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Umweltsoziologie (Fach) / Fragenkatalog 4 (Lektion)

Einheit 4

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  • Inwiefern unterscheidet sich das Konzept des gesellschaftlichen Stoffwechsels von Luhmanns Systemtheorie? Luhmann: Theorie sozialer Systeme, „ökologische Kommunikation“ Kernfrage: Wenn Gesellschaft in ihrer natürlichen Umwelt Veränderungen auslöst, die zerstörerisch auf sie zurückwirken könnten, welche Möglichkeiten hat sie, solche ökologischen Gefährdungen zu bemerken und die eigene Funktionsweise zu ändern?  Gesellschaft zerfällt in funktionale Subsysteme wie Wirtschaft, Recht, Wissenschaft, Politik, usw. Soziale Systeme sind Kommunikationssysteme  Subsysteme funktionieren nach eigenen Regeln (binäre Codes) Mit binären Code wird Information geordnet und verarbeitet  Begriff Umwelt für sämtliche Vorgänge außerhalb der Systemgrenzen verwendet; Umweltbegriff besitzt keinen konkreten ökologischen Gegenstandsbezug  Gesellschaft als System gegenüber Umwelt nur begrenzt resonanzfähig  Austausch mit Natur ist nicht Teil der Kommunikation  Systeme operieren autonom aber nicht autark  Systeme setzen für ihr eigenes Operieren das Operieren der anderen voraus  Gesellschaftlicher Stoffwechsel/Metabolismus: Überwindung der Dichotomie Kulturalistisch – Naturalistisch  Systemische Perspektive Verhältnis zweier dynamischer Systeme Materieller Begriff von Gesellschaft  Soziale Systeme verstanden in Analogie zu Organismen Material- und Energieströme mit ihrer natürlichen Umgebung und mit anderen sozialen Systemen  Gesellschaften greifen massiv in die Natur ein und gestalten sie nach ihren Bedürfnissen  Gesellschaftlicher Stoffwechsel ist historisch wandelbar  Bestimmende Faktoren: Bevölkerungszahl, Produktionsweise
  • Was versteht Beck unter Ökologischer Krise als Institutionenkrise? Durch Modernisierung nicht gewollte Nebenfolgen/neue Risiken die von alten Institutionen nicht beherrschbar sind. Neue Risiken sind global, oft irreversibel, unsichtbar, lassen sich nicht mehr lokal lösen
  • Beschreiben Sie bitte die zwei Arten von gesellschaftlichem Stoffwechsel Kulturalistisch – Naturalistisch
  • Was ist unter dem Begriff Kolonisierung zu verstehen? Gezielte Eingriff von Gesellschaften in Naturprozesse; Transformation der Natur;
  • Erläutern Sie bitte die drei Komponenten der Einstellungsdimension Umweltbewusstsein. - affektive Komponente: z.B. Wies ist das Ihrer Meinung nach? (Persö nliche Betroffenheit und Erleben von Umweltproblemen) - kognitive Komponente: z.B. Antibiotika können Bakterien töten, aber keine Viren (Wahrnehmung und Verstehen von Umwltproblemen) - konative Komponente: z.B. Inwieweit fä nden Sie es fü r sich persö nlich akzeptabel, viel hö here Preise zu bezahlen, um die Umwelt zu schü tzen (Zustä ndigkeit, erklä rte Handlungsbereitschaft)
  • Die Verhaltensintention ist eine direkte Determinante des Umweltverhaltens und wird von drei Komponenten beeinflusst. Erläutern Sie bitte diese drei Komponenten. ● Kognitive und emotionale Einstellungskomponenten: persönliche Wahrnehmung und Betroffenheit durchUmweltthemen ● Soziale Einbettung: Als Teil mehrerer sozialer Gruppen wird man von den gemeinsamen Normgeflechten dieser Beeinflusst ● Verhaltenskontrolle: Sanktion oder Belohnung führen zu einer Änderung der Handlungswahrscheinlichkeit
  • Was bedeutet die Annahme, dass es DAS Umweltverhalten nicht gibt? Es lä sst sich durch die Messung des Umweltbewusstseins nicht auf das Umweltverhalten schließen. Komplexe Grü nde fü r Umweltverhalten, verschiedene Situationen. Rollenkonflikte. Zusammenspiel von sozialen und emotionalen Komponenten Definition: Umweltverhalten ist aus einer Außenperspektive betrachtetes Handeln, das fü r die Umwelt relevant ist. Die AkteurInnen selbst kö nnen ihr Handeln als umweltrelevant betrachten, mü ssen dies aber nicht tun. Probleme bei Messung des Umweltverhaltens: - Selbstberichtetes Verhalten (symbolisches Verhalten) - Soziale Erwü nschtheit - Unterschiedliche Handlungsfelder (Verkehr, Recycling, Konsum...)
  • Beschreiben Sie mindestens drei Ursachen fü r die Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und –verhalten. ● Low Cost- These: Handeln in umweltverantwortlicher Weise, wenn es wenig kostet ● Zu wenig Wissen ü ber umweltverantwortliches Handeln ● Institutionen/Organisationen werden als Verantwortliche gesehen, nicht die Individuen ● Kollektivgutproblematik ● Schwacher normativer Einfluss ● Fehlende Verhaltensangebote -Keine einheitliche Definition für Umweltbewusstsein -„Umweltbewusstsein ist die Einsicht in die Gefä hrdung der natü rlichen Lebensgrundlagen des Menschen durch diesen selbst, verbunden mit der Bereitschaft zur Abhilfe“ - Umweltbewusstsein als Konstrukt, das nicht direkt gemessen werden kann Bereitschaft zu umweltgerechtem Verhalten - Bereitschaft zu umweltgerechtem Verhalten im persö nlichen Alltagsleben - Bereitschaft zu ö ffentlichem Engagement im Bereich des Umweltschutzes - Bereitschaft zur Unterstü tzung bzw. Hinnahme umweltschutzpolitischer Maßnahmen
  • Welche methodischen Probleme kö nnen bei der Umweltbewusstseinsforschung auftreten? Es gibt keine einheitliche Definition. Es kann nur die Ausprä gung der verschiedenen Komponenten durch Fragebogen gemessen werden. Zusä tzlich gibt es Probleme durch: ● Selbstberichtetes Verhalten (symbolisches Verhalten) ● Soziale Erwü nschtheit ● Unterschiedliche Handlungsfelder (Verkehr, Recycling, Konsum...)
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