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Waldbodenkunde (Fach) / SEMITERRESTRISCHE HUMUSTYPEN (Lektion)

SEMITERRESTRISCHE HUMUSTYPEN

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  • Anmoor Boden nährstoffreich Boden nur zeitweilig wassergesättig oder das Grundwasser sauerstoffhältig ... bildet sich Anmoor auf bestimmten Gleyböden mit hochliegendemGrundwasserspiegel vor allem im Verlandungsgebiet von Gewässern und um Hangquellenvor Unterschied zu den Torfen ist im Anmoor organische und mineralische Substanz eng miteinander vermischt organische Substanz weist dabei einen wesentlich größeren Humifizierungsgrad auf als bei den meisten Torfen, Gehalt an organischer Substanz erreicht bei toniger ineralbodensubstanz 30 Vol.%, bei sandiger 20 Vol.-%, höheren Gehalten an organischer Substanz wird das Bodenmaterial Torf genannt Boden ist feinkrümelig, klebrig und schmierig Mächtigkeit des A-Horizontes übersteigt 30 cm
  • saures Anmoor besonders arm an Erdalkalien weites C/N-Verhältnis (um 40) biologisch trägeDurchmischung erfolgte vielfach durch SandeinschwemmungStruktur  fasrig-schichtig => nach einer Entwässerung geringe Fruchtbarkeit
  • mildes (carbonatisches) Anmoor reicher an Nährstoffen als die sauren Anmoore engeres C/N-Verhältnis biologisch aktiver Vielfach dominieren Schneckenschalen als kalkiges Material Nach einer Entwässerung ohne Zufuhr von Düngemitteln in fruchtbare Waldstandorte bergeführt
  • Torfe = unter dem Einfluß von Wasser durch weitgehenden Luftabschluß entstandene, faserig bröckelige Pflanzenzersetzungsmaterial eine Mächtigkeit von 30 cm übersteigt hohes Grundwasser (bzw. Oberflächenwasser) oder perhumides Klima Luftmangelinduzieren, wird der Streuabbau gehemmt und große Mengen an organischerSubstanz können als Torf angereichert werden => Moore entstehen zwischen Niedermooren, Übergangsmooren und Hochmooren unterschieden
  • Niedermoor enstehen durch: Verlandung von seichten (Tiefen bis 50cm), relativ nährstoffreichen Wasserflächen oder in Senken aus versumpften Mineralböden immer im Bereich des hoch anstehenden Grundwassers, von dem die Vegetation im Gegensatz zum Hochmoor nicht abgeschnitten istorganisches Material = Hypnaceen, Cyperaceen und von anderen Gliedern derRohrgesellschaften Rückstände, ligninisierte Substanzen, sammeln sich anzu 70 bis 80% aus unzersetzter organischer Substanz.wesentlich aschenreicher (14 - 15%) als bei HochmoorenStickstoffgehalt bedeutend höher C/N-Verhältnis liegt um 25 bis 30Nach Trockenlegung oder Trockenfallen durch ihre größere Zersetzungsneigung auch wesentlich günstiger als die sauren torfigen Substanzen der Hochmoore
  • Übergangsmoor (Bruchwaldtorf) Zuge der Verlandung seichter Gewässer nach der letzten Eiszeit erfolgte zwischender Niedermoorphase und der Hochmoorphase eine vorübergehende Besiedlungdurch Buschwald oder Wald deren vertorfte Holzreste man in Moorprofilen noch gut erkennen kann
  • Hochmoor Bildung  an kühle und feuchte Klimate gebundenSaure torfige Substanzen bilden sich unter dem Einfluß von nährstoffreiem und sauerstoffarmenWasserVegetationsdecke wird unabhängig vom Grundwasserspiegelnur vom Niederschlagswasser und durch aus der Luft eingetragene NährstoffeversorgtVegetation überwiegend Torfmoos, 7-fache seines Gewichtes an Wasser intoten Zellen zu speichern, unabhängig vom Grundwasser unddurch seinen geringen Bedarf an Nährstoffen zu mächtigen Schichten anwachsenWachstum der Torfmoosdecke erfolgt von der Mitte des Hochmoores nachaußen, jungen Teile am Rande sind niedrigerAustrocknung und in Trockenperioden setzt wegen der besonders nährstoffarmenorganischen Substanz eine Mineralisierung nur allmählich einHochmoortorf ist also im Vergleich zu Flachmoortorf ein wesentlich ungünstigeresSubstrat. Der Aschengehalt ist mit 2 - 4% sehr gering. Das C/N-Verhältnis ist sehrweit. Bei Trockenlegung oder Trockenfallen bilden Hochmoortorfe am Anfang ungünstigeVoraussetzungen für die Waldvegetation. Wenn Hochmoortorfflächen inkurzer Zeit erfolgreich bewaldet werden sollen, sind neben wirkungsvoller Entwässerung,Bodenbearbeitung, Kalkung und Düngung Voraussetzungen. Trotzanfänglicher Ungunst sind dann auch Hochmoortorfe gute Substrate für Wald. BeiÜberdüngung erfolgt zu rascher Stoffabbau. Da der größte Teil der Moore bei unsbereits kultiviert ist, sind noch erhaltene Flächen zu schützen.
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