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Politische Theorie (Fach) / Allerlei (Lektion)
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- Transaktionskosten - soziologisch / ökonomisch soziologisch: Kosten, die durch die Koordination der Handlungen mehrerer Akteure entstehen. ökonomisch: Kosten der Information = Kosten der Messung der wertvollen Attribute getauschter Gegenstände + Kosten des Rechtsschutzes und der Überwachung und Durchsetzung von Vereinbarungen.
- kollektive Handlungsdilemmata individuell rationales Verhalten führt zu einem kollektiv suboptimalen Ergebnis (RCI begreift Politik als Abfolge kollektiver Handlungsdilemmata)
- Bauprinzipien langlebiger Institutionen (RCI) 5 klar definierte Begrenzung der Ressource und der berechtigten Aneigner Regelungsbetroffene können über Veränderungen der Regeln mitbestimmen Überwacher sind den Aneignern gegenüber rechenschaftspflichtig oder sind mit den Aneignern identisch der Schwere und dem Kontext nach angemessene Sanktionen bei Regelverletzungen minimale Anerkennung der Regelstrukturen durch den Staat
- Überwindung des Dilemmas zweiter Ordnung (RCI) Institutionenbeschaffung als sequentieller und inkrementeller Prozess: viele kleine Schritte; nach den ersten unaufwendigen Schritten (wenig Kosten) stellen sich erste Erfolge ein, die die Akteure motivieren, die Institution weiter auszubauen + begünstigendes politisches Regime: das Regime respektiert die Selbstregelung der Ressourcenaneigner und reduziert die Kosten der Institutionenbeschaffung für die Ressourcenaneigner durch ein geeignetes Umfeld staatlicher Institutionen
- Bedingte Kooperation (Anwendung Reziprozität - RCI) Verpflichtung der Akteure sich bis auf äußerste Notfälle an die gemeinsam entwickelten Regeln zu halten, wenn auch alle anderen diese Verpflichtung eingehen und entsprechend handeln.
- Kritik am RCI Überschätzung der kognitiven Kapazitäten und Handlungsspielräume von Akteuren mangelnde Berücksichtigung von Machtstrukturen sowie des Eigengewichtes exisitierender Institutionen zu enge Konzeptualisierung der Wirkung von Institutionen auf menschliches Handeln --> cultural approach: IN beeinflussen (beschränken / erweitern) die Vorstellungen der Akteure darüber, was in einer gegebenen Situation überhaupt getan werden kann.
- critical juncture = historische Gründungsphase, in der institutionelle Weichenstellungen vorgenommen werden, die in der Folge dazu tendieren, sich selbst zu reproduzieren
- Naturzustand = hypothetischer Gesellschaftszustand abzüglich souveräner Macht = hypothetischer herrschaftsfreier Raum
- Rawls Gerechtigkeitsgrundsätze 1. Grundsatz: Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf das umfangreichste System gleicher Grundfreiheiten, das für alle möglich ist. 2. Grundsatz: Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten müssen folgendermaßen beschaffen sein: a) sie müssen den am wenigsten Begünstigten den größtmöglichen Vorteil bringen (Differenzprinzip) b) sie müssen mit Ämtern und Positionen verbunden sein, die allen gemäß fairer Chancengleicheit offen stehen (Prinzip fairer Chancengleichheit) 1 > 2; b > a
- Zentrale Fragestellung bei Hobbes / Locke / Rawls Hobbes: Wie lassen sich Unruhe und Unsicherheit in einer Gesellschaft vermeiden? Locke: Wie lassen sich politische Institutionen so ausgestalten, dass sie Freiheit und Toleranz begünstigen, Willkürherrschaft verhindern und dem Wohl des Menschen dienen? Rawls: Nach welchen Gerechtigkeitsgrundsätzen könnten Grundgüter so verteilt werden, dass dadurch die Realisierung eines guten Lebens ermöglicht wird?
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- calculus approach Akteure: rationale, egoistische, nutzenmaximierende Akteure mit exogen gegebenen Präferenzen Wirkung der Institutionen auf Akteure: Institutionen schaffen Erwartungssicherheit über Handlungen anderer. IN liefern strategisch wertvolle Informationen und erhöhen bzw. vermindern den Nettonutzen von Handlungsalternativen IN schaffen wechselseitige Erwartungssicherheit und ermöglichen so soziales Handeln über persönliche Beziehungen hinweg erst annähernder Determinismus nur bei hoher Härte und Gewissheit der Sanktion als Kosten alternativer Handlungsweisen
- cultural approach Akteure / Wirkung der IN Akteure: rationale, situationsinterpretierende Akteure, die aber auch auf Routinen und Handlungsmuster zurückgreifen Wirkung der Institutionen auf Akteure: IN liefern moralische und kognitive Muster zur Interpretation der Welt und zur Handlung IN beeinflussen (via Sozialisation) die Präferenzen der Akteure. IN beeinflussen (beschränken / erweitern) die Vorstellungen der Akteure darüber, was in einer gegebenen Situation überhaupt getan werden kann. bestehende IN können als überlegen wahrgenommen werden, weshalb die Suche nach alternativen Lösungen unterbleibt ("kognitive Hegemonie").
- Leitfragen des Rational-Choice-Institutionalismus - Wie wirken Institutionen auf das Handeln der Akteure? - Warum entstehen Institutionen und warum bestehen sie weiter (als Resultat der handlungen gleichgestellter, rationaler Akteure)? Ostrom: - Wie kann sich eine Gruppe von einander unabhängiger Akteure zur Erzielung langfristiger, gemeinsamer Vorteile selbst organisieren und verwalten, wenn alle versucht sind, Trittbrett zu fahren, sich zu drücken oder sonst wie opportunistisch zu handeln? - Was sind die Bauprinzipien langfristger, erfolgreicher Institutionensysteme?
- Pfadabhängigkeit Am Anfang jeder Institution steht eine critical juncture, die die Entwicklung der Institution maßgeblich bestimmt. Die Institution bleibt nun dauerhaft auf diesem Pfad und kann sich nicht mehr radikal ändern. → Die Einschränkungen zukünftiger institutioneller Optionen basiert einerseits auf Macht- und Interessenkonstellationen, andererseits auf einer kognitiven Komponente: gegebene Institutionen werden in diesem Fall als überlegene Problemlösungen wahrgenommen und dadurch entfällt die Suche nach Alternativen ("kognitive Hegemonie") Die Bedingungen, die die Reproduktion einer IN bestimmen, müssen keineswegs identisch sein mit den Ausgangsbedingungen ihrer Entstehung. „change continues, but bounded change“
- Leistung RCI und HI RCI: verbindet die Makroebene (IN) mit der Mikroebene (Akteure) HI: erklärt Reformblockaden der Gegenwart verbindet das Konzept des Institutionalismus mit dem der politischen Kultur
- Kritik an historischem Institutionalismus dominante Phänomenorientierung und vernachlässigung systematischer Theoriebildung Verwendung unklarer Begrifflichkeiten geringe Prognosekraft
- Leistung Hobbes Begründer der Idee von Rechtsansprüchen gegenüber dem Staat Prämisse des rational-egoistischen Bedürfniswesens Vorläufer der anarchischen Konstruktion des internationalen Systems (Neorealismus - IB)
- Leistung Locke Vorläufer der Begründer der Gewaltenteilung Begründer der zentralen Stellung der Werte Freiheit und Toleranz stellt erstmals die Frage nach der Qualität der Herrschaft
- Leistung Rawls - rehabilitiert die vertragstheoretische Logik und erneuert die Vertragstheorie: Urzustand und Schleier des Nichtwissens ersetzen den Naturzustand wird nicht zur Legitimierung von Herrschaft, sondern zur Ermittlung von Gerechtigkeitsgrundsätzen verwendet - rehabilitiert die politische Philosophie
- restriktives Staatvsverständnis Die Institutionen und Praktiken werden danach beurteilt, inwieweit sie Freiheit und Rechte der Individuen sichern.
- restriktives Politikverständnis Politik besteht in der Regulierung widerstreitender Partikularinteressen durch Verfahren. Die politische Beteiligung der Bürger dient als Mittel zum Zweck der Realisierung der eigenen Interessen und Präferenzen.