkeitskoeffizient Welcher Anteil an Fähigkeits- und Merkmalsunterschieden in einer Population ist auf die Unterschiede in den Erbanlagen und der Entwicklungsumewelt zurückzuführen? Bezogen auf eine untersuchte Population, nicht auf einzelne Personen Keine Prognose über mögliche Umwelteinflüsse Bspw. Untersuche von Eineiigen-/Zweeiigen Zwillingen: Umweltfaktor möglichst gering
  • Anlage-Umwelt-Kovariation: Passive Genotyp-Umwelt Passung, Reaktive Genotyp-Umwelt Passung, Aktive Genotyp-Umwelt Passung Passive Genotyp-Umwelt Passung: Eltern machen Musik/sind musikaisch woraufhin das Kind auch Musik macht? Reaktive Genotyp-Umwelt Passung: Eltern sehen, dass das Kind bspw. an Bewegung oder Bällen interessiert ist und schicken es zum Fußball? Aktive Genotyp-Umwelt Passung: Kind sucht sich selbst aus, dass es Fußball spielen möchte?
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