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Geschichte, Lehramt (Fach) / Einführung in die Unterrichtsplanung (Lektion)

Das zirkuläre Modell der Diktatik

Diese Lektion wurde von matthiasbalboa erstellt.

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  • Das zirkuläre Modell der Didaktik (basics) Adressatenanalyse Ziel (Lehr-/Lernziele) Thema (Inhalt, Content) Lernorganisation (Methoden) Lernorganisation (Medien) Überprüfungen und Anwendungen Rückkoppelung (Feedback) (Selbst-) Reflexion Unterricht ist komplexes soziales Geschehen Stets mit konkreten Personen (Gruppe von Personen, selten mit Einzelpersonen) Es ist sinnvoll sich nicht nur mit den fachlichen Aspekt zu beschäftigen sondern auch mit den sozial-kommunikativen Aspekt des geplanten Unterrichtsvorhanges zu beschäftigen
  • Das zirkuläre Modell der Didaktik Beschreibung Das zirkuläre Modell liefert eine adäquate Darstellung der Komplexität des Lernprozess. Es liefert 7 Faktoren, welche wechselseitig bestimmend Einfluss auf den Unterrichtsprozess haben. Es kann sowohl für die Beobachtung des Unterrichtsgeschehen, für die Beschreibung und Reflexion von Lernprozesses als auch für die Unterrichtsplanung verwendet werden. Adressatenanalyse Zielsetzungen der Akteure Thema (Inhalt, Content) Kommunikationsstruktur/ Lernorganisation (Methoden/ Medien) Die Überprüfungen und Anwendungen Rückkoppelung (Feedback) Selbstreferenz und Selbst- Reflexion des Systems Wird ein Faktor verändert bzw. neu bestimmt, verändert das auch die Wahrnehmung der anderen Faktoren.
  • Adressatenanalyse? Die Adressatenanaylse besorgt für die jeweiligen konkreten Lernprozesse relevanten Informationen, insbesondere über die Teilnehmer und die durch sie geschaffenen Lehr- und Lernvoraussetzungen. Die Lernvoraussetzungen können nur vorläufig bestimmt werden. Im konkreten Lernprozess müssen sie durch regelmäßige Rückkoppelungen aktualisiert werden. Durch jede neue Einsicht in das Lernsystem können sich die Voraussetzungen ändern. Dafür versucht die Adressatenanalyse folgende Planungsvariablen des Lernsystems zu bestimmen: Struktur und Dynamik des Lernsystems Thematische Expertise des Lernsystems Kommunikative Kompetenz des Lernsystems Formen des Arbeitsvertrages zwischen Lehrenden und Lernenden Adressatenanalyse ist immer als Auswirkung auf den Lehr-/Lernprozess zu sehen. Als Lehrender wendet man die Ergebnisse der Analyse auf die Formulierung der Lehr/Lernziele, auf die Wahl der Lernorganisation sowie auf ihr eigenes Handeln im Unterricht an.
  • Zentrale Planungsfragen Welche Bereiche sind betroffen ? Klärung der Rolle als Lehrender Adressatenanalyse Abklärung der Institutionellen Vorgaben und Standards Bestimmung der zentralen Resourcen zur durchführung des Unterrichtvorhabens (zeitlich, Arbeitsräume, materielle, räumliche, finanzielle) Festlegung der Lehr- und Lernziele (fachlich/ sozial) Festlegung des (Rahmen-) Themas Wahl der Lernorganisation (Medien/ Methoden) Aufbau der Inhalte (Texte,Bilder, Quellen) Aufbau der Lernorganisation Vorüberlegungen für Übungen und Überprüfungen Vorüberlegungen für Rückkoppelung und Reflexion im Lernsystem
  • Inhalt und sozialer Prozess (Ebenen?) Der Lehrende muss bei der Planung aber auch bei der Steuerung des Unterrichts stehts zwei Ebenen im Auge behalten. Die Ebene der sozialen Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden Die argumentative Entwicklung auf der thematischen Ebene Grundlage für die ARBEITSBEZIEHUNG sind die Regeln der Kommunikation die bewusst oder unbewusst zwischen einem Lehrer und Teilnehmer am Unterrichtsgeschehen etabliert werden.
  • Planung und Steuerung von Unterricht Planung und Steuerung von Unterricht Kommunikative Ebene  Inhaltliche Ebene
  • Inhalt und sozialer Prozess Die pragmatischen Axiomen? Die "pragmatischen Axiomen" wie sie von Watzlawick, Beavin und Jackson beschrieben wurden. Das erste Axiom besagt: "Man kann nicht nicht kommunizieren" Das zweite Axiom besagt: "Jede Kommunikation beinhaltet einen Inhalt- und Beziehungsaspekt, derart, dass letzterer den ersten bestimmt und daher eine Metakommunikation ist." Das ist für den Unterricht in vieler Hinsicht relevant: erste Axiom bedeutet somit -> auch die unbesprochenen Verhaltensformen im Unterricht spielen als Faktor der Kommunikation eine Rolle zweite Axiom bedeutet somit -> die Determinierung des Inhaltsaspekts durch den Beziehungsaspekt, verweist darauf, dass die emotionale Beziehung zwischen den Akteuren die Arbeit am Inhalt nachhaltig bestimmen kann, aber auch irritieren kann. Darum ist die Gestaltung der sozial-kommunikativen Strukturen des Lehrens und Lernes wichtig !
  • Die Komplexität der Kommunikation "Spieler unter N Personen" wird von Kommunikationspartnern zur einer bestimmten zeit "t" aufgeführt. Konkrete Kommunikationssituation: besteht nicht nur aus 2 oder 3 Personen die offensichtlich sprechen, sondern auch auf die die sich vom Sprecher/ Zuhörenden bezogen wird (Bezugsperson/ Referenzen) (Selvini-Palazzoli) --> dadurch entsteht ein assoziatives Geflecht (Bilder, Symbolen, vorwissenschaftlichen/ wissenschaftlichen historischen Informationen) die man im Unterricht nutzen sollte um einen effektiven Zugang für die Schüler zu schaffen
  • Das Didaktische Dreieck (Ruth Cohn) 1977 Beschreibt die grundsätzliche Interpendenz der drei Komponenten "Lehrer-Thema-Schüler" im Prozess des Lehrens und Lernens. Interpendenz zwischen Thema und der sozialen/ kommunikativen Beziehung zwischen Lehrenden und Gruppe von Schüler, hat auch Relevanz für die Unterrichtsplanung Jeder dieser 3 Komponenten nimmt Einfluss auf das Lerngeschehen. Lehrer verändert die Beziehung zu Schüler durch Einführung einer neuen Methode -> Hat Einfluss auf Wahrnehmung des Themas seitens der Schüler Einfluss auf das Lernarrangement durch neue Zielsetzung des Lehrers (problemorientiert) Auch wenn Schüler selbst zum Thema forschen und so den Lerninhalt bestimmen, verändert dies die Rolle die der Lehrer im Lernprozess einnehmen kann.
  • Das didaktische Dreieck im Geschichtsunterricht? Die Methodenwahl beeinflusst die Perspektive auf den Inhalt Die Methodenwahlt hat auch einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Geschichtsverständnisses.
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  • Prozessorientierte Didaktik Schwerpunkt der Beobachtung auf der Kommunikationsprozess des Lehrens und Lernens über ein bestimmtes Thema Lehre/ Unterricht -> spezielle Form der Kommunikation, wird als eine eigenständige und  eigensinnige soziale Struktur verstanden Verstehen der Teilnehmer als eigenständinge und eigenverantwortliche Akteure die am Lernprozess beteiligt sind: - Adressatenanalyse und Rückkoppelungsschleife (Festlegung des Wissenstandes) - Die Regeln der Kommunikation transparent machen - Verarbeitungs- und Verstehensprozesse des Lernsystems kommunizierbar machen